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Urlaub in Dresden: Flanieren an der Elbe

Was Dresden so einzigartig und so sehenswert macht, lässt sich nicht in ein Wort fassen: Die Stadt, die im 18. Jahrhundert dank der Pracht- und Prunksucht August des Starken eine der schönsten Städte Europas war, steht heute wieder in voller Blüte da.

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Dresden: Städtereise in die Barockstadt

Flanieren in einer der schönsten Städte Europas

Was Dresden so einzigartig und für über sieben Millionen Touristen im Jahr so sehenswert macht, lässt sich nicht in ein Wort fassen: Die Stadt, die im 18. Jahrhundert dank der Pracht- und Prunksucht August des Starken eine der schönsten Städte in Deutschland und Europa war, steht heute wieder in voller Blüte da.

Dresden, die Barockstadt: Im Jahre 1720 erließ ein Gouverneur namens Graf Wackerbarth ein Baureglement für die Stadt, das sie bis heute prägen sollte. In wenigen Jahrzehnten entstanden mit Zwinger, den Brühlschen Terrassen, Hof- und Frauenkirche weltberühmte architektonische Meisterwerke.

Zwischen 1871 und 1878 ließ Gottfried Semper die nach ihm benannte, weltbekannte Oper folgen. Es war übrigens sein zweiter Versuch. Die erste Oper, ebenfalls von ihm konzipiert, war 1869 abgebrannt.

Überhaupt Dresden, die Kulturstadt: Neben der Semperoper hat die Stadt weitere Highlights von Weltformat. Da sind vor allem die Bilder, Plastiken und Kunstschätze in den Galerien "Alter Meister" im Zwinger und in den Galerien "Neuer Meister" im Albertinum bei den Brühlschen Terrassen. Caspar David Friedrich, ein großer Sohn der Stadt, ist bei den Neuen Meistern prominent vertreten, Rubens, Rembrandt und viele andere bei den Alten. Und natürlich Raffael: Seine Sixtinische Madonna mit den kleinen, frechen Engeln am unteren Bildrand ist eines der berühmtesten Gemälde der Geschichte überhaupt.

In Dresden isst man gut, deftig und gerne süß. Die "Quarkkeulchen" sind als Dessert ein Hit, der Christstollen ist ein Exportschlager. In der Altstadt, vor allem in der Münzgasse, gibt es eine rege Kneipen- und Cafészene. Absolutes Highlight im Winter ist der Striezelmarkt.

Zum Besuch in Dresden gehört auch eine Fahrt mit dem Elbschiff. Die Mississippi-Raddampfer bilden die größte Flotte ihrer Art in Europa. Klassischerweise fährt man die Elbe hinauf nach Schloss Pillnitz, zur herrlichen Sommerresidenz des starken August. Ernst zu nehmenden Gerüchten zu Folge sollen hier, in den Gemächern des Schlosses, aber auch draußen im Lustgarten, eine ganze Reihe seiner vielen Nachfahren entstanden sein...

(Dresden-Fotos: DWT/Dittrich)

Frauenkirche- Dresden

Am 30. Oktober 2005 blickte die Welt auf Dresden, als die Frauenkirche nach zehn Jahren Restaurationsarbeiten eingeweiht wurde. Fast 250.000 Menschen feierten in den ersten drei Tagen das Fest der Weihe in und an der Dresdner Frauenkirche.

Die Freude über die Auferstehung des Gotteshauses, Wahrzeichen Dresdens, war riesengroß. Glanzvolle Konzerte, besinnliche Gottesdienste und freie Besichtigungen ermöglichen es jedem, die Frauenkirche hautnah zu erleben.

Der Ursprung des protestantischen Kuppelbaus geht auf die kleine romanische Kirche "Zu unserer lieben Frau" aus dem 11. Jahrhundert zurück. Diese über die Jahre mehrfach umgebaute Kirche entsprach durch ihren Bauzustand und ihre Größe nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit.

So fällte der Rat der Stadt 1722 den Beschluss, eine neue Kirche zu bauen. Mit der Planung wurde der Ratszimmermeister und Architekt George Bähr beauftragt. Nach vier Jahren Planung wurde sein Entwurf am 26. Juni 1726 von der Stadt genehmigt. Finanziert wurde der Bau vorwiegend aus Spenden der Dresdner Bürger.

Am 28. Februar 1734 wurde der Innenraum mit einer großen Feier geweiht. Der Weiterbau der äußeren Kirche wurde zunächst aufgeschoben. Zu dieser Zeit veröffentlichte George Bähr seinen Plan, die Kuppel massiv aus Stein zu bauen. Dies stieß aber zunächst auf erhebliche Bedenken. Doch Bähr hatte einen mächtigen Fürsprecher in August dem Starken, dem sächsischen Herrscher. Aber es gab einen zweiten guten Grund für die Dresdner, die Kuppel aus Stein zu fertigen. Die Bedachung in Kupfer war teurer als der Sandstein, den man direkt vor den Toren Dresdens gewann.

Am 27. Mai 1743, knapp fünf Jahre nach dem Tod George Bährs, wurde der Monumentalbau schließlich durch Aufsetzen eines Kuppelkreuzes vollendet. Das Besondere an dem Entwurf von Bähr war nicht nur die komplett steinerne Kuppel - dies hat man noch bei zwei anderen Kirchenbauten in Europa (z. B. der Dom von Florenz) - sondern auch die konkave Form der Kuppel, welche an eine Glocke erinnert. Das war einzigartig auf der Welt und brachte dem Gebäude den Namen "Die Steinerne Glocke" ein (das Originalbild ist in der Gemäldegalerie "Alte Meister" zu sehen).

Die Akustik des Gebäudes war großartig. An der Silbermannorgel versuchte sich 1736 sogar Johann Sebastian Bach, auch er war von den Klangverhältnissen in dem Gebäude begeistert. So wurde die Kirche schon in der Vergangenheit sehr gerne für Konzerte genutzt.

