Opernfestspiele Verona
Bühnenbild Opernfestspiele Verona

Opernfestspiele Verona: Kultur unter freiem Himmel

Auch wenn Sie wenig über Opern wissen, werden Sie diese Nacht nie vergessen, allein wegen der einmaligen Atmosphäre im größten Opernhaus der Welt. Die meisten Gäste wollen einfach nur genießen und der wunderschönen Musik lauschen.

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Fragen zum Opernabend

Wie lange dauern die Aufführungen? Meistens bis 1.00 Uhr, das kann jedoch variieren, je nachdem wie lange die Pausen sind und der Bühnenumbau Zeit in Anspruch nimmt.

Ab wann ist Einlass in die Arena di Verona? Immer zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn.

Gibt es eine besondere Kleiderordnung? Nein, aber bitte bedenken Sie, dass es sich hier um ein Opernfestival handelt und um kein Popkonzert. Im Parkett, vor allem in der ersten Kategorie "Poltronissime", kommen viele Gäste in festlicher Abendkleidung.

Ist Fotografieren und Filmen in der Arena di Verona während der Vorstellung erlaubt? Für private Zwecke mit Amateurkameras ohne Blitz und Leuchten ist es grundsätzlich erlaubt.

Was geschieht, wenn es wider Erwarten tatsächlich einmal regnen sollte? Fällt die ganze Vorstellung aus, was so gut wie nie vorkommt, wird der Eintrittspreis direkt in Verona noch am selben Abend zurückgezahlt, eine Rückerstattung ist nur so möglich, nicht jedoch über uns. Es kommt ganz selten vor, dass es mal regnet, dann meist jedoch nur kurze Schauer, die Vorstellung wird dann so lange unterbrochen und nach dem Schauer fortgesetzt.

Dürfen Picknickkoffer und Getränke mit in die Vorstellung genommen werden? Gegen einen Pausensnack und ein kleines Getränk im Tetrapack hat niemand etwas, aber gegen Picknickkoffer und Flaschen sehr wohl, das ist untersagt und wird beim Einlass abgenommen. Bitte bedenken Sie, Sie gehen in eine Opernvorstellung und nicht zu einer Picknickparty. In den Pausen gibt es Getränke und kleine Snacks zu kaufen.

Sind die unnummerierten Sitze der 7. Kategorie "Gradinata" gepolstert? Nein, Sie sitzen auf Steinstufen ohne Rückenlehne, sie können sich jedoch ein oder mehrere Sitzkissen gegen eine geringe Gebühr leihen.

Welche Plätze sind gepolstert und haben Lehnen? Nur die 1. Kategorie ist gepolstert und hat Lehnen, die 2. und die 3. Kategorie haben Lehnen, sind aber nicht gepolstert, man kann sich gegen ein geringes Entgelt jedoch Sitzkissen leihen.

Inhalt "Aida"

Erster Akt

Erstes Bühnenbild - Zu Memphis: Radames erfährt vom Oberpriester Ramphis, dass die Äthiopier mit einem neuen Krieg drohen und die Göttin Isis den obersten Feldherrn der Ägypter bereits bestimmt habe. Bei dieser Nachricht frohlockt Radames, da er hofft, er selbst der Auserwählte zu sein und siegreich zu Aida, der jungen äthiopischen Sklavin, die er glühend liebt, zurückkehren zu können. Als die Tochter des Pharao, Amneris, jetzt in den Saal tritt, vertraut er ihr seine Hoffnung an, ohne jedoch etwas von seiner Liebe zu Aida zu verraten. Kurz darauf tritt auch Aida in den Saal und Amneris erkennt an deren sehnsuchtsvollen Blick die Liebe, die diese mit Radames verbindet. Daraufhin schwört Amneris, dass sie sich rächen wolle, denn auch sie liebt Radames, den Hauptmann der Palastwache, von ganzem Herzen. In diesem Augenblick tritt der Pharao in den Saal, gefolgt von seinen Wachen und von Priestern mit Ramphis an deren Spitze. Der Pharao lässt den Boten hereinführen, der meldet, dass die Äthiopier bereits in Ägypten eingedrungen sind und auf Theben zumarschieren. Sie würden von einem unbezwingbaren Heerführer, Amonasro, angeführt. Der Pharao verkündet, dass die Göttin Isis Radames zum obersten Heerführer der Ägypter bestimmt habe. Alle Anwesenden jubeln diesem zu, und Amneris überreicht ihm das Banner, mit dem er siegreich zurückkehren soll. Nur Aida ist betrübt, denn der Sieg des geliebten Radames würde die Niederlage ihres eigenen Vaters, der niemand anderer als jener Amonasro ist, bedeuten, also des Mannes, der ihretwegen zu den Waffen gegriffen hat, um ihr die verlorene Freiheit zurückzugewinnen. In dieser verzweifelten Lage fleht sie die Schutzgötter um Hilfe an.

