Vatikan - Rom (Italien)

Vatikan: der kleinste souveräne Staat der Welt

Kein anderer Staat der Welt passt auf so wenig Terrain: Gerade mal einen halben Quadratkilometer misst die Vatikanstadt, eine Enklave mitten in Rom und spirituelles Zentrum der römisch-katholischen Kirche. Aus der Ferne sticht die mehrere Tonnen schwere Kuppel des Petersdoms hervor sie ist zugleich einer der schönsten Aussichtspunkte der italienischen Hauptstadt.

Ein altes Sprichwort besagt: „Roma non basta una vita“ (Rom ist nicht in einem Leben zu besichtigen). Den Vatikan sollte man definitiv mit auf der Liste haben. Nicht nur, weil es spannend ist, zu sehen, wie und wo der Papst wohnt. Oder weil es der letzte Staat mit Latein als Amtssprache ist. Vor allem, weil man die Vatikanischen Museen gesehen haben sollte. Kunstschätze aus Marmor und Gold, antike Mosaiken, Vasen, Fresken, Statuen – insgesamt zwölf Museumskomplexe mit über 1.300 Ausstellungsräumen dürfen besichtigt werden. Zu den berühmtesten Highlights gehört Michelangelos Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle im Apostolischen Palast. Es ist zugleich jener heilige Ort, an dem stets die neuen Päpste gewählt werden.

Elitetruppe des Papstes: die Schweizergarde

Eine andere Augenweide sind die päbstlichen Bodyguards. Seit 1506 steht die auffällig uniformierte Schweizergarde im Dienste der Sicherheit des Papstes. Das kleinste Heer der Welt besteht aus gerade mal 110 Männern – ausnahmslos Schweizer zwischen 19 und 30 Jahren. Sie gehen mit dem Pontifex auf Reisen, machen Ordnungs- und Ehrendienste und kontrollieren den Eingang zur Vatikanstadt. Ein Sicherheits-Backup gibt es aber auch noch: die 130 Mann starke vatikanische Gendarmerie.

Päpstliche Schätze: Vatikanische Museen

20.000 Menschen strömen täglich durch die Vatikanischen Museen. Am Wochenende und zu katholischen Feiertagen können es gern noch mal Zehntausend mehr sein. Der Mittwoch ist immer ein besonderer Tag. Da gewährt der Heilige Vater auf dem Petersplatz oder in der Audienzhalle um zehn Uhr eine Generalaudienz. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldeformulare können ganz weltlich im Internet heruntergeladen werden. Ansonsten ist der allerbeste Tipp, den man beherzigen kann: in Tickets mit bevorzugtem Einlass investieren. Vier Euro mehr, aber zwei, drei Stunden Wartezeit weniger. Führungen mit Reiseleiter bieten extra VIP-Zugang, damit umgeht man sogar die Vorzugs-Warteschlangen. Wenn Sie dann aber drin sind: Treiben lassen, innehalten und staunen. Petersdom, Vatikanische Gärten, Meister-Fresken der Rennaissance und Marmor-Putten, welche mit Weihwasser gefüllt sind – diese Welt betritt man höchtswahrscheinlich nur einmal im Leben.

Heiß begehrte Sammlerstücke: die Briefmarken des Papstes

Spannend ist so ein Ministaat in jeder Hinsicht. Bezahlen können Sie zum Beispiel mit Euro, zur EU gehört der Vatikan aber nicht. Es gibt keine Umsatzsteuer und keinen Grundbesitz, keinen Friseur, kein Krankenhaus und nur ein klitzekleines vatikanisches Gefängnis. Wer im Vatikan ein Amt bekleidet, darf günstig zur Miete wohnen und bekommt Telefon und Strom gratis. Für Touristen gehören die drei Filialen der vatikanischen Post oft zu den Highlights. Die auffallend hübschen Vatikanmarken sind streng limitiert und als Sammlerobjekte bei Philatelisten in aller Welt geschätzt. Falls Sie Hunger bekommen: Es gibt mehrere Restaurants und Cafés. Aber kein Ort ist so herrlich wie die Dachterrasse des Petersdoms. Nur hier liegen Ihnen Petersplatz und die Ewige Stadt so bildschön zu Füßen.

Adresse Vatikanstadt
00120 Città del Vaticano, Rom, Italien

Öffnungszeiten Vatikanstadt
Petersplatz: rund um die Uhr
Petersdom: Oktober – März 7.00 – 18.00 Uhr, April – September 7.00 – 19.00 Uhr; Mittwochs kann der Petersdom in der Regel vormittags für Papstaudienzen geschlossen sein. Dann sind Besichtigungen erst ab ca. 13.00 Uhr möglich.
Vatikanische Museen: Montag – Samstag 9.00 – 18.00 Uhr; jeden letzten Sonntag des Monats 9.00 – 14.00 Uhr kostenloser Eintritt

Wichtig: Der Petersdom darf nur in korrekter Kleidung betreten werden. Knie und Schulter müssen bedeckt sein.

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