Für mehr als 200 Jahre prägte die steinerne Glocke die Silhouette Dresdens. In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 flogen anglo-amerikanische Geschwader mehrere Angriffe auf Dresden. Tausende Menschen starben. Die genaue Anzahl kann niemand bestimmen, da sich in der Stadt viele Flüchtlinge aufhielten. Neben den menschlichen Tragödien, die sich im Bombenhagel abspielten, hatte der Angriff auch eine verheerende Wirkung auf das barocke Dresden. Fast die komplette Innenstadt wurde zerstört. Viele der barocken Schätze fielen den Flammen zum Opfer.

Die Frauenkirche überlebte den Bombenhagel wie durch ein Wunder. Sie ragte als Hoffnungsschimmer aus den Ruinen. Völlig ausgebrannt löste sich jedoch der Sandstein der inneren Stützpfeiler auf und konnte das Gewicht der Kuppel nicht mehr tragen. Die Frauenkirche stürzte einen Tag nach dem Inferno in sich zusammen. Der Dichter Gerhart Hauptmann schrieb zur Dresdner Bombennacht: "Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens."

Adresse Frauenkirche Dresden
Neumarkt, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Frauenkirche Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Semperoper- Dresden

Dresdens Operntradition reicht bis in die Renaissance zurück. Sie war zunächst eng mit dem kurfürstlichen Hof verbunden, der verschiedene Spielstätten nutzte. 1838 erhielt der Architekt Gottfried Semper den Auftrag, ein repräsentatives Opernhaus am Theaterplatz zu errichten, das jedoch bereits 1869 abbrannte. 1871 bis 1878 entstand der zweite Bau unter der Leitung von Sempers Sohn Manfred im Stil der italienischen Renaissance.

Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Oper zwischen 1977 und 1985 in originalgetreuer Form wieder aufgebaut und erhielt ihre bildkünstlerische Dekoration und Ornamentik zurück. Feinsinnige Architektur und besondere Akustik machen die Dresdner Semperoper zu einem Höhepunkt der Theaterarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Adresse Semperoper Dresden
Theaterplatz 2, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Semperoper Dresden Tageskasse
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Zwinger- Dresden

Vergnügungsviertel für Kunstfans

Einst feierte Kurfürst August der Starke im Zwinger-Garten von Dresden rauschende Hoffeste. Heute steigen hier nur noch selten Partys. Trotzdem: Das 300 Jahre alte Gesamtkunstwerk pulsiert. Täglich strömen hunderte Kunstfans in die Museen, Kinder spielen an den Brunnen und Geschäftsleute genießen hier ihre Mittagspause.

Die meisten Besucher sind überrascht, wenn sie das erste Mal durch eines der Eingangstore treten: Vor ihnen liegt plötzlich ein großer Platz mit Rasen, Blumenrabatten und vier Wasserbassins - das Ganze eingerahmt von verspielten Barock-Pavillons. Ein Fußballfeld würde hier locker reinpassen….

Der ehemalige Hausherr, Sachsens Kurfürst August der Starke, hatte ursprünglich sogar noch Größeres vor: Das Festgelände sollte eine Art Vorgarten für sein neues Elbschloss werden. Deshalb ließ Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann die Seite zur Elbe offen. Ein neues Schloss gab's nie, und erst über 100 Jahre später baute Gottfried Semper die offene Seite zu. Deshalb sieht der Semperbau (127 Meter breit) auch ganz anders aus.

Er beherbergt heute die berühmte Gemäldesammlung "Alte Meister". Im Zwinger finden Gäste außerdem eine Porzellansammlung mit 20000 Exponaten und den Mathematisch-Physikalischen Salon. Keine Angst, gestrenge Mathelehrer lauern hier nicht auf "Opfer". Besucher können uralte wissenschaftliche Instrumente anschauen, Himmelsgloben, historische Uhren, Rechenmaschinen.

Versteckt in einer Ecke plätschert Wasser. Das Nymphenbad mit seinen (Akt)-Figuren zählt zu den schönsten barocken Brunnenanlagen der Welt. Wer hier einen Moment innehält und lauscht, der wird einen ganz besonderen Zauber spüren. Romantisch ist es auch am anderen Ende des Innenhofes: Dort erklingt regelmäßig ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan.

Und warum heißt der Komplex Zwinger? Im Mittelalter wurde so ein Teil zwischen äußerer und innerer Festungsmauer genannt. Diese Funktion erfüllte der Zwinger aber nie. Das erste Gebäude war die Orangerie. Jetzt, 300 Jahre später, wird sie wiederbelebt: 80 italienische Bitterorangenbäumchen kommen zurück ins schöne Elbflorenz.

Adresse Zwinger Dresden
Sophienstraße, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Zwinger Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Brühlsche Terrasse- Dresden

Der Prachtbalkon von Dresdens Altstadt

Die Altstadt von Dresden ist so schick, dass sie sich sogar einen eigenen Prachtbalkon leistet. Auf der Brühlschen Terrasse können Besucher flanieren und "konditern", aber auch Brücken zählen, Schiffsnamen entziffern und Sachsens Landespolitiker aus weiter Ferne sehen.

Wer die Aussicht genießen will, muss erstmal rauf. Ein Fahrstuhl ist zwar in Planung, aber vorläufig heißt es: Treppen steigen. 41 sind's über die große Freitreppe am Schlossplatz. Die vier Bronzefiguren an deren Ecken symbolisieren die Tageszeiten Morgen, Mittag, Abend und Nacht.

Unter einem akkurat geschnittenen Blätterdach hindurch geht's auf Dresdens berühmte Elbpromenade. Der "Balkon Europas" ist 500 Meter lang und liegt bis zu 10 Meter hoch. Ihm zu Füßen fließt die Elbe. Weiß-grüne Raddampfer starten hier zu Rundfahrten.