Zweites Bühnenbild - Im Tempel des Vulkan: Priester und Priesterinnen singen zu Ehren der Gottheit eine geheimnisvolle Hymne. Radames wird in eine Kriegerrüstung gekleidet, empfängt das Heilige Schwert und wird für den Sieg geweiht.

Zweiter Akt

Erstes Bühnenbild - In Amneris' Gemächern: Sklavinnen kleiden Amneris für das bevorstehende Siegesfest in Prunkgewänder. Während dieser Vorbereitungen führen junge Negersklaven einen Tanz auf. Beim Eintritt Aidas verbirgt Amneris ihre wahren Gefühle und beklagt das Schicksal der Äthiopier. Aidas Volk, das in der Schlacht entscheidend geschlagen wurde. Um sich jedoch Gewissheit über die Liebe Aidas zu Radames zu verschaffen, teilt sie der äthiopischen Prinzessin mit, dass der Held der Ägypter in der Schlacht gefallen sei. Aida bricht in Tränen aus. Zornerfüllt enthüllt ihr nun Amneris die Wahrheit: Radames lebe, und sie, Amneris, liebe ihn. Voller Stolz erklärt zunächst Aida ihre eigene Liebe zu Radames, um dann jedoch Amneris um Erbarmen anzuflehen. Doch Amneris bedroht sie und erinnert sie dann, dass sie als Sklavin nicht mit einer Pharaonentochter konkurrieren könne.

Zweites Bühnenbild - In Theben: Das Volk jubelt über den errungenen Sieg. Der Pharao, dann Amneris mit Aida und den anderen Sklavinnen, die Minister und Priester erwarten Radames, um ihn mit einem Triumphzug zu begrüßen. Als er an der Spitze seiner bewaffneten Krieger und der Gefangenen erscheint, heißt ihn der Pharao willkommen und fragt ihn, was er sich als Belohnung wünsche, Radames bittet, dass die Gefangenen vor den König gebracht und freigelassen würden. Aida erkennt unter ihnen sogleich ihren Vater und kann rasch ein paar Worte mit ihm wechseln. Amonasro aber befiehlt ihr, ihn nicht zu verraten, und bittet den Pharao, ohne seine eigene Identität zu enthüllen, die Gefangenen zu verschonen. Der Oberpriester widersetzt sich jedoch dieser Bitte. Zumindest Aida und der unerkannte Amonasro sollten als Geiseln, als Garanten für den Frieden, in Ägypten bleiben. Der Pharao gibt dazu seine Einwilligung und verkündet zuletzt, dass er dem siegreichen Feldherrn Radames die Hand seiner Tochter und die Thronfolge übergebe. Währen das Volk diesen Entschluss bejubelt, bezeugen sich Radames und Aida gegenseitig ihren Schmerz.

Dritter Akt

Am Nilufer: Es ist Nacht. Im Hintergrund erhebt sich der Isistempel. Ramphis führt Amneris zum Tempel, in welchem sie in der Nacht vor ihrer Hochzeit zur Göttin Isis beten will. Heimlich wartet hier Aida auf Radames. Doch vorher erscheint ihr Vater. Er will seine Tochter dazu bewegen. Radames das Geheimnis zu entlocken, welchen Weg die ägyptischen Truppen einschlagen würden, um in Äthiopien einzufallen. Doch obwohl ihr der Vater mit ergreifenden Worten die ferne Heimat in Erinnerung ruft, widersetzt sich ihm die Tochter. Inzwischen kommt Radames, und Amonasro muss sich verbergen. Aida bittet den Geliebten, mit ihr aus Ägypten zu fliehen. Vielleicht kenne er einen geheimen Pfad, der von den ägyptischen Truppen nicht bewacht wurde. Da nennt ihr Radames, der nicht ahnt, dass er belauscht wird, die Napataschlucht; Triumphierend tritt nun Amonasro aus seinem Versteckt hervor und gibt sich als König der Äthiopier zu erkennen. Radames erkennt, dass er ungewollt sein Vaterland verraten und sich dadurch entehrt hat. Da tritt Amneris aus dem Tempel hervor und ruft "Verrat!". Amonasro stürzt sich auf sie, um sie zu erdolchen, aber Radames tritt dazwischen und verhindert die Bluttat. Er lehnt es aber ab, mit Aida und ihrem Vater zu fliehen. Dann reicht er dem herbeieilenden Ramphis sein Schwert und lässt sich ohne Widerstand gefangen nehmen. Zwischenzeitlich ist es Amonasro gelungen, mit seiner Tochter Aida zu entkommen.

