Gartenschauen 2023 7 Reisepakete
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Gartenschauen 2023

Gartenschauen - Urlaub zum Aufblühen

Wir schicken Sie ins Blumenparadies! Die zauberhaften Landesgartenschauen 2023 setzten florale Highlights. Das passende Urlaubsangebot mit wundervollen Blütenträumen gibt's bei Spar mit! Reisen.

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Gartenschauen

Landesgartenschauen 2023 – natürlich lieben wir's

Sie sind ein Highlight im Sommer: die Landesgartenschauen. Wo sonst wird das Auge so geschmeichelt, die Sinne so gekitzelt, die Seele so entspannt wie bei einem Bummel durch liebevoll angelegte Gärten, Naturwiesen und Auen; zwischen Blumenmeeren, Obstwiesen und Blütenbouquets? Die Landesgartenschauen 2023 bieten Besuchern Gelegenheit zum Entdecken, Lernen und Probieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, eine Region durch eine Gartenschau kennenzulernen. Allen voran die Bundesgartenschau in Mannheim, für die eigens eine Seilbahn über den Rhein gebaut wird. Oder Höxter im Weserbergland, das mit seiner mittelalterlichen Geschichte glänzt, während man sich in der Barockstadt Fulda auf Nachhaltigkeit setzt. Landesgartenschauen sind eben mehr als nur Blümchen.

Landesgartenschau in Fulda: Barock und bunte Blütenträume

Wer viel ICE fährt, kennt Fulda als Knotenpunkt. Musical-Fans lieben den Musical-Sommer. Und mancher erinnert sich noch aus Schulzeiten an die Eselsbrücke: „Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen …“ Das hessische Städtchen mit gleichnamigem Fluss ist aber auch als Städtereise-Ziel eine echte Entdeckung: eine historische Schmuckschatulle mit eindrucksvollem Dom, Stadtschloss, Barockviertel und den goldigsten Lädchen und Cafés. 2023 legt die prächtige Barockstadt noch etliche Schippchen drauf und verwandelt sich vom 27. April bis zum 8. Oktober in ein blühendes, inspirierendes Gartenparadies. Für die 7. Hessischen Landesgartenschau wurden vier Erlebniswelten geschaffen: SonnenGarten, KulturGarten, GenussGarten und WasserGarten. Inmitten der duftenden Blumenmeere lässt es sich herrlich flanieren und so einiges an Ideen nach Hause mitnehmen. Dazu gibt’s Kunst und kulinarische Köstlichkeiten, Konzerte, Lesungen, Theater und Tanzaufführungen. Der fast sechs Kilometer lange Rundweg führt Besucher vom Himmelszelt zum Insektendorf, vorbei an lauschigen Uferzonen, trendigen Exoten, heimischen Obstwiesen, thematisch wechselnden Beet-Meisterwerken und fantasievollen Installationen. Wie diese florale Welt wohl von oben aussieht? Den schönsten Panoramablick haben Sie von der sich drehenden Plattform des City Skyliners „Grüne Aussicht“ – es ist der höchste und modernste mobile Aussichtsturm der Welt. Aus 72 Metern schauen Sie hier rings auf das sensationelle Blumenmeer und Fuldas barocke Schönheiten. Und selbst wenn es diesen Sommer wieder richtig heiß werden sollte: Zahlreiche Wasserspiele sorgen für Erfrischung und auch bei der Bepflanzung wurde ein Augenmerk auf hitzeresistente Sorten gelegt. Freuen Sie sich auf famose Flora in Fulda!