Der Name Brühlsche Terrasse geht auf den Grafen Heinrich von Brühl zurück, der auf Dresdens alter Stadtbefestigung ab 1739 mehrere Prachtbauten errichten ließ. Seine Gebäude existieren nicht mehr. Im Ständehaus an der Freitreppe tagt heute das Oberlandesgericht. Weiter östlich steht die Kunstakademie, die viele Dresdner nur "Zitronenpresse" nennen. Wer mal zum Dach guckt, weiß, warum.

Bei der traumhaften Aussicht sollten Gäste im Freiluft-Café "konditern" gehen. Das ist sächsisch und heißt: Kuchen futtern. Und bei einem Stück Eierschecke im "Vis-á-Vis" gibt's zwei kuriose Legenden.

Die erste: Im Metallgeländer ist ein tiefer Daumenabdruck zu sehen. Angeblich von August dem Starken, eingedrückt mit Bärenkräften. Das Geländer wurde allerdings erst weit nach dessen Tod aufgestellt.

Die zweite Story ist leider auch nicht viel besser: Nachts erscheint bisweilen eine weiß gekleidete Dame und stürzt sich in die Elbe. Es soll der Geist der Geliebten von Graf Brühl sein, die sich hier das Leben nahm. Besagte Opernsängerin starb aber an einer Krankheit - und zwar in Prag.

Da kann man nur hoffen, dass es auf der anderen Elbseite besser läuft mit der Glaubwürdigkeit. Direkt gegenüber steht nämlich das Finanzministerium und rechts daneben die sächsische Staatskanzlei…

Gemäldegalerie Alte Meister- Dresden

Wiedersehen mit (sehr) alten Bekannten

Die meisten Besucher ahnen nicht, dass sie das berühmteste Gemälde der Sammlung schon oft gesehen haben - zumindest den unteren Teil. In Dresdens berühmter Galerie können sie sich auch den Rest anschauen. Und hunderte weitere Meisterwerke, die viele nur als Drucke aus dem Kaufhaus kennen.

Zwei Engelchen mit Flügeln haben die Köpfe aufgestützt und gucken verträumt nach oben. Fast Jeder von uns hat dieses Bild schon einmal gesehen, auf Keksdosen, Postern oder Briefmarken. Es gehört zum berühmtesten Gemälde der Dresdner Galerie "Alte Meister": Die Engel lehnen am unteren Bildrand der "Sixtinischen Madonna" (2,56 m hoch) von Raffael.

Im prachtvollen Goldrahmen hängt das 500 Jahre alte Ölgemälde im Dresdner Zwinger, umgeben von 750 weiteren Meisterwerken des 15. bis 18. Jahrhunderts. Beim Rundgang begegnen Besucher vielen alten Bekannten: der "Schlummernden Venus" von Giorgione, der "Briefleserin" von Vermeer oder der Maria mit Kind in Correggios "Heiliger Nacht".

Dresdens berühmter Canaletto-Blick in Öl

Besonders spannend für Dresden-Liebhaber: die Stadtansichten des venezianischen Malers Bernardo Bellotto, besser bekannt als Canaletto. Seine weltberühmten Gemälde mit dem "Canaletto-Blick" entstanden, als er von der Neustadt-Seite (heute Höhe Hotel Bellevue) Richtung Altstadt schaute. So ein Bild hing früher im Amtszimmer von Erich Honecker, später im Büro des Bundespräsidenten Christian Wulff.

Schon Goethe bestaunte den Kunstschatz

Die Dresdner verdanken ihren Kunstschatz der Sammelleidenschaft von Kurfürst August dem Starken und dessen Sohn. Ihre Agenten kauften vor 250 Jahren in ganz Europa Meisterwerke der Malerei, vorwiegend italienische Renaissance-Gemälde. Die "Alten Meister" beherbergen heute auch die weltgrößte Lucas-Cranach-Sammlung.

Mehr als 500000 Gäste kommen jedes Jahr. Schon der junge Johann Wolfgang Goethe sagte nach einem Galeriebesuch: "Meine Verwunderung überstieg jeden Begriff!" Na dann, tauchen Sie ein in Dresdens Schatzkammer und lassen auch Sie sich "verwundern"!

Adresse Gemäldegalerie Alte Meister Dresden
Theaterplatz 1, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Gemäldegalerie Alte Meister Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Gläserne Manufaktur- Dresden

Gläserne Manufaktur Dresden: Autoproduktion zum Anfassen

Die Gläserne Manufaktur in Dresden ist das perfekte Ausflugsziel für alle Autofans. Hier darf man durch das Werk spazieren und die Produktion eines e-Golfs verfolgen, sich eine Ausstellung über die Geschichte der Elektromobilität bei VW ansehen und kostenlos eine Probefahrt machen.

Schon von Weitem glitzert Besuchern der 40 Meter hohe Glasturm des Dresdner VW-Werkes entgegen. In ihm warten bis zu 280 brandneue e-Golfs auf ihre Abholung. Auch der Rest der Anlage glänzt im Sonnenlicht: Ganze 27.500 Quadratmeter Glasscheiben wurden hier verbaut – willkommen in der Gläsernen Manufaktur Dresden.

Den Mechanikern über die Schulter schauen

Bei einer Führung durch das VW-Werk werden Männerträume wahr, denn hier gibt es Autoproduktion auf Tuchfühlung. Schritt für Schritt begleiten Sie einen künftigen e-Golf entlang der Produktionslinie bis zum fertigen Auto – näher geht es nicht. Karosserien schweben auf Beförderungstrassen durch die Halle, Roboter setzen Türen ein, Mechaniker ziehen Schrauben an und selbstfahrende Transportvehikel flitzen mit Fensterscheiben beladen über den hellen Parkettboden der Manufaktur. Wer selbst mal Hand anlegen möchte, kann das an drei Stationen unter fachkundiger Anleitung tun und so persönlich zur Produktion eines Elektroautos beitragen.

