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Mailand

Mailand-Urlaub: Kirche, Kunst und Kapital

Modemetropole, Fußballstadt und natürlich der berühmte Dom – Mailand ist der ideale Städtetrip für Familien, denn hier ist für jeden etwas dabei: Shopping in den Luxusläden, Fußball gucken im Stadion und jede Menge Kultur.

Städtereisen nach Mailand

Machtzentrum zwischen Kirche, Kunst und Kapital

Mailand, klar, das ist Mode und Fußball, Einkaufen und Flanieren, Kirche und Kunst, aber auch Kapital und Macht. Der Norden von Italien ist reich, hier ist das Land industrialisiert. In Mailand wurde immer schon politische und kirchliche Geschichte geschrieben. Rom ist zwar weit weg, aber ohne den Norden geht in Italien gar nichts.

An Selbstbewußtsein mangelt es den Milanesen nicht. Und das zeigen sie: in ihren Museen, ihren Bauten und Berühmtheiten. Das Machtzentrum in der Lombardei hat es in sich. Ein ideales Reiseziel für eine Städtereise.

Die Geschichte Mailands ist wechselhaft und geht mit aller Wahrscheinlichkeit auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Im Jahre 222 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert. Sie nannten ihre Eroberung fortan "Medio-lanum" (in mitten der Ebene). Im Jahre 15 v. Chr. machte Augustus sie zur Hauptstadt der 11. Region. 293 n. Chr. wurde "Mediolanum" sogar zur Hauptstadt des Weltrömischen Reiches ernannt. Mit Hilfe des Einflusses der Kirche erreichte Mailand schließlich eine gewisse Selbständigkeit gegenüber Rom.

1386 begannen die Visconti mit dem Bau des größten Wahrzeichens von Mailand: des Dom Santa Maria Nascente. Der Mailänder Dom ist ein Bauwerk der Superlative - und somit ein unbedingtes Muss für jeden Besucher der Stadt. Der Anblick des größten gotischen Baus mit den unzähligen Skulpturen, Spitzen Verzierungen und Ornamenten ist einfach faszinierend. Drinnen haben 40.000 Menschen Platz, auf dem Dach nicht ganz so viele. Die einzigartige Dachterrasse des Doms eröffnet einen herrlichen Blick über die Stadt.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann das bisher dunkelste Kapitel Mailands: Die Stadt war Mittelpunkt der faschistischen Bewegung unter Mussolini, der 1922 die Macht in Italien ergriff. Erst nach 1945 traf Mailand trotz verheerender Zerstörungen wieder der Segen des Aufschwungs. Es wurde zu einem der größten Zentren des Wirtschaftswunders. Heute ist Mailand mit 1,3 Millionen Einwohnern das Industriezentrum Italiens.

Weltberühmte Künstler wie Leonardo da Vinci und Bramante hinterliessen ihre künstlerische Handschrift. Neben der Kirche hat die Kultur in Mailand eine ganz besondere Bedeutung: Zahlreiche Museen mit Werken der bedeutendsten Künstler der Welt findet man in prachtvollen Palästen, kleinen Palazzi, hinter dicken Festungsmauern oder eben in Kirchen. Allen voran das Kloster Santa Maria delle Grazie. Hier hängt das wohl bekannteste Sakral-Bild der Welt: das Abendmahl-Fresko von Leonardo da Vinci. Was wäre Mailand ohne Leonardo da Vinci. Das Museo Nazionale della Scienza e della Tecnica in der Kirche San Vittore, ist ein riesiges Technikmuseum mit verschiedenen Abteilungen. Zeichnungen, Plänen und Erfindungen von Leonardo da Vinci sind hier ebenso ausgestellt wie Moderne Technik.

Genauso weltberühmt wie der Dom und da Vinci ist Mailands Oper: Teatro alla Scala. Für den wahren Italiener ist die lirica, die Opernmusik, ein Lebenselixier. Deshalb war auch die Scala das erste Gebäude, das nach der Bombardierung von 1943 wieder aus den Trümmern emporragte. Mailänder Geschichte ist allgegenwärtig und hatte sogar Vorbildfunktion, wie die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst der Visconti, dann der Sforza). Sie stand architektonisch Modell für den Kremel in Moskau. Entstanden ist die Burg aber, um den Herrschern Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Moderne Geschichte gibt es direkt am Hauptbahnhof zu sehen. Dort steht das Pirelli-Hochhaus, in dessen Mauern seit 1979 die lombardische Regierung sitzt. Der Büro-Turm brach zum ersten Mal das Mailänder Gebot, dass kein Gebäude höher sein dürfe als die Madonnina auf der Turmspitze des Mailänder Dom.