Landesgartenschau Höxter: Sommer in der Stadt

Maskottchen und Glücksbringer für die Landesgartenschau Höxter ist Holli die Blumenelfe. Sie lässt Stadtwall, Weserufer und den Remtergarten des Schlosses Corvey in aller Pracht erblühen. Altstadt und Fluss werden durch Beete und Blühwiesen harmonisch verbunden. Blütenbummler können die verschiedenen Gärten rund um die Altstadt erkunden, die Weser sowohl von der 70 Meter langen Panoramabank als auch vom Schiff aus erleben und im Weserbogen durch das „Archäologische Fenster“ in die Vergangenheit schauen. Abwechslungsreich und bunt hat sich Höxter für alle Gartenfans in Schale geworfen: althergebrachte Heilkräuter im Schlossgarten, Erdbeerfelder und Obstwiesen, liebevoll gestaltete Spielplätze, ein Hanflabyrinth zum Verirren und ein Feld voller Lavendel zum Träumen. Den ganzen Sommer vom 20. April bis 15. Oktober ist Trubel angesagt: Auf der Hauptbühne wird Musik gemacht, Imker, Gärtner und Blumenexperten geben Tipps und Tricks und Holli die Fee verbreitet gute Laune bei den Kids. Auch die eine oder andere Kuriosität gibt es zu entdecken, zum Beispiel den Porzellangarten, in dem 1.500 Porzellanteller die Weserwellen und Sternmoos die Kuppen des Weserberglandes darstellen. Und immer wieder stößt man auf Höxters aufregende Vergangenheit im Mittelalter, als die Stadt der Hanse angehörte und an der Autobahn des Mittelalters lag, dem Hellweg. Dabei waren diese Zeiten gar nicht so düster, wie man immer denkt: Im Corvey wohnte ein berühmter Medicus, der schon damals Grauen Star operierte. Lehrreich ist auch im Besuch um Weltkulturerbe Westwerk, das als einziger Teil der alten Abtei Corvey erhalten ist – übrigens mit fantastischer Akustik. Wer zur Ruhe kommen möchte, zieht sich in den Lesegarten zurück. Der ist Dichter Hoffmann von Fallersleben gewidmet und bietet viele ruhige Ecken zum Relaxen, Dösen und Lesen. Und so hat Höxter für alle etwas zu bieten.

Bundesgartenschau Mannheim, die Zweite

Die Quadratestadt knüpft in 2023 an den Erfolg der BuGa 1975 an. Das ehemalige Militärgelände Spinelli wurde begrünt, in Beete aufgeteilt und renaturiert, ohne die Geschichte auszulöschen. Eine grüne Lunge für Mannheim entsteht auf dem Freigelände, ebenso wird in 17 Zukunftsgärten zu den Themen Umwelt, Klima, Energie und Nahrungssicherung geforscht, diskutiert und gezüchtet. Mittendrin:die Hauptbühne, auf der 178 Tage lang Unterhaltung in Form von Konzerten, Comedy, Lesungen und Podiumsdiskussion geboten wird – nicht zuletzt wird hier das Musical über das Leben von Mannheims Tochter Joy Fleming aufgeführt. Aus 12 Metern Höhe kann man sich das ganze Gelände und das Augewässer vom Panaromasteg ansehen, einem Meisterwerk der Ingenieurskunst. Wer sich stattgesehen kann, wechselt auf elegante Seite das Neckarufer – mit der eigenes gebauten Seilbahn. In acht Minuten steigt man im Luisenpark wieder aus. Das Gartenschaugelände von 1975 ist 2023 wieder dabei – in dem um 3.000 Quadratmetern erweiterten Park ist Entspannen, Bummeln und Staunen angesagt. Nicht nur die Flora ist entzückend und abwechslungsreich, Freiflugvoliere und Pinguin Areal sind ein Anziehungspunkt für Groß und Klein. Hier flanieren Sie auch durch die Gärten, bei denen die elf Partnerstädte Mannheims mitangepackt haben. 8 Millionen Besucher kamen 1975 zur Bundesgartenschau nach Mannheim, wird dieser Rekord 2023 geknackt?

