Teutoburger Wald 4 Reisepakete
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Teutoburger Wald

Kurzurlaub im Teutoburger Wald

Wildromantischer Teutoburger Wald: Sanfte Hügel, üppige Mischwälder, weite Felder und Wiesen prägen das idyllische und teilweise auch bizarre Landschaftsbild. Die vielfältige Landschaft verleiht dem Teutoburger Wald einen besonderen Reiz.

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Teutoburger Wald

Wildromantische Naturim "Wald der Teutonen"

Im Nordosten von NRW, zwischen Minden im Norden und dem Sauerland im Süden, dem Münsterland im Westen und der Weser im Osten, liegt der wildromantische Teutoburger Wald. Sanfte Hügel, üppige Mischwälder, weite Felder und Wiesen prägen das idyllische und teilweise auch bizarre Landschaftsbild. Gerade die vielfältige, unterschiedliche Landschaft verleiht dem Teutoburger Wald einen besonderen Reiz.

Mit der "Senne" bietet sich im Westen eine einzigartige, fast unberührte Naturlandschaft mit weiten Sand- und blühenden Heideflächen, großen Dünen, duftenden Kiefernwäldern, Mooren und Feuchtgebieten. Dagegen wirken die gelben Rapsfelder und ziegelroten Gehöfte im flachen Kreis Gütersloh wie kleine Farbtupfer. Ausgesprochen lieblich mutet die Flusslandschaft der Weser im Norden und Osten an, die sich am besten vom Deck eines Ausflugsdampfers bestaunen lässt.

Von einer eher herben Schönheit zeigt sich die Hochfläche in Paderborn, die größte Karstlandschaft Nordrhein-Westfalens, die ein Gefühl von Endlosigkeit und Weite vermittelt. Ein Hauch von Schottland liegt hingegen über den Moorlandschaften im Kreis Minden-Lübbecke. Eine Wanderung durch das große Torfmoor oder das Oppenweher Moor, vorbei an tiefschwarzen Seen und bizarr verformten Bäumen, gehört sicherlich zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen.

Die Urlaubsregion Teutoburger Wald zählt zu Recht zu den bekanntesten und beliebtesten Wandergebieten in Deutschland. Wald, Moor, Heide, sanfte Hügel, Quellen und Bachläufe sowie seltene Naturdenkmäler prägen die Mittelgebirgslandschaft. Wer hier wandert, erlebt aber nicht nur Natur pur, sondern begegnet auch einer vielfältigen Geschichte. Hier wandert man durch malerische Luftkurorte, vorbei an bedeutenden Bauwerken, historischen Klöstern, Burgen und Schlössern, durch alte Hansestädte und kleine, idyllisch gelegene Bauerndörfer.

Besonders empfehlenswert sind die Hermannshöhen, deren Wege zu den Top Ten der deutschen Wanderwege gehören und auf einer Länge von über 220 Kilometern zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten führen. Einmalig in Deutschland ist die Dichte traditionsreicher Heilbäder, moderner Kurorte und der nur hier typischen Moor- und Bauernbäder. Verbunden mit neuen Therapieansätzen und fernöstlichen Heilmethoden bietet sich in dieser Region ein einzigartiges Wellnessangebot. Urlaub im Teutoburger Wald lohnt sich also nicht nur fürs Auge, sondern für das Wohlbefinden des ganzen Körpers.

Lipperland

Lippische Juwele, Museen, Orte und Naturparadiese

Lipperland - Burgenland. So könnte man diese Region in der Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens auch nennen, die mit die meisten Burgen und Schlösser in Deutschland vereint (sogar vor Bayern!). Hier bekommt der Besucher viel zu sehen und noch mehr zu erleben. Seien es Schlösser und Burgen, Freilichtmuseen oder Spaziergänge im Grünen. Tatsächlich werden Sie sich gar nicht entscheiden können, welches Ausflugsziel Sie als erstes anvisieren wollen. Im Lipperland, so benannt nach den edlen Häusern zur Lippe und Schaumburg-Lippe, erwarten Sie Natur und Kultur in einer einzigartigen Mischung!

Begonnen hat alles schon vor Jahrhunderten. Hier fand die berühmte Schlacht am Teutoburger Wald statt, hier besiegte Karl der Große die Sachsen und zwang sie zur Christianisierung. Der Edelherr Bernhard II darf Dank Kaiser Barbarossa die erste Stadt bauen - Lippstadt - und im Laufe der Zeit entstehen auch die ein oder andere Burg zum Schutz und / oder Angeben. Simon V. zur Lippe wird in den Grafenstand erhoben, seine Nachfolger werden sogar Fürsten. Schließlich erklärt sich Lippe sogar zum Freistaat und hat mit Detmold eine eigene Landeshauptstadt. Sie sehen schon, hier ist so einiges passiert und die Spuren sieht man noch immer! Das ist Geschichte zum Anfassen.

