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Erzgebirge

Urlaub im Erzgebirge: Gelebte und lebendige Tradition

Die Naturräume des Erzgebirges sind ein traditionelles Urlaubs- und Naherholungsgebiet: Herbe landschaftliche Schönheit, ein reichhaltiges Kulturgut sowie vielfältige Sommer-Sportmöglichkeiten wie Wandern, Radeln und Reiten.

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Erzgebirge: Reisen in Sachsens Mittelgebirge

Das Erzgebirge: Gelebte und lebendige Tradition

Das Erzgebirge ist die größte zusammenhängende Tourismusregion in Sachsen und gleichzeitig das am dichtesten besiedelte Mittelgebirge Europas.

"... Oh Arzgebirg wie bist du schie" schwärmte schon einst der bekannteste Heimatsänger und Volksdichter des Erzgebirges, Anton Günther (1876 - 1937), und beschrieb die Schönheit der sächsisch-böhmischen Region. Doch noch viel mehr geschichtliche Zeugen, die über den Fleiß und das Schöpfertum der Menschen dieser Region sprechen, sind hier zu entdecken und zu erleben. Das Erzgebirge ist eine Ferienregion mit gelebter und lebendiger Tradition.

Mehr als 5.000 Kilometer Wanderwege durchqueren die Region, darunter auch der Fernwanderweg EB (Eisenach - Budapest), neben den Hauptwanderwegen "Zittau-Wernigerode" (Kammweg), "Görlitz - Greiz" und "Ostsee - Saaletalsperren". Nicht zu vergessen sind die vielfältigen Natur- und Bergbau-Lehrpfade, die für Groß und Klein, oft auch auf spielerische Weise, Wissenswertes zum Erzgebirge bereithalten.

Die Naturräume des Erzgebirges sind ein traditionelles Urlaubs- und Naherholungsgebiet. Die herbe landschaftliche Schönheit, die mittelgebirgstypischen klimatischen Verhältnisse, ein reichhaltiges Kulturgut sowie vielfältige Sommer-Sportmöglichkeiten wie Wanderurlaub, Radreisen und Reiten stellen dabei ein Basisangebot dar.

Das Erzgebirge (tschechisch: Krušné hory) bildet die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen. Knapp nördlich der Kammlinie verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Die höchsten Erhebungen sind Fichtelberg (1.215 Meter ü.NN) und Keilberg (tschech: Klínovec, 1.244 Meter ü. NN). Das Erzgebirge gehört mit seinem oberen Teil dem Naturpark Erzgebirge/Vogtland an. Das östliche Erzgebirge steht als LSG Osterzgebirge unter Landschaftsschutz.

Zur Rohstoffgewinnung in den Kriegsjahren des 1. und 2. Weltkrieges wurde der Bergbau im Erzgebirge nochmals wiederbelebt. Dabei kam es während des Dritten Reiches auch zur Wiederaufnahme des Silberbergbaus. Danach siedelten sich Holzwaren- und Spielzeugherstellung vor allem im Osterzgebirge an. Die Uhrenindustrie hat in Glashütte einen Schwerpunkt. Im Westerzgebirge waren wirtschaftliche Alternativen Maschinenbau und Textilindustrie.

Ein weiterer bekannter Ort der Zinngewinnung war Seiffen. Das Dorf im Osterzgebirge ist heute Mittelpunkt der Holzwaren- und Spielzeugherstellung. Hier werden Räuchermänner, Nussknacker, Schwibbögen, Weihnachtspyramiden und Spieldosen aus Holz gefertigt.

Als im 19. Jahrhundert mehrere Erzgebirgspässe chausseemäßig ausgebaut und auch das obere Erzgebirge durch die Eisenbahn erschlossen wurde, entwickelte sich der Fremdenverkehr. Berggasthäuser wurden auf den höchsten Erhebungen errichtet und Skisportler entdeckten schon damals die schneesicheren Kammlagen. Heute sind die aus dieser Zeit stammenden mit Dampflokomotiven betriebenen Schmalspurbahnen beliebte Touristenattraktionen. Mit der Fichtelbergschwebebahn entstand 1924 die erste Schwebeseilbahn in Deutschland, die bis auf den heutigen Tag Besucher auf den höchsten Berg Sachsens bringt.

Mit dem Kammweg wurde schließlich einer der ersten Fernwanderwege geschaffen. Dieser führte einst vom Hainberg bei Asch über das Erzgebirge, die Böhmische Schweiz und das Lausitzer Gebirge bis zur Schneekoppe im Riesengebirge. Heute existieren nicht nur ein dichtes Netz von Wanderwegen, sondern auch ausgedehnte Loipennetze und Abfahrtspisten für den Wintersport. Mit der Skimagistrale Erzgebirge/Krušné hory gibt es dabei eine deutsch/tschechische Skiwanderstrecke über den gesamten Erzgebirgskamm.

In Anlehnung an die historische Silberstraße wurde nach 1990 eine, zwischen Zwickau und Dresden das ganze Erzgebirge durchquerende, Touristenstraße geschaffen, die alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten erschließt. Zu diesen gehören neben Besucherbergwerken, Bergbaulehrpfaden und einer Vielzahl von technischen und heimatkundlichen Museen vor allem die mittelalterlichen Stadtzentren der alten Bergstädte und ihre bedeutenden Sakralbauten wie der Freiberger Dom, die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz oder die Schneeberger St. Wolfgangskirche.

In der Advents- und Weihnachtszeit ist das Erzgebirge mit seinen Traditionen, den weitbekannten Weihnachtsmärkten und großen Bergparaden ein beliebtes Reiseziel für einen Kurzurlaub.