Geschichte unter Strom

Wer übrigens denkt, dass die Elektromobilität ein Phänomen der letzten Jahre ist, hat weit gefehlt. Das erste Elektroauto von VW ist beinahe 50 Jahre alt: Der T2 Elektro-Transporter ist bereits 1972 mit einer Gesamtauflage von 120 Stück vom Band gerollt. Wie sich die Geschichte des Elektroautos weiterentwickelt hat, erfahren Sie in der Ausstellung über E-Mobilität, wo natürlich auch ein original grasgrüner T2 bewundert werden kann.

Freie Fahrt

Für viele das Highlight bei einem Besuch der Gläsernen Manufaktur: die kostenlose Probefahrt mit einem E-Auto von VW. Wer über 21 Jahre alt ist und seinen Führerschein schon mindestens ein Jahr lang besitzt, kann nach einer kurzen Einweisung eine sechs Kilometer lange Runde um den Großen Garten drehen. Damit möglichst viele Leute in den Genuss kommen, dürfen pro Probefahrt bis zu drei Mitfahrer mitgenommen werden. Einzige Bedingung: Sie müssen mindestens zwölf Jahre alt sein.

Vom Produktionsband bis auf die Straße, in der Gläsernen Manufaktur Dresden schauen Sie hinter die (verglasten) Kulissen der Autoproduktion und erleben die ersten Stunden eines e-Golfs. Ein abwechslungsreicher Tag, nicht nur für Autofans.

Adresse Gläserne Manufaktur Dresden
Lennéstraße 1, 01069 Dresden

Öffnungszeiten Gläserne Manufaktur Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Grünes Gewölbe- Dresden

Das Grüne Gewölbe ist das prächtigste Schatzkammermuseum Europas. Es versammelt Meisterwerke der Juwelier- und Goldschmiedekunst sowie Kostbarkeiten aus Bernstein, Elfenbein, Edelsteingefäße und kunstvolle Bronzestatuetten.

Es wurde 1723 von dem sächsischen Kurfürsten und polnischen König August dem Starken (1670-1733) gegründet. In acht Präsentationsräumen war dort erstmals die kostbare Schatzkunst der Renaissance und des Barock aus wettinischem Besitz zu besichtigen.

Das barocke Gesamtkunstwerk aus Kunstobjekt und prachtvoller Präsentation erhielt sich weitgehend unverändert bis in den Zweiten Weltkrieg. Dem Angriff auf Dresden am 13. Februar 1945 fielen drei der acht aufwändig ausgestatteten Räume des Grünen Gewölbes zum Opfer. Die beweglichen Kunstgegenstände befanden sich bereits auf der Festung Königstein im nahe gelegenen Elbsandsteingebirge. Direkt nach Kriegsende wurde die Sammlung von der Trophäenkommission der Roten Armee beschlagnahmt und in die UdSSR abtransportiert. Auf Grund eines Beschlusses der sowjetischen Regierung 1958 konnten sie nach Dresden zurückkehren.

1959 zog das Grüne Gewölbe in Räumlichkeiten des Albertinums ein, da eine Rückkehr in das Dresdner Schloss auf Grund der Kriegszerstörungen unmöglich war. Nach über einem halben Jahrhundert kehrte der erste Teil der weltberühmten Schatzkammer am 8. September 2004 in das Residenzschloss zurück.

Zunächst öffnet das Neue Grüne Gewölbe in der ersten Etage des Westflügels. In moderner Gestaltung werden Johann Melchior Dinglingers Hofstaat des Großmoguls, das Goldene Kaffeezeug, der Kirschkern mit den "186 Angesichtern", die große Elfenbeinfregatte und fantasievolle Perlfiguren neben anderen Kunstwerken von hohem Rang in einer weltweit einzigartigen Ausstellung präsentiert.

Zum Stadtjubiläum 2006 wurde auch das historische Schatzkammermuseum August des Starken in den Gewölben im Erdgeschoss des Westflügels eröffnet. In den historischen Räumen stehen die kostbaren Kunstwerke nicht in Vitrinen, sondern frei auf Konsolen von Schauwänden und auf Prunktischen. Die Besucher können die Pracht der Schatzkammer als barockes Gesamtkunstwerk in seinem schönsten Glanz und hautnah erleben.

Adresse Grünes Gewölbe Dresden
Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Grünes Gewölbe Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Schlösserrundfahrt Dampfschiff- Dresden

Die Schlösserrundfahrt

Genießen Sie die Dampfschifffahrt von Dresden aus stromaufwärts, vorbei an den imposanten Elbschlössern Schloss Albrechtsburg, Lingner Schloss und Schloss Eckberg. Weiter geht die Fahrt unter den "Blauen Wunder" hindurch nach Blasewitz und Loschwitz. Ziel ist Schloss Pillnitz, die Sommerresidenz Augusts des Starken. Hier besichtigen Sie die großzügige Schlossanlage mit dem barocken Lustgarten, dem prachtvollen Wasser- und Bergpalais sowie dem wunderschönen Park. Danach geht's wieder zurück.

Die Geschichte

Die Personendampfschifffahrt auf der Elbe kann auf eine über 170-jährige Geschichte zurückblicken. Am 8. Juli 1836 erhielten zwölf Dresdner Bürger das Privileg zur Dampfschifffahrt im Königreich Sachsen. Kurz danach wurde die Elbdampfschiffahrts-Gesellschaft gegründet.