Heute gehört die ganze Region zu Nordrhein-Westfalen und ist ein lohnendes Ferienziel für die ganze Familie. Es gibt zahlreiche Wander- und Radwege, auf den Seen kann man Tretbootfahren oder eine Bootsfahrt mit Dampfer machen und zur kulturellen Erbauung gibt es eine große Auswahl an Museen, etwa ein Automobilmuseum mit einem Porsche-Traktor in Lemgo, eine Papiermühle, die noch bis 1989 in Betrieb war und einige schöne Kunstmuseen. Bei einem Besuch der Freilichtmuseen lernen Sie das Leben von früher kennen und werden auf Ihren Wanderungen immer wieder über Ruinen, alte Wallanlagen und Spuren der Geschichte stoßen.

Lipperland - Ausflugstipps

Schlösser, Burgen, soweit das Auge reicht. Sie werden sich gar nicht entscheiden können, welches Sie sich als Erstes ansehen wollen, denn Lipperland ist Burgenland. Damit Sie statt Ruinen und kaum sichtbaren Erdwällen auch wirklich ins Innere dürfen, hier, quasi zum Einstimmen, eine kleine Auswahl öffentlich zugänglicher Häuser.

Residenzschloss (Detmold): Dieser wunderschöne Vierflügelbau aus der Zeit der Weserrenaissance (16. Jahrhundert) ist das Schloss der lippischen Grafen und Fürsten. Sehenswert sind besonders der Steingang und der Kanal neben dem Schloss sowie die wertvollen Bücher und Möbel im Innern. Als besonderes Highlight gelten mehrere Alexander-Gobelins, die im 17. Jahrhundert in einer Brüsseler Werkstatt hergestellt wurden. Im Rahmen einer Führung erfahren Sie mehr über die Geschichte des Landes, das Schloss und seine einstigen Bewohner.

Schloss Bracke (Lemgo): In diesem Juwel aus dem 16. Jahrhundert, das auf noch viel ältere Grundmauern zurückblickt, können Sie nicht nur den Wassergraben sehen und den Turm (Wahrzeichen der Stadt), sondern auch das Weserrenaissance-Museum besuchen. Seit 1973 werden im Schloss der Grafen zur Lippe Führungen angeboten.

Burgmuseum Horn (Horn): In diesem beeindruckenden Gemäuer erwarten Sie Einblicke in die Stadt und Burg Horn, Schwerter aus hiesiger Produktion, die Geschichte der Externsteine (mit 20-minütiger Videopräsentation) und wechselnde Ausstellungen.

Schloss Stietencron (Bad Salzuflen): Der ehemalige Adelssitz der Familie von Donop, um 1750 erbaut, beherbergt heute die Musikschule, kann aber auch für Trauungen gebucht werden. Der großzügige Schloss-park ist frei zugänglich.

Natürlich gibt es nahezu unendlich viele Burgen und Schlösser im Lipperland. Aber diese Gegend hat ja viel mehr Schätze zu bieten! Hier ein paar Ideen für Ausflüge zu Naturräumen und Museen, die Sie auf Ihrer nächsten Reise gerne ausbauen dürfen.

Westfälisches Freilichtmuseum (Detmold): Die Gebäude, auf 80 Hektar verteilt, sind größtenteils begehbar und gewähren Einblicke in das Leben Westfalens, verschiedene Handwerke und Alltagsszenen. Für den kleinen Hunger zwischendurch empfiehlt sich ein Milchbrötchen aus der alten Bäckerei, vielleicht beim Picknick gegenüber den zwei Mühlen.

Junkerhaus (Lemgo): Im alten Wohnhaus des Malers, Architekten und Kunsthandwerkers Karl Junker (1850 - 1912) ist heute ein Museum untergebracht. Außen komplett mit detaillierten Schnitzereien verziert, bestaunt der Besucher im Innern kunstvoll geschnitze Möbel, Zeichnungen, Architekturmodelle und Skulpturen des Künstlers.

Papiermühle Plöger (Schieder-Schwalenberg): Dieser Ort bietet neben dem Schloss und der Burg noch etwas anderes: In dieser Mühle wurde über acht Generationen lang (bis 1989), die Papierproduktion aufrechterhalten. Heute erhalten Sie einen Einblick in die Technik früherer Tage.

