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Oberlausitz

Ihr Urlaub: Die Oberlausitz mit Gebirge, Bahn, Kultur, Tradition

Es gibt in Deutschland nur wenige Regionen, in denen Kultur und Natur in solch unmittelbarer Nähe und Eintracht zu erleben sind. Ehrwürdige Städte sowie vielseitige Landschaften mit Seen, endloser Heide, grünen Wäldern und Tälern.

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Oberlausitz: Reisen, ganz besonders

Die Oberlausitz - Gebirge, Bahn, Kultur, Tradition

Es gibt in Deutschland nur wenige Regionen, in denen Kultur und Natur in solch unmittelbarer Nähe und Eintracht zu erleben sind. Ehrwürdige Städte und mittelalterliche Stätten, ein urwüchsiger Reichtum an Geschichte in Wahrheit und Legenden sowie eine vielgestaltige Landschaft mit Seen und endloser Heide, grünen Wäldern und Tälern in weitläufigen Bergmassiven vereinen sich zu optischem Reiz und mannigfaltigem Erleben. Das ist die Oberlausitz:

Zittauer Gebirge: Ein traditionelles Urlaubsgebiet in der Oberlausitz ist das Zittauer Gebirge mit seinen bekannten Kur- und Erholungsorten. Bizarre Sandsteinformationen und eine urwüchsige Natur sind der besondere Reiz des kleinsten deutschen Mittelgebirges. Mit einer Ausdehnung von 5 mal 15 Kilometern und Erhebungen bis knapp 800 Meter über NN läßt es sich gut zu Fuß erkunden. Erlebnisreiche und erholsame Tage können Gäste zu jeder Jahreszeit erwarten. Gespurte Loipen bieten Gelegenheit zum Wintersport. Eine Fahrt mit der Schmalspurbahn begeistert Kinder und Erwachsene gleichermaßen, nach festgelegtem Fahrplan gelangen Sie von Zittau zu den Kurorten Oybin oder Jonsdorf.

Oberlausitzer Bergland: Den Besucher erwartet eine vielgestaltige Mittelgebirgs-landschaft mit granitenen Bergrücken, vulkanischen Kuppen und malerischen Tälern in einer Höhenlage von 300 bis 600 Metern über NN. Zwischen Ebersbach und den Hängen des Kottmar entspringt die Spree gleich aus mehreren Quellen. Vor den Toren der 1.000jährigen Stadt Bautzen beginnend, reicht das Oberlausitzer Bergland an der Grenze zu Tschechien bis zum Zittauer Gebirge. Durch das Oberlausitzer Bergland und das Zittauer Gebirge führt der Oberlausitzer Bergweg über die höchsten und bekanntesten Gipfel. Gemütliche Bergbauten, viele mit Aussichtsturm und stilvolle Einkehrhäuser erwarten den Wanderer. In der Oberlausitz lebt ein arbeitsamer Menschenschlag, dessen Güte und Herzlichkeit sich oft hinter der derb und poltrig klingenden Oberlausitzer Mundart verbirgt. Typisch für sie ist das hart und rollend gesprochene R, das landläufig als Quirlen bezeichnet wird.

Lausitzer Seenland: Die Oberlausitz ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland. Die Attraktivität wird zukünftig weiter steigen, denn etliche stillgelegte Braunkohlegruben verwandeln sich gerade in neue Gewässer, die bis 2020 das Lausitzer Seenland entstehen lassen. Bereits jetzt finden die 136 km asphaltierten Wege rund um die Seen einen großen Zuspruch bei Radlern und Skatern. Wassersportaktivitäten bieten dem Gast die Möglichkeit einen abwechslungsreichen und aktiven Urlaub am See zu erleben. Ebenso werden einige der Seen vor allem der ruhigen, naturverbundenen Erholung vorbehalten bleiben. Ruhe und Wildnisabenteuer wechseln mit Sport und Spaß auf dem Wasser ab.

