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Kurzreisen nach Berlin: hin und weg

Komm nach Berlin! Die Hauptstadt gilt als kreatives Herz der Republik, Medienzentrum, Ausgeh-Metropole. Überall geschichtsträchtige Orte. Gebäude, die man jeden Abend in der Tagesschau sieht. Kunst in Museen und auf der Straße. Opernhäuser, Sinfonieorchester, Theater.

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Berlin: Kurzreisen in die Hauptstadt

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

„Ich will nicht nach Berlin!“ sang die Band Kraftklub. Da sind sie aber die einzigen, denn Berlin ist hip. Alle zieht es nach Berlin, da war die deutsche Regierung ausnahmsweise mal Trendsetter. Zu schräg für die Kleinstadt? Komm nach Berlin! Hier gibt es alles für jeden. Die Hauptstadt gilt als kreatives Herz der Republik, Medienzentrum, Ausgeh-Metropole. Hier mischen sich Alt-Berliner, zugezogene Hipster, Touristen, die dritte Generation der türkischen und griechischen Gastarbeiter. Überall geschichtsträchtige Orte. Gebäude, die man jeden Abend in der Tagesschau sieht. Kunst in Museen und auf der Straße. Opernhäuser, Sinfonieorchester, Theater. Alles im Plural.

Willkommen in der Stadt der Brücken und Museen

Berlin hat weniger als Hamburg, aber mehr als Venedig. Die Rede ist von Brücken. Offiziell gibt es in Berlin 916 davon, Venedig hat „nur“ 450. Berlin ist erstaunlich wasserreich und unerwartet grün. Hier sind Bäume nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Tiergarten ist nur eine der grünen Lungen der Stadt. Den ehemaligen Flughafen Tempelhof nutzen die Berliner seit 2010 als Park und zum Inline-Skaten, grillen und entspannen. Außerdem: große und kleine Grünanlagen, botanische Gärten und Naturschutzgebiete. Der Zoologische Garten ist der älteste und artenreichste Zoo der Welt (1844 eröffnet, 15.000 Tiere aus 1.500 Arten). Sein Pendant im Osten, der Tierpark, steht ihm in fast nichts nach. Und Museen? Berlin hat 180 davon. Große deutsche und internationale Meisterwerke, wie die von Casper David Friedrich, zeigen die etablierten Ausstellungen auf der Museumsinsel. Das Computerspielemuseum und das Berliner Stasimuseum haben ungewöhnlichere Ausstellungsstücke – hier können Sie noch einmal mit der C64 oder dem Atari zocken.

So ticken die Berliner

Den Begriff „Berliner Schnauze“ gibt es nicht zu Unrecht: rotzfrech und barsch können sie sein, die Berliner. Gedacht, gesagt. Der trockene Humor der Hauptstädter staubt auf der Zunge, das schnodderige Berlinerisch tut sein Übriges. Das darf man nicht persönlich nehmen – denn eigentlich steckt hinter der großen Klappe ein noch größeres Herz und viel Toleranz für die, die ein bisschen anders sind. Das neue Sofa mit den Öffis nach Hause transportieren? Bunte Haare und Metall im Gesicht? Lack und Leder oder gleich gar keine Bekleidung? Das ist den Hauptstädtern höchstens ein „na und?“ wert. Der Berliner lässt sich nicht gern vorschreiben, wie er zu leben und was er zu tun hat. Also: Alles geht. Fast. Als Nicht-Berliner über Berlin meckern, kommt nicht so gut.

So schmeckt der Urlaub in Berlin

Ewige Nummer Eins der typischen Berliner Gerichte: Currywurst. 1949 wurde die Rezeptur der Soße in Berlin von der Gastronomin Herta Heuwer aus der Taufe gehoben. Die legendärste Currywurstbude in Berlin ist Knopke’s Imbiss unter der Hochbahn in Prenzlauer Berg. Schon seit den 60ern wird hier Currywurst verkauft. Die Currywurst ist schon fast ein Muss im Berlin Urlaub. Der Ursprung des Döners, wie wir ihn heute kennen, wird in Berlin vermutet. In typisch deutscher Version mit Gemüse und Soßen, aber inspiriert von der türkischen Küche, wird der Döner schon seit den 70ern in Berlin verkauft. 950 Dönerspieße werden jeden Tag in Berlin gegessen – das sind 60 Tonnen Fleisch.

Überhaupt, der Berliner mag es deftig: Kassler, Kartoffel- oder Erbsensuppe, Rollmops, Königsberger Klopse, Buletten und Brötchen mit Hackepeter. Dazu Berliner Weiße. (Berliner Weißbiersorte) Aber es darf auch avantgardistisch sein: Fusionsküche, Molekularküche und „Ghost Restaurants“ – hier werden Trends geboren. Und ja: was der Rest der Nation als Berliner oder Krapfen bezeichnet sind in Berlin Pfannkuchen. Brötchen heißen hier Schrippen. Aber auch das ist typisch Berlin: Fast alles auch in einer veganen Variation erhältlich. Lust auf einen Vöner oder ein Vürstchen? „Hau rin!“

Das sollten Sie gesehen haben

Gleich vornweg: In Berlin müssen Sie Mut zur Lücke haben. Berlin schreibt seit dem 13. Jahrhundert Geschichte, war Hauptstadt des Preußischen Königreichs, des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik. Die Nationalsozialisten wollten es zur Welthauptstadt Germania umbauen. Im Krieg wurde es zur Hälfte zerstört, danach geteilt. Historische Bauwerke, geschichtsträchtige Plätze, Museen und Sehenswürdigkeiten gibt es in Berlin überall. Sie wollen auf jeden Fall die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen und haben nicht viel Zeit? Wer aus dem Hauptbahnhof einfach geradeaus zum Potsdamer Platz spaziert, sieht die Spree, das Kanzleramt, den Bundestag, das Reichstagsgebäude, das Brandenburger Tor (und in der Ferne die Straße hinunter, die Siegessäule, auf der anderen Seite den Fernsehturm), das Denkmal für die ermordeten Juden und Reste der Mauer. Sie haben etwas mehr Zeit? Vom Potsdamer Platz geht es über den Gendarmenmarkt über die Museumsinsel mit Berliner Dom bis zum Alex und Hackeschen Markt. Sie haben die großen Sehenswürdigkeiten schon gesehen? Für jeden der Berliner Bezirk gibt eine Stadttour, die Besuchern Kultur und Kulinarik des Viertels näher bringt. So kann man in Neukölln die dörfliche Atmosphäre und das quirlige Leben des Multikulti-Stadtteils kennen lernen. Filmfan? Mit dem Videobus geht es an die Schauplätze von Filmen wie „Lola rennt“, „Aeon Flux“, „James Bond“ und „Emil und die Detektive“. So kann man Filmszenen mit den realen Orten vergleichen. Auch beliebt: Stadtrundfahrten per Schiff. Vom Regierungsviertel bis zum Bellevue in Moabit – auf Spree und Landwehrkanal lässt sich Berlin bequem entdecken. Im Landwehrkanal darf man sogar mit Kanus fahren. Auch Berlins Tunnel, Bunker und unterirdische Gewölbe lassen sich mit Untergrund-Führungen erkunden.

Shoppen im Berlin Urlaub

Ku’damm, Friedrichstraße, Schloßstraße und der Hackesche Markt sind die klassischen Einkaufmeilen in Berlin. Natürlich können Sie im KaDeWe und Alexa einkaufen gehen. Richtiges Berlin-Gefühl kommt aber auf, wenn Sie auf den zahlreichen Flohmärkten der Hauptstadt bummeln. In Neukölln am Maybachufer findet zwei Mal im Monat der „Flowmarkt“ statt. Auf dem Trödelmarkt am Marheinekeplatz in Kreuzberg und Flohmarkt am Boxhagener Platz in Friedrichshain mischen sich gewerbliche und private Händler. Vintage-Händler und junge Modedesigner bieten am Mauerpark Secondhand Mode und selbstentworfene Einzelstücke an. Überhaupt: kleine Läden in Seitengassen sind typisch für Berlin, genau wie Markthallen, die türkische oder orientalische Spezialitäten

Das sollten Sie sonst noch wissen

In Berlin ist man Touristen gewöhnt – gepoltert wird trotzdem gern. Also nicht persönlich nehmen, die meisten Berliner waren hier auch mal fremd und helfen verwirrten Touristen gerne. Wenn Sie als Tourist nicht auffallen wollen: zügig aus der U-Bahn aussteigen, auf dem Potsdamer Platz und belebten Straßen ein bisschen Platz für die Einheimischen lassen. Wer sich nicht sofort als Tourist outen will, starrt Leute auf der Straße nicht an – egal wie schräg sie aussehen. In Berlin sind alle willkommen. Wichtigste Regel aber: Nicht auf dem Holocaust Denkmal herumturnen und Selfies knipsen. Der israelische Künstler Shahak Shapira photoshoppte für sein Projekt „Yolocaust“ Selfies von Touristen in Bilder aus KZs – das macht sprachlos.

Das schönste Souvenir

Wissen Sie wie Ampelmännchen schmecken? In den Ampelmännchen-Shops dreht sich alles um das kultige Ost-Ampelmännchen. Neben Bechern, Shirts und Kühlschrankmagneten können Sie die Figur als Fruchtgummis und Nudeln kaufen. Genauso typisch für Berlin: der Buddy-Bär. Die Bären-Skulpturen stehen nicht nur in Berlin, sondern auch in deutschen Botschaften rund um die Welt. In Kleinformat verbreiten sie auch daheim Berliner Charme. Darf es etwas ausgefallener sein? Wer schon mal mit den Berliner Verkehrsbetrieben gefahren ist, kennt das typische Muster der Sitzbezüge. Das gibt es jetzt auch auf Badehose, Regenschirm und Krawatte – zu erwerben zum Beispiel in der Station Alexanderplatz. Das Muster verzeiht garantiert jeden Fleck.

