Saarbrücken

Gunn Dach! Saabrigge - Provinz und Minimetropole

Nichts Spektakuläres kann auch schön sein. Geredet wird Saarbrigga Platt, die Nähe zu Frankreich ist allgegenwärtig und die Stengel'sche Geometrie ein Markenzeichen. Obwohl, so ganz stimmt das nicht mit dem Unauffälligen. Die Köche sind außerordentliche Spitzenklasse.

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Gunn Dach! Saabrigge - Provinz und Minimetropole

Nichts Spektakuläres kann auch schön sein. Geredet wird Saarbrigga Platt, die Nähe zu Frankreich ist allgegenwärtig und die Stengel'sche Geometrie ein Markenzeichen. Obwohl, so ganz stimmt das nicht mit dem Unauffälligen. Die Köche sind außerordentliche Spitzenklasse.

"Hauptsach gudd gess" gilt besonders auf der Mainzer Straße - 5 Michelin-Sterne innerhalb von 500 Metern - weltweit einzigartig.

Sie ist eine kleine Überlebenskünstlerin, die Stadt an der Saar. Immer wieder rappelten sich die Einwohner auf. 1637 - der Dreißigjährige Krieg wütet im gesamten Land und Saarbrücken erwischt es besonders schlimm. Nur 70 Einwohner überleben. Dann, 1677, die nächste Katastrophe: Ludwig XIV. lässt die gesamte Stadt niederbrennen. Nur acht Häuser überstehen die Feuersbrunst. Wo andere wohl aufgeben hätten, erlebte Saarbrücken circa 70 Jahre später die große Blütezeit.

Zwei Anpacker, die wieder Glanz brachten

Wilhelm Heinrich, Fürst von Nassau-Saarbrücken übernahm die Regierung, verstaatlichte erst mal die einträglichen Steinkohlegruben und sorgte so für den nötigen Reichtum, um sein Saarbrücken nach seinen Wünschen umzugestalten. Mit ihm kam der Familien-Architekt Friedrich Johann Stengel. Dank dieser Freundschaft wurde aus Saarbrücken ein barockes Schmuckkästchen - alles streng geometrisch und in Weiß gehalten.

Leider wurde viel in darauffolgenden Kriegen zerstört und nach dem 2. Weltkrieg wurde Saarbrücken wenig schmuckvoll mit den typisch spröden Bauten der 1950er und 1960er wieder aufgebaut. Dennoch, ganz verschwunden sind die Nobelbauten nicht. In Alt-Saarbrücken erkennen Sie noch den alten Charme mit Residenz-Schloss, Ludwigskirche und dem Alten Rathaus. Das Nauwieser Viertel ist der alternative Kultstadtteil - so etwas gibt's im Saarland kein zweites Mal. Das Herz Saarbrückens schlägt aber am Sankt Johanner Markt mit hübschen Geschäften, Cafés und guten Restaurants. Von hier geht es nahtlos in die moderne Einkaufsmeile über. Tipp für Schnäppchenjäger: Das Shoppingparadies Zweibrücken liegt nicht weit weg von der saarländischen Hauptstadt. Saarbrücken selbst ist eine alte Handelsstadt. Vom üppigen Handel vergangener Zeiten zeugt noch der schmucke Saarkran am Saar-Ufer.

Lebenslust à la française

Erst 1955 stimmten die Saarländer endgültig für die Bundesrepublik. Aber ein bisschen französisch sind sie geblieben. Vielleicht kommt daher die dichte Ansammlung an hervorragenden Restaurants. Gleich zwei Sterneköche zaubern auf der Mainzer Straße - im drei-Sterne-"GästeHaus Klaus Erfort" und zwei-Sterne-Restaurant "Le Noir" von Jens Jakob. Sie sollten daher auf jeden Fall einen Abend nur mit Schlemmen verbringen. Denn wenn ein Klischee über den Saarländer stimmt, dann dass er beim Essen und Trinken eher Franzose ist. "Saarvoir-Vivre" eben.

Fotos: Pixabay

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