Der Firmenname wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach geändert. 1910 erhielt die Flotte ihren endgültigen Liegeplatz am Dresdner Terrassenufer unterhalb der Brühlschen Terrasse, 1911 zählte sie bereits 33 Dampfschiffe. Nach 1945 ging der Bestand auf acht Schiffe zurück. In der Zeit der DDR fuhren die Dampfer zuletzt unter der Flagge der "Weiße Flotte Dresden" und danach einer zunächst ungewissen Zukunft entgegen.

Nach dem Kauf der Schiffe von der Treuhand ließ die nun entstandene Sächsische Dampfschiffahrts GmbH Co. Conti Elbschiffahrts KG 1993/94 acht Raddampfer detailgetreu sanieren und historisch rekonstruieren. Damit wurde die Dresdner Raddampferflotte als die älteste und größte der Welt erhalten.

Im Dezember 1999 kaufte die Sächsische Dampfschifffahrt den Personendampfer "Krippen" zurück, der nach seiner Überholung auf der Laubegaster Werft im Sommer 2000 als neunter historischer Raddampfer wieder in die Flotte eingegliedert wurde.

Adresse Abfahrt Schlösserrundfahrt Dresden
Georg-Treu-Platz 3, 01067 Dresden

Abfahrtszeiten Schlösserrundfahrt Dresden
Informationen zu den Abfahrtszeiten finden Sie hier.

PanometerDresden

Panometer: Bildhafte Zeitreise durch Dresden

Einmal versinkt Dresden in Trümmerhaufen und Rauchwolken und ein andermal erstrahlt die Stadt in voller Pracht. Künstler Yadegar Asisi erschafft gigantische Rundbilder, die Dresdens Vergangenheit wieder zum Leben erwecken.

Bis zu 32 Meter hoch und 110 Meter lang: Yadegar Asisi kreiert die größten 360°-Panoramabilder der Welt, die er in alten Gasometern ausstellt. Daher stammt auch der Name „Panometer“ – ein Kompositum aus „Panorama“ und „Gasometer“. 14 solcher Werke hat er schon in verschiedenen Städten erschaffen: „Everest“, „Great Barrier Reef“, „Titanic“ und „Luther 1517“ sind darunter. In Sachsens Hauptstadt Dresden präsentiert der Künstler im Wechsel zwei Ausstellungen über die Geschichte der alten Residenzstadt an der Elbe.

„Dresden im Barock“

Asisis Gemälde zeigt die Stadt in ihrer Glanzzeit zwischen 1695 und 1763. Vom Turm der Katholischen Hofkirche überblickt man das „Florenz an der Elbe“. Sehen Sie zu, wie Händler, Mägde und Handwerker in der Altstadt ihrer Arbeit nachgehen, lassen Sie den Blick das Elbtal entlangschweifen und beobachten Sie die Segelschiffe auf dem Fluss. Besonders faszinierend ist der 15 Minuten dauernde Tag- und Nachtwechsel, der mittels Lichtsimulationen und Musikeinspielungen dargestellt wird und das Rundbild lebendig erscheinen lässt.

„Dresden 1945“

Asisis zweites Dresden-Werk legt den Fokus auf die Themen Krieg und Zerstörung. Es ist eine Darstellung der Stadt unmittelbar nach den verheerenden Luftangriffen im Februar 1945. Die mehrstöckige, begehbare Plattform in der Mitte des Raumes steht an der Stelle des Rathausturmes. Von hier aus entfaltet sich ein Bild der Verwüstung: 3.000 Quadratmeter apokalyptische Trümmerlandschaft voller Rauch, Feuer, aschebedeckter Überlebender und eingestürzter Gebäude. Es erinnert an die Tragödie und ist zugleich eine Mahnung an die Lebenden, gegen Krieg, Faschismus und Nationalismus aufzubegehren.

Die wechselnden Ausstellungen sind Sinnbild für den Lauf der Zeit und die Entwicklung der Menschheit: Aufbau trifft auf Zerstörung, Glanz auf Niedergang, Hochkultur auf Ruin – bis aus dem größten Trümmerhaufen eines Tages das Prunkgebäude der nächsten Generation entsteht. Ein Besuch, der zum Staunen und Nachdenken anregt.

Adresse Panometer Dresden
Gasanstaltstraße 8b, 01237 Dresden

Öffnungszeiten Panometer Dresden
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Residenzschloss- Dresden

Residenzschloss Dresden: Schätze ohne Ende

Kunstkammern sind seit jeher Publikumsmagnete, ein herrlicher Mix aus Kunst und Kuriosem, Prunk und Pracht. Das Dresdner Residenzschloss toppt fast jede Erwartung. Das einstige Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten beherbergt heute einen Museumskomplex der Extraklasse, u. a. Historisches Grüne Gewölbe, Neues Grünes Gewölbe, die Rüstkammer im Riesensaal, Türckische Cammer, Münzkabinett, Kupferstich-Kabinett, Fürstengalerie, Macht & Mode, Weltsicht und Wissen um 1600.

Historisches Grünes Gewölbe: Die barocke Schatzkammer ist eine der größten der Welt und wurde vom König August den Starken (1670-1733) als Ausdruck von Reichtum und absolutistischer Macht errichtet. Sie beinhaltet über 3000 legendäre Werke der Juwelier- und Goldschmiedkunst. Die atemberaubende Inzenierung gehört zu den Höhepunkten für jeden kulturbegeisterten Dresden-Besucher. Man sollte sich jedoch frühzeitig um die begehrten Eintrittskarten kümmern. Der Einlass erfolgt ausschließlich mit Zeittickets. Das Zeitfenster wird bei der Ticket-Buchung im Voraus oder mit dem Kauf einer Karte an der Tageskasse festgelegt. Die Zeittickets sind im Vorverkauf erhältlich, telefonisch unter +49 (0) 351/ 49 14 2000 oder per e-mail: besucherservice@skd.museum. 40 Prozent des Kartenkontingents eines Tages sind auch direkt am jeweiligen Tag an der Kasse im Residenzschloss erhältlich (max. fünf Zeittickets pro Person, Eingang Grünes Gewölbe, ab 10 Uhr).

