Opernfestspiele Verona 1 Reisepaket
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Bühnenbild Opernfestspiele Verona

Opernfestspiele Verona: Kultur unter freiem Himmel

Auch wenn Sie wenig über Opern wissen, werden Sie diese Nacht nie vergessen, allein wegen der einmaligen Atmosphäre im größten Opernhaus der Welt. Die meisten Gäste wollen einfach nur genießen und der wunderschönen Musik lauschen.

Fragen zum Opernabend

Wie lange dauern die Aufführungen? Meistens bis 1.00 Uhr, das kann jedoch variieren, je nachdem wie lange die Pausen sind und der Bühnenumbau Zeit in Anspruch nimmt.

Ab wann ist Einlass in die Arena di Verona? Immer zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn.

Gibt es eine besondere Kleiderordnung? Nein, aber bitte bedenken Sie, dass es sich hier um ein Opernfestival handelt und um kein Popkonzert. Im Parkett, vor allem in der ersten Kategorie "Poltronissime", kommen viele Gäste in festlicher Abendkleidung.

Ist Fotografieren und Filmen in der Arena di Verona während der Vorstellung erlaubt? Für private Zwecke mit Amateurkameras ohne Blitz und Leuchten ist es grundsätzlich erlaubt.

Was geschieht, wenn es wider Erwarten tatsächlich einmal regnen sollte? Fällt die ganze Vorstellung aus, was so gut wie nie vorkommt, wird der Eintrittspreis direkt in Verona noch am selben Abend zurückgezahlt, eine Rückerstattung ist nur so möglich, nicht jedoch über uns. Es kommt ganz selten vor, dass es mal regnet, dann meist jedoch nur kurze Schauer, die Vorstellung wird dann so lange unterbrochen und nach dem Schauer fortgesetzt.

Dürfen Picknickkoffer und Getränke mit in die Vorstellung genommen werden? Gegen einen Pausensnack und ein kleines Getränk im Tetrapack hat niemand etwas, aber gegen Picknickkoffer und Flaschen sehr wohl, das ist untersagt und wird beim Einlass abgenommen. Bitte bedenken Sie, Sie gehen in eine Opernvorstellung und nicht zu einer Picknickparty. In den Pausen gibt es Getränke und kleine Snacks zu kaufen.

Sind die unnummerierten Sitze der 8./7. Kategorie gepolstert? Nein, Sie sitzen auf Steinstufen ohne Rückenlehne, sie können sich jedoch ein oder mehrere Sitzkissen gegen eine geringe Gebühr leihen.

Welche Plätze sind gepolstert und haben Lehnen? Nur die 1., 2. und die 3. Kategorie ist gepolstert und hat Lehnen, die 4., 5. und die 6. Kategorie haben Lehnen, sind aber nicht gepolstert, man kann sich gegen ein geringes Entgelt jedoch Sitzkissen leihen.

Inhalt "Aida"

Erster Akt

Erstes Bühnenbild - Zu Memphis: Radames erfährt vom Oberpriester Ramphis, dass die Äthiopier mit einem neuen Krieg drohen und die Göttin Isis den obersten Feldherrn der Ägypter bereits bestimmt habe. Bei dieser Nachricht frohlockt Radames, da er hofft, er selbst der Auserwählte zu sein und siegreich zu Aida, der jungen äthiopischen Sklavin, die er glühend liebt, zurückkehren zu können. Als die Tochter des Pharao, Amneris, jetzt in den Saal tritt, vertraut er ihr seine Hoffnung an, ohne jedoch etwas von seiner Liebe zu Aida zu verraten. Kurz darauf tritt auch Aida in den Saal und Amneris erkennt an deren sehnsuchtsvollen Blick die Liebe, die diese mit Radames verbindet. Daraufhin schwört Amneris, dass sie sich rächen wolle, denn auch sie liebt Radames, den Hauptmann der Palastwache, von ganzem Herzen. In diesem Augenblick tritt der Pharao in den Saal, gefolgt von seinen Wachen und von Priestern mit Ramphis an deren Spitze. Der Pharao lässt den Boten hereinführen, der meldet, dass die Äthiopier bereits in Ägypten eingedrungen sind und auf Theben zumarschieren. Sie würden von einem unbezwingbaren Heerführer, Amonasro, angeführt. Der Pharao verkündet, dass die Göttin Isis Radames zum obersten Heerführer der Ägypter bestimmt habe. Alle Anwesenden jubeln diesem zu, und Amneris überreicht ihm das Banner, mit dem er siegreich zurückkehren soll. Nur Aida ist betrübt, denn der Sieg des geliebten Radames würde die Niederlage ihres eigenen Vaters, der niemand anderer als jener Amonasro ist, bedeuten, also des Mannes, der ihretwegen zu den Waffen gegriffen hat, um ihr die verlorene Freiheit zurückzugewinnen. In dieser verzweifelten Lage fleht sie die Schutzgötter um Hilfe an.