Berliner Fernsehturm

Wer in Berlin war, hat ihn gesehen. An ihm kommt keiner vorbei. Kein Wunder - der Berliner Fernsehturm ist mit insgesamt 368 Metern das höchste öffentlich zugängliche Gebäude Europas. Doch er ist mehr als das.

Der Berliner Fernsehturm wurde am 3. Oktober 1969 eingeweiht, kurz vor dem 20. Geburtstag der DDR. Für den damaligen DDR-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht war er eines der wichtigsten Symbole für die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft. Der Bau des Berliner Fernsehturms zeigte, dass man im Osten an der besseren Zukunft baute.

Doch während die DDR längst Geschichte ist, steht der Berliner Fernsehturm noch immer. Jedes Jahr besteigen ihn über eine Million Besucher aus bis zu 86 Ländern. Vom Aussichtsgeschoss in mehr als 200 Metern Höhe schauen sie herab, betrachten das unaufhörliche Treiben der Stadt, ihren steten Wandel. Und wer hinabsteigt, kauft sich Poster, T-Shirts oder Sitzkissen mit seinem Bild - der Berliner Fernsehturm ist zum coolen Symbol für die vereinigte Stadt Berlin geworden.

Adresse Berliner Fernsehturm
Panoramastraße 1A, 10178 Berlin

Öffnungszeiten Berliner Fernsehturm
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Kurfürstendamm- Berlin

Berlins Shoppingmeile der Gegensätze

Er gehört zu den Prachtboulevards der Welt, wird liebevoll Ku'damm genannt. Kühe gibt's auf Berlins berühmter Meile natürlich nicht. Aber sonst fast alles, von der Wasserrohrzange bis zum Jaguar. Der Kurfürstendamm ist die Lebensader der City-West. Er ist 3,5 Kilometer lang - und hält einige Überraschungen parat.

Am Anfang gibt's noch normale Läden wie in anderen Einkaufsstraßen auch. Je weiter man stadtauswärts bummelt, desto exklusiver wird's. Da kostet das Handtäschchen schon mal 2.500 Euro oder eine Kinderjeans 400 Euro. Der Kurfürstendamm ist eine Meile der Gegensätze. Auf 3,5 Kilometern gibt's alles: Reformhaus und Baumarkt, Ramsch und Antiquitäten, Ikonengalerie und Orientteppiche. Alle Luxuslabel haben hier eine Boutique: Gucci, Prada, Max Mara … Und Udo Walz macht die Haare schön. Das Café Kranzler am Eck ist eine West-Berliner Legende und wer dann genug vom Kaufrausch hat, der kann sich ja mal zwei Ku'damm-Kuriositäten genauer anschauen gehen.

Zwei Ku'damm-Kuriositäten

Gucken Sie am Joachimsthaler Platz mal nach oben. Dort steht, auf einem 4,50 Meter hohen Pfeiler (über einem Kiosk) ein merkwürdiges Glashäuschen mit Uhr. Es ist eine Originalverkehrskanzel. Dort oben saßen bis 1962 Polizisten und schalteten die Ampeln des Platzes von Hand. Selbst vielen Berlinern ist das Ding übrigens noch nie aufgefallen…

Die zweite Kuriosität dreht sich um die Hausnummern: Viele gibt's einfach nicht (mehr). Seit der östlichste Abschnitt des Ku'damms in Budapester Straße umbenannt wurde, fehlen die höchsten und die niedrigsten Hausnummern, Nr. 1 - 9 und 238 - 264. Aber auch Kurfürstendamm Nr. 10 ist weg, 77 - 89 und 221 - 223 hat es noch nie gegeben.

Die Prachtstraße wurde schon vor mehr als 450 Jahren angelegt. Kurfürst Joachim II. wollte sie als Reitweg vom Stadtschloss bis zum Jagdschloss Grunewald haben. Später sorgte Otto von Bismarck dafür, dass die Straße befestigt wurde und ein 53 Meter breiter Boulevard mit großzügigen Gehwegen entstand. Er beginnt übrigens erst an der Gedächtniskirche. Das KaDeWe steht nicht am Ku'damm.

Um die Shoppingmeute zu transportieren, gibt's direkt am Ku'damm sieben Bushaltestellen, drei U-Bahn-Stationen und einen S-Bahnhof. Falls man gerade mal nicht Kunde des Luxusautohauses werden möchte.

KaDeWe- Berlin

Das Prachtkaufhaus mit seinem Gourmethimmel

Es ist das berühmteste Kaufhaus Deutschlands. Etwa 50.000 Kunden strömen täglich ins Berliner KaDeWe. Sein wahres Geheimnis liegt unterm Dach: Hier öffnet sich der Delikatessenhimmel für Gourmets - mit Champagnerbars, Konditorschätzen und exotischen Speisen. Bald soll's im ganzen Haus noch himmlischer werden.

Normalerweise sind Kaufhausrestaurants keine kulinarische Offenbarung. Im KaDeWe ist es genau andersrum. Die Feinschmeckeretage im 6. Stock ist das Highlight für Gourmets und Neugierige: Da speist man ein Dutzend Austern, nippt an einem Glas kühlem Chablis oder kauft ein Stück neuseeländisches Bison fürs Dinner. 35.000 Produkte aus aller Welt gibt's hier. In der 7. Etage sitzen Restaurantgäste unter einer gigantischen Glaskuppel. 150 Köche und Konditoren arbeiten im KaDeWe.

Das Kaufhaus des Westens gibt's seit mehr als 100 Jahren. Es wurde oft umgebaut, brannte im Zweiten Weltkrieg aus. Sieben Mal wechselte der Mutterkonzern. Heute kommen täglich um die 50.000 Kunden - so viel wie die Einwohner einer Kleinstadt. In der Adventszeit sind's doppelt so viele.

Kunden bleiben über drei Stunden

Normalerweise bleiben Kunden dreieinhalb Stunden. Ja, liebe Männer, ruhig Blut, das ist die durchschnittliche (!) Verweildauer. Nicht gerade verwunderlich. Immerhin ist es das zweitgröße Kaufhaus Europas (nach dem Londoner "Harrods") - mit 60.000 Quadratmetern (neun Fußballfelder) und fast 400.000 Produkten. Es qibt quasi alles. Wenn man es findet.

Zweimal bekam der Kaufhausjuwelier ungebetenen Besuch: 2009 drangen die Diebe nachts ein, 2014 mit Axt und Machete während der Öffnungszeit. Ihre Millionenbeute tauchte nie wieder auf.

Die neue Betreibergesellschaft will das Kaufhaus jetzt übersichtlicher machen und zum Erlebniszentrum umbauen. Es wird in vier Bereiche unterteilt, mit eigenen Eingängen, Rolltreppen und Atrien. Oben sollen ein Panoramadach und ein Freiluftgarten entstehen, das Restaurant kriegt Außenaufzüge und wird bis 24 Uhr geöffnet sein. Der Umbau soll bei laufendem Betrieb und innerhalb von sieben Jahren gestemmt werden. Gigantische Pläne für Berlin, aber da auf dem KaDeWe keine Flugzeuge landen sollen, könnte es vielleicht klappen …

Adresse KaDeWe Berlin
Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin

Öffnungszeiten KaDeWe Berlin
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Gedächtniskirche- Berlin

Die Gedächtniskirche ist einer der vielen Zeitzeugen Berlins, die bis heute ihre wechselvolle Geschichte offen zur Schau tragen. Mitten im Zentrum und selbst bei einem Einkaufsbummel nicht zu übersehen, erhebt sich bis heute ihr zerstörter Turm. Zur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. wurde 1891, auf Initiative seines Enkel Wilhelm II. von Franz Schwechten, dem königlichen Oberbaurat und u.a. Architekt des Anhalter Bahnhofs, der Grundstein gelegt. Nach nur vierjähriger Bauzeit konnte 1895 die Kirche geweiht werden, leider durfte sich die Stadt nur bis 1943 an ihr erfreuen, dann zerstörte sie ein Angriff. Bis 1945 wurde sie bis zur Ruine ausgebombt, ihr ehemals 113 Meter hoher Turm (damals der höchste der Stadt) wurde auf 71 Meter gekürzt.

Von dem kreuzförmigen, vieltürmigen Bau im Stil der rheinischen Spätromanik steht nur noch eine leere Hülle. Die ehemals außergewöhnlich prächtige Innenausstattung ist fast gänzlich verschwunden, nur noch einige Mosaike künden vom ehemaligen Glanz. Statt die Kirche wieder aufzubauen, wurde sie bewusst in diesem Zustand belassen, war sie doch längst zum Wahrzeichen geworden. Walter Gropius sprach gar von "Deutschlands schönster Ruine". Damit ist die Gedächtniskirche heute ein eindrückliches Mahnmal gegen den Krieg. Kaum ein Besucher kann sich den Bildern und Ausstellungsstücken aus der Geschichte der Kirche entziehen, die die schrecklichen Auswirkungen des Krieges deutlich vor Augen führen. Doch auch die Versöhnung wird dabei nicht vergessen: repräsentiert durch die Christusfigur vom Altar der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, dem Nagelkreuz der Kathedrale von Coventry und einem Ikonenkreuz der Russischen Orthodoxen Kirche.