Foto: René Gaens, Tourismusverband Erzgebirge e. V.

Fichtelbergbahn

Die Fichtelbergbahn, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, verkehrt täglich im Erzgebirge zwischen Cranzahl und dem Kurort Oberwiesenthal. Sie schnauft mehrmals am Tag gemächlich ihre 17,4 Kilometer bis die Fichtelbergbahn jeweils nach einer Fahrzeit von ca. 1 Stunde ihr Ziel erreicht hat. Mit ihrer Spurweite von 750 Millimeter überwindet die Fichtelbergbahn auf ihrem Weg einen Höhenunterschied von 238 Metern, die größte Neigung liegt bei 1:30.

Außerdem überquert die Fichtelbergbahn sechs Brücken; die eindrucksvollste davon ist das Hüttenbachviadukt (23 Meter hoch, 110 Meter lang) unmittelbar vor der Einfahrt in den Bahnhof der Stadt Oberwiesenthal am Fuße des Fichtelberges.

In der gemütlichen Atmosphäre der beiden Buffetwagen der Fichtelbergbahn genießen Sie die Fahrt zum Beispiel bei einem frischen Bier und einem Imbiss oder Kaffee und Kuchen - so wird die Fahrt mit der Fichtelbergbahn zu einem bleibenden Erlebnis. Die Buffetwagen bieten jeweils Platz für 30 Personen.

Adresse Fichtelbergbahn
Abfahrt Oberwiesental: Bahnhofstraße 7, 09484 Oberwiesental
Abfahrt Crenzahl: Bahnhof 09465 Sehmatal

Öffnungszeiten Fichtelbergbahn
Den Fahrplan der Fichtebergbahn können sie unter www.fichtelbergbahn.de/fahrplan-tarif einsehen

Burgen und Schlösser im Erzgebirge

Im Erzgebirge bietet sich an mehreren Orten die Gelegenheit zu einer "Zeitreise". Viele Burgen und Schlösser in der Region sind noch gut erhalten.

Schloss Lichtenwalde

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Schloss Lichtenwalde, da es neben seinen Gebäuden auch einen beeindruckenden Barockgarten zu bieten hat. Vor allem die zehn Hektar große Gartenanlage ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dem Publikum ist aber auch das Schloss selbst wieder zugängig. Nachdem vor allem der Schlosshof bis 2001 ein trostloses Bild geboten hatte, hat sich das Bild durch umfangreiche Sanierungsarbeiten gewandelt. Die Anlage ist sogar so schön geworden, dass viele Paare sich zu einer Trauung im Schloss entscheiden. Diese kann im Chinesischen Zimmer stattfinden, das einen Höhepunkt darstellt. Mit seiner Seidenmalerei und seinen Spiegeltüren ist es heute noch ein bedeutendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. Auch wenn das Porzellan, das einst die Träume von August dem Starken verwirklichte, nicht mehr da ist.

Adresse Schloss Lichtenwalde
Schlossallee, 09577 Niederwiesa

Öffnungszeiten Schloss Lichtenwalde
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Schloss Augustusburg

Dort, wo heute das Schloss steht, befand sich zuvor die Burg Schellenberg. Doch nachdem Feuer und ein Blitzeinschlag die Gemäuer teilweise zerstört hatten, erfolgte am 30. März 1568 der Grundstein zum Bau des Schlosses. Eine Maßnahme, von der in den folgenden Jahrhunderten viele Menschen profitieren sollten - egal ob sie nun zur Jagd verweilten, während des Befreiungskrieges gegen Napoleon im örtlichen Lazarett behandelt wurden oder während so mancher Gefechte einfach nur Zuflucht suchten. Und selbst der Kerker bot den Gefangenen womöglich bessere Bedingungen als andere Verliese. Auch in der Gegenwart erfüllt das Schloss Augustusburg viele Zwecke: Statt Jagdschloss, Lazarett und Kerker ist das Bauwerk heutzutage Museum für Motorräder und Kutschen, Jugendherberge und zudem noch eine "Glücksschmiede" für Ehepaare. Kurz gesagt: eine Touristenattraktion. Nach der Restaurierung und Sanierung der gesamten Anlagen erstrahlt das Schloss in altem sächsischem Glanz. Jährlich kommen unzählige Touristen, um sich über die Geschichte zu informieren, Architektur und Kunstwerke zu bestaunen und um sich einfach von den Angeboten beeindrucken zu lassen.

Adresse Schloss Augustusburg
Schloss 1, 09573 Augustusburg

Öffnungszeiten Schloss Augustusburg
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Burg Rabenstein

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg wurde 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Nach einem Brand kam es auf Betreiben von Hans Georg von Carlowitz hin ab 1624 zu einer regen Bautätigkeit. Diese brachte auch der obere Palas mit sich, in dem heute noch die Wandmalereien zu besichtigen sind. Von der mittelalterlichen Burganlage ist neben dem Palas nur noch die Barockhaube der kleinen Oberburg erhalten. Außerdem erzählt man sich immer noch vom Spuk der Weißen Frau. Ihr Geist soll nach dem unglücklichen Ende eines Streits zweier Ritter um ein Mädchen für Rache gesorgt haben und immer noch durch die Gänge der Burg schweben. In der kleinsten erhaltenen Burganlage Sachsens, die sich am westlichen Stadtrand von Chemnitz befindet, sind die eindrucksvolle Oberburg mit dem mittelalterlichem Bergfried, der Palas und die Fresken des 17. Jahrhunderts sowie das wieder freigelegte und restaurierte Erdgeschoss der Unterburg und die freigelegten Fundamente der Burgmauer sehenswert. Daneben bietet Rabenstein mit seinem Tierpark, seinem Wildgatter, einem Schaubergwerk mit unterirdischen Felsendomen und einem Stausee mit Freibad weitere Sehenswürdigkeiten.

