Schwäbische Alb

Kurzurlaub auf der Schwäbische Alb

Die über 200 Kilometer lange Schwäbische Alb hat viele schöne Gesichter. Und einzigartige Naturlandschaften: Am Donaudurchbruch steigen weiße Kalkfelsen senkrecht aus dem Tal empor, in Blaubeuren sprudelt tiefblaues Wasser aus der Erde; bizarre Felsgebilde und wilde Schluchtwälder wechseln sich mit Hochebenen und romantischen Flusstälern ab.

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Schwäbische Alb

Märchenschlösser, Urzeit-Höhlen und Meteoritendorf

Es gibt 350 Vulkanschlote und 2.500 Höhlen, leuchtend blaues Wasser und einen riesigen Meteoritenkrater. Klingt nach einem Abenteuerspielplatz auf einem fernen Planeten. Ist aber alles in Süddeutschland zu finden - auf der Schwäbischen Alb.

Besonders hoch ist sie nicht, aber herrlich grün und voller Geheimnisse: die Schwäbische Alb. Das Mittelgebirge ist 200 Kilometer lang, 40 Kilometer breit und verläuft südöstlich von Stuttgart bis in die Schweiz. Der UNESCO-Geopark gehört zu den spektakulärsten Landschaften der Welt.

Acht Gründe, hier auf Entdeckungsreise zu gehen:

  1. Das Kraterdorf: Die 8.638 Bewohner der Gemeinde Steinheim am Albuch leben in einem Meteoritenkrater (3,8 Kilometer Durchmesser). Vor 15 Millionen Jahren wurde die Stelle von einem etwa 150 Meter großen Meteoriten getroffen - mit 72.000 km/h. Deshalb ist der Ort heute 100 Meter "tiefergelegt", in der Mitte steht ein Kraterberg.
  2. Die Höhlen: Die Alb ist eine sogenannte Karstlandschaft, die über Jahrmillionen entstanden ist. Aus Regenwasser bildet sich Kohlensäure, die den Kalkstein zerfrisst. 2.500 Höhlen sind schon entstanden, 14 können als Schauhöhlen besichtigt werden.
  3. Die Burgen: Auf der Alb "wachsen" Burgen und Schlösser wie Pilze - es gibt mehr als 100. Märchenhaft ist die mittelalterliche Burg Hohenzollern bei Hechingen, die auch "Schwäbisches Neuschwanstein" genannt wird.
  4. Der Donaudurchbruch: Bei Beuron durchbricht die Donau die Schwäbische Alb. Auf beiden Seiten des Flusses ragen weiße Kalkfelsen auf - teilweise senkrecht und mehr als 200 Meter hoch.
  5. Der Vulkan: Im Gebiet um Bad Urach brodelte vor Urzeiten ein Vulkan. Forscher entdeckten im Umkreis von 56 Kilometern mehr als 350 Vulkanschlote. Manche sind heute noch erkennbar, obwohl der Vulkan schon seit 11 Millionen Jahren schweigt …
  6. Die Urzeitkunst: In mehreren Höhlen wurden die ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt, fast 40.000 Jahre alt. Die UNESCO fand: außerordentlich schützenswert. Und erklärte im Juli 2017 sechs Höhlen nahe Ulm zum Weltkulturerbe. Forscher fanden hier unter anderem die älteste bekannte Menschenfigur der Welt, die "Venus vom Hohle Fels".
  7. Der "Jurassic"-Meeresboden: Im Bachbett der Steinlach in Ofterdingen können Neugierige den Meeresboden der Jurazeit betreten. Im "Schneckenpflaster" (100 Meter lang) sind riesige fossile Ammoniten (Kopffüßler) und Austernmuscheln zu erkennen.
  8. Das blaue Wasser: In Blaubeuren entspringt die Blau. Pro Sekunde strömen etwa 2.280 Liter an die Oberfläche. Durch den Wasserdruck bildete sich der Blautopf, ein Trichter mit 40 Metern Durchmesser, 21 Meter tief. Das Wasser leuchtet vollkommen blau. Obwohl das physikalisch erklärbar ist, ranken sich viele Legenden darum.

Übrigens: Im Juni 2017 wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb vom Deutschen Tourismusverband auch noch zur nachhaltigsten Tourismusdestination Deutschlands gekürt. Mehr geht jetzt wirklich nicht.

Foto: Achim Mende, Schwäbische Alb Tourismus

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