Das wirklich "alte" Mailand das noch so richtig lebendig ist, "versteckt" sich im Navigli-Viertel im Süden der Stadt. Ein wenig Venedig- oder Amsterdam-Feeling macht sich breit, wenn man durch diesen zum Vergnügungsviertel etablierten Stadtteil schlendert. In dem ehemaligen Hafenviertel gibt es zahlreiche Kneipen, Second-Hand-Shops und stilvolle Musiklokale. Die Sehenswürdigkeiten Mailands erkunden Sie am Besten zu Fuß, mit der Tram, deren Linien sich durch die ganze Stadt ziehen oder der Metro, mit der Sie überall schnell und bequem hinkommen.

Fotos: Wikipedia, Ilona Laufersweiler, Stefano Stabile, Jacub Halun, Steinsplitter, Stefan Neudeck, Jeff G., Giustino

SehenswürdigkeitenMailand (Italien)

Museo Teatrale alla Scala (Theatermuseum an der Scala): Für alle Freunde der klassischen Musik und vor allem für Opernfreunde lohnt sich ein Besuch dieses Museums! Es ist reichlich mit Andenken an das gefeierte Opernhaus La Scala gefüllt. Zwei Hallen sind Mailands Liebling Verdi gewidmet, dessen Chor der Sklaven aus Nabucco immer noch die inoffizielle italienische Nationalhymne ist. Zu den Erinnerungsstücken gehört das Spinett, auf dem er zu spielen lernte, von ihm geschriebene Noten und der juwelenbesetzte Taktstock, den man ihm nach dem triumphalen Erfolg von Aida überreichte. Außer Verdi werden auch Rossini, Puccini und Toscanini geehrt.

Adresse Museo Teatrale alla Scala Mailand
Largo Antonio Ghiringhelli, 1, 20121 Milano MI

Öffnungszeiten Museo Teatrale alla Scala Mailand
täglich 9.00 - 17.30 Uhr

Santa Maria delle Grazie: Das Abendmahl (Cenacolo) ist eines der berühmtesten Bilder der Welt. Lodovico Sforza beauftragte Leonardo da Vinci mit diesem Meisterwerk (1495-97) für das Refektorium der angeschlossenen Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie. Das Bild zeigt den Moment, an dem Christus den Betrug offenbart. Die zwölf Apostel stehen in Dreiergruppen zusammen, Christus im Zentrum und Judas (von Vasari als eine Perfidie-Studie beschrieben) rechts, mit seiner Hand starr über einem auf dem Tisch liegenden Beutel voller Silber.

Adresse Santa Maria delle Grazie Mailand
Piazza di Santa Maria delle Grazie, 20123 Milano MI

Öffnungszeiten Santa Maria delle Grazie Mailand
täglich 10.00 - 12.20 Uhr und 15.00 - 17.30 Uhr

Museum für Kunstgeschichte im Sforza-Kastell: Das Museo d'Arte Antica del Castello Sforzesco war früher eine trutzige Festung. Drei Stadtmuseen sind in dieser aus roten Ziegeln gemauerten Burg am Rande des Sempione-Parks untergebracht. Das Museum für Kunstgeschichte zeigt Michelangelos letztes Werk, die nicht fertiggestellte Piet Rondanini, auf dem die Jungfrau Maria Jesus Leichnam in ihren Armen hält.

Im Stockwerk über der ausgedehnten Skulpturen-Galerie befindet sich eine große Gemäldesammlung, zu der bedeutende Werke von Mantegna, Antonello da Messina und Leonardo da Vinci gehören. Neben dem Museum für Kunstgeschichte, das sich mit der Pinacoteca del Castello in einem Gebäude befindet, liegen die anderen beiden Museen, das Museum für Kunstgewerbe und das Archäologische Museum. Beide sind im Fort (Rocchetta) untergebracht.