Donoperteich (Detmold): Das einzige lebende Hochmoor im Teutoburger Wald eignet sich perfekt zum Spazierengehen. Und das klingt auch noch gut: Auf der "KlimaErlebnisRoute" muss man sich ja gesund fühlen!

Naturpark Eggegebirge - vom Teutoburger Wald bis ins Sauerland

Naturpark Eggegebirge - 1.000 Naturdenkmäler

Das Eggegebirge, auch "Egge" genannt, ist ein Mittelgebirge mit insgesamt 17 Bergen von 365 Metern bis 468 Metern Höhe ("Preußischer Velmerstot" mit Egge-Aussichtsturm). Es erstreckt sich vom Südende des Teutoburger Waldes bis zum nördlichen Ende des Sauerlandes. Sein Hauptkamm ist ein Teil der Rhein-Weser-Wasserscheide: Während das Wasser der meisten Bäche, die an der Ostseite des Kamms entspringen in die Weser fließen, entwässern sich fast alle Bäche, die der Westseite des Kamms entfließen, in den Rhein.

Seit 1965 bildet das Eggegebirge zusammen mit dem nördlich angrenzenden Südostteil des Teutoburger Waldes einen 1.059 Quadratkilometer großen, lang gestreckten Naturpark. Über 60 Prozent des Naturparks sind bewaldet, 85 Prozent der Fläche stehen unter Landschafts- und 3 Prozent gar unter Naturschutz, darunter der Donoper Teich, das Hiddeser Bent und das Gebiet um die Externsteine. Die imposante Naturlandschaft verdankt ihren Reiz nicht zuletzt dem Reichtum seiner Tier- und vor allem Pflanzenwelt. Insgesamt beherbergt sie fast 1.000 eingetragene Naturdenkmäler.

Der heutige Naturpark war bereits Schauplatz von zwei für die Geschichte Europas entscheidenden Auseinandersetzungen: der Aufbruch der Germanen gegen die Römer und, rund 800 Jahre später, der Sieg über die Sachsen durch Karl den Großen. Beide Ereignisse und ihre Folgen haben heute noch sichtbare Spuren in Form von verschiedenen Bau- und Kulturdenkmälern in der Gegend hinterlassen.

Bekannte Attraktionen und Wanderziele im oder am Eggegebirge sind: Aussichtsturm "Bierbaums Nagel" in Borlinghausen, Eisenbahnknotenpunkt und Viadukt in Altenbeken, Modellbahnschau im historischen Güterbahnhof Bad Driburg, Externsteine, Fürstenallee, Gauseköte (Passhöhe), Iburg, Hermannsdenkmal, tausendjährige Eiche bei Borlinghausen, die beliebten Wanderrouten Hermanns- und Eggeweg (Teil des Europäischen Fernwanderweges "E 1" von Schweden nach Italien), Lippischer Velmerstot und Preußischer Velmerstot, der höchste Gipfel des Eggegebirges mit fantastischer Aussicht.

Bielefeld

Gibt’s doch: Bielefeld

Die größte Verschwörung der Welt. Eine Stadt, in deren Mitte ein Wald legt. Ein Automat, der auf Knopfdruck frischen Pudding zubereitet. Gibt’s nicht? Gibt’s doch: in Bielefeld!

„Das gibt’s doch gar nicht!“ werden Sie bei einem Urlaub in der nordrhein-westfälischen Großstadt des Öfteren sagen – nicht zuletzt, weil in den letzten 30 Jahren die „Bielefeld-Verschwörung“ zum Dauerwitz der Nation wurde. Aber Bielefeld gibt es wirklich und hier können Sie was erleben. Trotz 330.000 Einwohnern wirkt die Stadt zwischen Weser und Ems wie ein etwas zu groß geratenes Dorf. Das liegt unter anderem daran, dass sie in der Mitte vom Teutoburger geteilt wird. Man muss also gar nicht aus der Stadt fahren, um ins Grüne zu gelangen. Dort, im Teutoburger Wald, gibt es nicht nur viele Wanderwege, sondern auch den Tierpark Olderdissen, ein kostenlos zugänglicher Zoo, in dem Sie heimische Wildtiere beobachten können: Raubvögel, Luchse, Biber, Bären und 446 weitere Arten. Da stoßen Sie schon mal auf das Schild „Achtung! Freilaufende Alpenmurmeltiere!”. Die gibt’s wirklich, hier mitten in Nordrhein-Westfalen.

