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Halle

Halle an der Saale - stiller Star des Städtetourismus

Halle ist die Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts. In der Geburtsstadt Händels gibt es viel zu hören (Händel-Festspiele, Kinderchorfestival), zu feiern (Laternenfest, Salzfest) und zu sehen (Himmelsscheibe, Moritzburg, Dom, Marienbibliothek).

Halle (Saale)

Die Stadt Halle - stiller Star des Städtetourismus

Halle ist mit ca. 232.000 Einwohnern und einer Fläche von 135 Quadratkilometern die nach Einwohnern größte Stadt des Landes Sachsen-Anhalt und die viertgrößte im Osten von Deutschland.

Halle ist auch die Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts. In der Geburtsstadt Händels gibt es viel zu hören (Händel-Festspiele, Kinderchorfestival), zu feiern (Laternenfest, Salzfest), zu sehen (Himmelsscheibe, Stiftung Moritzburg, Stadtgottesacker, Franckesche Stiftungen, Dom, Marienbibliothek), und man kann sich unterhalten lassen (Oper, vier Sprechtheater, Varieté).

Halle ist zudem ein wichtiger Wirtschafts-, Technologie- und Wissenschaftsstandort. Gelegen in der traditionsreichen Industrieregion Mitteldeutschland bildet die Stadt zusammen mit dem 38 Kilometer entfernten Leipzig das Zentrum eines urbanen Wirtschaftsgroßraumes. Man findet hier vor allem Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Technologiebereich. Die bekanntesten Unternehmen in der Stadt Halle sind die Halloren Schokoladenfabrik GmbH, die Kathi Rainer Thiele GmbH und der KSB Konzern. Weiterhin sind hier zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen vertreten, wie Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft oder des Fraunhofer Instituts.

Halle ist nicht zuletzt eine Stadt zum Leben. Sie bietet 71 Quadratmeter Wasser- und Grünfläche. Sport treiben kann man in 154 Vereinen auf 63 Sportplätzen und fünf Tennisanlagen. Freizeit lässt sich aber auch herrlich im Zoo, im Botanischen Garten, auf der Galopprennbahn, auf der Peißnitzinsel, am Saaleufer oder in einem der fünf Kinos verbringen.

Halle-Infos

Wussten Sie schon, ...

... dass durch Halle (Saale) 2 Flüsse fließen, 25 km Saale und 6,5 km Weiße Elster?

... dass Halle (Saale) mit der historischen Altstadt das größte architektonische Flächendenkmal deutscher Großstädte hat?

... dass Halle (Saale) mit der Burg Giebichenstein die älteste und mit der Moritzburg die jüngste aller Saaleburgen ihr Eigen nennt?

... dass Halle (Saale) eine der ältesten deutschen Universitäten besitzt? Hier wurde erstmals in Deutschland deutsch gelehrt, hier studierte erstmalig ein Schwarzafrikaner und hier erwarb Dorothea Erxleben als erste Frau in Deutschland 1754 den Doktorgrad.

... dass Halle (Saale) mit der 1652 gegründeten Deutschen Akademie der Naturforscher "Leopoldina" die älteste, ununterbrochen bestehende Gelehrtengesellschaft der Welt beherbergt? Sie ist seit 2009 Deutsche Nationale Akademie.

... dass Halle (Saale) mit den Franckeschen Stiftungen eine einzigartige Schulstadt besitzt, welche zum Weltkulturerbe der UNESCO angemeldet ist? In diesen über 300 Jahre alten Stiftungen liegen die Wurzeln des europäischen Pietismus und der Aufklärung. Hier entstanden das erste Kinderkrankenhaus der Welt und auch das längste Fachwerkhaus der Welt mit 114 m sowie das älteste erhaltene weltliche Bibliotheksgebäude Deutschlands. Die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen ist das älteste bürgerliche Museum Deutschlands und das einzige original erhaltene Kuriositätenkabinett aus der Barockzeit europaweit. Seit 2002 sind die Franckeschen Stiftungen Sitz der Bundeskulturstiftung.

... dass Halle (Saale) die Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel und von Hans-Dietrich Genscher (Vize-Bundeskanzler und Außenminister 1974-1992) ist?

... dass Halle (Saale) mit der Marienbibliothek die älteste Kirchenbibliothek der Welt und mit der Cansteinschen Bibelanstalt die älteste Bibelsammlung der Welt beherbergt?

... dass Halle (Saale) die älteste Schokoladenfabrik in Deutschland hat? Die Halloren-Schokoladenfabrik wurde im Jahre 1804 gegründet.

... dass Halle (Saale) weltweit das zweitgrößte Glockenspiel vorweisen kann? 76 Glocken erklingen regelmäßig im Roten Turm auf dem Marktplatz.