Adresse Museum für Kunstgeschichte im Sforza-Kastell Mailand
Piazza Castello, 20121 Milano MI

Öffnungszeiten Museum für Kunstgeschichte im Sforza-Kastell Mailand
Dienstag - Sonntag 9.00 - 17.30 Uhr

Leonardo da Vinci Museum der Wissenschaft und Technologie: In Mailand, wo sich das Letzte Abendmahl befindet, ist das Interesse am kreativen Genie Leonardo da Vinci besonders groß. Die meisten Besucher kommen in das der Geschichte der Wissenschaft gewidmete Museo Nazionale della Scienza e della Tecnica Leonardo da Vinci, um die Leonardo-Galerie mit den vielen Modellen zu sehen, in denen der intuitive Schöpfergeist da Vincis anschaulich wird. Seine Entwürfe für Kriegsmaschinen, Flugmaschinen, Architektur und Produktion sind bewundernswert, und auch wenn sich nicht alle seiner Ideen als erfolgreich erwiesen - wie die rotierende Schraube, von der behauptet wird, ein Vorläufer der Hubschrauberpropeller zu sein.

Adresse Leonardo da Vinci Museum der Wissenschaft und Technologie Mailand
Via San Vittore, 21, 20123 Milano MI

Öffnungszeiten Leonardo da Vinci Museum der Wissenschaft und Technologie Mailand
Dienstag - Freitag 9.30 - 17.00 Uhr, Samstag/Sonntag 9.30 - 18.30 Uhr

Nationalgalerie für Moderne Kunst: Die Civica Galleria d'Arte Moderna ist ein Genuß für Liebhaber der Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Sie ist in Napoleons früherem Sommerpalast, am Rande des Giardini Pubblici, untergebracht und beherbergt eine umfangreiche Sammlung von neo-klassizistischer bis zeitgenössischer Malerei. Der Impressionismus wird mit der Grassi-Kollektion auf der zweiten Etage gut repräsentiert, u.a. mit Werken von Bonnard, Czanne, Corot, Renoir, Sisley und Vuillard.

Adresse Nationalgalerie für Moderne Kunst Mailand
Via Palestro, 16, 20121 Milano M

Öffnungszeiten Nationalgalerie für Moderne Kunst Mailand​​​​​​​
Dienstag - Sonntag 9.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr

Basilica de Sant Ambrogio: Die von Sankt Ambrosius, dem Schutzheiligen der Stadt Mailand, im vierten Jahrhundert erbaute Basilika ist den Märtyrern Gervasius und Protasius gewidmet. Die Überreste der drei Heiligen können in einem Glaskasten unter dem Hauptaltar betrachtet werden. Der berühmteste Bekehrte von Bischof Ambrosius ist St. Augustin. Die Sant Ambrogio Basilika (9. - 12. Jahrhundert) ist eine der schönsten Kirchen in Mailand, ein monumentales Gebäude im spätromanischen Stil der Lombardei.

Die Basilika entspricht im Aufbau einer frühen christlichen Basilika und basiert auf der Architektur des alten Roms. Die Kapelle des St. Victor (Sacello di San Vittore in Ciel d'Oro) am Ende des südlichen Gangs ist eine gewölbte Bestattungskapelle und wurde im vierten Jahrhundert auf dem Friedhof der Kirche erbaut. Im folgenden Jahrhundert wurde sie mit meisterhaften Mosaiken ausgeschmückt.

Adresse Basilica de Sant Ambrogio Mailand
Piazza Sant'Ambrogio, 15, 20123 Milano MI

Öffnungszeiten Basilica de Sant Ambrogio Mailand
Montag - Samstag 10.00 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr, Sonntag 15.00 - 17.00 Uhr

Dom- Mailand (Italien)

Dominant - das berühmte Bauwerk in Mailand

Inmitten der Stadt liegt die größte gotische Kathedrale - und das viertgrößte Gotteshaus - der Welt: Mailands Dom "Santa Maria Nascente". Mit dem Bau wurde schon 1386 begonnen. Bei hellem Sonnenschein funkeln die farbigen Fenster im riesigen Inneren wie ein Kaleidoskop. Der Heilige Carlo Borromeo, der wichtigste Wohltäter der Kathedrale, ist in deren Mitte begraben.