Landesgartenschau Fulda

Landesgartenschau Fulda: Barockstadt voller Blütenträume

Mit duftenden Pflanz-Sensationen kennt sich Fulda aus. Bereits zum zweiten Mal nach 1994 lädt die hessische Barockstadt zu einem Sommer der floralen Meisterwerke. Vom 27. April bis zum 8. Oktober 2023 dreht sich in vier riesigen Ausstellungsarealen alles um die faszinierende Pflanzenwelt, um betörende Düfte und nachhaltige Begrünung. Der fast sechs Kilometer lange Rundweg führt dabei vom Himmelszelt zur Himmelsschaukel, vorbei an Exotischem und Heimischem, Obstwiesen und Uferbalkonen. Am besten, Sie fangen mit einem Überblick von oben an: Auf der Plattform „Skyliner“ schauen Sie aus 72 Metern einmal ringsherum auf das sensationelle Blumenmeer.

Der berühmte Dom muss dieses Jahr mal was abgeben von seiner Prominenz. Vier neue Herzen schlagen in Fuldas Brust: SonnenGarten, KulturGarten, GenussGarten und WasserGarten. In ihnen erblüht die Flanierlust so schlagartig, dass man glatt ein Liedchen pfeifen möchte. Für die 7. Hessische Landesgartenschau entstanden die prächtigsten Blütenreiche, mit wechselnden Floren, malerischem Weiheridyll und einer fast unendlichen Pracht aus Farben und Formen. Im Mai stehen zunächst die extravaganten Orchideen im Rampenlicht. Darauf folgen zwei Wochen voller Rosenträume – eine Hommage an die Königin der Blumen. Vorzügliche Unterhaltung garantieren auch die fröhlichen Einfälle zum „Blumentheater“. Auch für die Hitze des Hochsommers ist Fulda gewappnet. Wasserspiele sorgen für Erfrischung und Mottobepflanzungen wie „Urlaubsfieber“ und „Fernweh“ ersetzen den weiten Flug. Das fulminante Herbstfinale der Gartenschau Fulda bietet ein blühender Teppich aus Dahlien, Astern und Heidekrautgewächsen. Egal wann Sie anreisen, Fulda empfängt Sie in fulminanter Blüte!

Großartige Kunstwerke

Auch Kunst blitzt hier und da durchs Grün. Passend zum übergreifenden Thema „Kunst und Natur im Dialog“ überraschen monumentale Installationen und kuriose Standbilder. Faxe Müllers moderne Skulpturen bereichern den Zickzackweg des KulturGartens, Hama Lohrmanns Naturkunst präsentiert sich als scheinbar schwimmende Holzflöße und Claus Webers setzt landwirtschaftliche Geräte schräg in Szene. Von „Agroart“ bis zu Licht-Schatten-Spielen – die Natur bietet einfach die schönste Leinwand in Hessen.

Grüne Aussichten vom höchsten mobilen Aussichtsturm der Welt

Ein Erlebnis für alle Altersklassen ist der Mega-Turm „City Skyliner“. Dank der 360°-Rotation seiner Aussichtsplattform bietet er atemberaubende Blicke über das gesamte Gartenschaugelände und weit über die Dächer Fuldas. Die vollklimatisierte Kabine, die auf maximal 72 Meter hochsteigt, hat Platz für 60 Personen und ist mit einem Infotainment-System ausgestattet, das Fahrgäste mit interessanten Informationen zur Umgebung und Landesgartenschau versorgt.

Trauen Sie sich! Die Blumen sind schon da.

Das Natur-Spektakel richtet sich ebenfalls an alle, die eine ganz besondere Kulisse für ihre Feierlichkeiten suchen. Ob Taufe im Grünen, Heiraten oder Segnung – auf der Landesgartenschau Fulda ist fast alles möglich. Das weithin sichtbare Himmelszelt der Evangelischen Kirche steht direkt am Aueweiher im WasserGarten, gleich hinter dem Haupteingang des Gartenschaugeländes. Ganz egal, ob geplant, spontan, festlich, zwanglos oder que(e)rbeet: Ein Jawort in freier Natur ist definitiv ein unvergesslicher Moment.