Adresse Burg Rabenstein
Rabenstein 33, 95491 Ahorntal

Öffnungszeiten Burg Rabenstein
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Wasserschloss Klaffenbach

Als 1989 die Mauer fiel, ahnten die wenigsten, dass das Wasserschloss in Kürze wieder zu einem touristischen und kulturellen Zentrum werden würde. Zu verwahrlost war das in der DDR über Jahrzehnte hinweg als Jugendwerkhof für Mädchen genutzte Bauwerk. Der wunderschöne Anblick vergangener Zeiten war schon längst in Vergessenheit geraten. Doch dank der 1991 begonnenen und vier Jahre später abgeschlossenen Sanierungsarbeiten erhielt das Schloss wieder die Pracht, die sich Wolff Hunerkopf schon 450 Jahre zuvor gewünscht hatte. Der reiche Annaberger Bürger war es nämlich gewesen, der 1543 den Bau in Auftrag gegeben hatte. Hunerkopf hatte sich ein ganz besonderes Anwesen im Tal der Würschnitzaue vor den Toren des Erzgebirges gewünscht, denn das Dach erhielt mit einem Kielbogen, der an einen Schiffsrumpf erinnert, eine ganz markante Form. Doch dieser geschwungene Giebel ist bei weitem nicht die einzige Besonderheit am Wasserschloss Klaffenbach. Es besticht durch die Vielfältigkeit, die es seinen Besuchern in den Bereichen Kultur und Freizeit bietet. Das Bauwerk an sich hält für die Gäste neben aktuellen Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Konzerten und Vorführungen, auch permanente künstlerische Werke parat. In einigen Räumen kommt es auch zu Trauungen. So befindet sich im Erdgeschoss die "Kleine Kapelle". Andere Räumlichkeiten sind fest vergeben. Schließlich benötigen das Museum für sächsische Fahrzeuge, der Kerzenladen sowie der Geschenk- und Kreativ-Shop auch Platz. In der Klöppelkiste wird den Besuchern alles rund ums Klöppeln näher gebracht. Den Einblick in ein völlig anderes Handwerk vermittelt die Silberschmiede. In der Besucherwerkstatt kann man Schmieden beim Entwurf und der Ausführung freier Metallgestaltung sowie bei der Restaurierung über die Schulter schauen.

Adresse Wasserschloss Klaffenbach
Wasserschlossweg 6, 09123 Chemnitz

Öffnungszeiten Wasserschloss Klaffenbach
Montag geschlossen
Dienstag - Freitag 11.00 - 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 11.00 - 18.00 Uhr

Burg Scharfenstein

Nicht nur Gemäuer und Ausstellungen zeugen von der Geschichte, die um 1250 mit der Errichtung durch die Herren von Waldenburg auf Wolkenstein begann. Die Besucher der Burg können sogar dem "Robin Hood des Erzgebirges" begegnen. Schließlich lädt Karl Stülpner zu Sonderführungen ein, auf denen er über seine eigene Geschichte und die der Burg sowie des Erzgebirges berichtet. Natürlich handelt es sich dabei nur um eine Imitation von Karl Stülpner (1762 - 1841). Doch die Legende des Volkshelden ist nie gestorben und wird daher in seiner Geburtsstadt Scharfenstein immer wieder verkörpert. Zu bedeutend sind die Taten und die Sichten des "Robin Hoods des Erzgebirges", der stets für Gerechtigkeit kämpfte. Als Anführer einer Gruppe von Wildschützen ging er gegen Räuber und Diebe vor. Ebenso wie auf die Feinde des Volkes hatte er es auch auf die Wilderei abgesehen. Zugleich half er den Unterdrückten in seiner Zeit. Neben Informationen zum großen erzgebirgischen Volkshelden wird auch ein Weihnachts- und Spielzeugmuseum geboten. In diesem "Museum zum Anfassen" werden Produkte erzgebirgischer Volkskunst und Spielzeug in großer Vielfalt präsentiert. Doch das Interesse an der Burg selbst sollte auch nicht zu kurz kommen. Nach dem Passieren des um 1630 errichteten Renaissanceportals am Eingang der Anlage kann man hinabsteigen und gelangt im Keller durch einen Felsengang zu der wieder freigelegten Zisterne. Insgesamt ist der Brunnen 36 Meter tief. Wer lieber die schöne Aussicht auf der Burg genießen will, sollte sich auf die Plattform des Bergfrieds begeben. Zuvor sind allerdings mehr als 100 Stufen zu bewältigen.

Adresse Burg Scharfenstein
Schloßberg 1, 09430 Drebach

Öffnungszeiten Burg Scharfenstein
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Bergwerkeim Erzgebirge

Es war der Bergbau, der nicht nur einer ganzen Region, dem Erzgebirge, seinen Namen gab, sondern auch das Leben der Menschen in Brauchtum und Sitte bis heute prägt. Der Bergbau auf Silber und andere Erze ist längst Geschichte. In zahlreichen Schaubergwerken lässt sich Geschichte hautnah erleben.