Euroregion Neisse: Als Euroregion Neisse wird die Region im Dreiländereck Deutschland, Tschechien, Polen bezeichnet - genauer Oberlausitz-Niederschlesien, Nordböhmen und der polnische Teil um Jelenia Góra in Westpolen. Diese Region beeindruckt durch seine Kultur und die einzigartige landschaftliche Schönheit. Die Euroregion macht Kultur aus 3 Ländern und 4 Sprachen auf kürzestem Weg erlebbar.

Senftenberger See- Oberlausitz

"Lausitzer Badewanne", so nennen ihn die Einheimischen. Kein Wunder! Der Senftenberger See ist extrem familienfreundlich. Durch flach abfallende, saubere Sandstrände brauchen sich die Eltern nicht zu sorgen, wenn die Kinder mal planschen wollen. Außerdem wurde der See schon mehrmals mit der Blauen Flagge ausgezeichnet; einem weltweiten Umweltsymbol für hervorragende Badegewässerqualität, Umweltkommunikation und gelungenes Umweltmanagement.

Dieser See mit einer Wasserfläche von 1.300 ha ist ein fantastisches Beispiel für eine gelungene Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften und damit Ausgangspunkt für die Entstehung der sich gerade entwickelnden Region - Lausitzer Seenland.

In wenigen Jahren wird dieses Gebiet Europas größte "künstliche" Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet sein. Allein im Kernbereich des Lausitzer Seenlands entsteht eine mit schiffbaren Kanälen zu einer Seenkette verbundene Wasserfläche, die mehr als doppelt so groß ist als die der Müritz.

Dieses im südlichen Brandenburg, unmittelbar an der Grenze zu Sachsen gelegene Gebiet ist ideal, um einen aktiven Urlaub in einer außergewöhnlichen Landschaft zu erleben. Mit seinen sieben Kilometern Sandstrand lockt der See mittlerweile mehrere Tausend Tagesbesucher und über 40.000 Urlauber pro Jahr an.

Die Ausrichtung ist entsprechend: In der Badesaison ist die Wasserwacht ständig besetzt, Restaurants, Imbiss und Kiosk gibt es direkt am See, Parkplätze in der Nähe der Strände.

Kloster Oybin- Oberlausitz

Naturgewalt und Menschenwerk gleichermaßen haben auf dem Oybin in Oberlausitz ein einzigartiges Bauensemble geschaffen. Die Ruinen der böhmischen Königsburg und des Cölestinerklosters auf dem bekanntesten Felsmassiv im Zittauer Gebirge inspirierten schon die Maler der deutschen Romantik wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus zu einrucksvollen Werken, die den Oybin weithin bekannt machten.

Im 14. Jahrhundert zunächst als Wehranlage zwischen zwei Handelsstraßen ausgebaut, erhielt der Oybin seine kulturhistorische Bedeutung durch das Wirken des böhmischen Königs und deutschen Kaisers Karl IV. Er gründete auf dem Felsen eine Residenz und stiftete den ursprünglich in Italien und Frankreich ansässigen Cölestinern hier ein Kloster. Beim Bau der gotischen Klosterkirche wirkte die Prager Dombauhütte mit. Während der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert widerstand die Anlage den Angriffen - der auf dem Oybin ausgelagerte Teil des Prager Domschatzes St. Veit blieb unversehrt.

Reformation und Gegenreformation setzten dem Klosterleben im 16. Jahrhundert ein Ende. Danach bemächtigten sich die Naturgewalten der Gemäuer. Blitzschlag, Brand und Felssturz ließen nur noch eindrucksvolle Überreste von Wehrbauten, Kaiserhaus und Klosterkirche zurück, deren Ausstrahlungskraft im 19. Jahrhundert von den Malern der Romantik wiederentdeckt wurde. Besonders der noch heute genutzte Bergfriedhof bot ihnen zahlreiche Motive. Die Verbindung von Gotik und Romantik, Natur und Architektur fasziniert jährlich rund 100.000 Besucher, denen auch viele Veranstaltungen das einzigartige Ambiente stimmungsvoll näher bringen.