Nachdem sie vor ihrer Zerstörung das Wahrzeichen des vornehmen und vergnügungssüchtigen "Neuen Westens" war, gilt sie heute als Symbol des aus Ruinen auferstandenen West-Berlins. Und statt wieder aufgebaut wurde neu gebaut: Neben der Gedächtniskirche erhebt sich seitdem ein vierteiliges Neubauensemble, das die alte Kirche in die Mitte nimmt und auf einem erhöhten Podest steht. Mit diesem Konzept hatte Egon Eiermann den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen, der damals aus der größten und leidenschaftlichsten Architekturdebatte in der Berliner Nachkriegszeit hervorgegangen war. Den Kirchenbau setzte Eiermann vor das alte Hauptportal, den Glockenturm an die Stelle des einstigen Kirchenschiffs. Ein Blick auf die Ruine neben dem Neubau von 1960 zeigt nur zu deutlich Berlins Wiederauferstehungsgeist.

Adresse Gedächtniskirche Berlin
Breitscheidplatz, 10789 Berlin

Museumsinsel- Berlin

Die Schatzinsel im Herzen von Berlin

Plötzlich steht man in einem Haus in Aleppo, kurz darauf vor einem Stadttor von Babylon, dann vor Königin Nofretete. Und das alles mitten in Berlin. Auf der Museumsinsel lagern die Schätze der Welt. 6.000 Jahre Kulturgeschichte erwachen hier zum Leben.

Wer Museen normalerweise meidet, könnte in Berlin "geheilt" werden. Auf einer Insel zwischen zwei Spreearmen lagern einige der wertvollsten Schätze der Menschheit. Sie "wohnen" in fünf Gebäuden, direkt nebeneinander. Der Komplex beherbergt mehrere Museen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Allein die Bauwerke sind Kunst. Diese Schätze sollten Besucher unbedingt sehen:

Pergamonmuseum

(Vorderasiatisches Museum, Museum für Islamische Kunst, Antikensammlung)

Herzstück ist der gigantische Altar aus Pergamon (heute Türkei), ursprünglich über 35 Meter breit. Er ist aber bis 2019 gesperrt. Besucher sollten unbedingt das Markttor von Milet und das blau-gelbe Ischtar-Tor von Babylon anschauen, das in 800 Kisten nach Berlin schipperte. Im Aleppo-Zimmer ist die Holzvertäfelung eines Privathauses zu sehen.

Alte Nationalgalerie

(Skulpturen und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert)

Kunstfans können im "Mönch am Meer" (Caspar David Friedrich) versinken, über die Beziehungskrise des Paares in Manets "Wintergarten" fachsimpeln oder über das "Eisenwalzwerk" von Menzel staunen. Hübsch in Weiß: die Marmorprinzessinnen von Shadow (schuf auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor).

Neues Museum

(Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Antikensammlung)

Wichtigste "Bewohnerin" ist Königin Nofretete, 50 Zentimeter hoch, entstanden 1340 v. Chr. Auch uralt: der "Berliner Goldhut" aus der Bronzezeit. Er soll einen integrierten Astrokalender haben.

Altes Museum

(Griechische Antikensammlung, etruskische und römische Sammlung

Ob der "betende Knabe" aus Bronze wirklich betet? Manche Historiker glauben, dass er eher Pferde angetrieben hat. Besonders sehenswert außerdem: die "Berliner Göttin", eine lebensgroße Marmor-Grabfigur und der "Grüne Cäsar" aus grünem Schiefer - mit nachgerüsteten Marmoraugen.

Bode-Museum

(Skulpturenmuseum und Museum für Byzantinische Kunst, Münzkabinett)

Die Kunstschätze verschiedener Gattungen (Skulptur, Malerei, Handwerk) sind in Stilräumen zusammengefasst. Besucher sollten sich unbedingt die vier geschnitzten Evangelisten von Tilman Riemenschneider anschauen, die ursprünglich zu einem 15 Meter hohen Altar gehörten.

Adresse Museumsinsel Berlin
Bodestraße 1 - 3, 10178 Berlin

Öffnungszeiten Museumsinsel Berlin
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.
(Montags geschlossen)

Berliner Unterwelten

Treffpunkt Berlin, Gesundbrunnen. Hier, am südlichen Ausgang Humboldthain startet eine der Touren des Vereins der Berliner Unterwelten. Je 20 Menschen dürfen mit einem Führer der Unterwelten den Untergrund erforschen. Es geht abwärts. Es ist dunkel. Alte Wandbeschriftungen weisen den Weg: "Zum Männer-Abort", "Zum Frauen-Abort" - "Warum steht dort nicht einfach Toilette?" fragt Jan Benndorf, Mitglied der Unterwelten. Allgemeines Achselzucken. "Naja, Toilette war ein französisches Wort. Das wollten die Nazis nicht benutzen."

Es geht weiter runter. Der Frauen-Abort. Einzelne, kleine Klos, die nebeneinander aufgereiht stehen. Komisch. "Keine Sorge", bemerkt Jan Benndorf, "damals hatten die hier auch schon Trennwände drin." Allgemeine Erleichterung. Dann Benndorfs Nachsatz: "Aber bei Bombenhagel hat das eh nichts genutzt. Normalerweise wurden die Eimer oben geleert, wobei Torf den üblen Geruch ein wenig verhindert hat. So ähnlich wie Katzenstreu heute… Aber nun stellen Sie sich vor wie's hier ausgesehen hat, wenn statt angegebenen 1.000 Menschen, sich 10.000 Menschen hier verstecken mussten und tagelang kein Sonnenlicht zu sehen bekamen..."

Nun fallen auch uns die Personenzahlen an den Wänden auf. Das ist die jeweilige Anzahl derer, die in einem Bunkerraum Platz finden sollten. Schlussendlich sitzen wir in einem Raum, der für 20 Menschen ausgelegt war. Es ist klein, die Aussicht auf baldige Rückkehr zu Sauerstoff und Tageslicht beruhigend. Kaum vorstellbar, dass hier bis zu 80 Leute Obhut fanden, sich Witze erzählten, während oben die Welt unterging.

"Wie wusste man, wann der Sauerstoff ausgehen würde?" Eine weitere Frage, die ohne Antwort bleibt, bis Jan Benndorf fortfährt: "Hier wurden auf verschiedenen Höhen Kerzen aufgestellt. Die Lichter gingen je nach Sauerstoffstand von unten nach oben aus..." Es geht nicht um Effekthascherei oder um Kriegsverherrlichung. Es geht um ein ernstes Kapitel deutscher Geschichte. Die Bunker geben aber nicht nur Aufschluss über Kriegszeiten, sie zeigen auch die Anfänge der Kellergewölbe im Untergrund, die Nutzung durch alte Berliner Brauereien oder das heute noch teilweise genutzte Nachrichteninstrumentarium der Rohrpost. So erfährt man, dass die Berliner U-Bahn beinahe eine Schwebebahn geworden wäre...

"Stromausfall im Bunker. Wie kam man ohne Licht aus?" Jan Benndorf schaltet das Licht aus. Es wird nicht dunkel. Die Wände sind mit fluoreszierender Farbe gestrichen. "Vorsicht Gift - Bitte nicht berühren!" Es funktioniert immer noch. "Angeblich konnten die damals hier drin auch Zeitung lesen." Um jede Deckenlampe herum befindet sich ein solcher Anstrich.

Wir schlurfen durch den Sanitätsraum. Über uns knattert eine U-Bahn. Zum Abschluss ein Raum, der für sich spricht. Überbleibsel der Toten: Schuhe, Brotbüchse mit Namen, Klappmesser, Kondome.

Oben angekommen, heißt es erstmal tief durchatmen, den Kellermief der Geschichte abschütteln. Nichtsdestotrotz ist es gut, so eindringlich Geschichte zu gestalten.

Ein Genuss wieder in der Sonne zu stehen, völlig uneingeschränkt und frei. Der nächste Kaffee geht runter wie Öl. Zeit, den Frieden zu genießen.

Der Verein der Berliner Unterwelten bietet seit 1999 vier verschiedene Führungen zu unterschiedlichen Themen an.

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter haben ungeahnte Trümmerhaufen aus den zugeschütteten Bunkeranlagen entfernt, Geschichte(n) aufgearbeitet und ehemaligen Zwangsarbeitern sogar verloren gegangene Dokumente zurückgeben können. Davon hingen ganze Existenzen ab.

(www.berliner-unterwelten.de)

Berliner Dungeon

Die ersten Journalisten, die schon vor der Eröffnung einen Blick ins Berlin Dungeon werfen durften, waren begeistert! "So schaurig haben Sie die Hauptstadt noch nie erlebt", jubelte die Bild-Zeitung, der Berliner Kurier ist fasziniert: "Alles wirkt so real, dass Gänsehaut garantiert ist", und die BZ ergänzte: "Geschichtsstunde mit Gänsehaut ... Fazit: Schaurig gut."

Jeder kennt das legendäre London Dungeon - seit März 2013 ist es auch in Berlin zum Schreien komisch, denn zwischen Alexanderplatz und Hackescher Markt öffneten die Tore des Berlin Dungeon. Mit neun interaktiven Shows, neun Schauspielern und einer Fahrt über die Spree werden in der Attraktion mehr als 700 Jahre Geschichte zum Leben erweckt.