Novum: Extratouren für Hundefreunde

Normalerweise müssen Vierbeiner bei solchen Veranstaltungen immer draußen bleiben. Eigens für die Landesgartenschau Fulda wurde jedoch ein Konzept für Hund und Herrchen entwickelt. Alle 14 Tage finden montags ab 16.00 Uhr geführte Hundespaziergänge durch das Gelände statt. Startschuss ist der 8. Mai 2023.

Klappe, die Zweite

Zurück zu den Wurzeln: Bereits 1994 richtete Fulda die erste hessische Landesgartenschau aus. 29 Jahre später wird das Konzept weitergeführt: Neue Grünflächen verbinden den Stadtteil Fulda Galerie und das Naherholungsgebiet rund um den Aueweiher mit den Wohnquartieren jenseits der Frankfurter Straße. Et voilà, auch das passende Motto war gefunden: „Fulda verbindet“.

Veranstaltungstipps

Ob Trampolin-Workouts, Yoga- oder Tanzkurse, etliche Angebote finden regelmäßig statt. So gibt es jeden Donnerstag ab 18 Uhr Tango-Musik zum Tanzen und Zuhören. Freitags lädt der TSC Fulda zu Rumba und Cha-Cha-Cha unter das Weidendach der Sparkassen-Kulturbühne ein und sonntags begleiten verschiedene Kapellen den traditionellen Frühschoppen mit Blasmusik und Konzertstücken. Außerdem bringen Bands, Zauberer, Lichtkünstler und Chöre Stimmung ins Gelände. Am 28. Mai können Sie das Familienmusical „Hans im Glück“ erleben, am 7. Juli 2023 steht Singer-Songwriter Max Mutzke auf der Bühne. Sternenzauber und Wiesenleuchten erleben Besucher der Lichternacht am 5. August 2023. Dann verwandelt sich der WasserGarten zur Bühne für Kleinkunst, Theater und Live-Musik.

Fulda sucht die Meister-Floristen

Zu den Publikumsmagneten einer Landesgartenschau zählt stets das Wettstreiten der grünen Profis. Sie können live dabei sein, wenn in Fulda während der Abschluss-Schau vom 28. September bis zum 9. Oktober 2023 die Besten der Floristenzunft um den Titel des Landesmeisters/der Landesmeisterin kämpfen. Für den 28. September ist der Azubi-Cup geplant, darauf folgen die Landesmeisterschaften. Wer hält dem Druck stand und kann die Jury von seinen Kreationen überzeugen? Die Gewinner reisen anschließend zur Bundesmeisterschaft nach Berlin. Christopher Ernst hat es letztes Jahr geschafft. Der amtierende Deutsche Meister aus dem thüringischen Kindelbrück ist in Fulda Mastermind und Planer der zwölf Blumenschauen. Das Thema Klimawandel hat er voll integriert. Das fängt damit an, dass sein Team bei der Verpackung auf Kunststoffmaterial verzichtet. Und auch hitzeresistente Pflanzen stehen im Fokus der Schau. Schließlich müssen alle umdenken – Balkonbegrüner ebenso wie Kleingärtner und Blumenschauen.

Fulda: eine Barockstadt zum Verlieben

Wer bislang nur mit dem ICE durch Fulda durchgefahren ist, wird staunen, was hinter dem Bahnhof für eine Schmuckschatulle wartet. Mittelalterliche Gebäude und prächtige Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts bestimmen das Gesicht der Stadt so stark, das Fulda auch den schönen inoffiziellen Titel „Hessens schönste Barockstadt“ trägt. Prächtige Fassaden und aufwändige Innendekore künden vom Ruhm und Repräsentationsbewusstsein der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe, die im 18. Jahrhundert weltliche und geistliche Macht vereinten. Die Stadt verzaubert außerdem mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, alten Handwerksbetrieben, lauschigen Cafés und malerischen Innenhöfen. Das bekannteste Wahrzeichen Fuldas ist der Dom St. Salvator. Johann Dientzenhofer erbaute das Gotteshaus einst im Stil des italienischen Barocks. Stadtschloss, Adelspalais, Orangerie und weitere Bauwerke bilden das schmucke Barockviertel.

