Bremen

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Linda Schober
- Reiseproducerin -
Best of Bremen: Roland, Rathaus und Rolloknipp

Die Hansestadt mit ihren 560.000 Einwohnern ist ein Schatzkästchen voller historischer Gebäude, grüner Parks und hafenromantischer Ecken. Vielleicht ist die Sonnenscheindauer etwas unterm Bundesdurchschnitt, dafür haben die Bremer die Sonne im Herzen, lieben Werder bedingungslos und bezeichnen ihre Stadt liebevoll als „Dorf“.

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Best of Bremen: Roland, Rathaus und Rolloknipp

Die Hansestadt mit ihren 560.000 Einwohnern ist ein Schatzkästchen voller historischer Gebäude, grüner Parks und hafenromantischer Ecken. Vielleicht ist die Sonnenscheindauer etwas unterm Bundesdurchschnitt, dafür haben die Bremer die Sonne im Herzen, lieben Werder bedingungslos und bezeichnen ihre Stadt liebevoll als „Dorf“.

Ein guter Ausgangspunkt für Bremen-Entdecker ist der Marktplatz mit dem Roland. Diese über zehn Meter große Statue ist die größte freistehende aus dem Mittelalter und symbolisiert die Bremer Reichsfreiheit. Neben dem Roland steht das historische Rathaus, beide gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Rathaus, schmuck vor einer typisch norddeutschen roten Backsteinwand, gleich das nächste Wahrzeichen: die Bremer Stadtmusikanten (als Statue), die Beine des Esels ganz blank poliert, denn das Anfassen soll Glück bringen. Kann man ja immer gebrauchen. Also liebevoll das Grautier getätschelt und zum St. Petri Dom mit den Bleikammern geschlendert. Diese Krypta kann man samt der dort gefundenen geheimnisumrankten Mumien besichtigen. Schaurig. Vor allem, wenn man weiß, dass ein paar Finger fehlen. Sie waren ein Geschenk an Goethe, den man so in die Hansestadt locken wollte. Vergebens.

Norddeutscher Kebab

Warum Goethe fernblieb, ist nicht nachzuvollziehen. Gerade am Schnoor, dem ältesten Stadtteil Bremens, hätte er seine Freude gehabt: verwinkelte Gassen, schmale Fachwerkhäuser und kleine Gaststätten. Urig und rustikal, wie auch das Bremer Essen, zum Beispiel Grünkohl mit Pinkel oder Knipp, Grützwurst, die gebraten mit Gewürzgurken auf Schwarzbrot oder mit Bratkartoffeln serviert wird. Gibt’s mittlerweile auch schon als Döner oder Rollo. Derart gestärkt lässt sich das Hafenviertel Vegesack erforschen, erster künstlicher Hafen in Deutschland. Das Quartier geizt nicht mit seinen Reizen in Form von alten Villen und stolzen Kapitänshäusern. Wer noch mehr maritime Atmosphäre will: die Schlachte ist die schöne Uferpromenade der Altstadt. Es gibt aber nicht nur Altes in Bremen. Das Erlebnismuseum „Universum“ sieht aus wie ein silbernes UFO und die Stadthalle Bremen mit ihren auffälligen weißen Pfeilern ist das moderne Wahrzeichen der Stadt.

Großstadt, ganz klein

Doch trotz Größe, Status als Hansestadt und Wirtschaftszentrum: Bremen ist ein „Dorf mit Straßenbahn“, wie man hier gern sagt. Zwar haben sich namhafte Firmen angesiedelt (Beck's, Mercedes-Benz, Airbus, Kellogg’s, Hachez). Doch hat man nie das Gefühl, in einer hektischen Großstadt zu sein. Nur beim Freimarkt im Oktober wird es voll, es ist das größte und älteste Volksfest im Norden. Aber sonst: Die Bremer sind auf dem Boden geblieben, die Stadt ist herrlich überschaubar und die Bremer Stadtmusikanten haben richtig was verpasst, als sie ihre Karriere in Bremen für ein Räuberhaus auf dem niedersächsischen Land aufgaben.

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