Neun ausgebildete Schauspieler führen die Besucher in neun Shows durch die dunklen Seiten der Hauptstadt vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Sie verkörpern Berliner Legenden, wie die der weißen Frau. Ein Blick in ihre Augen genügt und man ist innerhalb der nächsten acht Tage tot. Auch dem hinkenden Mönch, Pater Roderich, wird neues Leben eingehaucht. Aus verschmähter Liebe zu einem Burgfräulein ging er ins Kloster, wo er seither hinkend sein Unwesen treibt. Für Gänsehaut pur sorgt Berlins berühmt-berüchtigter Serienmörder Carl Großmann, der im Dungeon lebendig wird. Er soll seine Opfer in seiner eigenen Fleischerei zu Dosenfleisch verarbeitet haben ... Gesprochen wird er in der Show von keinem Geringeren als Sky du Mont.

Neben professionellen Schauspielern, überraschenden Spezialeffekten und historischen Kulissen erwartet die Besucher auch eine Fahrt über die Spree. 40.000 Liter trübes und dunkles Wasser wird benötigt, um die Besucher vor der tödlichen Pest, die ganz Berlin befallen hat, zu retten. Um die 1.500 Quadratmeter große Attraktion in nur vier Monaten fertigzustellen, haben 132 Bauarbeiter von über 40 Firmen in 137.280 Stunden vollen Einsatz gezeigt.

Im 60-minütigen Rundgang erlebt der Besucher ein packendes Abenteuer, das unter die Haut geht. In den authentischen Kulissen wurden 60.000 Mauersteine verarbeitet, 1.275 Liter Farbe verbraucht und 135 Tonnen Beton eingesetzt.

Adresse Berliner Dungeon
Spandauer Str. 2, 10178 Berlin

Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Berliner Mauer

Wo sie noch steht: die Berliner Mauer

Einst erstreckte sie sich über 160 Kilometer, heute sind nur noch vereinzelte Reste zu sehen: die Berliner Mauer. 28 Jahre lang trennte sie den westdeutschen Teil der Hauptstadt vom DDR-Gebiet, nun erinnern nur noch Bruchstücke an Deutschlands gespaltene Geschichte.

9. November 1989: Menschenmassen vor und auf der Berliner Mauer, Freunde und Familien, die sich nach 28 Jahren endlich wieder in die Arme schließen. Der Tag ging als Mauerfall in die Geschichtsbücher ein, doch bis das ungeliebte Symbol der Trennung endlich abgetragen war, vergingen noch zwei Jahre. Stücke wurden geklaut, abgerissen, auf Auktionen versteigert und in die ganze Welt verschifft: Von den Gärten des Vatikans über das Imperial War Museum in London bis zum Englischen Garten in München, alle wollten ein Stück Geschichte zum Anfassen. Auch in vielen deutschen Wohnzimmern liegt heute noch ein kleiner Klumpen der Betonwand. Zurück blieben in Berlin nur wenige Trümmer. Von 302 Wachtürmen stehen noch fünf, von über 160 Kilometern Mauer ist fast nichts mehr übrig. Wo Sie die Überbleibsel der Grenzanlagen besichtigen können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

East Side Gallery: Der mit 1,3 Kilometern längste noch stehende Abschnitt der Hinterlandmauer erstreckt sich entlang der Spree vom Ostbahnhof bis zur Oberbaumbrücke. 1990 verzierten Künstler ihn mit Malereien zu den politischen Tumulten der Wendejahre. Besonders bekannt ist Dmitri Wrubels Darstellung des Bruderkusses.

Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie: Das Museum besitzt ein Sammlung von Berichten über geglückte Fluchten sowie eine Ausstellung spektakulärer Fluchtmittel wie Heißluftballons und ein Mini-U-Boot. Auf dem Platz steht die Nachbildung der Kontrollstelle, die einst die sowjetische von der amerikanischen Besatzungszone trennte.

Bösebrücke: Am östlichen Ende der Brücke befand sich einst der Grenzübergang Bornholmer Straße, der am 9. November 1989 als erster die Sperrung aufhob. Entlang der Bornholmer Straße stehen noch Teile der Hinterlandmauer.

Asisi Panorama Berlin: Das 15 Meter hohe und 60 Meter lange 360-Grad-Panoramabild von Yadegar Asisi zeigt das Leben im geteilten Berlin der 1980er Jahre. Betrachten Sie das Rundgemälde der Mauer von einem Aussichtsturm aus und halten Sie Ausschau nach den vielen versteckten Details.

Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße: Einer von nur drei Orten in Berlin, an dem Teile der Grenzmauer noch am Originalplatz stehen. Die anderen zwei befinden sich in der Liesenstraße und der Niederkirchnerstraße. Auf dem Gelände stehen außerdem die Kapelle der Versöhnung und das Dokumentationszentrum Berliner Mauer.

Mauerpark: In unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte liegt der Mauerpark. Die verbliebenen Reste der Hinterlandmauer werden von Graffiti-Künstlern immer wieder neu gestaltet.

Geschichtsmeile Berliner Mauer: Hierbei handelt es sich um eine Doppelreihe Pflastersteine entlang des alten Mauerverlaufs mit Infotafeln und Überresten der Mauer.

Berliner Mauerweg: Ein Rad- und Fußweg, der dem gesamten Mauerverlauf in und um Berlin folgt. Er führt vorbei an Mauertrümmern und Gedenktafeln.

East Side Gallery- Berlin

1.316 m Berliner Mauer wurden zur Leinwand

Es ist die geschichtsträchtigste Galerie Deutschlands. Die "Leinwand" steht mitten in Berlin: ein über ein Kilometer langes Original-Stück der Mauer, die das Land einst teilte. 129 Künstler aus 20 Nationen verwandelten den grauen Beton in die bunte East Side Gallery - zum Staunen, Entdecken und Erinnern.

Das berühmteste Gemälde zeigt den "Bruderkuss" zwischen Ex-SED-Generalsekretär Erich Honecker und Kreml-Chef Leonid Brechnev. An einer anderen Stelle "bricht" ein Trabi durch den Beton, knallbunte Comicköpfe "unterhalten" sich. Ein Künstler malte eine schwarz-rot-goldene Flagge mit einem blauen Davidstern. Woanders steht in großen schwarzen Buchstaben: "Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern." Alle Werke sind Kunst und Politik in einem.

Bilder wurden nochmal neu gemalt

129 Künstler aus 20 Ländern schufen auf dem längsten erhaltenen Mauerstück 1990 die größte Freiluftgalerie der Welt: 106 Gemälde auf einer Länge von 1.316 Metern. Die bemalte Mauer ist an der Spree zu sehen, zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke. Die East Side Gallery steht unter Denkmalschutz - und verwandelt sich ständig. Ein 41-Meter-Stück wurde herausgehoben und versetzt - für eine Eventarena. Die meisten Originalbilder sind heute nicht mehr da. Weil die Mauer bröckelte und saniert werden musste, wurde 2008 ein Großteil der Werke mit dem Sandstrahler abgetragen. 85 Künstler schufen ihr Gemälde neu. Mit Gerüst, immerhin ist die Mauer 3,60 Meter hoch.

Thierry Noir, der Streetart-Künstler, der die bunten Köpfe malte, sagte über sein Werk: "Ich wollte nie versuchen, die Mauer zu verschönern, weil das faktisch unmöglich ist, da 80 Personen bei dem Versuch, die Mauer zu überwinden, getötet wurden, so dass man die Mauer mit hundert Kilo Farbe überziehen kann und sie bleibt doch dieselbe: ein blutiges Monster, ein altes Krokodil, das von Zeit zu Zeit erwacht, um jemanden zu fressen, um dann wieder in Schlaf zu verfallen."

Er gehört der Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. an, die sich für den Erhalt des Mauerkunstwerks einsetzt. Touristen können eine Führung (60 - 90 Minuten) buchen und die Mauerkünstler auch persönlich treffen.

Adresse East Side Gallery Berlin
Mühlenstraße 3-100, 10243 Berlin

Öffnungszeiten East Side Gallery Berlin
Jederzeit zugänglich

Holocaust-GedenkstätteBerlin

Holocaust-Mahnmal: Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas

Jeder Stein sagt mehr als tausend Worte. Seit 2005 erinnert das Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte an die sechs Millionen ermordeten Juden. 2711 anthrazitfarbene Stelen bilden durch ihre unterschiedlichen Größen ein wellenförmiges Feld. Der unter dem Holocaust-Mahnmal gelegene "Ort der Information" dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden.

Direkt neben dem Tiergarten ragen seit 2005 zahlreiche Betonpfeiler in die Luft. Es handelt sich um das vieldiskutierte Mahnmal zu Ehren der ermordeten Juden Europas. Der außergewöhnliche Entwurf zu diesem eindringlichen Stelefeld stammt vom international renommierten New Yorker Architekten Peter Eisenman. Es stellt eine radikale Auseinandersetzung mit dem herkömmlichen Begriff eines Denkmals dar und besteht aus 2.700 Betonpfeilern (Stelen), die in einem Raster angeordnet sind. Sie sind 0,95 Meter tief und 2,38 Meter breit, jedoch alle unterschiedlich hoch (teilweise bis zu 4,7 Meter). Die gesamte Anlage steht auf einem leicht unregelmäßig abgesenkten Gelände von 19.000 Quadratmetern, das von allen vier Seiten begangen werden kann. Die Besonderheit der Anlage ist ihre wellenförmige Gestalt, die von jedem Standort anders wahrgenommen wird.