Burg, Rap und Fußball

Wahrzeichen der Stadt ist die Sparrenburg, hoch über die Stadt. Im Sommer kann man den Turm erklettern und über Bielefeld blicken. Unter der Burg befinden sich Geheimgänge, die allerdings nur bei einer Führung zugänglich sind. Wer durch die Altstadt bummelt wird schnell merken: Bielefeld ist jung, dank der hiesigen Uni. Besonders lebhaft geht es am Boulevard zu, einer breiten Straße mit vielen Kneipen und Café direkt hinter dem Bahnhof. In den Bars können Sie immer wieder die Songs hören, die das Bielefeld-Feeling ausmachen. Rap-Gruppe „Hardsoul“ hatte 2007 ihren größten Hit mit dem Lied „Pumpen“ – im Rest der Republik fast vergessen, in Bielefeld eine Hymne und gern gespielt. Abends genießen die Bielefelder gern die entspannte Atmosphäre auf dem „Siggi“, dem Siegfriedplatz, wo Floh- und Wochenmärkte stattfinden und im Winter der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Überhaupt ist ein Bummel durch die Bielefelder Altstadt ein entspannender Zeitvertreib – werfen Sie auch mal einen Blick auf das Leineweber-Denkmal, das daran erinnert, dass Bielefeld bis ins 20. Jahrhundert von Leineweberei lebte. Falls es regnet, verlegen Sie Ihren Spaziergang einfach in eines der rund 20 Museen: die Kunsthalle zum Beispiel oder das Museum Huelsmann. Sportfans können Arminia Bielefeld in der SchücoArena kicken sehen.

Für jeden Geschmack

Bielefeld ist aber nicht nur durch Fußball und Verschwörungstheorien bekannt geworden, sondern auch durch die innovative Idee eines Apothekers: August Oetker verkaufte Ende des 19. Jahrhunderts abgepacktes Backpulver. 10 Pfennig kostete das Tütchen damals und wurde zum Grundstein einer weltweit erfolgreichen Firma. In der „Dr. Oetker Welt“ bekommen die Besucher Einblicke in die Geschichte des Weltkonzerns, die Produktionsmethoden und Waren. Sie dürfen auch einen Blick in die Versuchsküche werfen und mehr: probieren! Pizza in allen Variationen werden angeboten und als ein besonderes Leckerli ein riesiger Automat in Form eines Puddings. Er produziert becherweise frischen Vanillepudding für kleine und große Schleckermäuler. Das gibt’s doch nicht! Doch, aber wirklich nur in Bielefeld.

Urlaub in Minden

Die Dom- und Festungsstadt Minden kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, schließlich wurde sie bereits um das Jahr 800 gegründet. Sie verleiht dem Ort bis heute seinen typischen Charme und präsentiert dem Besucher zahlreiche interessante Bauwerke. Besonders zu erwähnen ist in dieser Region natürlich die Weserrenaissance, eine Stilform, die sich an vielen Burgen, Schlössern, Rathäusern und Privatbauten erkennen lässt. Bei einem Blick in das Mindener Museum sehen Sie zum einen eine dekorative Häuserzeile der Stilrichtung, zum anderen erfahren Sie alles Wissenswerte über die Kulturgeschichte der Stadt. Verpassen Sie nicht, sich weitere Mindener Originale der Weserrenaissance anzusehen, etwa das Schloss Haddenhausen oder das Regierungsgebäude!

Für die Kaffeeliebhaber unter Ihnen hier noch ein spezieller Museumstipp: Lassen Sie sich das Kaffeemuseum nicht entgehen, das anlässlich der hundertjährigen Firmengeschichte von "Melitta" eingeweiht wurde!

Ein Spaziergang durch die Stadt ist besonders fußgängerfreundlich, da große Teile autofrei sind. So können Sie ungehindert über die Bäckerstraße, den Scharn, den Domhof und den Marktplatz wandern und hübsche Fachwerkhäuser entdecken, etwa das "Haus am Windloch". Woher der Name wohl kommt?

In der Fischerstadt erkennen Sie die Schutzmauer, die zur Zeit der preußischen Verwaltung ab 1648 entstand. Damals wurde Minden zur Festung ausgebaut. Wer sich umfassender mit den Preußen befassen möchte, dem sei das Preußen-Museum Minden in der ehemaligen Defensionskaserne empfohlen. Mittlerweile dient die Fischerstadtmauer vor allem gegen Hochwasser. Der heutige Besucher kommt wohl auch weniger, um die Verteidigungsanlagen zu bewundern, als vielmehr, um Geschichte und Technik zugleich zu erleben. Nach dem obligatorischen Bummel durch die Altstadt mit dem Dom, der ursprünglich von Karl dem Großen erbaut wurde, folgt unweigerlich ein Blick auf den Mittellandkanal, der hier bei Minden durch das Wasserstraßenkreuz auf die Weser trifft. Die Schiffe, die auf zwei Ebenen übereinander wegfahren, sind schon ein Anblick, der sich einem nicht täglich bietet ...