Besucherbergwerk "Markus-Röhling-Stolln" Frohnau:

Bereits wenige Jahre nach dem Silberfund am Schreckenberg 1491 dehnte sich der Bergbau auf das spätere Grubenfeld der Grube Markus Röhling aus. Der heutige Stollen entstand ab 1500. Der Haupterzgang der Grube wurde 1733 entdeckt. Nach einer knapp 600 Meter langen Fahrt mit der Grubenbahn kann der Besucher in diesem seit 1994 vom Verein Altbergbau Markus Röhling Stolln e.V. betriebenen Besucherbergwerk Zeugnisse aus der Zeit des Silber- und Kobaltbergbaus von 1733 bis 1857 und des Wismut-Uranbergbaus der 50er Jahre besichtigen. Sehenswert ist auch das 9 Meter hohe Wasserrad, welches von den Mitgliedern des Vereins Altbergbau funktionsfähig nachgebaut wurde.

Adresse Besucherbergwerk "Markus-Röhling-Stolln" Frohnau
Sehmatalstraße 15, 09456 Annaberg-Buchholz

Öffnungszeiten Besucherbergwerk "Markus-Röhling-Stolln" Frohnau
täglich ab 9.30 Uhr
Erste Führung 10.00 Uhr, letzte Führung 16.00 Uhr
Dauer der Führung ca. 1 Stunde

Schaubergwerk "Tiefer Molchner Stolln" Pobershau:

Der Besucher dieses 1934 eingeweihten und damit ältesten Besucherbergwerkes im Erzgebirge kann sich einen Einblick in den seit dem Mittelalter bis in das vorige Jahrhundert betriebenen Erzbergbau verschaffen. Im übertägigen Wismut-Teil findet sich die Fortsetzung des sächsischen Bergbaus im 20. Jahrhundert. Das Schaubergwerk befindet sich im Gebiet des alten Zinnbergbaus auf dem Matthias Morgengang, dem Jung Burkhardter Morgengang bis zum silberreichen Molchner Spat. Betreiber des Schaubergwerkes ist Gernot Scheuermann.

Adresse Schaubergwerk "Tiefer Molchner Stolln" Pobershau
Amtsseite-Dorfstraße 67, 09496 Marienberg

Öffnungszeiten Schaubergwerk "Tiefer Molchner Stolln" Pobershau
Dienstag - Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr
Führungszeiten 10.00, 11.30, 13.00, 14.30, 16.00 Uhr (Dauer ca. 45 Minuten)

Saigerhütte Grünthal mit Kupferhammer:

An der Silberstraße und unmittelbar am kleinen Grenzübergang zur tschechischen Republik liegt die Saigerhütte Grünthal. Sie ist der letzte Sachzeuge der Buntmetallurgie in Mitteleuropa, in dem seit 1537 durch das Saigerverfahren Silber und Kupfer getrennt wurden. Ein Ensemble von Bauten mit verschiedenen Schmelzhütten, Hämmern, der Faktorei, dem Schichtmeisterhaus, den Arbeiterwohnhäusern, der Hüttenschule, der Hüttenschänke und der Hüttenmühle erinnert an die Zeit von Georg Agricola und wird zum Teil museal genutzt. Hohe Mauern schützen die Produktionsstätte. Im Althammer wird der Hammer in Funktion vorgeführt, in der Langen Hütte kann man die verschiedenen Öfen, Herde und ein Pochwerk besichtigen, wodurch es möglich war, beide Metalle voneinander zu trennen. In einem Arbeiterwohnhäuschen wird die Wohnumwelt der Familie eines Hüttenarbeiters im 19. Jahrhundert erlebbar, welche die Hüttenleute umgab. Im Zimmerhaus befindet sich eine Ausstellung der verschiedenen Transportwagen, im Herrenhaus ist eine Schauwerkstatt des heimischen Handwerks zu besichtigen. Eine zentrale Ausstellung in der Mehrzweckhalle informiert über die 460-jährige Geschichte der Metallurgie in Olbernhau. Ein Walzgerüst vor dem Neuhammer repräsentiert den letzten Abschnitt, als in Olbernhau bis 1991 Stahlbleche gewalzt wurden. So ist dieses technische Museum ein bedeutendes Denkmal der Produktion und der Lebensweise der Hüttenleute.

Adresse Saigerhütte Grünthal mit Kupferhammer
In der Hütte 10, 09526 Olbernau

Öffnungszeiten Saigerhütte Grünthal mit Kupferhammer
Führungszeiten (März - Dezember)
Dienstag - Sonntag, Feiertag 9.30, 10.30, 11.30, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00 Uhr und nach Absprache

Lehr- und Schaubergwerk "Frisch Glück" Johanngeorgenstadt:

Das Bergwerk zum Anfassen. Die Bergleute von "Frisch Glück" laden ein, einmal selbst Bergmann zu sein. Denn im Schaubergwerk kann man aktiv die Arbeit des Bergmanns erleben. Kommen Sie ins untertägige Erzgebirge! Vom Silberbergbau bis zur Wismut wird hier alles zum Anfassen erklärt und vorgeführt. Aber auch Sie dürfen Hand anlegen und erfahren, wie die Bergleute gearbeitet haben. Da die Temperatur ganzjährig 8 Celsius beträgt, ist warme Kleidung empfehlenswert. Auch festes Schuhwerk ist angebracht. Gerne werden die Bergführer erzählen, warum das Schaubergwerk auch den Namen "Das Glöckl” trägt.

Adresse Lehr- und Schaubergwerk "Frisch Glück" Johanngeorgenstadt
Wittugsthalstraße 15, 08349 Johanngeorgenstadt

Öffnungsungszeiten Lehr- und Schaubergwerk "Frisch Glück" Johanngeorgenstadt
Führungen
Dienstag - Freitag 9.00, 10.30, 12.00, 13.30, 15.00 Uhr
Samstag, Sonn-/Feiertag 10.30, 12.00, 13.30, 15.00 Uhr

Kein Zutritt für Kinder unter 5 Jahren.