Adresse Kloster Oybin Oberlausitz
Hauptstraße 15, 02797 Oybin

Öffnungszeiten Kloster Oybin Oberlausitz
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Kloster St. Marienthal- Ostritz

Was für eine Augenweide! Die barocke Klosteranlage St. Marienthal, etwa 2 km südlich von Ostritz in der sächsischen Oberlausitz, ist ein wahres Schmuckstück. 1234 durch Kunigundis von Böhmen gegründet, ist St. Marienthal das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Bis heute ist die Atmosphäre von den im Kloster lebenden Ordensschwestern geprägt. Ab 4.15 Uhr verbringen Sie den Tag abwechselnd mit Beten und Arbeiten ("ora et labora") - ganz nach den Regeln des heiligen Benedikts und den Satzungen des Zisterzienserordens. Gastfreundschaft nimmt dabei einen großen Stellenwert ein.

Seit 1989 strahlt das Kloster jedes Jahr schöner. Zahlreiche Mittel und Anstrengungen in die Renovierung des Klosters gesteckt, um das Kloster zu einem kulturellen Mittelpunkt im Dreiländereck zu machen. 2010 dann die Katastrophe: das Kloster wurde durch eine Blitzflut schlimm getroffen. Das Neiße-Hochwasser richtete am 7. und 8. August verheerende Schäden an: Die gewaltigen Wassermassen haben Türen und Fenster eingedrückt, Tore und Mauern stark beschädigt, Wege und Anlagen schwer zerstört. Auch Inneneinrichtungen und Gerätschaften wurden komplett vernichtet. Es blieben Schäden in Millionenhöhe. Die Aufbauarbeiten halten bis heute an, vieles ist durch Spenden bereits wieder hergestellt. Führungen durch das Klosterareal werden ebenfalls wieder angeboten.

Zum weitläufigen Klosterkomplex gehören unter anderem die Klosterkirche, Kreuz- und Michaeliskapelle, ein Brunnen mit Dreifaltigkeitssäule, eine ehemalige Mühle, das historische Sägewerk und ein Weinberg - es handelt sich hier übrigens um den östlichsten Weinberg Deutschlands! Die einstighen Wirtschaftsgebäude wurden seit Mitte der 90er Jahre liebevoll saniert und dienen dem Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) als Gästehäuser.

Absoluter Pluspunkt des Klosters: die wunderschöne Natur drumherum. Auf erholsamen Spaziergängen durch den Klosterwald oder entlang des Naturlehrpfades bleibt die Hektik hinter Ihnen. Perfekt für wetterfreundliche Tage: Eine Radtour entlang des zauberhaften Neißeradwegs. Ach ja: Wenn Sie noch schöne Mitbringsel suchen, dann ist der Klostermarkt mit Postkarten, St. Marienthaler Klosterspezialitäten und Backwaren der Klosterbäckerei zu empfehlen. Gemütliche Gastlichkeit finden Sie derweil in der "Klosterschenke". Seit dem Himmelfahrtstag 1998 lädt die historische Wirtschaft mit hundertjährigem Kastaniengarten wieder Spaziergänger, Fuß- und Radwanderer ein.

Zittauer Schmalspurbahn

Mit ihrem Heimatbahnhof Zittau ist die Schmalspurbahn Zittau - Oybin/Jonsdorf nicht nur die östlichste der sächsischen Schmalspurbahnen, sondern auch die einzige, die auf schmaler Spur ins kleinste Mittelgebirge Deutschlands führt. Seit 1890 fährt die Dampfeisenbahn ins Zittauer Gebirge. Das Besondere der Strecke sind die drei Endbahnhöfe.