Unbedingt sehenswert ist die achteckige unterirdische Krypta, in der Borromeo begraben wurde und die Schatzkammer. Das Dach des Doms ist ein majestätisches Gewebe aus Strebepfeilern, Turmspitzen und Fialen. Über einem Wald aus Statuen (es sind mehr als 3.400) und der zentralen Kuppel steht die kleine, vergoldete, 1774 aufgestellte Kupferstatue der Jungfrau Maria, die Madonnina, welche in 108 Meter Höhe über der Stadt thront. Bis hinauf führen 158 Stufen. Man kann aber auch den Aufzug nehmen. Dem Dom sollten Sie unbedingt aufs Dach steigen. Eine beeindruckendere Dachterrasse findet man kein zweites Mal. Marmor wohin das Auge schaut. Lösen Sie Ihren Blick und genießen Sie die Sicht über die aufregende Stadt. Und wenn Sie dann wieder runter gekommen sind: Das Museo del Duomo nebenan ist ebenfalls einen Besuch wert.

Adresse Dom Mailand
Piazza del Duomo, 20122 Milano MI

Öffnungszeiten Dom Mailand
täglich 8.00 - 19.00 Uhr

Ausgehen in Mailand(Italien)

Mailands Nachtleben folgt seinen eigenen Regeln - und läuft damit Rom den Rang ab. Mailand ist Metropole für Studenten, Industrie, Medien und Touristen. Mailand zieht viele Menschen an. Klar, dass das Ausgehen in dieser Stadt besondere Reize hat.

Das Nachtleben: Die Abende beginnt man mit dem Passegiata, so nennen die Italiener das Flanieren in den Straßen. Sehen und gesehen werden ist hier das Sprichwort, je schicker desto besser. Stets eignen sich hier die Galleria Vittorio Emmanuele II. und die Fußgängerzonen der Innenstadt entlang der Via Dante. Anders als im restlichen Italien gibt es in Mailand nicht nur gute italienische Trattorien und Pizzerien, sondern auch eine Fülle an ausländischen Lokalen: asiatische, griechische, texanisch-mexikanische, spanische und thailändische und viele mehr.

Um bella figura (bedeutet, dass man weiß, was abläuft) zu sein, suchen die Mailand-Kenner zwei oder drei verschiedene Lokale über den Abend verteilt auf und zeigen gerne ihr gesellschaftliches Know-how. Viele gute Bars und Cafes findet man im Bezirk Navigli, in der Nähe der Kanäle im Südwesten der Stadt, bis zur Porta Ticinese. Nördlich des Doms, in der Gegend rund um die Brera-Gemäldegalerie, befinden sich in vielen Boutiquen angenehme Cafes, aber auch Restaurants und Clubs. Die meisten Bars und Restaurants sind bis spät geöffnet (1.00 Uhr), anschließend geht es in einen der bis 4.00 Uhr geöffneten Clubs.

Die Bars: In Mailand sollte man unbedingt dem Grand Cafe Fashion, Porta Ticinese, Ecke Via Vetere, einen Besuch abstatten, dessen Bar in der ersten Etage zieht vor allem die Schönen und Reichen der Stadt an. Ein guter Ausgangspunkt, um die Bars des Bezirks Navigli zu erkunden, ist die Magellano-Music Bar, Ripa di Porta Ticinese 23. Das Cafe L'Atlantique, Viale Umbria 42, ist ein guter Ort, um Pizza zu essen und gleichzeitig unter Palmwedeln sitzend einen Cocktail zu schlürfen. Zwanglos ein paar Gläser besten italienischen Weins trinken kann man sehr gut im Il Divino, Via Filippino Lippi 2, und einen Campari mit Soda beim Rabarbaro Zucca im Caffe Zucca in der Galleria (dies hieß früher Il Camparino und ist die Bar, in welcher der berühmte Aperitif kreiert wurde). Die neueste angesagte Bar ist die hundert Jahre alte Pasticceria Ricci, Piazza della Repubblica 27. In dieser regelmäßig von Boy George besuchten Bar wird tagsüber Kuchen und Gebäck serviert, nachts gibt es hier. . .