Lehr- und Besucherbergwerk "Himmelfahrt-Fundgrube" Freiberg:

Die historische Grubenanlage "Alte Elisabeth", die zusammen mit der Schachtanlage "Reiche Zeche" zum ehemaligen Grubenunternehmen "Himmelfahrt-Fundgrube" gehörte, besticht mit der komplett erhaltenen Übertagearchitektur aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts samt ihrer Einrichtung. Im Schachthaus informiert eine museale Ausstellung zur Geschichte des Erzbergbaus. Eine 12-PS-Dampfmaschine mit stehendem Zylinder für einen Kolbenhub von 933 Millimeter aus dem Jahr 1849, die funktionstüchtige Hängebank und das in der Nähe aufgestellte "Schwarzenberggebläse" aus den Jahren 1830/31 mit neogotischer Industrieformgestaltung sind Kostbarkeiten sächsischer Industriegeschichte. Dazu kommen Förderwagen, Wassersäulenmaschine, Bergschmiede, Scheidebank und eine bergmännische Betstube mit Orgelpositiv. Teile des 1913 stillgelegten Verbundbergwerkes wurden als Lehr- und Versuchsbergwerk weiterbetrieben. Nach einer erneuten Produktionsphase zwischen 1950 und 1969 wurde die "Himmelfahrt-Fundgrube" 1981 als Lehrgrube wiedereröffnet und später auch als Besucherbergwerk genutzt. Die Untertageanlage kann man nach vorheriger Anmeldung in einer mehrstündigen Führung besichtigen.

Adresse Lehr- und Besucherbergwerk "Himmelfahrt-Fundgrube" Freiberg
Fuchsmühlenweg 9, 09596 Freiberg

Öffnungszeiten Lehr- und Besucherbergwerk "Himmelfahrt-Fundgrube" Freiberg
Mittwoch - Freitag 9.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr
Samstag 10.00 - 13.00 Uhr
Reservierung im voraus empfohlen

Badegärten Eibenstock

Die Badegärten in Eibenstock sind seit Eröffnung 1997 eine der Hauptattraktionen im Westerzgebirge: Wellness-, Bade- und Saunaerlebnis in einem. Geschäftsführer und Gründer Hendrik Pötter studierte Bade- und Saunaformen in der ganzen Welt und baute diese in Sachsen 1:1 nach. Die russisch-karelische Sauna- und Wellnesslandschaft der Badegärten Eibenstock wurde 2005 zur drittbesten Saunalandschaft, ausgezeichnet als Traumsauna mit 5 Perlen, von über 700 getesteten Anlagen im deutschsprachigen Raum gewählt. Regelmäßig wird die exotische Saunawelt um neue Bereiche erweitert, sei es der japanische Saunagarten mit einem in Europa einmaligen Kamaburo „Sauna-Backofen“, das russische Bojaren-Haus oder die klassisch finnische Maa-Sauna. Bis ins letzte Detail werden Holzschnitzereien und Dekorationen an die Originale angepasst. Der Besuch gleicht einer unvergesslichen - und gesunden - Weltreise.

Saunagarten

  • Russische Banja
  • Russische Hühnerfußbanja
  • Russisches Ofenschwitzbad
  • Karelische Rauchsauna
  • Karelische Erdrauchsauna
  • Kreml-Banja
  • Finnische Sauna
  • Finnische Maa-Sauna mit Kamin
  • Indianisches Steinschwitzbad
  • Blütendampfbad
  • Schlammbadsauna
  • Sommersauna
  • Osmanisches Bad
  • Japanische Steinsauna, japanische Blockhaussauna mit Ruheraum

Bade- und Familiengarten

  • 25-Meter-Kurbecken
  • Sprudelliegen, Massagedüsen
  • Lasershow
  • Jugendbecken mit zwei Strömungskreiseln
  • Kinderbecken mit echtem Sandstrand
  • 106-Meter-Riesenrutsche "Blackhole"
  • Außenbecken

Sonstiges

  • Massagen aller Art, Ayurveda
  • Beauty und Kosmetik
  • Fitness-Studio
  • Kostenlose Wassergymnastik
  • Bade-Restaurant
  • Sauna-Restaurant
  • Chillout-Gastronomie im Saunabereich

Adresse Badegärten Eibenstock
Am Bühl 3, 08309 Eibenstock (am Stadtrand)

Öffnungszeiten Badegärten Eibenstock
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier

Sauna-Rituale- Eibenstock

Saunarituale unterschiedlichster Art sind die Spezialität in den "Badegärten Eibenstock". Hier ein Überblick über die Saunamöglichkeiten...

Das russische Weniksritual

Schwitzen wie die russischen Zaren... Das Weniksritual beginnt in der original russischen Banja mit einem Glas Nikolaschka. Wichtigster Bestandteil dieses Saunabades sind die sogenannten "Weniks" (Bündel aus Birkenreisig). Diese werden nach dem Einreiben des Körpers mit einem Honig-Salz-Gemisch in warmes Wasser getaucht und auf die Haut des Badenden gefächelt bzw. geschlagen. Birke wirkt entzündungshemmend, reinigend und erzeugt vor allem eine optimistische Stimmung. Durch die entschlackende Wirkung des Honig-Salz-Gemisches spürt man ein angenehmes Prickeln auf der Haut.