Dokumentationszentrum: Aufklärung und Information

"Ausmaß und Maßstab des Holocaust machen jeden Versuch, ihn mit traditionellen Mitteln zu repräsentieren, unweigerlich zu einem aussichtslosen Unterfangen. Unser Denkmal versucht, eine neue Idee der Erinnerung zu entwickeln, die sich deutlich von Nostalgie unterscheidet. Heute können wir die Vergangenheit nur durch eine Manifestation in der Gegenwart verstehen." (Peter Eisenman, 1998) Für einen genaueren Zugang zu dieser Erinnerungsstätte wurde unter dem Denkmal ein Ort der Information geschaffen. Er stammt ebenfalls von Eisenman und bedient sich einer eigenständigen Formensprache. Der Besucher erhält auf ca. 800 Quadratmetern Präsentationsfläche in mehreren, teils mit Tageslicht beleuchteten Räumen, die notwendige Aufklärung sowohl über die zu ehrenden Opfer als auch die authentischen Stätten des Gedenkens.

Während oben eine abstrakte Form vorherrscht, sollen hier ergänzende Informationen vermittelt werden. Dies gilt vor allem den Opfern, den ermordeten Juden, weshalb durch möglichst viele Namen an sie erinnert wird. Umgesetzt wird diese Idee einer Personalisierung der Erinnerung durch die Darstellung exemplarischer Lebens- und Familiengeschichten. Dabei widmet sich die Ausstellung auch der Frage nach der Herkunft der zu ehrenden Opfer des Holocaust. Gleichzeitig wird versucht, die Ausdehnung des Mordens auf ganz Europa zu dokumentieren.

Adresse Holocaust-Mahnmal
Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin, zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor

Öffnungszeiten Holocaust-Mahnmal
Stelenfeld: täglich 24 Stunden
Ort der Information: April bis September: Dienstag - Sonntag 10.00 - 20.00 Uhr (letzter Einlass 19.15 Uhr)
Oktober bis März: Dienstag - Sonntag 10.00 - 19.00 Uhr (letzter Einlass 18.15 Uhr)

Tierpark- Berlin

Berliner Schnauzen im größten Tierpark Europas

Berlin gehört zu den wenigen Metropolen der Welt, die sich zwei Zoos leisten. Die Tierparktiere wohnen 15 Kilometer entfernt von den Zootieren, haben einen weitläufigen Garten - und ein echtes eigenes Schloss. Bald sollen sie sogar eine ganz eigene Welt im Osten Berlins bekommen - mit richtigen Kontinenten.

Wer durch die Schleuse in den Vari-Wald tritt, fängt an zu lächeln, garantiert. Hoch oben in den Baumkronen baumeln und hopsen die Lemuren mit dem buschigen Fell herum, exotisch und lustig. Wer's lieber am Boden mag, bitteschön: In der begehbaren Känguruanlage können sich Besucher mit den australischen Hüpfprofis messen. Oder wie wär's mit Batmans? Ganz nah, ohne trennendes Glas, flattern die Flughunde in der neuen Tropenhalle an den Gästen vorbei. Meistens hängen sie aber kopfüber am Baum und chillen, die Tiere.

Der Tierpark Berlin ist fast fünfmal so groß wie der Hauptstadt-Zoo. Er hat 160 Hektar und ist damit der größte Landschaftstierpark Europas. Seine Existenz verdankt er der deutsch-deutschen Geschichte: Weil die DDR-Hauptstadt nach der Teilung Deutschlands auch einen Zoo haben sollte, entstanden im verwilderten Schlosspark Friedrichsfelde 1954 die ersten Gehege. Tiger aus Moskau zogen ein, Maralhirsche aus Leningrad, zwei asiatische Elefanten. Heinrich Dathe trat seinen Job als Tierparkchef an - und blieb 34 Jahre.

Tierwelt mit Kontinenten geplant

Heute leben mehr als 6.500 Tiere hier. Im Laufe der Jahre sollen die Gehege modernisiert und deren Bewohner umsortiert werden. Kontinente entstehen. Besucher können dann eine einmalige Reise um die Welt erleben. Im neuen Afrika-Areal könnte unter anderem eine 15 Meter hohe "Himalaya-Landschaft" entstehen. Das Material dafür ist (leider!) schon da: 55.000 Kubikmeter Bauschutt, die illegal entsorgt wurden.

Mit dem 92-Millionen-Konzept soll der marode Tierpark vor der Pleite gerettet werden. Die ersten Ideen greifen, der Park schreibt wieder schwarze Zahlen. Und die Kinder stehen Schlange: Ein 4000-Quadratmeter-Wasserpark ist entstanden, Fabelwald, Streichelzoo und Kaninchenparadies. Die beste Modernisierungsidee: Eine Elektrobahn fährt als Hop-On-Hop-Off-Zug durch die Parklandschaft - kostenlos, die Vier-Kilometer-Strecke in 20 Minuten.

Adresse Tierpark Berlin
Am Tierpark 125, 10319 Berlin

Öffnungszeiten Tierpark Berlin
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Zoologischer Garten- Berlin

Berlins Stadt der Tiere mit 18.662 Einwohnern

Es ist eine gigantische Stadt der Tiere, mitten in Berlin: 18.662 Bewohner laufen, fliegen und schwimmen im Berliner Zoo herum, auf einem 33 Hektar großen Gelände. Viele von ihnen wären sich in der Natur nie begegnet. Der kleine Waisen-Eisbär Knut machte den Zoo vor einigen Jahren weltberühmt.

Es war ein Eisbärchen, das die Herzen von hunderttausenden Berlinern und Touristen erreichte. Baby Knut war für viele Hauptstadtbesucher wichtiger als das Brandenburger Tor und der Reichstag. Er wurde zum Kultteddy - ein Berliner Bär in Weiß. Heute erinnert die Bronzeskulptur "Knut der Träumer" im Zoo an das berühmte Bärchen. Wer im Berliner Ortsteil Tiergarten durchs Löwentor oder durchs Elefantentor tritt, steht im ältesten Zoo Deutschlands (eröffnet 1844). Und im artenreichsten der Welt! 1.380 verschiedene Tierarten leben hier, viele sind in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Die meisten Tiere (etwa 16.000) leben übrigens im Aquarium. Allein vier Haiarten driften durchs 130.000-Liter-Becken.

Katzen schlemmen kostenlos im Zoo

3,3 Millionen Tierfreunde besuchen den Zoo im Jahr. Der Direktor will den Lebensraum all seiner Bewohner ständig verbessern. Sein Leitgedanke: "Weniger Tiere sollen mehr Platz bekommen." Auch Pandas soll es in Berlin wieder geben.

Pandabär Bao Bao gehörte zu den Lieblingen. Er bleibt genauso in Erinnerung wie Flusspferd Knautschke und Giraffe Rieke, die den zweiten Weltkrieg überlebten oder die Gorillas Bobby und Knorke. Auch Knuts Leben - und sein Tod - zeigte Millionen Fans, mit wieviel Herzblut die Vierbeiner aufgezogen werden. Und welch Balanceakt es ist, Tiere in Gefangenschaft zu halten. Für Interessierte bietet der Zoo zahlreiche Spezialführungen ("Artenschutz", "Berliner Schnauzen") an, Fans können ihr Lieblingstier sogar hautnah erleben. Zur Einstimmung eignet sich die Zooreportage "Panda, Gorilla & Co" im TV.

Manche Tiere genießen übrigens freie Kost und medizinische Versorgung im Zoo - und trotzdem ihre Freiheit. Es sind wild lebende Hauskatzen, die vom Zoo gefüttert werden. Sie verteidigen ihre Reviere und verhindern, dass fremde Katzen kommen und Krankheiten einschleppen.

Adresse Zoologischer Garten Berlin
Hardenbergplatz 8, 10787 Berlin

Öffnungszeiten Zoologischer Garten Berlin
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Berlin WelcomeCard

Deutschlands beliebteste Städtekarte besteht aus zwei praktischen Einzelteilen: Dem neuen Berlin WelcomeCard Ticket, das erstens freie Fahrt in den Bussen und Bahnen der Hauptstadt und zweitens zahlreiche Ermäßigungen bei den attraktivsten touristischen wie kulturellen Highlights der Metropole gewährt. Ergänzt wird dieses Ticket ab sofort durch einen handlichen, zweisprachig auf Deutsch und Englisch gehaltenen Berlin-Guide im Format A6, der Orientierung und Information bietet.

Welche Attraktionen befinden sich rund ums Schloss Charlottenburg? Wie und wo lässt sich am besten der Geschichte Berlins auf die Spur kommen? Was gibt es am Potsdamer Platz zu entdecken? Fragen wie diese werden schnell beantwortet, denn die mehrfarbige Broschüre ist in übersichtliche Rubriken gegliedert, listet die Top-Sehenswürdigkeiten auf und enthält sowohl eine Darstellung des Streckennetzes von S- und U-Bahn als auch Stadtplanausschnitte.

Mit mehr als 150 spannenden Partnern aus den Bereichen Stadterkundung, Museen und Attraktionen, Bühne, Gastronomie und Wellness bietet die weiter optimierte Berlin WelcomeCard vielfältige Gelegenheiten, bei der Hauptstadterkundung von günstigen Sonderkonditionen zu profitieren. Von A wie "Alter-Fritz-Erlebnistour" bis Z wie "Zoologischer Garten und Aquarium" ermöglichen alle Anlaufstellen, die im dazugehörigen Guide aufgelistet und eingezeichnet sind, beim Vorweisen des Berlin WelcomeCard Tickets vorteilhafte Ermäßigungen von mindestens 25 Prozent.