... das Halle (Saale) mit dem Steintor-Varieté das älteste Varietétheater der Welt hat? Es ist 4 Monate älter als das "Moulin Rouge" in Paris.

... dass Halle (Saale) im Jahre 1891 als erste deutsche Stadt ein elektrisches Straßenbahnnetz bekam?

... dass in Halle (Saale) im Landesmuseum für Vorgeschichte die über 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra zu sehen ist?

... dass Halle (Saale) das größte Beatles-Museum der Welt beheimatet? Es ist größer als das Beatles-Museum in Liverpool.

... dass Halle (Saale) den einzigen deutschen Bergzoo besitzt?

... dass Halle (Saale) auf 7 Hügeln erbaut wurde?

... dass Halle (Saale) 10 Naturschutzgebiete aufweisen kann?

... dass Halle (Saale) mehr Kulturveranstaltungen pro Kopf der Bevölkerung anbietet als Paris?

Halloren-Schokoladenmuseum- Halle (Saale)

In Halle an der Saale in Deutschlands ältester Schokoladenfabrik wurde im Frühjahr 2002, im detailgetreu und liebevoll renovierten Altbau des Halloren Schokoladenwerkes, das erste ostdeutsche Schokoladenmuseum eröffnet. Dort erfährt der Besucher alles über die süße Lust und über die bewegende 200-jährige Geschichte des Werkes. Alte Emailschilder, Kakaodosen sowie historische Dokumente, Produktionsmittel und Produkte erzählen eindrucksvoll von dem Wandel der kleinen, im Jahre 1804 gegründeten Konditorei zum modernen Unternehmen. Einen Einblick erhält man durch die Gläserne Produktion. Ebenso erlebt man im Museum wie Rohkakao schmeckt, erfährt Interessantes über den Anbau und die Geschichte von Kakao, wie Schokolade entsteht, Hohlkörper hergestellt werden, worauf der Name "Halloren" und die Halloren Kugeln zurückgehen.

Höhepunkt der Ausstellung ist zweifellos das weltweit einmalige, im Biedermeierstil eingerichtete Schokoladenzimmer. Tische, Stühle, Tafelgeschirr, selbst die Wandverkleidungen wurde originalgetreu aus einer ganzen Tonne edler Schokolade und feinstem Marzipan gestaltet.

Nach dem Umbau (ab 17.09.2007) hat sich die Gesamtfläche des Museums auf über 750 Quadratmeter vergrößert. Die Besucher erwartet eine Reise durch die Halloren Erlebniswelt. Sie beginnt im Schiffsrumpf eines alten Segelschiffes bei den Anfängen der Kakaonutzung. Durchstreifen Sie eine Kakaoplantage und erleben Sie das Flair der Goldenen Zwanziger Jahre in eindrucksvollen Installationen.

Im Anschluss an eine Führung erwartet den Besucher eine Videovorführung sowie eine Verkostung verschiedener Leckereien aus dem Hause Halloren, die im angegliederten Fabrikverkauf zu erwerben sind. Zum Ausklang des Besuchs kann man gerne im Café das Erlebte bei Kaffee und Kuchen auf sich wirken lassen.

Adresse Halloren-Schokoladenmuseum Halle
Delitzscher Str. 70, 06112 Halle (Saale)

Öffnungszeiten Halloren-Schokoladenmuseum Halle
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Hallenser Bergzoo

Die Anden sind Ihnen zu weit? Der Himalaya ist Ihnen zu hoch? Auf den Kaukasus haben Sie keinen Bock? Dann kommen Sie doch in den Bergzoo in Halle. Denn im schönsten Bergzoo Deutschlands trifft man Kletterkünstler wie Steinbock und Mähnenspringer garantiert. Ob in den Hochebenen der Anden, den Bergregionen Kretas oder im felsigen Wüstengebirge Afrikas beheimatet - die Bergtiere finden hier mit den direkt am Hang gelegenen Anlagen einen naturnahen Lebensraum vor. Seine landschaftlich reizvolle Lage ergänzt den interessanten Tierbestand des Zoologischen Gartens und macht ihn zu einem überaus attraktiven Ausflugsziel.

Die Rundwege, die in verschiedenen Ebenen um den Reilsberg führen, und der Aussichtsturm auf seiner Spitze bieten immer wieder faszinierende Ausblicke auf Stadt und Saaletal. Dabei beeindruckt nicht nur die Landschaft zu jeder Jahreszeit auf ihre Weise, auch in der Tierwelt gibt es immer wieder etwas Besonderes zu entdecken. Der Berg ist natürlich ohne Spezialausrüstung zu erklimmen und bequem an einem Nachmittag zu erkunden.

