Außerdem sehenswert in Nürnberg

Nach Nürnberg lädt die Geschichte zum Rendezvous: Architektur, Museen, Kunstschätze und spürbares Flair halten die Vergangenheit lebendig. In keiner anderen deutschen Großstadt finden sich so viele Spuren mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunst und Kultur. Doch auch was die Lebensqualität angeht, hat die Frankenmetropole einiges zu bieten. Spar mit! Reisen hat für Sie eine kleine, unvollständige Liste zusammengestellt, was ebenfalls noch sehr sehenswert ist.

Kunstbunker: Unter der Kaiserburg wurden auf einer Fläche von rund 900 Quadratmeter bereits kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges die wertvollsten beweglichen Kunstschätze Nürnbergs aufbewahrt. Hier wurden unter schwierigen Umständen optimale klimatische und bauliche Bedingungen geschaffen, um Kunstwerke vor Feuer, Rauch, Gas etc. zu schützen und für nachfolgende Generationen zu erhalten. Hinter einem roten Tor verborgen, liegt Nürnbergs eindrucksvollste Bunkeranlage, in der weltbekannte Kunstwerke wie etwa der Globus Martin Behaims, die Reichskleinodien, Kupferstiche von Dürer, der Engelsgruß des Veit Stoß oder das "Männleinlaufen" den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. (Führung täglich um 14.30; Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 4,- Euro; Kinder bis 10 Jahre frei)

Felsengänge: Seit Jahrhunderten wurden im Untergrund des Burgbergs eine Vielzahl von Gewölben und Gängen aus dem Fels geschlagen. Dank der großen Standfestigkeit des Burgsandsteins war es möglich, ausgedehnte, oft über vier Stockwerke reichende Felsenkelleranlagen zu schaffen: Unterirdische Gewölbe, die nachweisbar schon seit 1380 zur Herstellung und Lagerung von Bier genutzt wurden. (Führungen täglich 11.00, 13.00, 15.00 und 17.00; Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 4,- Euro)

Lochgefängnisse: Im Jahre 1322 erwarb die Reichsstadt Nürnberg vom Kloster Heilsbronn dessen Brothaus am Salzmarkt und baute es zum Rathaus um. Da das Rathaus zugleich als Gerichtsstätte diente, wurden die Kellerräume zu den Nürnberger Lochgefängnissen umgewandelt. Zu sehen sind heute noch zwölf Zellen, die in einer Abmessung von 2 Metern in Länge, Breite und Höhe oftmals mit zwei Gefangenen belegt waren. Holzbohlen kleideten Fußböden, Decken und Wände aus. Die Einrichtung bestand aus Pritsche, Bank und einem Brett als Tisch, im Winter zusätzlich einem Heizbecken (April bis Oktober: täglich 10.00 - 16.30, November/Dezember: Mo. - Fr. 10.00 - 16.30, Sa./So. geschlossen; Erwachsene 3,50 Euro; Ermäßigte 1,50 Euro).

Frauenkirche: 1355 bis 1358 ließ Kaiser Karl IV. anstelle der abgerissenen Synagoge (Pogrom 1349) die erste gotische Hallenkirche Frankens (am Hauptmarkt) als dreischiffige kaiserliche Hofkapelle errichten. Vermutlich führte Peter Parler, Baumeister des Prager Veitsdomes, den Bau aus. 1361 wurden hier zur Taufe des Thronfolgers Wenzel erstmals die Reichskleinodien der Öffentlichkeit gezeigt. Das "Männleinlaufen" (12 Uhr mittags), 1509 von Sebastian Lindenast und Georg Heuß geschaffen, erinnert an die Verkündung der Goldenen Bulle von 1356 - Sieben Kurfürsten huldigen dem thronenden Kaiser Karl IV.

Schöner Brunnen: Um 1385 bis 1396 vom Parlier und Steinmetz Heinrich Beheim erbaut. Die 19 Meter hohe Steinpyramide (am Hauptmarkt) wächst wie eine gotische Kirchturmspitze aus einem achtseitigen Becken und verjüngt sich über drei Stufen bis zur Kreuzblume. Das Gitter mit dem bekannten, mehrmals erneuerten drehbaren Messingring an der Südwestseite wurde von Paulus Kühn aus Augsburg 1587 geschmiedet. Vom weichen Sandstein des Originals sind nur Teile (im Germanischen Nationalmuseum) erhalten. Die Kopie aus Muschelkalk stammt aus den Jahren 1897 bis 1902.

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