Mosteiro dos Jerónimos

Gigantische Ausmaße, Harmonie und Verzauberung ohne Ende machen das ehemalige Hieronymitenkloster zu einem der schönsten Baudenkmäler der Welt. Es wurde unter der Herrschaft von König D. Manuel I., der die unvorstellbaren Reichtümer, die im Zuge der portugiesischen Entdeckungen nach Lissabon flossen, mit vollen Händen ausgab, in dem nach ihm benannten manuelinischen Stil erbaut. Gottesfurcht, Tyrannei und eine Baukunst auf der Höhe Michelangelos trafen glücklich zusammen, damit dieser Palast Gottes in den Himmel wachsen konnte.

Kurz nachdem Vasco da Gama mit den guten Nachrichten von seiner Indienreise zurückgekehrt war, begann Diogo Boytaca 1502 mit dem Bauen. Der Grundstein wurde genau dort gelegt, wo die Karavellen des berühmten Seefahrers im Sommer 1497 die Anker gelichtet hatten, um Weltgeschichte zu schreiben. Erst durch die Versandung des Tejo ist der Platz vor dem Kloster entstanden. Glanzstück ist das Südportal, vom bedeutendsten Baumeister jener Zeit, Joao Castilho, kunstvoll aus Stein gehauen. Der Innenraum beeindruckt durch gotische Schlichtheit und das stützenlose Querschiffgewölbe. Im marmornen Pantheon befinden sich die Sarkophage nationaler Größen wie Fernando Pessoa, Vasco da Gama und D. Manuel I.

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