Adresse Hallenser Bergzoo
Reilstraße 57, 06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten Hallenser Bergzoo
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Landesmuseum für Vorgeschichte- Halle (Saale)

Das älteste Museum für prähistorische Archäologie

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist eines der wichtigsten archäologischen Museen in Mitteleuropa. Zum umfangreichen Sammlungsbestand von mehr als elf Millionen Funden gehört auch die berühmte Himmelsscheibe von Nebra.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle beherbergt eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland.

Altsteinzeit: Betritt man die Ausstellung, so gibt es vielleicht keinen besseren Einstieg in die Welt der älteren Altsteinzeit als die Begegnung mit dem Befund von Bilzingsleben in Thüringen, der sich vor dem Betrachter auf einer Fläche von ca. 40 Quadratmetern erstreckt.

Mittelsteinzeit: Vor rund 11.500 Jahren ging die letzte Eiszeit zu Ende und eine bis heute andauernde Warmzeit begann. Die Umweltverhältnisse änderten sich wie in vielen anderen Klimawechseln zuvor erneut grundlegend. Spärliche Gehölze wuchsen zu dichten Wäldern. Mit dem Rückgang der offenen Landschaften der Eiszeit verschwanden aber auch die großen Rentier- und Pferdeherden, die dem Menschen ergiebige Nahrungsquellen waren. Wieder einmal mussten die Menschen ihre Lebensstrategien und Verhaltensweisen umstellen.

Jungsteinzeit: Der Übergang vom Wildbeutertum zu Pflanzenanbau und Viehhaltung markiert den Beginn der Jungsteinzeit, dem Neolithikum. Es ist der gewaltigste Kulturwandel in der Menschheitsgeschichte. In Mitteldeutschland vollzog er sich vor 7.500 bis 7.000 Jahren. Man begann, die Umwelt zu manipulieren, um vom natürlichen Nahrungsangebot unabhängiger zu sein. Das neue Lebenskonzept war jedoch keine selbständige Entwicklung hiesiger Völker. Erstmalig erfolgte dieser fundamentale Umbruch vor etwa 11.000 Jahren im südlichen Vorland des Taurus- und Zagrosgebirges, dem heutigen türkisch-iranisch-irakischen Grenzgebiet.

Frühbronzezeit: Zum Ende des dritten Jahrtausends v. Chr. machten sich in Mitteleuropa einheimische Kulturen allmählich mit einem neuen Werkstoff vertraut: Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn. Unmittelbare Voraussetzungen für den Beginn einer Metallzeit waren die Einbindung in das Distributionsnetz alpiner Kupfererze und der Anschluss an das sich über Südost- und Südeuropa ausbreitende technische "Know How". Das verbindende archäologische Merkmal der mitteleuropäischen Frühbronzezeit ist die Bestattungssitte, Verstorbene in "gehockter" Position zu begraben. Sie wird gut nachvollziehbar aus dem heimischen jungsteinzeitlichen Erbe an die erste Metallzeit weitergereicht und spiegelt damit die Beibehaltung religiöser Konzepte wider.

Adresse Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten Landesmuseum für Vorgeschichte
Dienstag - Freitag 9.00 – 17.00 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag 10.00 – 18.00 Uhr

Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Sie zeigt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene, die wir kennen.

Elemente des Tag- und Nachthimmels vermischen sich vor einem abstrakten Sternennetz. Sonne und Mond werden aber nicht nur in ihrem Himmelslauf abgebildet, sondern auch erklärt. Zwischen den Horizonten erscheint ein Schiff in nächtlicher Fahrt über dem Himmelsozean. Es ist hier zum ersten Mal als zentrales mythisches Symbol in Europa überliefert. Die Himmelsscheibe gibt uns einen Einblick in das Wissen unserer Vorfahren über den Weltenlauf und seine religiöse Deutung vor 3.600 Jahren.

Die Himmelsscheibe von Nebra gehört zu einem Bronzeschatz, den Sondengänger im Sommer 1999 auf dem Mittelberg nahe der Kuppe illegal ausgewühlt hatten.

Der Fund wurde verkauft und gelangte in den folgenden Jahren in die Hände verschiedener Hehler und Händler. Im Februar 2002 stellte die Basler Polizei in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt, dem Kultusministerium und dem Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt den Fund sicher. Die Originale gehören seitdem zur Schatzkammer des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle. Seit dem 23. Mai 2008 ist die Himmelsscheibe in der Dauerausstellung des Landesmuseums zu sehen.

Adresse Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
Dienstag - Freitag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag, Sonn-/Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr
Montag nach Vereinbarung

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