Vierter Akt

Erstes Bühnenbild - Saal im Palast des Pharaos, von dem ein Gang in den Gerichtssaal, ein anderer in das Gefängnis, in dem Radames gefangen gehalten wird, führt: Amneris ist verzweifelt, zwischen Wut, Schmerz und Liebe hin- und hergerissen. Sie möchte Radames retten und lässt ihn vorführen. Sie beschwört ihn vergeblich, sich vor dem Gericht der Priester zu verteidigen, um sein Leben zu retten. Radames aber sieht keinen Sinn mehr in einem Leben ohne Aida, die er von Amneris getötet glaubt. Daraufhin berichtet Amneris, daß Amonasro gefallen sei, Aida jedoch habe fliehen können und am Leben sei. Sie verspricht Radames das Leben, den Thron und ihre Liebe, wenn er auf Aida verzichte. Radames ist aber zum Tode entschlossen und kehrt in sein unterirdisches Gefängnis zurück. Unsichtbar hört man die Anklage der Priester und vernimmt das dreimalige Schweigen Radames'. Er wird dazu verurteilt, in den Räumen unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden. Verzweifelt wütet Amneris gegen die Priester, diese "gottlose Sippschaft", die ihren Geliebten Verurteilt hat.

Zweites Bühnenbild - Die Bühne ist in zwei Ebenen unterteilt. Die obere zeigt den Tempel mit den Priestern und dem Volk. Darunter sieht man das Gefängnis, das zu Radames' Grab werden soll: Radames ist schon zum Tode bereit und fleht in einem Gebet nur für das Glück Aidas. Diese aber hat sich heimlich in den unterirdischen Kerker geschlichen, nähert sich Radames und umarmt ihn. Radames beklagt mit tiefem Schmerz das Schicksal, das nun auch seine Geliebte erwartet. Aida tröstet ihn jedoch mit ihrem festen Glauben an den "Engel des Todes", der sie beide "ewigen Freunden" entgegenführen wird. Während nun die beiden Liebenden ein Lied des Abschiedes vom Leben und von der Erde anstimmen, hebt Amneris, in Trauerkleidung gewandet, über dem Stein, der das Gefängnis der lebendig Begrabenen verschließt, ihre Totenklage an und bitten in dieser um Frieden für den Sterbenden.

Inhalt "Carmen"

Erster Akt

Auf dem Markplatz von Sevilla, in dessen Hintergrund sich eine Tabakwarenfabrik und die Kaserne der Dragoner erheben, herrscht munteres Treiben. Ein junges Mädchen bahnt sich einen Weg durch die Volksmenge. Es ist Michaela, die Verlobte von Don José. Sie nähert sich den Wachposten, um mit ihrem Geliebte zu sprechen. Der Unteroffizier Morales bittet sie zu warten, doch sie lehnt dankend ab: sie möchte zur Wachablösung wiederkehren, die sich bereits ankündigt. Mit der neuen Kompanie erscheint Don José, der Hauptmann Zuniga gesteht, keinerlei Interesse für die heiteren Arbeiterinnen zu haben, die bereits von einer Schar junger Männer erwartet werden. Unter ihnen die schöne Zigeunerin Carmen, die sich verführerisch Don José nähert. Von der Gleichgültigkeit des Dragoners aufgestachelt, umtanzt sie ihn und wirft ihm eine rote Blume zu. Nun erscheint Michaela mit einer Nachricht seiner kranken Mutter. Als sich das Mädchen entfernt hat, zieht Don José die Blume hervor, um sie fortzuwerfen, doch er wird von Streitlärm unterbrochen, der aus der Fabrik dringt. Carmen ist erneut in eine Rauferei verwickelt und hat eine Zigarrenarbeiterin verletzt. Don José muss den Tumult schlichten und Carmen verhaften, doch diese setzt all ihre Verführungskünste ein, denen er letztendlich ins Netz geht. Mit seiner Hilfe gelingt ihr die Flucht.