Das "all-in-one" Erlebnisticket fürs Fahren, Sparen und Erleben ist in verschiedenen Varianten erhältlich, so dass sich Reisende für die Option entscheiden können, die am besten zu ihren individuellen Reiseplänen passt: Die Berlin WelcomeCard gibt es für 48 oder 72 Stunden oder 5 Tage, für Mobilität ausschließlich im Berliner Stadtgebiet (AB) oder im gesamten Tarifbereich ABC inklusive Potsdam. Familien profitieren dabei ganz besonders: Bei einigen Angeboten können Erwachsene bis zu drei Kinder unter 14 Jahren kostenfrei mitnehmen.

Weitere Informationen unter www.visitberlin.de.

Currywurst Museum- Berlin

Mitmach-Museum rund um Berlins First Lady

Sie ist eine Art Regionalheiligtum und wird von ihren Fans heiß verehrt: die Currywurst. Aber wer hat sie eigentlich erfunden? Und serviert man sie nun? Im Janzen oder jeschnitten, mit oder ohne Currypulver? 2009 bekam das kulinarische Wahrzeichen von Berlin ein eigenes Museum - standesgemäß direkt in Berlin-Mitte.

In diesem Museum geht's wirklich um die Wurst, unübersehbar. Gleich am Eingang lächelt an manchen Tagen freundlich eine mannsgroße Plüschcurrywurst, geschnitten, versteht sich. Sie arbeitet als Maskottchen im "Deutschen Currywurst Museum". Folgen Besucher der First Lady der Imbissbuden, betreten sie eine interaktive Erlebniswelt. In der Gewürzkammer erfahren sie, woraus das Currypulver besteht. Riechorgeln verströmen exotische Düfte. Aus großen roten Ketchupflaschen-Lautsprechern kommen Currywurst-Songs und wer sich ausruhen möchte, findet ein einmaliges Ruhemöbel vor: das Wurstsofa. Wurstfarben!

800 Millionen Currywürste pro Jahr

Nach Angaben der Museumsleitung werden unglaubliche 800 Millionen Currywürste pro Jahr in Deutschland gefuttert, 70 Millionen allein in Berlin. Das sind in der Hauptstadt mehr als 190.000 - jeden Tag. Ein Glück, dass es Herta Heuwer am 4. September 1949 in ihrer Imbissbude so langweilig war. Sie kochte eine Sauce aus Paprikaschoten, Tomatenmark und allerlei Gewürzen, kippte sie über eine Wurst - erfunden war das Meisterwerk. Zehn Jahre später ließ sie ihre Saucenkreation "Chillup" beim Patentamt eintragen. In ihrer simulierten Wohnküche können Museumsbesucher heute nachempfinden, unter welchen Bedingungen die Currysauce in den Nachkriegsjahren entstand.

Inzwischen gibt's an jeder Ecke Currywurst. Zu den Kultbuden in Berlin zählen "Curry 36" oder "Konnopke's Imbiß". Imbissinsider diskutieren gern über die besten Wurstdealer der Stadt und die Glaubensfragen des Konsums: "Curry mit" oder "Curry ohne"? Gemeint ist der Wurstdarm. Rote oder braune Sauce? Warme oder kalte?

Im Museum am Checkpoint Charlie wird noch eine ganz neue Variante serviert, die "Currywurst in the Cup", im Pappbecher. Eine Probierportion ist im Eintrittspreis enthalten. Und obwohl's paradox klingt: Inzwischen gibt's die Currywurst auch vegetarisch.

Stasimuseum- Berlin

Schaltstelle der Macht, Zentrum der Bürokratie

Der Feind hört mit! Das Berliner Museum über die Stasi ist nichts für Paranoide. Im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit dreht sich alles um den DDR-Geheimdienst. Wo früher 8.000 Informanten und Spione arbeiteten, können Besucher heute die Büros von Erich Mielke besichtigen.

Haus 1 des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ist Teil eines monumentalen Komplexes, der sich über zwei Quadratkilometer erstreckt. Er war zu DDR-Zeiten schwer bewacht und hermetisch abgeriegelt. Heute können Besucher einfach zum Haupteingang hineinspazieren und sich die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" ansehen. Die Öffnung des MfS für Besucher hat eine dramatische Vorgeschichte: Am 15. Januar 1990 stürmten Bürger das Gebäude, um die Vernichtung von Stasi-Akten zu verhindern. Eine Woche später beschloss ein Gremium aus Vertretern der SED-Diktatur und von Bürgerrechtsgruppen, im Haus 1 eine Gedenk- und Forschungsstelle einzurichten.

Etagenweise durch die Geschichte

Herzstück des Museums ist die original erhaltene Etage Erich Mielkes, der die Stasi in den 50ern aufbaute und bis 1989 leitete. Seine Büros, nüchtern ausgestattet, sind seit der Auflösung der DDR unverändert. Doch wie arbeitete die Stasi eigentlich, um die gesamten Bevölkerung zu kontrollieren und zu bespitzeln? Die dritte Etage des Museums beleuchtet, wie die insgesamt 91.000 Mitarbeiter sich Informationen beschafften, Akten anlegten und das alltägliche Leben in der DDR beeinflussten. Versteckte Fotoapparate (zum Beispiel im Vogelhäuschen) und getarnte Abhörmikrophone illustrieren die technische Raffinesse des Geheimdienstes. Und mittendrin: der rote Koffer, in dem Mielke Informationen über Partei- und Staatschef Honecker sicher verwahrte.

Ohne Stasi-Akten

Wer wissen will, ob es in den Archiven eine Akte über ihn gibt, der ist hier allerdings nicht ganz richtig. Die berüchtigten Stasi-Akten werden in Haus 7 und vielen Außenstellen gelagert. Immerhin: Antragsformulare für die private Akteneinsicht erhalten Sie auch an der Kasse des Stasimuseums. Auf die Genehmigung müssen Sie allerdings ein halbes Jahr warten - das Ende der DDR war leider nicht das Ende der Bürokratie.

Adresse Stasimuseum Berlin
Ruschestraße 103/Haus 1, 10365 Berlin

Öffnungszeiten Stasimuseum Berlin
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

NIVEA Haus- Berlin

NIVEA Haus: Blaupause in der Hauptstadt

Wir kennen sie alle seit unserer Kindheit – die dicke, schwere Creme aus der runden Dose. In Berlin betreibt Beiersdorf sein weltweit drittes NIVEA-Haus. Auf 500 Quadratmetern können sich Berliner und Touristen spontan massieren oder stylen lassen.

Wellness beim Shopping – wie famos ist das denn? Absolut. NIVEA hat es vielleicht nicht erfunden, aber einen der schönsten Mal-eben-kurz-verwöhnen-lassen-Hotspots in der Hauptstadt geschaffen. Direkt an der Flaniermeile Unter den Linden, Ecke Friedrichstraße, können Sie ganz ohne Termin vorbeikommen. Pediküre, Maniküre und Make-up dauern in etwa 40 Minuten. Für spezielle, längere Anwendungen machen Sie am besten telefonisch einen Termin aus. Ein absoluter Quickie-Klassiker ist der Latte Massagio, bestehend aus entspannender Nackenmassage und einem Käffchen. Zwölf Minuten für 12 Euro – fairer Berlin-Preis.

Ob Berliner oder Tourist, mit loungiger Musik bietet das NIVEA Haus das perfekte Ambiente für den Schönheitskick to go, für eine Auszeit mit der besten Freundin oder ein auflebendes Feierabend-Rendezvous mit dem Partner. Träumen Sie schon mal bei der hawaiianischen Lomi Lomi Massage von Ihrem nächsten Urlaub oder bei einer "Vorfreude"-Massage von Ihrem Nachwuchs. Der muss allerdings schon angesetzt sein.

Vor Berlin hatte Beiersdorf am Stammsitz in Hamburg den ersten Kurzzeit-Wellness-Tempel eröffnet. Nahe dem Alster-Haus wurde zwei Jahre getestet, ob so ein Flasgshipstore mit eigenen Artikeln, Massagen, Kosmetik- und Haarbehandlungen läuft. Tut es. Und so kam als zweiter Standort Dubai, schließlich Berlin hinzu. Ruhepole in brodelnden Metropolen.

Adresse NIVEA Haus Berlin
Unter den Linden 28, 10117 Berlin

Öffnungszeiten NIVEA Haus Berlin
Infos zu den Öffnungszeiten finden Sie hier

BWSG-Spree-Citytour

Mit dem Cabrioschiff durch das Herz von Berlin

Ein Badewannenentchen bräuchte fünf Tage, um sich auf der Spree quer durch Berlin treiben zu lassen.* Hauptstadtbesucher sind da schneller. Sie steigen ins Schiff und schippern in einer Stunde ganz gemütlich durchs Herz von Berlin. Leinen los für eine Stadtbesichtigung vom Wasser aus.

Tour A: City-Spreefahrt

Zehnmal am Tag legen die Schiffe zur einstündigen Rundtour ab. Besucher haben die Wahl zwischen der "MS Belvedere" und dem Cabrioschiff "BärLiner". Die Route liest sich wie das Register eines Reiseführers: zuerst der Dom, gegenüber der Fernsehturm, vorbei am Nikolaiviertel bis zur Schleuse. Dann die Museumsinsel, kurz darauf das Promi-In-Lokal "Grill Royal". Links der "Tränenpalast" an der früheren DDR-Grenze. Weiter zum Regierungsviertel mit Reichstag und "Waschmaschine" (Bundeskanzleramt), dann zum Hauptbahnhof - und zurück.