Die Clubs: Wie in jeder Metropole sind In-Clubs ganz schnell auch mal wieder out. Immer etwas los ist in der früheren Fabrikgegend in der Nähe der Via Savona in Porto Genova. Die Bugatti Bar, Via Gaspare 7, gehört Fabrizio Ferri, der Club Palestra Industria unter der gleichen Adresse seiner Frau. Etablierten ist auch das "Gimmis", Via Cellini 2 - hier wird Pop für die breite Masse gespielt. Ähnlich ist das Hollywood, Corso Como 15, allerdings sind die Gäste etwas glamouröser. Das Pow Wow, Viale Ortles 62, in der Gegend Bocconi, ist der einzige Club, für den kein Eintritt verlangt wird; dort kann man auch mexikanisch und italienisch essen, bevor man auf den beiden Tanzflächen zu Funk und Hip Hop tanzt. Näher an der Porta Romana liegt das Rolling Stone, Corso XXII Marzo 32, der Rock-Tempel von Mailand, wo Gruppen häufig live spielen. Fans der italienischen House-Musik sind samstags gut im New Parco delle Rose aufgehoben (Via Fabio Massimo 36), wo es offene und überdachte Bereiche gibt, in denen diverse Musikrichtungen gespielt werden. Zu den großen Clubs (bis zu 2000 Personen) gehören das Propaganda, Via Castelbarco 11, und das Alcatraz, Via Valtellina 25, das sich in einem renovierten Fabrikgebäude befindet, in dem es zwei Tanzflächen, zwei Bühnen, drei Bars und eine Kneipe gibt.Tanzflächen, zwei Bühnen, drei Bars und eine Kneipe gibt.

Unterwegs in Mailand(Italien)

Mailand kann, muß man aber nicht zu Fuß erkunden: In Mailand steht ein ausgedehntes öffentliches Verkehrsnetz zur Verfügung. Das System erlaubt zwischen der U-Bahn, den Bussen, der Straßenbahn und den Oberleitungsbussen umzusteigen. Fahrkarten kosten 2,- Euro, gelten für 90 Minuten und ermöglichen dem Fahrgast unbegrenzte Benutzung der Busse, Straßen- und U-Bahnen.

Die U-Bahn hat drei Linien die rote MM1, die grüne MM2 und die gelbe MM3, die sich in Duomo, am Hauptbahnhof, Loreto und Cadorna treffen. Karten sind nur gültig, wenn sie an den SITAM-Automaten in den Bussen oder U-Bahnhöfen abgestempelt werden. Einzelkarten oder Zehnerkarten können in Tabakläden (mit einem großen T für tabacchi gekennzeichnet), in den meisten Cafes und an fast allen Bushaltestellen an Fahrkartenautomaten gekauft werden.

Ein oder zwei Tage gültige Tageskarten können in den ATM-Büros der Bahnhöfe Duomo, Loreto, Romolo und am Hauptbahnhof gekauft werden. Sie lohnen sich für einzelne Personen, die nur eine kurze Zeit in der Stadt verbringen, an Sonntagen gilt eine Tageskarte für die ganze Familie.

Taxis sind meistens weiß (einige sind auch gelb oder in den Farben des Sponsoren lackiert) und können auf der Straße herangewunken werden, allerdings halten sie selten an. Einfacher kann man ein Taxi an den Taxiständen vor den Bahnhöfen bekommen.

Autofahren wie Schumi - und das in dieser Stadt: Die meisten Italiener fahren, als ob sie Formel-Eins-Fahrer wären. Zwar gibt es nur relativ wenige Unfälle, man sollte aber trotzdem extrem vorsichtig sein. Das Autofahren im Stadtzentrum von Mailand sollte deshalb möglichst vermieden werden. Die Straßen sind meistens verstopft, auch nachts. Auch das Parken ist schwierig, und die Italiener stellen ihre Wagen oft sehr seltsam ab.

Busrundfahrten mit der APT-Linie sind die einzige Möglichkeit, Leonardo da Vincis Letztes Abendmahl ohne vorherige Buchung sehen zu können. Da Plätze für die Busrundfahrt nicht im voraus gebucht werden können, sollten Besucher sich einfach vorher zur Touristeninformation begeben (Via Marconi 1, bei der Piazza del Duomo) und vor der Abfahrt um 9.30 Uhr (täglich) eine Karte kaufen. Die Rundfahrt dauert drei Stunden und beinhaltet den Dom, die Burg Sforza und die Eintrittsgebühren für das Letzte Abendmahl und das Scala-Museum.