Römisches Schlammbadritual

Schon die alten Römer haben die wohltuende und heilende Wirkung von Kreide-, Moor- und Schlammbädern erkannt und schätzen gelernt. Im klassischen Ambiente eines römischen Badetempels wird ein Schlamm dünn auf den ganzen Körper aufgetragen. Das Einmassieren bewirkt eine Entschlackung und Reinigung der Haut. Genießen Sie anschließend den Duft verschiedener ätherischer Kräuteressenzen, die mit Dampf in den Badetempel eingeblasen werden. Nach dem Abduschen trägt man zur Rückfettung ein duftendes Pflegeöl auf. Mit einer Haut wie Samt und Seide und einem gesteigerten körperlichen und seelischen Wohlbefinden genießen Sie nach dem Schlammbad ein Gläschen mit prickelndem Sekt.

Karelisches Vastaritual

Das Vastaritual ist ein Schwitzbad nach alten finnisch-russischen Traditionen und findet in der Rauchsauna statt. Vor der eigentlichen Benutzung wird der Innenraum mit Rauch aufgeheizt. Die rußgeschwärzten Wände und Decken strahlen diese Wärme danach gleichmäßig ab, was als sehr angenehm empfunden wird. Zur Begrüßung wird Rauchbier, selbstgeräucherte Forelle und frisch gebackenes Brot gereicht, während der Badende auf einem wärmenden Heulager sitzt. Anschließend massiert man den Körper mit dem Vastabesen (einem Bündel aus Birken- und Wacholderzweigen), um eine bessere Durchblutung der Haut zu erreichen. Den Abschluss bildet ein Entspannungsbad im Zuber. Das Vastaritual dient der Stoffwechselanregung, der lnfektionsabwehr und der Hautreinigung. Stress und Spannungen sind verflogen, man fühlt sich kraftvoll und locker.

Indianisches Steinschwitzbad

Das indianische Steinschwitzbad ist ein Selbsterkennungsritual und eine der ältesten Schwitzzeremonien der Welt. In einem Tipi mit Lagerfeuer sowie indianischer Musik wird der Gast mit dem sanften Duft verschiedener Räucherstäbchen auf das Ritual eingestimmt, wobei er Interessantes über indianische Schwitzkultur erfährt. Das eigentliche Ritual beginnt mit einer Atem- und Meditationsübung. Dann betritt man die Schwitzhütte, wo Wasser auf die glühend heißen Steine gespritzt wird. Ein Erlebnis ist das Freiwerden der Gedanken beim "Gesang" der zischenden Steine. Bei frisch gebrühtem Salbeitee lauscht man den Trommelschlägen der indianischen Musik und lässt den Gedanken und Eindrücken freien Lauf. Nach der Zeremonie fühlen Sie sich wie neu geboren, erfrischt und gestärkt.

Eibenstocker Bierbad

Baden im Gerstensaft ist schon seit langem eine Besonderheit, es zählt zur Gesundheitspflege und ist eine ideale Vorbeugungsmaßnahme gegen Hautunreinheiten. Beim Eibenstocker Bierbad entspannt der Gast in einem mittelalterlichen Badezuber (Bastupool) und genießt die wohltuende Ruhe der umliegenden Naturlandschaft. Als Badezusatz wird dem erwärmten Wasser dunkles Bockbier beigefügt. Zu Beginn des Rituals kann das Bier selbstverständlich auch verkostet werden. Eine Badefrau sorgt mit lustigen Sprüchen für Heiterkeit und mit einer Bürstenmassage für wohltuende Durchblutung der Haut. Zwischendurch wird aus dem hauseigenen Holzbackofen Bierbrot und selbstgeräucherte Knacker gereicht. Die Haut wird weich, elastisch und zart. Außerdem wirkt der Hopfen beruhigend, stressreduzierend und schlaffördernd.

Weitere Angebote:

Osmanisches Bad: ein feuchtes Warmluftbad ähnlich der Tradition des türkischen Hamams. Sitzbänke und Wände sind aufwändig mit Fliesenornamenten gestaltet und werden beheizt. In der Mitte befindet sich ein Brunnen, aus dem Kräuterdampf austritt. In Verbindung mit der Wand- und Sitzheizung und dem Kräuterdampf ergibt sich im Raum eine angenehme Strahlungswärme, die für Wohlbefinden sorgt.

Finnische Maa-Sauna (Erdsauna), 110 C mit holzbefeuertem Kamin

Finnische Sauna, 95 C

Blütendampfbad, 40 - 45 C

Deutschlandweit einmalige Hühnerfußbanja, 70 C, im original russischen Baustil Lassen Sie sich von der Magie und Phantasie der russischen Märchenwelt verzaubern!

Kräuterbaden im Bastupool: Eibenstocker Antirheumabad mit Bergwiesenheu, russisches Anti-Erkältungsbad mit Eukalyptus, Hexenkräuterbad mit Johanniskraut u.v.m.

Nussknackermuseum- Seiffen

Schon seit 1966 werden im Erzgebirge bei Seiffen Nussknacker gesammelt. Über 5.000 Stück aus 30 Ländern können Sie hier bestaunen - darunter den weltgrößten seiner Art. Der klobige Hüne weist die stattliche Höhe von 5,87 Meter auf und wurde ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Ein echter Winz dagegen ist der kleinste mit gerademal 4,90 mm. Der Oldie unter ihnen wurde übrigens um 1870 in Seiffen hergestellt.