Was für eine Kombi: eine prächtige Stadt und Blumenpracht der Extraklasse. Unsere blütenfrischen Angebote sind alle inklusive Eintritt in die Gartenschau Fulda und betören mit weiteren blumigen Extras. Wie hatte es Francis Bacon doch einst so schön auf den Punkt gebracht: „Gardening is the purest of human pleasures.“

Landesgartenschau Höxter

Landesgartenschau Höxter: Weser, Waldfee und Weltkulturerbe

Holli, die Waldfee! Höxter putzt sich 2023 für seine Besucher extra farbenprächtig heraus. Mit der Landesgartenschau verwandelt sich die Hansestadt in ein Gartenparadies vom Wall um die Altstadt bis zum Gelände des Schlosses Corvey. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine Geschichtslektion: von mittelalterlichen Ruinen über das Erbe von Hoffmann von Fallersleben bis zum Spielplatz mit allen Höxter Sehenswürdigkeiten im Kleinformat. Hier im Weserbergland zwischen Solling und Teutoburger Wald wird die Geschichte lebendig. Und übrigens, die Waldfee gibt es wirklich – Holli die Elfe ist das flatterhafte Maskottchen der Landesgartenschau und zaubert Besuchern ein Lächeln ins Gesicht.

Zwei Mal feiern: Gartenschau Höxter und Stadtjubiläum

Doppelt gefeiert hält besser! 2023 zelebriert die Stadt Höxter ihr 1.200-jähriges Bestehen. Was für ein dufter Zufall, dass im selben Jahr vom 20. April bis zum 15. Oktober die Tore der Landesgartenschau Höxter öffnen und Besucher gleich zwei Gründe haben, den Ort zu entdecken. Denn Höxter ist ein Juwel an der Weser, das immer noch unterschätzt wird. Es lag an der Autobahn des Mittelalters, dem Hellweg, hat turbulente Zeiten überdauert und kann ein paar interessante Einwohner zu seinen Bürgern zählen. Dem mit Sicherheit berühmtesten begegnet man auf dem Stadtwall, der zum Teil zum Gartenschaugelände gehört. Hier steht das Denkmal für Hoffmann von Fallersleben, der zu Lebzeiten der Bibliothekar in Schloss Corvey war und nun dort begraben ist. Der Dichter und Begründer der Germanistik schrieb das Deutschlandlied, heute Nationalhymne, und viele Kinderlieder, die noch in aller Munde sind. Wer hinlauscht, hört am Turm des historischen Rathauses zur vollen Stunde ein Glockenspiel mit seinen Melodien. Sicher können Sie mitsingen: „Alle Vögel sind schon da ….“. Auch auf dem historischen Wall hören Sie die Vögel singen, denn hier, entlang der alten Stadtmauer, grünt und blüht es, als gäbe es kein Morgen. Auf dem Wall reihen sich die Themengärten aneinander, wie Perlen an einer Schnur. Vielfältige Stauden, der Buddha-Garten und die Galeriegärten wuchern, erblühen und sprießen als hätte Holli die Elfe magischen Blütenstaub verstreut. Kein Maler ist so kreativ mit Farben wie die Natur. Aber nicht nur Blumen zieren die Beete: Der Porzellangarten ist ein außergewöhnliches Kunstwerk, das in Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur Fürstenberg und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe entstand. 1.500 Porzellanteller zeichnen die Weserwellen nach, Sternmoos bildet die Kuppen des Weserberglandes nachbildet. Auf gleich zwei Spielplätzen können sich außerdem die jungen Besucher unter dem Motto „Märchen und Mittelalter“ austoben. Neben all dem Trubel und Gewusel wurde die hintere Ecke der Wallanlage dann dem großen Dichter gewidmet. Ganz in der Tradition von Hoffmann von Fallersleben bietet der Lesegarten stille, verträumte Ecken zum zur Ruhe kommen, Dösen und Picknicken mit Lesefutter.