Neues Grünes Gewölbe: Der ergänzende Teil zum Historischen Grünen Gewölbe zeigt ausgesuchte Kunststücke aus wertvollen Materialien. Besucher können die fanzinierenden Schätze in speziellen spiegelfreien Vitrinen bestaunen. Hier liegen unschätzbar wertvolle Werke, wie der Kirschkern mit wohl 185 geschnitzten Gesichtern oder das "Goldene Kaffeeservice", der "Hofstaat des Großmoguls Aureng-Zeb" und noch weitere Werke aus insgesamt drei Jahrunderten.

Kupferstich-Kabinett: Das älteste und eines der wichtigsten Museen für graphische Kunst umfasst eine gewaltige Anzahl und Vielfalt von Zeichnungen, Druckgraphiken und Photographien. Sie Sammlung verfügt über Werke aus acht Jahrhunderten von mehr als 11.000 Künstlern aus aller Welt. Das "Museum der Meisterwerke" hat internationale Anfragen für Leihgaben der faszinierenden Sammlung.

Zum sogenannten "Historischen Museum Dresden" gehört auch die Daueraustellung "Türckische Cammer". Sie ist die einzige Ausstellung von osmanischen Kleidungsstücken und Reitzeug außerhalb der Türkei. Die Bewunderung der Kultur im osmanischen Reich kam sehr früh nach Sachsen. Dank der Sammelleidenschaft der sächsischen Kurfürsten, können wir nun die bezaubernden Schätze der Türkei in Dresden bewundern.

Münzkabinett: Nicht nur Waffen und Textilien wurden im frühen Dresden gesammelt. Viele Medaillien und Münzen aus der ganzen Welt haben die Könige und Kurfürsten in Ihre Sammlung aufgenommen. Der Umfang der Ausstellung ist überragend: Auch Orden, Banknoten und historische Wertpapier von der Antike bis zur Gegenwart kann man hier bestaunen.

Rüstkammer: Die weltweit bedeutendste Sammlung von Prunkwaffen, Rüstungen und historischen Textilien ist im Semperbau zu finden. Die Meisterwerke der besten Schmiede und Kunsthandwerkern Europas reichen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in die Vergangenheit. Ein weiterer Bereich der Ausstellung zeigt prachvolles Reitzeug, welches als Ausstattung für Ritterspiele auf den damaligen Hoffesten und Ritterspielen verwendet wurde.

Adresse Residenzschloss Dresden
Taschenberg 2, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Residenzschloss Dresden
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Dresdner Bergbahnen

Nur wenige Autominuten vom historischen Stadtzentrum entfernt liegt direkt an der Elbe der Stadtteil Loschwitz. Eine Fahrt mit den mehr als hundertjährigen Bergbahnen zählt längst zu den Touristenattraktionen Dresdens. Nicht nur die technischen Denkmäler selbst, auch ihre einzigartige Lage am malerischen Loschwitzer Elbhang mit Blick ins einzigartige Elbtal ziehen jedes Jahr viele Besucher an.

Schon in den 1870er Jahren suchte man nach Möglichkeiten, die angrenzenden Elbhänge verkehrstechnisch zu erschließen. Begünstigt durch die Errichtung einer Elbbrücke, dem "Blauen Wunder" und der Inbetriebnahme einer Straßenbahnlinie zum Körnerplatz, wurde schließlich 1895 die Standseilbahn eröffnet und stellte die Verbindung zum Höhenkurort Weißer Hirsch her. Steigen Sie ein und legen Sie 547 Meter zurück. Dabei werden 95 Höhenmeter überwunden und eine maximale Steigung von 29 Prozent bezwungen.

Die Dresdner Schwebebahn ist zwar sechs Jahre jünger als die Standseilbahn, aber mindestens ebenso schön. Sie verbindet den Körnerplatz mit Oberloschwitz. Auf einer Strecke von 274 Metern überwindet die Schwebebahn einen Höhenunterschied von 84 Metern. Das steilste Stück ist 40(!) Prozent geneigt. Mit einem Panoramaaufzug gelangen Sie auf das Turmdach der Bergstation und genießen von dort einen phantastischen Ausblick.

Adresse Dresdner Schwebebahn
Pillnitzer Landstraße 5, 01326 Dresden

Betriebszeiten Dresdner Schwebebahn
Informationen zu den Abfahrtszeiten finden Sie hier.

Adresse Dresdner Standseilbahn
Körnerplatz 01326 Dresden

Betriebszeiten Dresdner Standseilbahn
Informationen zu den Abfahrtszeiten finden Sie hier.

Dresden-City-Card

Sofern die Dresden-City-Card nicht bereits im Spar mit!-Paket inklusive ist, haben Dresden-Besucher die Möglichkeit, die Dresden-City-Card vor Ort in den Tourist-Informationen im Kulturpalast und im Hauptbahnhof, den Servicezentren der Dresdner Verkehrsbetriebe, im Flughafen, zahlreichen Hotels, unter der Buchungshotline +49 (0)351 50 160 160 oder online unter www.dresden.de/dresdencard zu erwerben.

Gültigkeit der Dresden-City-Card

Die Dresden-City-Card gibt es als Einzel-Tageskarte, Familien- und Mehrtageskarte. Sie ist gültig für einen einzigen Tag bis 4.00 Uhr morgens am Folgetag (bei 2-Tage-Karten entsprechend zwei Tage lang bis 4.00 Uhr morgens am 3. Tag ab dem Zeitpunkt der ersten Nutzung).

Bitte beachten Sie: Die Dresden-City-Card ist nur gültig, wenn Sie vor Antritt der ersten Fahrt oder vor Inanspruchnahme der ersten Leistung (z. B. Museumsbesuch) das Datum und Ihre Unterschrift eingetragen haben.