Zweiter Akt

Die Schenke des Lillas Pastià ist ein Schmugglertreffpunkt, wird aber auch von Offizieren. Soldaten und Zigeunern besucht. Carmen singt und tanzt mit ihren Freundinnen Mercedes und Frasquita inmitten einer Gruppe von Dragonern. Ihr glühendster Verehrer ist Hauptmann Zuniga. Dann erscheint auch der Torero Escamillo, Sieger der Corrida von Granada. Er ist sofort von Carmens Charme betört. Als der Wirt schließen will, treten Dancairo und Remendado herein, zwei Schmuggler, die ihre Geschäfte mit Hilfe der Zigeunerin abwickeln. Diesmal lehnt Carmen jedoch ab: sie will auf Don José warten, der dafür bestraft worden ist, dass er ihr zur Flucht verholfen hat. Soeben auf freiem Fuß, begibt sich Don José direkt in die Schenke, um die Zigeunerin beim Tanz mit den Kastagnetten zu bewundern; die Darbietung wird von den Klängen des Zapfenstreichs unterbrochen. Don José, pflichtbewusst, möchte sich in die Kaserne begeben, doch Carmen versucht ihn zurückzuhalten. Mit Hauptmann Zuniga entwickelt sich ein lebhafter Streit um Carmen. Die Schmuggler greifen ein und Zuniga wird unter vorgehaltener Pistole entwaffnet. Don José bleibt keine andere Wahl, als Carmen und ihren Freunden zu folgen.

Dritter Akt

Die Schmuggler haben ihr Lager in einem zerklüfteten Berggelände an einem strategischen Punkt aufgeschlagen. Don José und Carmen sind allein, doch ihr Gespräch handelt nicht von Liebe. Carmen denkt an weitere Abenteuer und ihre Gleichgültigkeit stachelt die Eifersucht Don Josés an. Die Zigeunerin liest ihre Zukunft aus den Karten. Die Antwort ist tragisch: der Tod. Doch Carmen wehrt sich energisch gegen diesen Schicksalsspruch. Verängstigt und zitternd taucht Michaela auf der Suche nach Don José auf; sie ruft nach ihm, erhält jedoch keine Antwort. In diesem Moment fällt ein Schuss: das Mädchen flüchtet, während Escamillo erscheint, der nur knapp dem Schuss Josés entgangen ist. Die beiden Rivalen beginnen einen Zweikampf mit dem Messer. Der Dragoner will dem Stierkämpfer den entscheidenden Stoß versetzen, wird jedoch von Carmens Hand zurückgehalten. Während Don José zornig auf die Zigeunerin eingeht, nimmt Remenado Michaela wahr, die ihrem Geliebten mitteilen will, dass seine sterbende Mutter ihn ein letzes Mal zu sehen wünscht. Alle reden ihm zu, der Sterbenden diesen Wunsch nicht zu verwehren, und so entfernt er sich schließlich mit dem Mädchen.

Vierter Akt

Es ist der Tag der Corrida. Die Menge ist in freudiger Erwartung auf dem Platz von Sevilla vor der Arena versammelt, wo sie dem Aufmarsch der "toreadores", der "alquazie", der "picadores", der "banderilos" und dem "espada" Escamillo zujubelt, an dessen Arm Carmen schreitet. Die Freundinnen Mercedes und Fraquita flehen die Zigeunerin an, vor Don Josés Zorn zu fliehen, doch Carmen will die Gefahr herausfordern. Nun taucht auch José auf, der sich vor Carmen erniedrigt und sie anfleht, ihm zu folgen und gemeinsam eine neue Existenz aufzubauen. Der Sieg Escamillos unterbricht den erhitzen Wortwechsel. Jubelnd eilt Carmen auf den Stierkämpfer zu, doch José hält sie zurück: da gesteht sie ihm zynisch und aufbieterisch ihre Liebe zu dem Torero. Blind vor Zorn stürzt José sich auf sie und sticht ihr seinen Dolch ins Herz. Unter den Augen der entsetzten Volksmenge sinkt Carmen tödlich verletzt zu Boden. Eine letzte Umarmung der Geliebten, dann lässt sich José ohne Widerstand verhaften.