LaGa Höxter: Immer an der Weser lang

Auf zum Fluss: Kronjuwel und Anziehungspunkt in Höxter ist natürlich das Weserufer als Ort der Erholung. Das Ticket für die Flussfahrt von Höxter nach Corvey können Sie gleich dazu buchen. Sie schippern am neugestalteten Weserufer entlang bis um die Flussbiegung herum zum Schloss Corvey. So sehen Sie die Gärten gemächlich vorbeiziehen. Aber auch ein Bummel an der Aue ist entspannend – Platz zum Rasten ist genug da, zum Beispiel auf der 70 Meter langen Panorama-Bank. Über den Fluss blicken Sie auf die begrünten Hügel des Sollings, der schon zu Niedersachsen gehört. Ein Spaziergang entlang der Uferwiesen enthüllt nach jedem Schritt eine neue Aussicht, ein neues Beet mit Farb- und Duftexplosionen, Sitzgelegenheiten und Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, wie die Murmelbahn und die Pflückgärten. Hier wohnt auch das Maskottchen der Landesgartenschau, nämlich in Hollis Wood. Kinder können sich auf die Suche nach ihrem Haus begeben, vielleicht ist die Blumenfee ja sogar zu Hause?

Nutz- und Ziergärten rund ums Welterbe

Glänzendes Zentrum der Landesgartenschau Höxter ist das Gelände rund um das Welterbe Corvey. Hier erleben Sie geballt die Geschichte der Region: Das Westwerk der Abtei wurde 2014 von der UNESCO geadelt, die Bibliothek des Schlosses (die mit dem berühmten Bibliothekar) gehört zu den wertvollsten in Deutschland und an der Biegung der Weser verbarg die Erde einen wertvollen archäologischen Fund: das Pompeji von Westfalen. Im Mittelalter überfielen die Höxteraner den Ort Covey und machten ihn dem Erdboden gleich. Corvey überstand in der Erde versunken die Jahrhunderte und wurde für die Landesgartenschau in Höxter erstmals freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Fenster in die Vergangenheit! Spannend ist das, denn hier lebte auch ein international bekannter Medicus, der schon im Mittelalter Augenheilkunde betrieb. In der Gegenwart locken Imker, Energiegarten und Baumschule Besucher an, die Wissen für ihren heimischen Garten mitnehmen wollen. Konzerte, Mitmach-Aktionen und Andachten finden ebenfalls hier auf der Hauptbühne statt. Ein Highlight für alle Sinne ist das riesige Lavendelfeld, das den Weserbogen in die Petit Provence verwandelt und einen romantischen Hintergrund für Fotos bildet. Irren Sie durch das Hanflabyrinth, wandeln Sie über die Blühwiese und erfreuen Sie sich am Erdbeerfeld über prallreife Früchte. Im Remtergarten des Schlosses erwarten Sie Heilkräuter und edle Rosen. Und über allem schwebt Holli die Elfe und sorgt für gutes Wetter und noch bessere Laune. Entdecken Sie eine unbekannte Perle an der Weser und ihre Geschichte: Höxter macht aus der Landesgartenschau 2023 ein Erlebnis, das Vergangenheit und Zukunft verbindet.

Landesgartenschau Bad Gandersheim

Landesgartenschau Bad Gandersheim: 185 Tage „Garten.Fest.Spiele“

Niedersachsens Blütenbarometer konzentriert sich normalerweise ganz auf die Calluna Vulgaris – die berauschend violette Heideblüte. Doch warum nur ein Schauspiel, wenn man ganz viele haben kann? Erleben Sie in Bad Gandersheim ein Fest der farbenfrohesten Explosionen: Vom 14. April bis zum 15. Oktober dreht sich auf der Landesgartenschau alles um bunte Inspirationen für den heimischen Garten, prächtige Blickfänge für den Balkon, um florale Tischdeko und überhaupt die Kunst des Genusses.