Straßenbahnrundfahrten sind eine äußerst reizvolle Art, das Stadtzentrum kennenzulernen. Besonders mit der restaurierten Straßenbahn aus den zwanziger Jahren. Begegnen einem doch Reproduktionen von historischen Sepia-Fotografien, auf denen die Mailänder Straßenbahnen gezeigt werden, in den Bars und Restaurants der Stadt recht häufig. Die knapp zwei Stunden dauernde Straßenbahnrundfahrt beginnt an der Piazza Castello und führt zum Dom, dem Letzten Abendmahl, der Piazza della Scala und der Brera-Gemäldegalerie. Karten für die rund zweistündige Rundfahrt beinhalten nicht die Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten. Erläuterungen gibt es über Kopfhörer in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch bzw. Japanisch. Im Sommer und an Winterwochenenden finden täglich drei Rundfahrten statt.

Einkaufenin Mailand (Italien)

Mailand ist eine Hochburg für Designermode. Die Modehäuser Armani und Versace haben hier ihr kreatives Zentrum. Das sogenannte Designer-Dreieck wird von der Via Montenapoleone, der Via Sant Andrea und der Via della Spiga nördlich des Doms gebildet. Namen wie Dolce Gabbana, Ferragamo, Gucci, Missoni, Prada, Trussardi, Versace und Valentino klingen wie das ABC der italienischen Eleganz. Man benötigt schon ein ordentliches Maß an Selbstbewusstsein, um die geheiligten Modetempel zu betreten, wie z. B. Gianni Versaces vierstöckiges Mode-Emporium (an der Via Montenapoleone 2). Unprätentiöser ist ein Schaufensterbummel in der Fußgängerzone der Via della Spiga. Schicke, wenn auch ausgefallenere Sachen zu niedrigeren Preisen und Restposten bekommt man im L'Armadio de Laura, Via Voghera 25.

Auch in der Gegend rund um Brera findet man exklusive Boutiquen und Kunstgalerien. Besonders schön durch Galerien streifen kann man in der Fußgängerzone Via Fiori Chiari, wo es auch ein paar nette Cafés gibt. Diese Gegend ist auch bei Antiquitätenhändlern beliebt, die hier jeden dritten Samstag im Monat (außer im August) Verkaufsstände aufbauen. Auch der an Wochenenden stattfindende Antiquitätenmarkt an den Ufern des Kanals Naviglio Grande ist äußerst beliebt. Südlich des Doms in Richtung Universitätsviertel und Porta Ticinese, sinken die Preise, denn dort findet man statt exklusiver Mode Freizeit- und Sportbekleidung. Kinderbekleidung kann man gut in der Via Torino finden, die südwestlich von der Piazza del Duomo abgeht.

Außerhalb der Altstadt befinden sich die Modegeschäfte häufig in größeren Gebäuden, und deshalb stehen die Geschäfte Corso Buenos Aires (im Norden), Corso Vercelli (im Westen) und Corso XXII Marzo (im Osten) an Beliebtheit gleich an zweiter Stelle. Preisreduzierte Waren kann man gut im Stockhouse, Via Montegani 7 einkaufen.

Wer die Geschäftigkeit von Straßenmärkten vorzieht, sollte den Markt in der Viale Papiniano (Metro San Agostino, samstags ganztägig) besuchen. Der Flohmarkt in der Fiera di Sinigaglia, am Darsena-Becken, findet an Samstagen zwischen 8.30 und 17.00 Uhr statt. An Sonntagvormittagen gibt es auf der Piazetta Reale (März - Juni und September - Dezember) einen Blumenmarkt.

Galleria Vittorio Emanuele II: Der Eingang der kreuzförmigen Galleria Vittorio Emanuele II, einer riesigen Einkaufspassage im Jugendstil, liegt an der Piazza vor dem Dom und ist ein guter Treffpunkt sowie ein idealer Ort zur Erholung. Die Galleria wurde gebaut, um die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala zu verbinden und entwickelte sich schnell zu Mailands guter Stube. Winters wie sommers kommen die Mailänder hierher, um dem Regen zu entgehen, sich in den exklusiven Geschäften umzusehen und in den Bars Campari mit Soda zu trinken.

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