Zu einem Museum geworden ist der Fundus dank der Herren Löschner. Den Grundstein legte Vater Jürgen im Jahre 1966, heutiger Inhaber ist Sohn Uwe Löschner. Beide sind Erzgebirger mit Herz und Seele und lieben einfach die grimmig dreinschauenden, bärbeißigen Typen. So versammelten sich bei Löschners im Laufe der Jahre Könige, Gendarme, Förster, Soldaten und Ritter (Nussknacker wurden fast immer als Vertreter der Obrigkeit und deren Söldner dargestellt), ein jeder wurde akribisch katalogisiert. Es entstanden enge Kontakte zu Sammlern und Museen in Deutschland und den USA. Ja, und nun stehen hier kernige Burschen aus aller Welt: DDR, BRD, Italien, Norwegen, Österreich, Dänemark, Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, USA, Spanien, Sowjetunion/Russland, Tschechoslowakei, Polen, China, Thailand, Taiwan, Kuba, England, Schweden, Frankreich, Kanada, Griechenland, Schweiz, Indien, Holland, Finnland, Australien, Philippinen, Israel, Brasilien, aus der Rhön, dem Grödner Tal, Böhmen und und und ...

Adresse Nussknackermuseum Neuhausen
Bahnhofstraße 20-24, 09544 Neuhausen/Erzgebirge

Öffnungszeiten Nussknackermuseum Neuhausen
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Wintersportregion- Erzgebirge

Das beliebte sächsische Wintersportgebiet im Herzen des Erzgebirges wird von vielen auch als "Sächsisches St. Moritz" bezeichnet. Dieser auf die Skigebiete bezogene elitäre Vergleich kommt nicht von ungefähr, denn das Wintersportgebiet Oberwiesenthal gilt zweifelsohne als die Nummer Eins in den neuen Bundesländern. Skifahren, Langlauf und Rodeln machten den Ort bekannt, ebenso wie die Wettkämpfe auf der berühmten Fichtelbergschanze.

Pisten und Lifte: Das Wintersportgebiet ist in zwei Bereiche gegliedert. Der "Fichtelberg" (1.215 m) und sein Brüderchen der "kleine Fichtelberg" (1.206 m), beide Skigebiete laufen nahtlos ineinander. Insgesamt zählt das Skiparadies fünf Schlepplifte, eine Seilschwebebahn (übrigens die älteste Deutschlands) und drei Sessellifte. Vom Fichtelberg aus führen vier separate Abfahrten ins Tal, die sich in ihrem Fortgang noch in mehrere kleine Variationen verlaufen. Erreicht wird der Berg ausschließlich über die Schwebebahn oder den Vierersessellift. Der kleine Fichtelberg bietet fünf Abfahrten, die über einen Schlepplift und eine Schwebebahn erschlossen werden. Das reichliche Abenteuerangebot wird im Dezember und Januar durch einen Snowpark und eine Halfpipe abgerundet. Die Wartezeiten an den Schwebebahnen und Skiliften sind im Vergleich zu anderen Wintersportgebieten sehr gut. Obgleich Anfänger oder Fortgeschrittener, die Pistenbeschaffenheiten und Schwierigkeitsgrade sind ungemein vielfältig und ausgewogen.

Verpflegung: Für das leibliche Wohl sorgen Verpflegungshütten an jeder beliebigen Liftstation, in denen warme als auch kalte Küche zu sehr fairen Konditionen angeboten wird.

Museenin Oberwiesenthal

Im Erzgebirge gibt es eine Vielzahl von Museen und technische Denkmäler. In einigen Museen wird die jahrhundertealte Technik sogar im unveränderten Originalzustand vorgeführt.

Sächsisches Industriemuseum

Im Frühjahr 2003 eröffnete das Industriemuseum seine Zentrale am neuen Standort in Chemnitz an der Zwickauer Straße. Auf über 4.000 qm Ausstellungsfläche besitzt die sächsische Industrie und Wirtschaft nun ein Dokumentationszentrum, das nicht nur die 200-jährige Tradition sondern auch die Gegenwart zum Thema hat. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht nur die technischen Repräsentanten der industriellen Entwicklung. Der Fokus der Ausstellung richtet sich auch auf die gesellschaftlichen Verhältnisse der industriellen Zeit. Es sind die Menschen: die Sachsen, die Unternehmer, die Familie, die Arbeiter, die Karl-Marx-Städter, die Kreativen, die Konsumenten und die Europäer, die die Ausstellung gliedern.

Adresse Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz

Öffnungszeiten Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Bergbaumuseum Oelsnitz

Mehr als 20.000 Besucher pro Jahr lassen sich seit nunmehr 15 Jahren in Sachsens größtem Industriemuseum - in Deutschland gehört es zu den bekanntesten Technischen Museen - demonstrieren, was zum Steinkohlenbergbau gehört und welche Anstrengungen die Kumpel auf sich nehmen mussten. Und das viele hundert Meter unter der Erde! Vor über 35 Jahren, 1971, fuhr im Lugau-Oelsnitzer Revier der letzte Hunt mit der letzten Kohle aus dem Schacht. Der Liebknecht-Schacht, als Kaiserin-Augusta-Schacht Jahrzehnte vorher getauft, stellte die Steinkohlenförderung ein. 2.000 Leute am Standort Oelsnitz sollten nun keine Kumpel mehr sein. Die Ausbaustrecken im Museum wurden so angelegt, dass die meisten Besucher während des Rundgangs keine Antwort auf die Frage wissen, wie tief man denn jetzt unter der Erde sei am Streckenausbau. Vor Ort verblüfft feststellen zu müssen, wie man sich verschätzen kann - schon das lohnt den Besuch in der Oelsnitzer Pflockenstraße. Weiterhin haben die Museums-Erbauer auch dafür gesorgt, dass die zwei gewaltigen Fördermaschinen aus den Jahren 1923 und 1933 so erhalten blieben, wie sie bis zum Schluss noch perfekt gelaufen sind.