Tour B: East-Side-Tour

Diese 2,5-Stunden-Tour führt direkt an der ehemaligen Grenze entlang. 1.316 Meter Berliner Mauer stehen noch am Spreeufer, bunt angemalt von Künstlern - die East-Side-Galerie. Dann geht's weiter ostwärts, zu den ultramodernen Bauten des Millionenprojekts Media-Spree, dem Badeschiff und der 30-Meter-Skulptur "Molecule Man". Die Stationen der Tour A sind mit dabei.

Tour C: ArchitekTour

Wer sich für Architektur interessiert, sollte hier an Bord gehen. Zuerst geht's eine Stunde mit dem Schiff durch Berlin, dann folgt eine 1,5-stündige Führung an Land. Ein Stadtführer erklärt die architektonischen Besonderheiten.

Adresse BWSG-Spree-Citytour
Alte Börse, Burgstraße 27, 10178 Berlin-Mitte

Informationen zu den verschiedenen Abfahrtszeiten finden Sie hier.

* Die Spree fließt übrigens 44 Kilometer durch Berlin, mit schlappen 9 Zentimetern pro Sekunde. Das sind 0,3 km/h. Deshalb bräuchte das Entchen auch 135 Stunden …

Waldbühne- Berlin

Waldbühne Berlin: Spektakuläres Amphitheater der Moderne

Die Berliner Waldbühne am Rande des Olympiaparks gilt als eine der schönsten Freilichtbühnen Europas. Erbaut 1936 nach den Vorbildern der Antike, ist ihre außerordentliche Akustik bis heute ihr Markenzeichen. Ob Pop, Rock oder Klassik genießen Sie die einzigartige Atmosphäre bei einem Open-Air-Konzert in der Hauptstadt!

Die Waldbühne gehört zum von den Nationalsozialisten gebauten Olympia-Komplex. Sie wurde zunächst als Freiluft-Kino und Boxkampfstätte genutzt und machte sich ab den 1960ern einen Namen als Konzertadresse. Als die Stones 1965 anreisten, nahm die Septembernacht einen legendären Lauf– die Atmosphäre kochte derart hoch, dass die Waldbühne am Ende komplett zerlegt wurde und das Konzert mit Polizei-Einsatz beendet wurde. Bis über ihre Renovierung 1969 hinaus blieb das Gelände weitgehend ungenutzt. In den 70er Jahren erhielt die Location ihr charakteristisches Zeltdach über der Bühne. Bis heute begeistern hier angesagte Pop- und Rockkünstler. Ein Riesen-Highlight sind die Waldbühnenkonzerte der Berliner Philharmoniker, die hier jedes Jahr traditionell ihre Konzertsaison beschließen. Für Familien ist das Taschenlampenkonzert immer ein besonders schöner Ausklang des Sommers.

Lage, Anfahrt

Die Waldbühne befindet sich im Berliner Westend in Charlottenburg-Wilmersdorf, am westlichen Ende des Olympiaparks, etwa 7 Kilometer vom Kurfürstendamm entfernt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Fahren Sie mit der Straßenbahn S 5 bis zur Haltestelle Berlin-Pichelsberg, sie liegt nur eine Station vom Olympiastadion entfernt. Von hier aus sind es nur noch ca. 650 m zur Waldbühne, was 5 - 10 Gehminuten entspricht.

Kapazität

Auf den drei Rängen der Waldbühne haben 22.290 Zuschauer Platz (19.640 Sitzplätze, 2.650 Stehplätze im Innenraum). Der Höhenunterschied zwischen der ersten und der letzten Reihe beträgt 30 Meter. Die bewaldete Böschung hinter der Bühne dient als optische und akustische Begrenzung.

Adresse Waldbühne Berlin
Glockenturmstraße 1, 14053 Berlin

Entfernung zum Spar mit!-Hotel
NH Berlin Alexanderplatz: ca. 15 km

Ausstellungen zum Mauerfall- Berlin

Der Alltag in der DDR: Das DDR Museum zeigt in seiner Dauerausstellung den Alltag eines vergangenen Staates zum Anfassen, das Leben im Sozialismus. Besucher sind eingeladen, in unterschiedlichen Themenbereichen ihr Wissen zu erweitern, Klischees zu überdenken und Geschichte hautnah zu erleben. Dazu werden die Exponate des Museums nicht nur klassisch in Vitrinen ausgestellt. Alles wartet darauf, angefasst und erlebt zu werden: Schubladen aufziehen, Schränke öffnen, hineinfassen, stöbern, entdecken.

Adresse DDR Museum Berlin
Karl-Liebknecht-Straße 1, 10178 Berlin

Öffnungszeiten DDR Museum Berlin
täglich 9.00 - 21.00 Uhr

Die DDR und die Berliner Mauer: Die Dauerausstellung über die Berliner Mauer gibt es bereits seit Eröffnung des Museums, die kurz nach der Errichtung der Berliner Mauer stattfand. Sie zeigt die Geschichte der wohl am strengsten bewachten Grenze der Welt. In den Räumen können Sie auch Originalobjekte betrachten, die während der Fluchten aus der DDR zum Einsatz kamen - von Fluchtautos zu Heißluftballons, von selbst gemachten Mini-U-Booten zu täuschend echten Surfboards.

Adresse Mauermuseum Berlin
Friedrichstraße 43-45, 10969 Berlin

Öffnungszeiten Mauermuseum Berlin
täglich 8.00 - 22.00 Uhr

Adresse Asisi Panometer Berlin
Am Checkpoint Charlie, Friedrichstraße 205, 10117 Berlin

Öffnungszeiten Asisi Panometer Berlin
täglich 11.00 - 18.00 Uhr

Asisi Panometer: Yadegar Asisis Panorama über das geteilte Berlin zeigt einen künstlerisch verdichteten Blick auf die Zeit des Kalten Krieges. Präsentiert wird der Alltag mit der Berliner Mauer an einem fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren. Das Panorama zeigt, wie banal alltäglich und subtil grausam zugleich die Normalität der geteilten Stadt war.

Admiralspalast Berlin

Der Admiralspalast gehört zu den bekannten Theater-, Musik- und Schauspielstätten in Deutschland. Nach seiner Schließung im Jahr 1997 wurde der denkmalgeschützte Bau umfassend saniert, behutsam modernisiert und im August 2006 mit der Premiere der "Dreigroschenoper" in Berlin neu eröffnet. Gala-Veranstaltungen mit aufwändigen Bühnenbildern, erfolgreiche Theaterstücke, Konzerte und Musicals gehören ebenso zum vielfältigen Programm des traditionsreichen Hauses wie Comedy-Shows, Kabarette oder Kurzfilmfestivals. Im großen Saal, der weitgehend historisch erhalten wurde und dessen Glanzpunkt der riesige Kronleuchter ist, finden bis zu 1.750 Personen Platz. Darüber hinaus gibt es in der vierten Etage noch ein Studio mit Bühne.

Adresse Admiralspalast Berlin
Friedrichstraße 101, 10117 Berlin

Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Wo gibt's die beste Wurst?- Berlin

Konnopke

Der älteste Imbiss Berlins am Prenzlauer Berg ist seit den 30er Jahren ein Begriff und hat bundesweit Kult-Status

Adresse Konnopke Berlin
Schönhauser Allee 44B, 10435 Berlin

Öffnungszeiten Konnopke Berlin
Montag - Freitag 11.00 - 17.00 Uhr
Samstag 12.00 - 17.00 Uhr

Curry 36

In Kreuzberg, Mehringdamm 36, gibt's fast 24 Stunden am Tag die leckere Wurst mit eigener Sauce satt.

Adresse Curry 36 Berlin
Hardenbergplatz 9, 10623 Berlin

Öffnungszeiten Curry 36 Berlin
täglich 8.00 - 5.00 Uhr

Bier's Kudamm 195

Der Promi unter den Buden. Am Kudamm 195 zwischen Bleibtreu- und Schlüterstraße geht es die ganze Nacht um die Wurst in roter Tunke, die - nobel, nobel - im Porzellanteller serviert wird. Und wo sonst gibt es Champagner zur Wurst?

Adresse Bier's Kudamm 195 Berlin
Kurfürstendamm 195, 10707 Berlin

Witty's

Freunde von Bio-Fleisch schwören "An Witty's Imbissbude am Wittenbergplatz (in Sichtweite zum KaDeWe) gibt's die qualitativ und geschmacklich beste Currywurst".

Adresse Witty's Berlin
Wittenbergpl. 5, 10789 Berlin

Öffnungszeiten Witty's Berlin
Montag - Samstag 10.00 - 24.00 Uhr
Sonntag 11.00 - 24.00 Uhr

Bergmann Curry

Damit auch die Freunde veganer Kost nicht auf dieses typischste aller Berliner Highlights verzichten müssen, hat in der Bergmannstraße 88 ein Imbiss abhilfe geschaffen. Die "Extra Wurst" gibt es in Kreuzberg, zusammen mit der "Board of Pain" und ihren zahlreichen extrascharfen Chilisaucen.

Adresse Bergmann Curry Berlin
Bergmannstraße 88, 10961 Berlin

Öffnungszeiten Bergmann Curry Berlin
täglich 12.00 - 20.00 Uhr

Wintergarten- Berlin

Wintergarten Berlin: Das "schönste Varieté Europas"

Das Theater verströmt mit seinem anmutigen Inneren aus dunkelrotem Samt, edlem Holz und Sternenhimmel einen wundervollen Charme und Glanz längst vergangener Zeiten und erinnert dabei an die glamourösen 1920er Jahre.