Rechts der Harz, links das Weserbergland – eine etwas legere Verortung, aber genau so lässt sich die Lage Bad Gandersheims am besten beschreiben. Nur 40 Kilometer südlich von Hildesheim liegt der hübsche Solekurort, dessen Domfestspiele zu den berühmtesten Freilichtspielen Deutschlands gehören. Das Theaterfest integriert sich gleich mit mehreren Spitzenproduktionen in die 7. Niedersächsische Landesgartenschau. Doch auch für sportliche Action bietet das 30 Hektar große Gelände Platz. Im neu gestalteten Sole-Freibad schwimmen Sie in einem von nur drei Salzwasserfreibädern Deutschlands. Zuschauen ist auch schön, zum Beispiel beim SommerBiathlon, Kürbisboot-Fahren und den Gartenfestspielen. Und ansonsten immer der Nase nach. Blütendüfte und Sommer – ein Traumpaar!

Blütenfrisch: die Themengärten

Das ein Kilometer lange Blütenband zieht sich vom Landschaftspark bis in die Altstadt, führt entlang der Flüsse Gande und Eterna und erfreut mit verblüffenden Elementen. Etwa alle 14 Tage bieten die Meistergärtner ein neues Thema auf. Ob gemütliches Vorgärtchen, trendige Grillecke, Staudenstars oder frische Kräuterbeete, jede Präsentation hat ihren eigenen Charakter. Was sofort auffällt: Herrlich viel Wasser hier! Seen, Bäche und Sole-Freibad, sie alle bieten Gelegenheit zur Abkühlung.

Kunstvoll: Domfestspiele und Dorfschönheiten

So viel Liebe, wie in die Pflanzenpracht gesteckt wird, findet sich auch im Kulturprogramm. Ob Lichterfest im Park, Straßentheater mit Walking Acts und Performancekünstlern, Showkochen in der Outdoorküche, Jazzkonzert auf der Sparkassen-Seebühne oder Schlagerfestival – der Kalender ist proppevoll.

Zahlreiche Tagesveranstaltungen sind bereits im Eintrittspreis inbegriffen. Die Aufführungen der Domfestspiele sind extra zu buchen, aber auch ein unvergessliches Ereignis. Mit der Anreise der Schauspieler im Frühjahr beginnt in Bad Gandersheim stets die „Fünfte Gandersheimer Jahreszeit“: Die idyllische Kleinstadt verwandelt sich in eine bunte Festspielstadt. Fast 1.000 Zuschauer finden vor der Bühne an der mittelalterlichen Stiftskirche (dem „Dom“) Platz. Freuen Sie sich vom 11. Juni bis zum 13. August 2023 auf zauberhafte Inszenierungen wie das Kinder- und Familienstück „Robin Hood“, Konzertabende mit den Hits von ABBA, das Schauspiel „Der Graf von Monte Christo“ und das Musical „Frühstück bei Tiffany“.

Auch andere Spielorte wie die Seebühne bieten viel Literatur, Schauspiel und Musik. Der Skulpturenweg ergänzt die Gartenschau mit Kunst an ungewöhnlichen Orten, im Kloster Brunshausen präsentieren wechselnde Ausstellungen zeitgenössische Arbeiten. Eine besonders liebevolle Geste: In den 15 Dörfern rund um Bad Gandersheim haben EinwohnerInnen ihre ganz persönlichen „Dorfschönheiten“ fotografiert und ausgestellt.

