Hildesheim 1 Reisepaket
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Hildesheim

Im Zeichen der Rose: Urlaub in Hildesheim

Hildesheim hat die perfekte Mischung gefunden: Charmante Fachwerkaltstadt plus junge Leute von drei Hochschulen plus UNESCO-Welterbe (Dom mit Rosenstock, Michaeliskirche), macht eine lebendigen Ort für einen Kurztrip.

Hildesheim, Reise in die Rosenstadt

Eine mittelalterliche Stadt im Zeichen der Rose

Hildesheim, 30 Kilometer südöstlich von Hannover, liegt genau zwischen Lüneburger Heide und Harz. Die Stadt in Niedersachsen, obwohl im Krieg zerstört, hat nichts von ihrem mittelalterlichen Charme verloren. Wenn hier die Rosen blühen, ist das eine Schlagzeile wert. Denn am Dom wächst der sagenumwobene Tausendjährige Rosenstock.

Der Legende nach ließ ein blühender Rosenbusch die Kreuzkette von Kaiser Ludwig dem Frommen nicht mehr los. Ein Wunder, meinte der Kaiser und schwor, dort eine Kirche zu bauen. Am Hildesheimer Mariendom blüht die Rose heute noch und trägt zum bezaubernden Ambiente der mittelalterlichen Stadt bei. Nachdem Hildesheim im Krieg großflächig zerstört wurde, baute man die historischen Gebäude mit Liebe zum Detail wieder auf. So geschehen mit dem Knochenhaueramtshaus am Markplatz und dem "Umgestülpten Zuckerhut", einem Fachwerkhaus, bei dem sich durch eine kühne Bauweise die Grundfläche vom Parterre bis zum Dachgeschoss verdoppelt.

Höchster Kirchturm Niedersachsens

Als Sitz des römisch-katholischen Bistums hat Hildesheim sehenswerte Kirchen zu bieten. Der Dom wurde im 9. Jahrhundert gebaut und ist seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe, genau wie die quadratische, trutzige Michaeliskirche. Sie ist gleichzeitig ein Wahrzeichen der Stadt. Mit dem höchsten Kirchturm Niedersachsens (und damit einem der größten der Welt) kann sich die St. Andreas Kirche schmücken. Gestärkt mit Hildesheimer Pumpernickel, einem süßen Gebäck ähnlich der Aachener Printen, sind die 364 Stufen des 114 Meter hohen Turms kein Problem. Zwei Aussichtsplattformen bieten einen imposanten Ausblick auf die Stadt.

Auf den Spuren der Rose

Wer keine Sehenswürdigkeit verpassen will, folgt dem Hildesheimer Wahrzeichen, der Rose. Am Stadtrundgang "Rosenroute" liegen die interessantesten Stätten des Ortes. Ein unvermutetes Schätzchen verbirgt sich zum Beispiel hinter der modernen Fassade des Roemer- und Pelizaeus-Museum: Die Sammlung altägyptischer Kunst ist einzigartig. Natürlich gibt es in der Stadt der Rose auch ein Museum für die edle Blume. Wie sollte es anders sein, ist der Ort auch Namenspate für eine Rosensorte: die "Stadt Hildesheim".

Adresse Dommuseum Hildesheim
Domhof, 31134 Hildesheim

ÖffnungszeitenDommuseum Hildesheim
Di. - So.: 11.00 - 17.00 Uhr

Adresse Roemer- und Pelizaeus-Museum
Am Steine 1 - 2, 31134 Hildesheim

Öffnugnszeiten Roemer- und Pelizaeus-Museum
Di. - So. 10.00 - 18.00 Uhr, Sondertage beachten

Foto: Nina Weymann Schulz

Hildesheimer Dom

Der Rosenstock - das Wunder am Dom

Der Hildesheimer Dom St. Mariä Himmelfahrt ist über 1.200 Jahre alt und doch innen hell, schlicht und modern. Die Renovierung 2010 bis 2014 machte aus dem mittelalterlichen Bau ein zeitgemäßes, lichtdurchflutetes Schmuckstück - sehr zum Unmut der Hildesheimer Bürger. Doch dank der minimalistischen Architektur kommen die Kunstwerke im Inneren besser zur Geltung.

Seit 1985 sind Dom, Domschatz und die Kirche St. Michaelis auf der Welterbeliste der UNESCO. Die Kunstsammlung hatten die Bischöfe über Jahrhunderte zusammen getragen: 1015 wird der Dom unter Bischof Bernward innen bemalt und reich mit Kunstwerken ausgestattet. Dazu gehört auch die aus Bronze gegossene, doppelflügelige "Bernwardtür" mit ihren reichen Verzierungen. Der "Heziloleuchter" ist einer von nur vier in Deutschland erhaltenen Kronleuchtern aus dem Mittelalter. Sechs Meter im Durchmesser und größtes Goldschmiedewerk unter ihnen. Die Bischöfe hatten eine Vorliebe für Gold: Mit dem Lösegeld für gefangene Kämpfer der Schlacht bei Dinklar 1367 wird das kleine Turmdach vergoldet, später sogar die große Kuppel.