Inhalt "La Traviata"

Erster Akt

Viele Gäste haben sich im Haus von Violetta Valéry, der wunderschönen Freundin des Barons Douphol, versammelt. Der liebreizende Stern am Himmel der Pariser Halbwelt versucht vergebens die Leiden ihrer schwachen Gesundheit mit Trunkenheit zu vertuschen. So ist sie nach kürzester Zeit gezwungen, den Tanz mit Alfred Germont, einem heimlichen Verehrer, den sie soeben erst kennen gelernt hat, wegen eines akuten Anfalls zu unterbrechen. Der Gast ist sehr betroffen von ihrem Leid und gesteht ihr zutiefst bewegt und ehrlich seine Liebe. Violetta schenkt ihm eine Kamelie, mit dem Versprechen, ihn wieder zu sehen, wenn sie verwelkt sei. Das Fest ist zu Ende, und als sie allein ist, fühlt die junge Frau zum ersten Mal eine starke Sehnsucht, den jungen Alfred wieder zu treffen.

Zweiter Akt

Erste Szene: Seit einigen Monaten leben die Verliebten diskret in einer Villa außerhalb von Paris zusammen, weit entfernt von dem mondänen Leben, dass beide nicht mehr interessiert. Violetta beachtet nicht einmal die Einladungen ihrer Freundin Flora Bervoix. Eines Tages erfährt Alfred von der Kammerzofe, dass Violetta heimlich ihren Schmuck verkauft, um ihren Aufenthalt zu bezahlen. Er begibt sich auf der Stelle nach Paris, um Geld aufzutreiben und ihr Opfer wieder auszugleichen. Während seiner Abwesenheit empfängt sie unerwartet Besuch von seinem Vater George Germont, der die sofortige Lösung der nicht standesgemäßen Liaison fordert, weil seinem Sohn der finanzielle Ruin drohe. Zwischen dem hartherzigen Mann und der jungen verliebten Frau entspinnt sich ein heftiger Wortwechsel, bei dem die Frau ihre Liebe vehement verteidigt, Germont dagegen einwirft, dass seine Tochter wegen dieser Beziehung auf ihre Hochzeit verzichten müsse. So willigt Violetta ein, zum Wohle Alfreds und seiner Familie sich zurückzuziehen. Bei seiner Rückkehr trifft der junge Mann auf die abreisende Violetta, glaubt aber zunächst an eine vorübergehende Abwesenheit. Erst als er ihren Brief erhält, erfährt er, dass es ein endgültiger Abschied war. Er reagiert äußerst eifersüchtig, als er die Einladung zum Ball bei Flora Bervoix sieht und fährt sofort ab.

Zweite Szene: Verstört, aber entschlossen, eine unüberwindbare Distanz zwischen sich und dem Geliebten zu schaffen, kehrt Violetta zu ihrem Leben in der schillernden Pariser Gesellschaft zurück. Sie betritt Floras Haus an der Seite des Barons Douphol, wo sie auf Alfred treffen. Er fordert seinen Rivalen beim Spiel heraus und gewinnt. Besorgt über die Konsequenzen, bittet Violetta Alfred, das Fest zu verlassen, und als er erwidert, er würde nur in ihrer Begleitung gehen, sieht sie sich gezwungen, ihn zu belügen: Sie habe dem Baron versprochen, ihn niemals wieder zu sehen. Voller Wut und Verachtung wirft Alfred ihr das gewonnene Geld vor die Füße. Der alte Germont wird Zeuge dieser häßlichen Geste und tadelt seinen Sohn, hat aber nicht den Mut, ihm die Wahrheit zu enthüllen.

Dritter Akt

Die traurige Szene ist tödlich für Violettas schwache Gesundheit, die nunmehr ohne jede Hoffnung ans Bett gefesselt ist. Ein Brief des alten Germont hält sie noch aufrecht, in dem er ihr erklärt, dass er seinem Sohn die Wahrheit gesagt habe und dieser kommen und sie um Verzeihung bitten wolle. Violetta erwartet ungeduldig den Moment, in dem sie ihren Geliebten in die Arme schließen kann und hofft noch auf eine glückliche Zukunft zusammen mit ihm. Doch die Begegnung endet mit ihrem Tod: Sie hat nur noch die Kraft, ihm eine Miniatur von sich zu schenken und zu flüstern, dass sie vom Himmel aus für ihn beten würde, dann haucht sie ihr Leben aus.

