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Im Zentrum des "Kohlenpotts"

Essen hat sich gemausert. Vom Herz des Ruhrpotts, Kohlestadt, Motor des Wirtschaftswunders zur Kulturhauptstadt Europas. Zechen sind jetzt Museen und Stahlwerke wurden zu Parks. Die Essener waren schon immer eines: tatkräftig.

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Im Zentrum des "Kohlenpotts"

Brachliegende Industrielandschaften und rauchende Schlote, die einem die Luft zum Atmen nehmen - Vorurteile, mit denen das Ruhrgebiet lange zu kämpfen hatte. Während die Region nach und nach ihr Image von der "grauen Maus" aufpolierte, hatte Essen ein noch viel größeres Problem.

Die Stadt im Zentrum des "Kohlenpotts" hatte nämlich gar kein Image. Das zeigte sich bereits 1924, als Egon Erwin Kisch die Ruhrmetropole folgendermaßen beschrieb: "Kaum eine Schnellzugstunde ist's nach dem wunderschönen, leuchtenden Düsseldorf, wo Heine dichtete, Richard Wagner komponierte und Achenbach malte." Mit keinem einzigen Wort erwähnte der Reporter den Namen der Stadt. Dabei ist die Stadt mit ihrer nachweisbaren Geschichte älter als beispielsweise Berlin oder München.

Die Zeiten von Kohle und Stahl sind in Essen vorbei, wenn auch nicht vergessen. Wie kaum eine andere Stadt im Ruhrgebiet hat man hier erfolgreich den Strukturwandel vom Zentrum der Montanindustrie zu einer modernen Dienstleistungsmetropole vollzogen. Der Lohn: Stellvertretend für die gesamte Region wurde Essen zur Kulturhauptstadt 2010 nominiert. Das Essener Beispiel, wonach sich eine industriell geprägte Region durch Kultur neu zu erfinden vermag, hatte die Brüsseler Expertenjury überzeugt.

Klar gibt es sie noch, die Arbeitersiedlungen in Essen. Bekannteste ihrer Art ist die Margarethenhöhe, auch heute noch eine beliebte Wohngegend. Bei einer Rundfahrt durch Essen - am besten mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad - passiert der Besucher aber eben auch teure Villen, Szeneviertel und Kulturdenkmäler. Nicht nur in der Zeche Zollverein, überall in Essen finden sich architektonische Meisterwerke.

Hier schon mal einige Anregungen von Spar mit! Reisen.

Herausragend: Das Opernhaus, erbaut nach Plänen des finnischen Architekten Alvar Aalto.

Glanzstück der Innenstadt: Der Burgplatz mit Johanneskirche, Atrium, Münster, Domschatzkammer und Bischofspalais. Ein weiteres imposantes Relikt des Industriezeitalters ist das Colosseum am Berliner Platz.

Rhythmisch: Die historische Werkshalle, in der um 1900 die Firma Krupp Schmiedeteile und Formguss-Stücke herstellte, ist eines der schönsten Musicaltheater Deutschlands.

International: Das Museum Folkwang ist wegen seiner Gemäldesammlung bei Kunstliebhabern aus aller Welt ein Begriff.

Vor allem hat Essen aber auch eines zu bieten: Viele grüne Oasen. Der Grugapark, in unmittelbarer Nähe zur Messe Essen gelegen, ist einer der größten und schönsten deutschen Stadtgärten. Er lockt Besucher unter anderem mit botanischem Garten, thematischen Pflanzungen und Tiergehegen. Der Baldeneysee und seine Umgebung sind ein bekanntes Ziel für Angler, Ruderer, Surfer, Segler und Inlineskater. Die Biergärten am See und entlang der Ruhr sind besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt.

Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet - aus der Luft betrachtet die wohl mächtigste Großstadt der Bundesrepublik und eine der größten Metropolen des europäischen Festlands. Von oben lassen sich eindeutige Grenzen zwischen den vier Kreisen und elf kreisfreien Städten auf diesen 4.435 Quadratkilometern mit seinen 5,3 Millionen Einwohnern nicht ausmachen. Lediglich vom Boden aus verraten die Ortsschilder, in welchem Teil der Region man sich gerade befindet.

Wie keine andere Region in Deutschland stand das "Revier" jahrzehntelang für Zechen und Hochöfen, Kumpel und Stahlkocher, Schweiß, Dreck, Staub und Maloche. Im Laufe der Jahre aber ist aus dem wenig wirtlichen Industriegebiet eine grüne Freizeit- und Kulturregion geworden, die auch touristisch mehr zu bieten hat als nur Fußball und Dosenbier.

Im Zuge der Rekultivierung von Industriebrachen sind neue Parklandschaften und Naherholungsgebiete entstanden. Die zahlreichen Garten- und Parkanlagen der Region sind in das European Garden Heritage Network eingebunden.

Auch in kultureller Hinsicht braucht sich das Ruhrgebiet nicht zu verstecken. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen wie das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg, das Umspannwerk Recklinghausen, die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund und die dezentralen Museen Westfälisches Industriemuseum und Rheinisches Industriemuseum geben einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Region.

Vielfältig ist zudem die Theaterlandschaft. Zu den bekanntesten Schauspielbühnen gehören das Grillo-Theater in Essen und das Schauspielhaus Bochum. Auch das Musiktheater ist mit reicher Tradition im Ruhrgebiet vertreten, so das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, die Deutsche Oper am Rhein in Duisburg, das Aalto-Theater in Essen und das Dortmunder Opernhaus mit der angeschlossenen Kinderoper.

Die RuhrTriennale, die Ruhrfestspiele, die Extraschicht und ähnliche Großveranstaltungen zeugen von einer lebendigen Kulturszene. Nicht ohne Grund war schließlich die Bewerbung des Ruhrgebiets als "Europäische Kulturhauptstadt 2010" unter Führung der Stadt Essen erfolgreich.

Aber was ist eigentlich mit dem Bergbau? Den gibt es im Ruhrgebiet immer noch, vor allem in den nördlichen Randzonen. Allerdings gilt das Ruhrgebiet nach wie vor als eine strukturschwache Region. Zwischen 1980 und 2002 ging etwa die Hälfte der eine Million Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe verloren, während etwa 300.000 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor geschaffen wurden. Die Gesamtarbeitslosenquote liegt bei etwa 13 Prozent und ist damit unter den regionalen Großräumen die höchste der westdeutschen Bundesländer.

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