Noch ein Ereignis macht Bad Gandersheim zu einer Ausnahme-Kulturstadt: die alljährliche Vergabe des „Roswitha-Literaturpreises“, des ältesten Frauen-Literaturpreises Deutschlands. Seit 1973 erinnert er an die erste deutsche Schriftstellerin, die Kanonisse Roswitha von Gandersheim. Sie schrieb bereits im 10. Jahrhundert im Stift Gandersheim Legenden, Dramen und historische Gedichte. Dotiert ist die Ehrung mit 5.500 Euro und ging im letzten Jahr an die Schriftstellerin Annegret Held. Die neue Preisträgerin können Sie im Herbst live auf der Landesgartenschau Bad Gandersheim erleben.

Auspowern: Lauf den Loop

Wer Lust auf Bewegung hat, findet im Spiele- und Sportpark viele Workout-Möglichkeiten. Hier lässt sich zunächst der so genannte Loop austesten, eine 700 Meter lange Laufbahn rund um den Park. Alle Fortbewegungsarten und -tempi erlaubt. Mittendrin gibt es Angebote für Yoga, Nordic-Walking, Qi-Gong und Waldbaden, eine Slackline, Boulebahn und einen Volleyballplatz. Oder Sie schwimmen ein paar Runden im Sole-Naturfreibad. Falls die Kinder noch kleiner sind: Auf zum Wasserspielplatz!

Wissen: Aufgepasst und zugehört

Spannend ist immer, wie alles zusammenhängt. Mensch, Tier, Ökosystem – kleine Taten, große Auswirkungen. Bei zahlreichen Vorträgen und Workshops erfahren Sie Wertvolles über Bienenvölker, Zukunftswälder und begrünte Dächer. Verschiedene Geländeführungen lenken den Blick auf weitere naturkundliche Themen und Details.

Bad Gandersheim und die Region

Sollten Sie vorher noch nie etwas von Bad Gandersheim gehört haben – ach, dann eben jetzt. Südniedersachsen ist ein sympathischer Underdog im Tourismus. Und weil die großen Massen woanders sind, kann man die sanfte Hügellandschaft mit all ihren historischen Schmuckstücken auch ganz in Ruhe genießen. Radeln gehört zu den beliebtesten Fortbewegungsarten. Lieblingsstrecke: der „Skulpturenweg“ von Lamspringe nach Bad Gandersheim. Dieser Rad- und Wanderweg verbindet die ehemaligen Klöster Lamspringe und Brunshausen und ist mit kolossalen Plastiken am Wegesrand gespickt (googeln Sie mal!). Er ist zudem der Anfang des „Radwegs-zur-Kunst“, der auf einer Länge von 60 Kilometern von Bad Gandersheim bis nach Sarstedt führt und noch mehr Kunst und Kultur intus hat.

Von Einbeck (18 Kilometer entfernt) haben Sie aber bestimmt schon mal gehört. Genau, irgendwas mit Bier … Die 32.000-Einwohner-Stadt am Rande von Weserbergland, Harz und Solling ist die Heimat des Bockbieres. In der historischen Altstadt stößt man überall auf Einbecks Biergeschichte, die 1616 noch aus insgesamt 742 Bürgerbrauhäusern bestand. Seither wird hier das berühmte „Ainpöckisch Bier“ gezapft. Bis heute spiegelt sich der Wohlstand der Brauer in den reich verzierten Fassaden der Häuser wider. Fast so berühmt wie das Bier ist mittlerweile der „P.S Speicher“, Deutschlands größtes Oldtimer-Museum. Sechs Stockwerke sind gefüllt mit interaktiver Automobil-Geschichte. Hier können Sie Ihre Fahrkünste im Porsche-Rennsimulator testen oder entspannt in einem Hanomag durch die Goldenen Zwanziger fahren.

Aber erstmal auf ins Blumenparadies! Denn „In einem Terminkalender ist nichts so wichtig, wie eine Stunde Muße im Garten einzuplanen“ (Johannes Rau). Für das niedersächsische Paradiesgärtchen Bad Gandersheim korrigieren wir lediglich das Zeitmaß – auf einen ganzen Tag. Mindestens.

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