Adresse Bergbaumuseum Oelsnitz
Pflockenstraße 28, 09376 Oelsnitz/Erzgebirge

Öffnungszeiten Bergbaumuseum Oelsnitz
Aufgrund von Baumaßnahmen noch bis Mitte 2023 geschlossen

Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen

Seit der umfassenden Renovierung 1998/99 bietet das Museum in Seiffen heute auf nahezu 1.000 Quadratmetern einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Spielzeugs. Bereits über 8,5 Millionen Gäste besuchten das Haus. Die Emporengestaltung aus dem Jahr 1936, die eingerichteten Stuben mit ihrem Wohn- und Arbeitsmilieu der Jahrhundertwende, die hölzernen Figurenfriese aus den 60er Jahren und schließlich die 6,30 Meter hohe Raumpyramide und der Winterberg "Christmette zu Seiffen" bestimmen auch heute noch die Raumatmosphäre. Kaum bekannte Stücke verdeutlichen in der 2. Etage die Rolle der Spielzeugfachschulen und ihrer künstlerischen Direktoren. Ein umfangreicher Komplex informiert erstmals ausführlicher über die vielgestaltigen Miniaturspielzeuge nach 1905. Die Kostbarkeiten alter weihnachtlicher Volkskunst in der 1. Etage sind stimmungsvoll ausgeleuchtet. Im Dachgeschoss präsentieren sich neben einer wechselnden Sonderschau Kabinettausstellungen zum bergmännischen Thema und zu edlen Hölzern aus aller Welt.

Adresse Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen
Hauptstraße 73, 09548 Kurort Seiffen/Erzgebirge

Öffnungszeiten Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen
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Heimatmuseum "Knochenstampfe"

Es ist ein technisches Denkmal und ein Kulturzentrum zugleich. Es befindet sich in einem unter Denkmalschutz stehenden Bauernhof mit seinem in der Umgebung einmaligen Rautenfachwerk. Hauptattraktion des Museums ist die noch betriebsfähige Knochenstampfe. Sie wird von einem oberschlächtigen Wasserrad angetrieben und wurde bis 1954 zur Herstellung von Düngemitteln genutzt. Außerdem sind landwirtschaftliche Arbeitsmittel, ein altdeutscher Backofen aus dem Jahr 1585 und ein historisch eingerichtetes Strumpfwirkerzimmer aus der Zeit um 1900 zu sehen. Neue Ausstellungsräume beherbergen Volkskunst mit beweglichen orientalischen Weihnachtsbergen aus dem 19./20. Jahrhundert und den mechanischen Heimatberg, der die Ortsgeschichte von der ersten Besiedlung bis zur Neuzeit wiedergibt. Ein Schulzimmer in historischem Gewand ist dem wohl bekanntesten Sohn des Ortes, dem Philosophen, Juristen und Historiker Samuel von Pufendorf gewidmet, einem Vertreter der deutschen Frühaufklärung. Er wurde am 8. Januar 1632 als Sohn des damaligen Ortspfarrers in Dorfchemnitz geboren. Aber auch wertvolle Stücke einer Sammlung der örtlichen Sportvereine, eine Wohnküche aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und eine ornithologische und entomologische Ausstellung beinhaltet das Museum.

Adresse Heimatmuseum "Knochenstampfe" Zwönitz
Am Anger 1a, 08297 Zwönitz

Öffnungszeiten Heimatmuseum "Knochenstampfe" Zwönitz
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Legende von Ritter Kuno

Die alten Geschichten beginnen meist ...

... mit "es war einmal", so auch diese: "Es war einmal eine Zeit, in der es die ehrbaren Raubritter im Erzgebirge wirklich schwer hatten. Die Kaufmannszüge aus dem Süden wurden bereits durch die Böhmischen ansässigen Konkurrenten ausgeraubt. Für den im hiesigen Schwarzwassertal lebenden Ritter Kuno gab es daher meistens nicht mehr viel zu holen. Kuno hatte das Geschäft von seinem Großonkel Hagestolz geerbt. Er hätte - trotz der schweren Zeiten - sein karges Auskommen gehabt, wenn er nicht eine für einen Raubritter fatale Eigenschaft gehabt hätte: Er war gutmütig.

So trug es sich zu, dass der Kaufmann Bartholomäus auf seinem Weg in die östlichen Provincen in des Ritter Kunos Hinterhalt geriet. Er besaß jedoch nichts mehr, was Kuno als brauchbar erachtete. Kuno ergriff bei soviel Armut starkes Mitleid, so dass er ihn und sein Gefolge kurzerhand in seiner bescheidene Burg zu Glitscher und Wein einlud.

Den Wein hatte er zuvor nichtsahnend einem badischen Weinhändler abgenommen, der bereits mehrfach wegen übelster Weinpanscherei vorbestraft war. Als am nächsten Tag die Sonne bereits hinter dem Auersberg verschwand, erwachten die Zecher und verspürten allergrößtes Leid. Linderung brachte ihnen der Trank vom kühlen, klaren erzgebirgischen Quellwasser. Das führte dazu, dass Bartholomäus den dargereichten Wein nicht als Attentat verstand, sondern als leider misslungenen Ausdruck der Gastfreundschaft.

Um hierfür seine Dankbarkeit zu zeigen, schenkte er Kuno mehrere Säcke aus seiner bisher verschmähten Ladung und übergab ihm eine Rezeptur, die er einem räuberischen Bergvolk aus dem Süden Deutschlands abgehandelt hatte, mit dem Rat, aus dem frischen erzgebirgischen Quellwasser ein Getränk zu brauen. Er meinte, der Inhalt der Säcke seien Hopfen und Malz.

Kuno erkannte seine Chance, meldete sein Raubrittergewerbe ab und braute von nun an für die Erzgebirger und durchreisenden Kaufleute ein wirklich göttliches Getränk - das Kuno-Bräu.

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