Inhalt "Il Trovatore"

Erster Akt: "Das Duell"

Die Wachsoldaten in der Vorhalle des Schlosses von Aliaferia werden schläfrig. Um sie munter zu halten, erzählt ihnen der Feldhauptmann Ferrando eine erst jüngst vergangene Episode aus der Geschichte des Grafenhauses: Der Vater des jetzigen Grafen von Luna hatte zwei Söhne. Der jüngere soll das Opfer von Zauberkünsten einer Zigeunerin geworden sein, die deshalb zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Aus Rache habe deren Tochter den jungen Grafensohn geraubt und den Flammen überantwortet. Doch der alte Graf sei überzeugt gewesen, daß dieser noch lebe und habe vor seinem Tod den älteren Sohn mit der Suche nach dem Bruder und der Tochter der Zigeunerin beauftragt. - Die Gräfin Leonore gesteht der Freundin Inez im abendlichen Park des Schlosses Sargasto ihre Liebe zu dem Troubadour Manrico. Auch der Graf von Luna wirbt um die Gunst Leonores. Diese hört in der Ferne das Ständchen Manricos und will zu ihm eilen - findet sich jedoch in den Armen des Grafen, den sie im Dunkeln für Manrico gehalten hatte. Als dieser erscheint, erkennen beide Männer, daß sie nicht nur Rivalen in der Liebe, sondern zugleich Feinde auf dem Schlachtfeld sind; denn Manrico steht auf Seiten des rebellischen Herzogs von Urgel. Leonore kann nicht verhindern, daß die Degen zum Zweikampf gezogen werden.

Zweiter Akt: "Die Zigeunerin"

In einem Zigeunerlager in der Biscaya gedenkt Azucena des grausamen Feuertodes ihrer Mutter. Sie gesteht in einer plötzlichen Aufwallung ihrem Adoptivsohn Manrico, daß sie damals in der Erregung versehentlich den eigenen, leiblichen Sohn dem Feuer übergeben habe, weicht aber den weiterforschenden Fragen Manricos über seine wahre Herkunft aus. Azucena kann nicht verstehen, daß er seinerzeit den im Zweikampf unterlegenen Grafen von Luna nicht getötet habe, der ihn - auch aus politischen Gründen - weiterhin verfolgte. - Ein Bote berichtet Manrico, daß Leonore ins Kloster gehen wolle, da sie vom angeblichen Tod des Geliebten auf dem Schlachtfeld erfahren habe. Manrico eilt zu ihr, um sie von diesem Entschluß abzuhalten. Als sein Feind und Rivale, Graf von Luna, sie mit Hilfe seiner Mannen entführen will, kann Manrico dies gerade noch rechtzeitig verhindern.piel" mit dem bekannten Summchor.

Dritter Akt: "Der Sohn der Zigeunerin"

Im Kriegslager des Grafen von Luna herrscht Angriffsstimmung. Manrico und Leonore befinden sich auf der nahe gelegenen Feste Castellor, die gegen Lunas Heer verteidigt werden soll. Azucena ist bereits gefangengenommen worden, und der Hauptmann Ferrando erkennt in ihr die Zigeunerin wieder, welche damals Lunas jüngeren Bruder geraubt hatte. Azucena soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. - Im Schloß Castellor versichert Manrico angesichts der feindlichen Bedrohung Leonore seine ewige Liebe. Als er von der Verurteilung Azucenas erfährt, wagt er es, sie mit seinen Leuten zu befreien.