Schätze im und um den Dom

Der heimlich Star am Dom ist jedoch draußen zu finden: der sagenumwobene Tausendjährige Rosenstock. Es war 815: Zur Feier einer Messe mit einer Jagdgesellschaft soll Kaiser Ludwig der Fromme zwischen den Blüten einer wilden Heckenrose eine wertvolle Reliquie platziert haben. Als er sie nach der Messe holen wollte, ließ der Rosenstock sie nicht mehr aus seinen Ranken. Der Kaiser sah darin ein göttliches Zeichen und ließ zu Ehren Marias genau an diesem Ort eine Kapelle bauen.

Wunder gibt es immer wieder

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Dom von Bomben schwer getroffen. Nordseite, Querhaus und Ostchor stürzen ein. Dächer und Westtürme brennen aus, der Tausendjährige Rosenstock geht ebenfalls in Flammen auf. Doch dann das zweite Rosenwunder: Acht Wochen nach der völligen Zerstörung sprossen aus der von Trümmern verschütteten Wurzel 25 neue Triebe. Bis heute rankt der Tausendjährige Rosenstock am wiederaufgebauten Hildesheimer Dom. Die Rose blüht übrigens rosa und weiß, immer Ende Mai für zwei Wochen.

Mariendom Hildesheim, Domhof, 31134 Hildesheim

Mo. - Fr. 10.00 - 18.00, Sa. 10.00 - 16.30, So. 12.00 - 17.30

Zugang zu Dom, Dommuseum und Rosenstock über das Domfoyer Mo. - Fr. 10.00 - 18.00 (außer 24./31. 12.)

Domführungen Jan. - März Fr. - So. 15.00, Apr. - Okt. Di. - So./Fei. 15.00, Nov./Dez. Fr. - So. 15.00

Foto: Bischöfliche Pressestelle Hildesheim, Ina Funk

St. Andreas Kirche - Hildesheim

St. Andreas Kirche: Höchster Kirchturm Niedersachsens

Eine bessere Aussicht gibt es in ganz Hildesheim nicht. Der Turm der St. Andreas Kirche ist mit 114,5 Metern der höchste der Stadt, Niedersachsens und auf der Liste der höchsten sakralen Gebäude immerhin Platz 33. Kleiner Haken: die 364 Stufen bis zur oberen Aussichtsplattform.

Als Bischofssitz ist die niedersächsische Stadt reich an Kirchen. Der Hildesheimer Dom und sein Tausendjähriger Rosenstock sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, aber die St. Andreas Kirche muss sich nicht verstecken.

Ein großes Organ

Der Bau der gotischen Kirche begann Ende des 14. Jahrhunderts - 1883 war der letzte Stein gesetzt. Dass der Turm so hoch ist, ist nicht nur dem baulichen Ehrgeiz der Hildesheimer zu verdanken, sondern auch ihrem Selbstbewusstsein. Hildesheim erhielt früh die Stadtrechte, trat der Hanse bei und schlug sich auf die Seite der Reformatoren - in St. Andreas predigte man ab 1542 lutherisch. Eine Statue des Reformators Johannes Bugenhagen auf dem Vorplatz erinnert daran. Nachdem die Kirche im zweiten Weltkrieg völlig ausbrannte, wurde sie bis in die 60er Jahre liebevoll und originalgetreu rekonstruiert. Heute finden hier dank der exzellenten Akustik regelmäßig Konzerte statt. Die Kirchenorgel ist die größte in Norddeutschland.

Ausblick wie ein Turmfalke

Der Aufstieg auf den Turm führt zunächst zur ersten Aussichtsebene auf 28 Metern Höhe, dann am Glockenstuhl mit den vier Glocken vorbei. Auf 56 Metern Höhe können Besucher am eindrucksvollen mechanischen Uhrwerk pausieren. Die zweite Aussichtsplattform befindet sich 72 Meter über dem Andreasplatz. Wer die letzten Stufen überwindet, hat eine spektakuläre Aussicht auf das Leinebergland und - an klaren Tagen - auch bis zum Brocken. Sehr viel näher liegt allerdings ein anderer Anblick: In luftigen 100 Meter Höhe nisten immer wieder Turmfalken. Die flauschigen Küken im Nest gibt es allerdings nur per Webcam zu sehen.

Adresse St. Andreas Kirche
Andreasplatz 5, 31134 Hildesheim

Öffnungszeiten St. Andreas Kirche
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