Vom Hauptbahnhof Zittau aus geht die Reise zunächst nach Bertsdorf mit dem einzigen Knotenbahnhof sächsischer Schmalspurbahnen. Die Doppelausfahrt aus Bertsdorf in die Kurorte Oybin und Jonsdorf ist immer ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Zittauer Schmalspurbahn nannte man einst auch nach Ihren Bahnhöfen Zittau - Oybin - Jonsdorfer Eisenbahn und im Volksmund "Zug ohne jegliche Eile". Bei einem Tempo von 25 km/h ist eben genug Zeit, um die reizvolle Landschaft des Oberlausitzer Berglandes zu genießen.

Bahnstrecke: 16,8 km Gesamtlänge, davon Streckenlänge Zittau - Oybin 12,23 km und Bertsdorf - Jonsdorf 3,8 km

Spurweite: Sächsische Schmalspur, 750 mm

Höhenunterschied: Zittau Süd (tiefster Punkt) bis Oybin, ca. 158 m - bis Jonsdorf, ca. 218 m

Bahnhöfe: Zittau, Zittau Süd, Zittau Vorstadt, Olbersdorf Oberdorf, Bertsdorf, Kurort Oybin und Kurort Jonsdorf

Geschwindigkeit: 30 km/h

Besucherbergwerk F 60(Lausitz)

Besucherbergwerk F 60: Ein Gigant der Technik

502 Meter lang, 204 Meter breit, 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer - diese Kolossalmaße weißt die ehemalige Abraumförderbrücke F60 auf, eine der weltweit größten beweglichen technischen Anlagen und Zeuge des Lausitzer Braunkohlenbergbaus. Verschiedene Klang- und Lichtinstallationen machen sie heute zu einem touristischen Anziehungspunkt. Veranstaltungsplan ist prall gefüllt mit Festivals, Shows und Sportevents.

Die stillgelegte Förderbrücke von Lichterfeld, ebenfalls eine F60, ist seit 2002 als Besucherbergwerk begehbar. Sie wurde von 1991 bis 1992 im brandenburgischen Braunkohletagebau Lichterfeld eingesetzt. Die Förderbrücke ist eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen weltweit, mit einer Förderhöhe von 60 Meter und einer Förderlänge von 502 Meter wird sie oft auch als liegender Eiffelturm bezeichnet. Insgesamt ist sie bis zu 80 Meter hoch und 240 Meter breit. Im betriebsfähigen Zustand wog sie 13.600 Tonnen. Die beiden ihr vorgelagerten Bagger konnten maximal 29.000 Kubikmeter Abraum pro Stunde fördern, das sind rund 50.000 Tonnen pro Stunde.

Adresse Besucherbergwerk F 60
Bergheider Str. 4, 03238 Lichterfeld-Schacksdorf

Öffnungszeiten Besucherbergwerk F 60
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Fürst PücklerOberlausitz

Geboren am 30. 10. 1785 auf Schloß Muskau/Oberlausitz; gestorben am 4. 2. 1871 auf Schloß Branitz bei Cottbus. Hermann Fürst von Pückler-Muskau entstammte altem schlesischem Adel. Infolge der unglücklichen Ehe seiner Eltern kam er bereits mit sieben Jahren in das Internat der Herrnhuter Brüdergemeinde in Uhyst bei Bautzen, 1797 auf das Pädagogium in Halle.

Wegen hoher Schulden mußte er das 1801 begonnene Jura-Studium in Leipzig schon nach einem Jahr abbrechen; er trat als Leutnant in die sächsische Garde du Corps in Dresden ein, wo er sich durch zahlreiche Eskapaden den Ruf des »tollen Pückler« erwarb. 1804 nahm er seinen Abschied und bereiste in den folgenden Jahren die Schweiz, Frankreich und Italien. Auf der Heimreise nach Muskau besuchte er 1810 Goethe in Weimar.