Vierter Akt: "Das Hochgericht"

Aber die gegnerische Übermacht war zu groß. Manrico ist in Gefangenschaft geraten und erwartet im Kerker des Schlosses Aliaferia zusammen mit der Mutter Azucena die Hinrichtung. Leonore vermag den rachsüchtigen Luna nur um den Preis ihrer Hingabe von seinem Urteilsspruch abzuhalten. Um diese schändliche Vereinbarung jedoch nicht einhalten zu müssen, saugt sie Gift aus ihrem Ring. - Sie kann Manrico noch die Nachricht von seiner Befreiung überbringen. Aber er weist diese Hoffnung zurück, da Leonore nicht mit ihm kommen will und er sich nun von ihr verraten glaubt. Erst als sie ihm ihr Verhalten erklärt und dann sterbend zusammenbricht, erkennt er ihre Treue. Graf Luna, der hinzugekommen ist und Leonore entseelt vor sich liegen sieht, läßt Manrico, rasend vor Wut, zur Hinrichtung führen. Azucena, welche von Luna gezwungen wird, diesen Akt mitanzusehen, schleudert ihm entgegen: "Er war dein Bruder." Im Bewußtsein, die Mutter gerächt zu haben, sinkt sie zu Boden und stirbt.

Inhalt "Tosca"

Erster Akt

Rom zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Cesare Angelotti, ein politischer Häftling, ist aus dem Kerker der Engelsburg entwichen und sucht in der Kirche Sant'Antrea della Valle Zuflucht. In der Nähe des Weihwasserbeckens findet er der von seiner Schwester Gräfin Attavanti verborgenen Schlüssel der Familienkapelle, wo er sich bis zum Einbruch der Dunkelheit verstecken will. Da erscheint der murrende Küster, um die auf dem Boden verstreuten Pinsel und Farben aufzuräumen. Hinzu tritt der Maler Mario Cavaradossi, der sein von ihm begonnenes Gemälde einer Maria Magdalena vollenden will. Er betrachtet sein Werk, in dem er die "verborgenen Züge" zweier Schönheiten darzustellen versucht. Als Anregung dienten ihm eine unbekannte, in Andacht versunkene Adlige und die von ihm heiß geliebte Sängerin Floria Tosca. Nachdem der Sakristan Ordnung geschaffen hat, entfernt er sich. Nun tritt Angelotti aus seinem Versteck hervor und gibt sich Cavaradossi zu erkennen. Der Maler erinnert sich an ihn und reicht dem erschöpften Freund seinen Speisekorb zur Stärkung. Gleichzeitig verspricht er ihm seine Hilfe. Das geheime Gespräch der beiden wird durch den plötzlichen Besuch Toscas gestört. Die Verlegenheit Marios macht sie misstrauisch. Ihr Verdacht und ihre Eifersucht werden noch stärker, als sie auf dem Bild die Gesichtszüge der Attavanti entdeckt, welche dem Künstler als Modell gedient hatte, während sie, nach außen im Gebet versunken, Fluchtpläne für ihren Bruder schmiedete. Mario versucht mit der Beteuerung seiner Zuneigung und Liebe Tosca zu besänftigen, welche sich nun beruhigt verabschiedet. Nun kann sich der Maler wieder ungestört mit dem entwichenen Häftling unterhalten und bietet ihm als Unterschlupf seine Villa an, zu der er ihn persönlich begleitet. Ein Kanonenschuss aus der Engelsburg macht klar, dass der Ausbruch entdeckt worden ist. Cavaradossi und Angelotti eilen davon. Allmählich füllt sich die Kirche mit Gläubigen. Mann feiert mit einem Tedeum den irrtümlich gemeldeten Sieg über Napoleon. Doch die feierliche Stimmung wird sofort unterbrochen als Scarpia, der Chef der Polizei, in Begleitung von Gendarmen erscheint, um den ausgebrochenen Angelotti zu verfolgen. Er schickt alle Anwesenden aus dem Gottesraum und beginnt mit der Durchsuchung. Er findet die Familienkapelle der Attavanti geöffnet und stößt auf den leeren Speisekorb. Als er dann noch den Fächer mit dem Wappen der Gräfin entdeckt, erkennt auch er deren Gesichtszüge auf dem Gemälde Cavaradossis wieder. Nach einem Verhör des Sakristans zeigt er sich über Marios Abwesenheit gekränkt. Der skrupellose Baron nutzt ihre Eifersucht aus, um seinen Plan zu verwirklichen. Er muss Angelotti finden und will zudem die anmutige Sängerin für sich zu gewinnen. Vom Verdacht getrieben eilt Tosca in die Villa Cavaradossis, wo sie Mario in Gesellschaft seiner Geliebten vermutet. Der Gottesraum füllt sich wieder mit Gläubigen zum feierlichen Tedeum.