Bad Oeynhausen und Wellness

GOP-Kaiserpalais, etwas Salz, Sole und ein Kurpark

Salz, das Gold des Mittelalters, wurde zur Basis für den Erfolg des Ortes in Deutschland. Als 1745 Colon Sültemeyer die Salzkruste auf seinen Schweinen entdeckte, ahnte er wahrscheinlich noch nicht, welche weitreichen Auswirkungen dieser Fund haben sollte. König Friedrich II. selbst befahl den Bau einer Saline. Doch es kam noch besser: 1845 fand man im damals tiefsten Bohrloch Europas eine Thermalsolequelle - und damit war der Grundstein für den Kurort gelegt.

Zwischen 1852 und 1885 entstanden die beiden klassizistischen und neubarocken Badehäuser, später folgte das als Kurhaus erbaute Kaiserpalais, das Theater am Kurpark und die Wandelhalle. Generationen von Kurgästen konnten sich seitdem am heilenden Wasser, der guten Luft und dem malerischen Kurstädtchen erfreuen.

Heute weist die Brunnenfigur am "Schweinebrunnen" auf Colon Sültemeyer und seine Salzkrustenschweine hin. Das eigentliche Wahrzeichen der Stadt ist aber die Jordanquelle, so benannt nach dem ehemaligen Kur- und Salinendirektor. Sie ist eine der größten Thermalsolequellen der Welt und schießt einmal stündlich 50 Meter hoch in die Luft. Doch das ist längst nicht die einzige interessante Fontäne der Stadt: Im Kultur- und Landschaftspark gibt es schließlich noch das "magische Wasser" - den Aqua Magica Wasserkrater, eine unterirdische, begehbare Brunnenskulptur, die Teil der Reise in das "Land des Staunens" ist. Was es damit auf sich hat, entdecken Sie am besten selbst während Ihrem Wellnessurlaub!

Tatsächlich reizt Bad Oeynhausen aber mit weit mehr als prunkvollem Bäder- und Kurbetrieb. Das GOP-Variété beherbergt ein Edelrestaurant und eine Discothek. Und dann ist da auch noch die Deutsche Märchenstraße, die hier vorbeiläuft. Im Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum gibt es besonders viele, herrlich gestaltete Illustrationen zu zahlreichen Sagen und Geschichten. Ein lohnender Besuch!

Wer seine Schritte vom Kurpark in die "Oeynhauser Schweiz" lenkt und am liebsten noch aktiver werden will, für den empfiehlt sich etwas Bewegung am Mittleren See oder gar der Aufstieg auf den Wittekindsberg, etwa 20 kilometer nördlich der Stadt. Dabei kommen Sie auch gleich an Minden und dem Weserkreuz vorbei und entdecken die absoluten Höhepunkte der Region.

(Fotos: Ub12vow, Brego, Gwexter)

Bad Meinberg

Eingebettet in die hügeligen Ausläufer des Teutoburger Waldes und von wunderschöner Natur umgeben liegt das Staatsbad Meinberg. Seit über 300 Jahren aus den Schriften gelehrter Ärzte bekannt, gehört das Staatsbad mit seinen natürlichen Kurmitteln zu den bekanntesten und bedeutendsten Heilbädern Deutschlands. Schwefelmoor, Mineralquellen und trockene Kohlensäure sind natürliche Vorkommen vor Ort, die direkt in verschiedensten Therapien verwendet werden.

Horn-Bad Meinberg mit der traumhaften Landschaft des Naturparks Teutoburger Wald, den saftigen Wiesen und duftenden Wäldern, und der jahrhunderte alten Bädertradition, eignet sich hervorragend für eine Alltagspause. Wer es gerne aktiv mag, bekommt den Kopf bei ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen frei. Wer Ruhe und Entspannung sucht, nimmt Bäder oder bucht Massagen. Und wer Abwechslung braucht, besucht die beeindruckenden, bis zu 38 Meter hohen "Externsteine", das prächtige Residenzschloss im nahen Detmold oder die trutzige Burg der Stadt Blomberg.

In Bad Meinberg selbst lohnt der Besuch des Horner Burgmuseums, das von Ostern bis Allerheiligen geöffnet ist. Der Besuch des stadthistorischen Museums zeigt, wie sich Horn als Stadt vom Mittelalter bis zur Gegenwart entwickelt hat. Es ist möglich, Geschichte sowohl von innen wie von außen zu erleben: Die Räume des Museums befinden sich in der Burg Horn, einem der ältesten Wohnsitze der Edelherren zur Lippe.

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