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Fürstlicher Kurzurlaub in Fulda

Willkommen in einer der prächtigsten Städte Deutschlands: Fulda. Kunst- und Architekturliebhaber bewundern die barocke Schönheit der Sakralbauten, des Schlosses und entdecken Überreste des Mittelalters. Naturfans besuchen die zahlreichen Parks und machen Ausflüge in die Rhön.

Urlaub in Fulda

Fürstliches Fulda: Barock, Bier und Bonifatius

Willkommen in einer der prächtigsten Städte in Deutschland: Fulda im Osten von Hessen. Kunst- und Architekturliebhaber bewundern die barocke Schönheit der Sakralbauten, des Schlosses und der Innenstadt und entdecken Überreste des Mittelalters. Naturfans besuchen die zahlreichen Parks und machen Ausflüge in die Rhön.

Fuldas ungekünstelter Charme ist hart erkämpft. Mehrmals wurde die Stadt im Mittelalter mit einer Reichächtung belegt, weil sich die Bürger gegen Unrecht auflehnten. Im Kalten Krieg war der "Fulda Gap" das Gebiet, in dem ein Angriff am wahrscheinlichsten war. Doch Fulda gedieh trotz allem, auch dank der katholischen Kirche. Dass die Deutsche Bischofskonferenz sich jährlich hier trifft, ist Tradition seit über 150 Jahren. Das Bistum Fulda (und damit die Stadt) geht zurück auf die Gründung des Klosters 744 durch Bonifatius, dem ersten Apostel der Deutschen. Er starb den Märtyrertod, sein Grab befindet sich im Dom St. Salvator. Dieser riesige Bau aus dem 18. Jahrhundert ist innen genauso opulent wie außen und das Wahrzeichen der Universitätsstadt. Gleich nebenan steht eine der ältesten Kirchen Deutschlands, die Michaelskirche aus dem 9. Jahrhundert.

150 Stufen zur Aussicht

Zeitgleich mit dem Dom entstand das Stadtschloss, Sitz der Fürstbischöfe und Äbte. Die üppig ausgestatteten Innenräume lassen sich zum Teil besichtigen. Die Fürstbischöfe waren gleichzeitig geistliche und weltliche Herrscher in Fulda. So ist das Ankleidezimmer des Abtes ganz unbescheiden mit hunderten Spiegel und Bildern ausgestattet. Einen Aufstieg auf den Turm des Schlosses sollten Sie auf jeden Fall einplanen. Zwar sind es 150 Stufen bis ganz oben, doch von dort blicken Sie auf den Dom, die Michaelskirche und den Schlossgarten. Dieser ist nur einer von vielen Parks der Stadt. Die Fernsicht gibt außerdem einen Vorgeschmack auf die Rhön, die eines der ursprünglichsten Gebiete Deutschlands und perfekt für einen Wanderurlaub geeignet ist.

Zwiebelkuchen in historischen Gassen

Vom Schloss und dem Barockviertel ist es nicht weit bis in die historische Innenstadt. Hier stoßen Besucher auf Überreste von Stadtmauer und -toren, den Hexenturm, wo einst Frauen gefangen gehalten wurden, und Häuser im Schweizerstil. In den schmalen Gassen reihen sich Gaststätten an Bistros und Cafés. Was isst man in Fulda? Zwibbelsploatz, ein Zwiebelkuchen, dazu fränkischer Wein oder ein Bier, am besten aus der Bischofsstadt selbst, beispielsweise das Hochstift Pils. Die Fürstbischöfe hätten es sicher genauso gemacht, sie waren schließlich auch weltliche Herrscher. Prost.

Dommuseum Fulda

Lebendige Schatzkammer des Doms zu Fulda

Es ist leicht zu übersehen, aber bei einem Besuch des Doms St. Salvator, dem Wahrzeichen von Fulda, sollten Sie nicht am Dommuseum vorbei gehen. Hier finden Sie nicht nur Zeugnisse der langen christlichen Geschichte in Fulda, sondern auch den Dolch, mit dem der Mann ermordet wurde, dem Fulda seine Gründung, Ruf, Straßen- und Eisbechernamen verdankt.

Die Geschichte der katholischen Kirche und der Stadt Fulda sind eng miteinander verknüpft. Der Engländer Wynfreth, besser bekannt als Bonifatius, gründete das Kloster Fulda. Daraus entstanden Stadt und Bistum. Bonifatius sorgte auch dafür, dass Fulda über seine Grenzen hinaus bekannt wurde. Die Friesen, die er mit stattlichen 80 Lebensjahren missionieren wollte, töteten ihn, seine Leiche wurde auf seinen Wunsch in Fulda beigesetzt. Sein Grab befindet sich im Dom, einem Wallfahrtsort für Pilger. Seine sterblichen Überreste sind auch der Grund, warum die Deutsche Bischofskonferenz im Herbst immer in der Barockstadt abgehalten wird und auch Papst Johannes Paul II. 1980 vorbei schaute.

Stimmige Atmosphäre

Das Museum ist in den Räumen der ehemaligen Seminarkapelle und der Domdechanei untergebracht, unmittelbar neben dem Dom inmitten eines Rosengartens. Raffiniert: Die mittelalterlichen Ausstellungsstücke werden im mittelalterlichen Teil des Gebäudes gezeigt, die barocken in barocken Räumen. Ganz stimmig also. Über 1.250 Jahre Kloster- und Bistumsgeschichte deckt das Museum ab. Zwar gibt es den Dom erst seit 1712, doch schon 744 existierte eine Abtei, gegründet von Bonifatius‘ Schüler Sturmius.

Gleichzeitig Sakristei und Museum

Das Museum zeigt Grabungsfunde, liturgische Geräte, Textilien und Reliquiare und Teile des Silbernen Altares, die zu kirchlichen Hochfesten im Dom aufgebaut werden. Viele Ausstellungstücke werden heute noch bei Gottesdiensten benutzt. Neben christlicher Kunst des Mittelalters, steht natürlich der Heilige Bonifatius im Mittelpunkt. Ausgestellt wird zum Beispiel das Buch, das er vor sich trug, um den Angriff abzuwehren, ebenso wie das Reliquiar mit dem Kopf des Heiligen und dem Dolch, mit dem er verletzt wurde. Bonifatius soll der Märtyrertod gar nicht so ungelegen gewesen sein, sehnte er doch danach, seine Gründungen auch nach dem Tod als heiliger Patron zu schützen. Er war kein großer Theologe, sondern ein effizienter Organisator und wird wohl auch deshalb als "Apostel der Deutschen" bezeichnet. Nach einem Besuch im Dommuseum werden Sie den Heiligen und sein Wirken überall in der Stadt erkennen, zum Beispiel wenn Sie sich einen Bonifatius Eisbecher im Bonifatius Eiscafé gönnen.

Öffnungszeiten Dommuseum, Domplatz, 36037 Fulda

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