Zweiter Akt

Im Farnese-Palast. Im Salon seines Palastes wartet Scarpia beim Abendessen auf die Rückkehr seiner Gendarmen, die er Tosca nachgeschickt hatte. Durch das offene Fenster dringen die Töne eines Festes, das aus Anlass des Sieges über Napoleon gefeiert wird. Schließlich erscheint Spoletta abgehetzt und berichtet, dass man zwar keine Spur Angelottis entdeckt habe, er aber dafür Cavaradossi unter der Anklage des Staatskomplotts und der Beihilfe zur Flucht des Häftlings verhaftet habe. Scarpia beginnt mit einem strengen Verhör des Malers, der ihm nur ungehalten antwortet und alle Vorwürfe zurückweist. Tosca, welche auf dem Fest gesungen hatte, wird auf Scarpias Befehl hereingebracht. Als sie Mario in die Arme fällt, vermag ihr dieser noch heimlich zuzuflüstern, keinerlei Aussagen zu machen. Dann führt man ihn ab in einer Folterkammer. Aber auch Torturen können ihm kein Geständnis entreißen. Während Tosca zuerst den hinterhältigen Fragen und den widerwärtigen Zudringlichkeiten Scarpias widersteht, wird sie bei den Schmerzensrufen des gefolterten Geliebten schwach und verrät Angelottis Versteck. Scarpia gibt den Befehl, mit den Torturen aufzuhören und schickt Spoletta sofort in Cavaradossis Villa, wo der im Brunnenschacht verborgene Angelotti festgenommen werden soll. Mario hat begriffen, dass Tosca ihr Schweigen gebrochen hat. Mit einem Fluch auf sie sinkt er erschöpft zu Boden. Er kommt wieder zu sich, als Spoletta zurückkehrt und beichtet, dass die Österreicher bei Marengo eine Niederlage erlitten haben. Um sich der Auslieferung zu entziehen, hatte Angelotti Selbstmord verübt. Die Schergen führen den Maler ins Gefängnis, wo er auf Scarpias Befehl hingerichtet werden soll. Verzweifelt versucht Tosca den Polizeichef umzustimmen und zu bestechen. Aber Scarpia will kein Geld, er verlangt eine andere Entlohnung. Er will Mario nur dann retten, wenn die Künstlerin seinen Wünschen nachgibt. Tosca willigt zum Schein ein. Scarpia gibt ihr zu verstehen, Cavaradossi solle zum Schein hingerichtet werden. In Wirklichkeit gibt er jedoch Spoletta den Erschießungsbefehl in die Hand. Dies sollte sein letztes Verbrechen werden: nachdem er den Geleitbrief für die beiden Liebenden zum Verlassen Roms unterzeichnet hat, schließt er Tosca in seine Arme, die ihm einen tödlichen Stich mit dem Messer versetzt. Sterbend sinkt Scarpia zu Boden.

Dritter Akt

Auf der Plattform der Engelsburg. In das Morgengrauen hinein ertönt das Aveläuten. Man vernimmt den Gesang eines Hirten, der seine Herde auf die Weide führt. Die Wache begleitet Cavaradossi zur Kasematte. Seine letzte Stunde ist angebrochen. Er schreibt noch einen verzweifelten Abschiedsbrief. Er denkt an die glücklichen Tage zurück und an das verflossene Leben, das sich dem Ende zuneigt, das er nie so heiß wie gerade jetzt geliebt hat. Plötzlich erscheint Tosca mit der Meldung, dass Scarpia tot ist. Sie zeigt ihm den Geleitbrief und erklärt ihm die Scheinhinrichtung. Aber Mario glaubt nicht daran. Da beichtet ihm Tosca den Mord an Scarpia, nachdem sie ihren Pakt mit ihm geschlossen hatte. Sie bittet Mario, bei der Erschießung mitzuspielen und natürlich zu fallen. Wenn die Wache dann abgezogen sei, öffne sich für sie das Tor in die Freiheit und ins Glück. Das Hinrichtungskommando nimmt die Erschießung vor, aber Mario bleibt unbeweglich auf dem Boden liegen. Nun begreift Tosca den grausamen Betrug und wirft sich verzweifelt über die Leiche Cavaradossis, als könne sie die Wirklichkeit nicht fassen. In der Zwischenzeit wurde die Ermordung Scarpias entdeckt und man versucht die Sängerin zu ergreifen. Doch Tosca wählt den Freitod und stürzt sich von der Brüstung der Engelsburg in die Tiefe.

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