Durch den Tod des Vaters wurde er 1811 zum Standesherrn des riesigen Muskauer Besitzes. Ab 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil, war Adjutant des Großherzogs von Sachsen-Weimar und wurde Militärgouverneur von Brügge. Eine erste Englandreise brachte ihm wesentliche Anregungen für die spätere Gestaltung der Muskauer und Branitzer Parkanlagen. 1817 heiratete er Lucie, geschiedene Gräfin Pappenheim, Tochter des preußischen Staatskanzlers Hardenberg. Häufige Berlinaufenthalte brachten ihn in intensiven Kontakt zu literarischen Kreisen (Freundschaft mit E.T.A. Hoffmann, Heinrich Heine, Bettina von Arnim).

Seine Leidenschaft für die Parkgestaltung und sein exzentrischer Lebensstil verschlangen Unsummen, so daß er mit seiner Frau 1826 eine Pro-Forma-Scheidung beschloß, damit er in England reich heiraten und Muskau sanieren könne. Die Englandreise von 1826 bis 1829 brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg; die von Varnhagen redigierten Reisebriefe an seine geschiedene Frau (Briefe eines Verstorbenen) wurden aber zu einem der größten Bucherfolge des 19. Jahrhunderts. 1835 reiste er nach Algerien, Tunis und Griechenland; 1837 besuchte er Ägypten, 1838 den Vorderen Orient und Kleinasien. 1845 mußte er Muskau verkaufen und siedelte mit seiner geschiedenen Frau nach Schloß Branitz über, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.

Via Sacra- Oberlausitz

Via Sacra: Unterwegs auf der "Heiligen Straße"

Die "Via Sacra" ist eine neue touristische Route in einem alten Kulturraum. Sie führt zu einzigartigen sakralen Bauwerken und Kunstschätzen im Länderdreieck Deutschland, Polen und Tschechien. Auf alten Handels- und Pilgerwegen durchzieht die "Heilige Straße" die Oberlausitz, Niederschlesien und Nordböhmen. Nach der Osterweiterung der Europäischen Union lässt sie eine Region neu entdecken, die lange Zeit vergessen war.

Lebendig wird auf der "Via sacra" ein Jahrtausend mitteleuropäischer Kultur und Frömmigkeit. Sakrale Architektur und Kunst, Legenden, Ereignisse und Persönlichkeiten von europäischem Rang zeugen vom Jahrhunderte langen Miteinander von Deutschen, Sorben, Polen und Tschechen in diesem Raum links und rechts der Neiße.

Die "Via Sacra" ist mit ihren Stationen ein Gegenpol zu einem von Stress, Hektik und Ängsten geprägten Alltag. Wer sich einlässt auf die besondere Ausstrahlung sakraler Stätten, kann an diesen kulturhistorisch bedeutenden Orten der Stille und Würde zu Ruhe, Gelassenheit und innerer Einkehr finden. Egal ob Christ oder Nichtchrist.

Die Stationen der Via Sacra

  1. Großes Zittauer Fastentuch 1472/Kleines Zittauer Fastentuch 1573
  2. Freilichtmuseum Burg und Kloster Oybin
  3. Evangelische Brüder-Unität Herrnhut
  4. Dorfkirche Cunewalde
  5. Dom St. Petri Bautzen mit Domschatzkammer
  6. Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienstern Panschwitz-Kuckau
  7. Heiliges Grab, Kreuzweg und Evangelische Kirche St. Peter und Paul Görlitz
  8. Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal Ostritz
  9. Friedenskirche zum Heiligen Geist Jawor/Jauer
  10. Zisterzienser-Klosterkomplex Krzeszów/Grüssau
  11. Kirche Wang Karpacz/Krummhübe
  12. Gnadenkirche zum Heiligen Kreuz Jelenia Góra/Hirschberg
  13. Kirche Maria Heimsuchung Hejnice/Haindorf
  14. Johanniterkommende der Hl. Zdislava Ceský Dub/Böhmisch Aicha
  15. Kapelle der Hl. Anna Mnichovo Hradište/Münchengrätz
  16. Basilika des Hl. Laurentius und der Hl. Zdislava Jablonné v Podješte

Schmetterlingshaus- Jonsdorf

Schmetterlingshaus Jonsdorf: Was für ein Geflatter

Über 200 farbenprächtige Falter schwirren durch die feuchtwarme Luft. Geckos, Schildkröten und Leguane bewegen sich langsam durch ihr Viertell und bunte Korallenfische ziehen vorüber. Ein Hauch Tropen im östlichsten Zipfel, da wo Deutschland auf Polen und Tschechien trifft - im Schmetterlings- und Reptilienhaus Jonsdorf in der Oberlausitz.