Freie Fahrt

Mit der Dresden-City-Card haben Sie freie Fahrt mit allen Nahverkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, S-Bahn und Fähre) innerhalb des Stadtgebietes Dresden (einschließlich der S-Bahn zum Flughafen) und freie Fahrt über Dresden hinaus mit der Straßenbahnlinie 4 bis nach Weinböhla.

Die Dresden-City-Cards berechtigen ebenso zum Erwerb eines ermäßigten Fahrausweises bei den Bergbahnen Dresden. Es ist aber keine kostenlose Fahrradmitnahme möglich.

Freier Eintritt / Ermäßigter Eintritt

Mit der Dresden-City-Card erhalten Sie Ermäßigungen bei bis zu 120 touristischen Partnern. Auch der Eintritt in die Museen der staatlichen Kunstsammlungen ist ermäßigt, ausgenommen ist hier aber das Historische Grüne Gewölbe. Mit der Dresden-City-Card erhalten Sie zudem Ermäßigungen auf Stadtrundgänge und -rundfahrten, in Theatern und in der Gastronomie.

Große Stadtrundfahrt- Dresden

Mit dem Doppelstockbus durch Elbflorenz: Erleben Sie Dresden auf einmalige Weise! Bei schönem Wetter fahren Sie sogar "oben ohne". An 22 Haltestellen können Sie einsteigen, die Tour an den Sehenswürdigkeiten Ihrer Wahl unterbrechen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren. Die Busse steuern die Haltestellen alle 30 Minuten an und können von Ihnen beliebig oft genutzt werden. Das Ticket gilt den ganzen Tag. Natürlich können Sie die Stadtrundfahrt auch ohne Ausstieg in rund 2 Stunden durchführen.

Mit Ihrem Fahrschein können Sie an den folgenden Leistungen ohne Zusatzkosten teilnehmen:

  • Große Stadtrundfahrt
  • Zwingerführung
  • Führung Fürstenzug
  • Führung "Rund um die Frauenkirche"
  • Pfunds Molkerei
  • Blaues Wunder
  • Schloss Pillnitz
  • Schlossparkführung Pillnitz
  • Abendfahrt
  • Dresdner Nachtwächter

Adresse Große Stadtrundfahrt Dresden
Postplatz/Zwinger, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Große Stadtrundfahrt Dresden
täglich, 10.00 - 17.00 Uhr

Pfunds Molkerei- Dresden

"Schönster Milchladen der Welt ist die Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund. Wände, Decken und Boden sind komplett gefliest", so steht es im Guinness-Buch der Rekorde '98. Schon um 1900 war der Architektur-Fachwelt klar, dass in der Bautzner Straße 79 in Dresden der schönste Milchladen der Welt steht.

Gegründet 1892 im Auftrag des Kaufmannes Paul Gustav Leander Pfund, der 1923 in Berlin starb. Die Innenausstattung des Ladens besteht aus phantasievoll gestalteten Fliesengemälden im Stil der Neorenaissance, die handgemalten farbigen Darstellungen auf Wänden, Fußboden und Verkaufstresen stammen aus der Dresdner Steingutfabrik Villeroy und Boch.

Wie durch ein Wunder übersteht der Milchladen den Bombenangriff vom Februar 1945 und wird 1972 verstaatlicht. 1978 wird die Molkerei stillgelegt, bis 1992 eine Projektentwicklungsfirma den Pfundschen Nachlass übernahm und den Milchladen im Oktober 1995 wiedereröffnet. Es ist geplant, den Hinterhof der Molkerei von dem Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser kreativ bebauen zu lassen. Über dem Laden lädt ein Café zum Verweilen ein.

Im Laden wird hauptsächlich unverpackter Rohmilchkäse aus bäuerlicher Herstellung in derzeit 110 Sorten aus den unterschiedlichsten Ländern verkauft.

Adresse Pfunds Molkerei Dresden
Bautzner Straße 79, 01099 Dresden

Öffnungszeiten Pfunds Molkerei Dresden
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Silberschmied Smith- Dresden

Der Vater von Alan Smith gehörte nie zu jenen ehemaligen Soldaten, die gerne vom Krieg erzählten. Hin und wieder erwähnte er die Kameradschaft in der Royal Air Force. Aber vom Krieg berichtete er nur einmal. Alan Smith war zwölf Jahre alt, als er in wenigen Worten von der Zerstörung Dresdens hörte. Sein Vater erzählte vom unglaublichen Feuerball, den er auf dem Rückflug noch meilenweit sehen konnte. "Vom einen auf den anderen Moment war er sich des Horrors, des Leids bewusst. Er wollte, dass Dresden nicht in Vergessenheit gerät."

Der kurze Bericht seines Vaters grub sich tief ins Gedächtnis von Alan Smith. Als Smith Jahrzehnte später bei seinem Arbeitgeber, der Londoner Gold- und Silberschmiede Grant MacDonald, davon hörte, dass der "Dresden Trust" als Zeichen der Versöhnung das Kreuz für die wieder erstehende Frauenkirche nachbilden lassen wollte, fühlte er sich dazu bestimmt, das Werk auszuführen.

Acht Monate lang arbeitete der Sohn des Bomberpiloten zehn Stunden am Tag an Hand von Originalentwürfen seines Namensvetters Johann Georg Schmidt und mit Hilfe von Fotos an dem monumentalen vergoldeten Kreuz. Die Kugel, auf der das Kreuz steht, schuf er aus zwei Kupferblechen mit einem Durchmesser von 1,50 Metern. Um die beiden Hälften miteinander zu vernieten und von innen mit einer stabilen Struktur zu verstärken, musste Smith in das Innere der Kugel kriechen.