Die Geschichte des Varietétheaters reicht zurück bis 1880. Zu Beginn war der damals sogenannte "Jardin de Plaisanterie" bzw. Wintergarten zur Unterhaltung der Gäste des dazugehörigen Hotels gedacht. 1895 fand hier mit der Premiere des Kinemateographen die Geburtsstunde des Deutschen Kinos statt. 1944 wurde das Varieté durch einen Bombenangriff zerstört und zurück blieb nur die Legende des faszinierenden Veranstaltungsortes. 1992 wurde die Neueröffnung des Wintergartens gefeiert. Mittlerweile ist das Theater mit seinen unterschiedlichen Shows wieder ein berühmtes Publikumsmagnet.

Der Wintergarten Berlin begeistert mit einem aufregenden Angebot von Show, Musik, Akrobatik und Tanz. Künstler wie Meret Becker und Max Raabe sowie internationale Stars oder auch Newcomer der Varieté-Szene sind gerne Teil des spritzigen Geschehens des Wintergartens.

Adresse Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin

Öffnungszeiten Wintergarten Berlin
Theaterkasse im Zauberladen Montag – Freitag 11.00 – 18.00 Uhr

City Circle Bigtic Tour- Berlin

City Circle Big Tic Tour: Best of Berlin

Es ist die perfekte Stadtrundfahrt, um Berlins angesagte Kieze und klassische Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Zu den Highlights gehören der Potsdamer Platz, der Alexanderplatz, die East Side Gallery und Berliner Mauer. Sie können an 26 Haltestellen jederzeit aus- und wieder zusteigen. Während der Fahrt informiert ein Audioguide in 20 Sprachen.

Die City Circle Big Tic Tour ist eine Kombination aus der City Circle Yellow Tour und der City Circle Purple Tour - anlässlich 25 Jahre Mauerfall. Die gelbe Route hat 18 Haltestellen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wie z. B. Museumsinsel, Ku'damm, Schloss Charlottenburg und Brandenburger Tor. Die lila Route hat 12 Haltestellen und führt Sie in die Szeneviertel der Stadt, wie dem Prenzlauer Berg oder Kreuzberg, außerdem an die East Side Gallery, die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und den Mauerpark. So genießen Sie entspannt das Berliner Flair und erfahren im wahrsten Sinne des Wortes die eindrucksvollsten Veränderungen der letzten 25 Jahre. An allen Stationen können Sie aus- und auch wieder einsteigen. Ab Alexanderplatz und am Hauptbahnhof gibt es die Möglichkeit, zwischen den beiden Linien zu wechseln. Das Ticket gilt für 2 Tage.

Inklusive

  • 26 Haltestellen, z. B. Potsdamer Platz, Alexanderplatz, East Side Gallery, Mauerpark, Gedenkstätte Berliner Mauer
  • Kostenlose Einweg-Kopfhörer
  • Kostenloser Stadtplan
  • Kostenloses Wifi an Bord
  • Audioguide in 20 Sprachen
  • Kinderkanal auf Deutsch und Englisch

Den Haltestellenplan können Sie als PDF herunterladen.

Adresse City Circle Bigtic Tour
Kurfürstendamm 216, 10719 Berlin

Abfahrstzeiten City Circle Bigtic Tour
täglich 9:30 - 17.00 Uhr, Abfahrten alle 10 -20 Minuten

Currywurst

Angela Merkel soll sie lieben, Gerhard Schröder hat sich für sie scheiden lassen (seine Ex-Frau ist Vegetarierin), Herbert Grönemeyer hat sie besungen: Die Rede ist von der Currywurst. Doch nicht irgendeine. Es geht um die echte, die einzig wahre - die Berliner Currywurst.

"Mit oder ohne?" - das ist die Frage aller Fragen. Wollen sie das Original, dann bestellen sie "ohne" (Darm). Die typische Beilage ist ein kleines Brötchen, mit dem sich die Sauce besonders gut tunken lässt - immerhin besser als fettige Pommes...

Zwar machen ihr Döner und Hamburger seit Jahren große Konkurrenz, doch die Currywurst gehört zu Berlin wie das KaDeWe und das Brandenburger Tor. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche. In der Hauptstadt ist es geradezu ein Verbrechen, wenn normales Ketchup verwendet wird. Wenn man hier zur Crème de la Crème der Imbissbuden gehören möchte, muss man eine selbst erfundene Currywurstsauce haben.

So wie einst Herta Heuwer. An sie erinnert in Charlottenburg eine Gedenktafel, denn sie gilt als die Erfinderin der deftigen Kalorienbombe. Die Besatzungsmächte hatten einst ihre Lebens- und Essgewohnheiten ins Deutschland der Nachkriegszeit mitgebracht. Bei den Amerikanern war Steak mit Ketchup sehr beliebt. Herta Heuwer und ihr Mann ersetzten das damals sehr teure und schwer zu beschaffende Steak aber durch eine Berliner Dampfwurst. Da Ketchup damals in Deutschland noch unbekannt war, wurde eine eigene Sauce aus Tomatenmark und Gewürzen gemischt. Fertig war das Steak des kleinen Mannes!

In einem alten Imbisswagen eröffnete Herta Heuwer ihr erstes Geschäft. Ihren späteren Stand an der Kaiser-Friedrichstraße, Ecke Kantstraße - eine Berliner Institution - nannte sie stolz "Erste Currywurstbraterei der Welt". Ihre Sauce kam groß heraus: Heuwer meldete ihre Erfindung 1959 unter dem Namen "Chillup" (aus "Chili" und "Ketchup") als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt an. So wurde Herta Heuwer die offizielle Erfinderin der Berliner Currywurst. Den Tag der "Schöpfung" beschrieb sie einmal so: "Es war in einer regnerischen Herbstnacht des Jahres 1949, am 4. September. Es goss kleene Kinderköppe, keen Mensch war an meiner Bude. Aus Langeweile rührte ich Gewürze mit Tomatenmark zusammen. Und es schmeckte herrlich."

CityTourCard- Berlin

Die Berlin CityTourCard ist zwei in einem: Fahrschein, gültig für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und Vorteilskarte für die Nutzung von Rabatten bis zu 50% bei vielen touristischen Attraktionen.

Es gibt die Möglichkeit mit der Berlin CityTourCard 48 Stunden lang das Berliner Stadtgebiet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus) zu erkunden und die Angebote der touristischen Partner, z. B. bei Sehenswürdigkeiten, Museen, Stadtführungen und Bühnen, wahrzunehmen. Die CityTourCard ist auch für 72 Stunden oder 5 Tage erhältlich.

Die zur Berlin CityTourCard gehörende Broschüre beinhaltet einen Stadtplan und das Berliner S- und U-Bahnnetz. Außerdem werden die Rabattangebote der verschiedenen Partner in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch präsentiert.

Ermäßigungen

  • 15 % auf eine Stern- und Kreisschifffahrt
  • 15 % auf den Eintritt ins DDR Museum
  • 25 % auf den Eintritt ins Madame Tussauds
  • 25 % auf Tickets des Berliner Fernsehturms
  • 30 % auf den Eintritt ins Berlin Dungeon
  • u.v.m.

Pizzeria Portofino- Berlin

Portofino: Berlins ältester Italiener

Es gibt ein paar hundert Italiener in Berlin (gemeint sind die Restaurants), aber einer war als erster da: Pino Chisari kam 1964 aus dem sizilianischen Dorf Vizzini in die Millionenstadt und gründete das "Ristorante-Pizzeria Portofino". Damals war seine Pizza noch eine echte gastronomische Neuheit, in Westberlin aß man eher Buletten, Bratkartoffel oder Bockwürste.

Trotz des Pionierstatus' wird keinerlei Show gemacht. Es herrscht eine familiäre, gemütliche Atmosphäre, hier kommt noch gute, ehrliche Küche zu fairen Preisen auf den Tisch. Neben den Pasta-Klassikern gibt's Fisch und Fleisch und einige sizilianische Spezialitäten. Auch hat man ein besonderes Faible für Spanferkel. Doch am Beliebtesten sind wie vor 50 Jahren die Pizza-Spezialitäten aus dem Steinofen, mit knusprigem, dünnen Teig und ohne falschen Geiz belegt. Woran wird ein Italiener außer am perfekten Pizzaboden noch gemessen? Si, am Hauswein und Tiramisu. Beides eccelente im Portofino.

Juppi-Chic nicht nötig

Der Gründer lebt mittlerweile im Ruhestand in Spanien, das Restaurant des Pizza-Pioniers aber ist munter und quicklebendig wie vor fünf Jahrzehnten. Im "Portofino" bleibt man auch unter dem neuen Pächter der Tradition treu und bietet den Gästen den Gegenentwurf zum "Schicki-Micki-Italieners". Nichts Aufgetsyltes, die Einrichtung ist fast unverändert wie in den 60er und 70er Jahren, etwas nostalgisch anmutend und urgemütlich. Das eigentliche Portofino ist übrigens ein Fischerdorf, das an der italienischen Riviera südöstlich von Genua liegt. Aber auch dort längst zu viel High Society. Lieblingsitaliener ist immer der, wo man auch ungeschminkt im Schlabberpulli hingeht. Charlottenburg hat so einen. Buon appetito!

Adresse Restaurant Portofino
Kantstraße 63, 10627 Berlin

Öffnungszeiten Restaurant Portofino
täglich 12.00 - 23.00 Uhr

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