Eröffnet im Februar 2004, ist das Schmetterlingshaus Jonsdorf im Zittauer Gebirge ein wunderbarer Schlecht-Wetter-Tipp. Inmitten einer üppigen, tropischen Pflanzenwelt, umgeben von Palmen, Efeu und Bananenstauden erleben Sie hautnah das Leben der prächtigen Exoten. Ein Teich mit tropischen Wasserpflanzen und ein Wasserfall lösen richtige Dschungel-Gefühle aus. Und welche Pracht, diese Orchideen! Nektarpflanzen und reifes Obst bieten ideale Futterstellen für die Schmetterlinge.

Also genau richtig, wenn's draußen schmuddelt oder schneit. Das Schmetterlingshaus Jonsdorf ist ganzjährig in Betrieb. Die achteckige Flughalle mit einem Glasdach sorgt für eine optimale Licht- und Sonneneinstrahlung. Die aufwendige Heizanlage sorgt für eine konstante Temperatur von 24°C - 28°C. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% herrschen in der zentralen Halle tropische klimatische Bedingungen.

Ach ja: Wer nach seiner "Tropen-Exkursion" im Schmetterlingshaus eine kleine Stärkung braucht - in der Cafeteria gibt's jede Menge Snacks für den kleinen Hunger. Von Apfelstrudel bis Wiener Würstchen. Mit Bautz'ner Senf, versteht sich.

Adresse Schmetterlingshaus
Zittauer Str. 24, 02796 Jonsdorf

Öffnungszeiten Schmetterlingshaus
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Zittauer Fastentücher

Lage, Anfahrt

Im Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz", zentral in der Zittauer Altstadt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Aktuelle Informationen finden Sie hier

Beeindruckende Größe, erhabene Ausstrahlung, packende Historie: Das Große Zittauer Fastentuch ist ein deutschlandweit einzigartiges Textilkunstwerk von europäischem Rang. Von der Erschaffung der Welt bis zum Jüngsten Gericht zeigt es auf einem 8,20 Meter hohen und 6,80 Meter breiten Leinen 90 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Diese riesige Bilderbibel schuf 1472 ein unbekannter Meister.

In der vorösterlichen Fastenzeit wurde mit dem Tuch 200 Jahre lang der Altarraum in der Zittauer Hauptkirche St. Johannis verhüllt - zur seelischen Bußübung. Es gilt als Symbol der Glaubenstoleranz in der Oberlausitz, weil es nicht dem "Bildersturm" der Reformationszeit zum Opfer fiel, sondern von der evangelischen Gemeinde weiter verwendet wurde.

Nach Jahrhunderte langer Geschichte voller Rätsel, Misslichkeiten und Glücksfälle konnte das Große Fastentuch im Juni 1945 stark beschädigt, aber komplett erhalten, geborgen werden. 1994/95 wurde es von der Abegg-Stiftung in Riggisberg/Schweiz als "Kunstwerk von Weltgeltung" restauriert, zusammen mit dem Kleinen Zittauer Fastentuch. Präsentiert wird das Kunstwerk seit 1999 in der größten Museumsvitrine der Welt ("Guinness Buch der Rekorde") im eigens dafür geschaffenen Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz". Als einziges Museum der Welt kann die Zittauer Einrichtung dort ein Fastentuch in seiner ursprünglichen liturgischen Funktion zeigen - der Verhüllung des Altars.

Rund 250.000 in- und ausländische Besucher sahen seither die imposante "Zittauer Bibel", vor der regelmäßig Meditationen und Konzerte stattfinden.

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