Smith hat schon für viele Könige und Königinnen gearbeitet. Sein bis dato größter Auftrag war eine zwölf Fuß hohe Palme aus Silber. Das Dresdner Kuppelkreuz aber ist sein wichtigstes Werk. Auch wegen seiner Familiengeschichte - Smith ist sich sicher, dass dieses Zeichen der Versöhnung auch im Sinne seines Vaters gewesen wäre.

Am 13. Februar 1995, dem 50. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, sagte der Herzog von Kent, als Vertreter der britischen Krone, Dresden ein neues Turmkreuz zu. Rund 550.000 Euro sammelte der "Dresden Trust" von vielen Spendern - auch von der Königin - für das Werk nach historischem Vorbild. Als der Herzog von Kent genau fünf Jahre später das britische Geschenk in Anwesenheit von 18.000 Zuschauern vor der Frauenkirche übergab, nannte er es ein "Symbol des Leidens und der Versöhnung".

Gesten der Versöhnung freilich hatte es schon früher gegeben. Ende der Vierziger Jahre nahm die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Coventry ihren Anfang. Der deutsche Nachtangriff auf Coventry Ende 1940 war das Modell für die Zerstörung Dresdens gewesen. In nur drei Stunden hatten deutsche Bomber die englische Industriestadt zerstört. Möglich wurde das durch die Kombination aus Brand- und Sprengbomben, die zu Feuerstürmen führte. Das von den Deutschen zynisch "Coventrieren" genannte Vorgehen kopierten die Alliierten und passten es der technischen Entwicklung an.

Dresden und Coventry verbindet eine Gemeinschaft des Erlittenen. Ähnlich wie kaum vier Jahre später in Dresden wurde in Coventry der historische Kern mitsamt einer bedeutenden Kirche, der gotischen Kathedrale, zerstört. Hier wie dort blieben Stätten der Industrieproduktion in den Außenbezirken weitgehend unversehrt. Nur sechs Wochen nach dem Angriff auf Coventry sagte Dompropst Howard in der Ruine seiner Kathedrale: "Sei es noch so schwer, wir Christen sagen nein zur Vergeltung und ja zur Vergebung. Wenn dieser Krieg zu Ende ist, wollen wir gemeinsam eine freundlichere, christlichere Welt aufbauen."

1998 wurde das Kuppelkreuz zum ersten Mal für das britische Publikum in der Kathedrale zu Coventry gezeigt, bevor es dann in Schloss Windsor, Liverpool, Edinburgh und in der St. Paul's Cathedral ausgestellt war. Bei der Übergabe des Kreuzes im Februar 2000 äußerte der frühere Bomberpilot Frank Barber, dass das Kuppelkreuz "ein Hoffnungssymbol sein sollte und eine Mahnung, dass die deutsche und die britische Nation wesentlich mehr miteinander gemein haben, als die Geschichte des 20. Jahrhunderts anzudeuten vermag".

(von Reiner Burger, FAZ-Magazin; Dresden-Fotos: DWT/Dittrich)

Wiederaufbau- Dresden

Das Aufsetzen des Kreuzes war der letzte große Akt vor der Weihe der Kirche am 30. Oktober 2005. Gut zehn Jahre zuvor hatte der Wiederaufbau der Frauenkirche begonnen. Das spätbarocke Gebäude war seitdem nach historischen Plänen und unter teilweiser Verwendung von alten Steinen wieder errichtet worden. Mit der Turmspitze ist die Frauenkirche nun wieder über 91 Meter hoch.

Ein Spezialkran hob die 28 Tonnen schwere, hölzerne Turmhaube mit dem vergoldeten Kuppelkreuz in 71 Meter Höhe. Tausende Dresdner und internationale Gäste verfolgten den Festgottesdienst und spendeten den Bauleuten für ihre Millimeterarbeit Applaus. Viele hatten sogar Tränen in den Augen...

Seit ihrer Zerstörung 1945 stand die Ruine im Zentrum Dresdens. Die Kirche wurde notdürftig abgesichert und sollte als Mahnmal an die Schrecken des Krieges erinnern. Seit 1982 versammelten sich Dresdner Bürger regelmäßig am Jahrestag der Zerstörung mit Kerzen vor der Ruine der Frauenkirche, um der Tragödie zu gedenken.

Nach der deutschen Wiedervereinigung begann eine Bürgerinitiative um den bekannten Trompeter Prof. Güttler den Wiederaufbau zu fordern. Auf Grund der Kosten des Projektes waren viele Dresdner Bürger zunächst dagegen. Die Euphorie der Initiatoren und die positive Resonanz aus der ganzen Welt auf den "Ruf aus Dresden" waren allerdings ansteckend.

So wurde der Wiederaufbau mit folgenden Bedingungen beschlossen: Finanzierung fast ausschließlich aus Spendengeldern, archäologische Enttrümmerung und originalgetreuer Wiederaufbau unter Verwendung der gefundenen Steine bis zum 800-jährigen Stadtjubiläum Dresdens im Jahr 2006.

Innerhalb von nur 18 Monaten wurde ein mehr als 20.000 Kubikmeter großer Trümmerberg geräumt. Dabei wurden alle gefundenen Steine im Computer katalogisiert und jeweils bis zu 170 Merkmale wie zum Beispiel Beschaffenheit und Lage mit aufgenommen. Diese Steine lagerten in großen Regalen und warteten dort auf ihren Einbau im wahrscheinlich größten Puzzle der Welt.

Im Mai 1994 konnte der eigentliche Wiederaufbau beginnen. Eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten wurde versenkt und der erste Stein des Portals A gesetzt. Zuerst wurden die alten Kellergewölbe als Unterkirche wieder errichtet. Dabei wurde zum Teil auf modernste Technik zurückgegriffen, teilweise musste aber auch längst verloren geglaubte Handwerkskunst neu erlernt werden.

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