Zweites Bühnenbild - Im Tempel des Vulkan: Priester und Priesterinnen singen zu Ehren der Gottheit eine geheimnisvolle Hymne. Radames wird in eine Kriegerrüstung gekleidet, empfängt das Heilige Schwert und wird für den Sieg geweiht.

Zweiter Akt

Erstes Bühnenbild - In Amneris' Gemächern: Sklavinnen kleiden Amneris für das bevorstehende Siegesfest in Prunkgewänder. Während dieser Vorbereitungen führen junge Negersklaven einen Tanz auf. Beim Eintritt Aidas verbirgt Amneris ihre wahren Gefühle und beklagt das Schicksal der Äthiopier. Aidas Volk, das in der Schlacht entscheidend geschlagen wurde. Um sich jedoch Gewissheit über die Liebe Aidas zu Radames zu verschaffen, teilt sie der äthiopischen Prinzessin mit, dass der Held der Ägypter in der Schlacht gefallen sei. Aida bricht in Tränen aus. Zornerfüllt enthüllt ihr nun Amneris die Wahrheit: Radames lebe, und sie, Amneris, liebe ihn. Voller Stolz erklärt zunächst Aida ihre eigene Liebe zu Radames, um dann jedoch Amneris um Erbarmen anzuflehen. Doch Amneris bedroht sie und erinnert sie dann, dass sie als Sklavin nicht mit einer Pharaonentochter konkurrieren könne.

Zweites Bühnenbild - In Theben: Das Volk jubelt über den errungenen Sieg. Der Pharao, dann Amneris mit Aida und den anderen Sklavinnen, die Minister und Priester erwarten Radames, um ihn mit einem Triumphzug zu begrüßen. Als er an der Spitze seiner bewaffneten Krieger und der Gefangenen erscheint, heißt ihn der Pharao willkommen und fragt ihn, was er sich als Belohnung wünsche, Radames bittet, dass die Gefangenen vor den König gebracht und freigelassen würden. Aida erkennt unter ihnen sogleich ihren Vater und kann rasch ein paar Worte mit ihm wechseln. Amonasro aber befiehlt ihr, ihn nicht zu verraten, und bittet den Pharao, ohne seine eigene Identität zu enthüllen, die Gefangenen zu verschonen. Der Oberpriester widersetzt sich jedoch dieser Bitte. Zumindest Aida und der unerkannte Amonasro sollten als Geiseln, als Garanten für den Frieden, in Ägypten bleiben. Der Pharao gibt dazu seine Einwilligung und verkündet zuletzt, dass er dem siegreichen Feldherrn Radames die Hand seiner Tochter und die Thronfolge übergebe. Währen das Volk diesen Entschluss bejubelt, bezeugen sich Radames und Aida gegenseitig ihren Schmerz.

Dritter Akt

Am Nilufer: Es ist Nacht. Im Hintergrund erhebt sich der Isistempel. Ramphis führt Amneris zum Tempel, in welchem sie in der Nacht vor ihrer Hochzeit zur Göttin Isis beten will. Heimlich wartet hier Aida auf Radames. Doch vorher erscheint ihr Vater. Er will seine Tochter dazu bewegen. Radames das Geheimnis zu entlocken, welchen Weg die ägyptischen Truppen einschlagen würden, um in Äthiopien einzufallen. Doch obwohl ihr der Vater mit ergreifenden Worten die ferne Heimat in Erinnerung ruft, widersetzt sich ihm die Tochter. Inzwischen kommt Radames, und Amonasro muss sich verbergen. Aida bittet den Geliebten, mit ihr aus Ägypten zu fliehen. Vielleicht kenne er einen geheimen Pfad, der von den ägyptischen Truppen nicht bewacht wurde. Da nennt ihr Radames, der nicht ahnt, dass er belauscht wird, die Napataschlucht; Triumphierend tritt nun Amonasro aus seinem Versteckt hervor und gibt sich als König der Äthiopier zu erkennen. Radames erkennt, dass er ungewollt sein Vaterland verraten und sich dadurch entehrt hat. Da tritt Amneris aus dem Tempel hervor und ruft "Verrat!". Amonasro stürzt sich auf sie, um sie zu erdolchen, aber Radames tritt dazwischen und verhindert die Bluttat. Er lehnt es aber ab, mit Aida und ihrem Vater zu fliehen. Dann reicht er dem herbeieilenden Ramphis sein Schwert und lässt sich ohne Widerstand gefangen nehmen. Zwischenzeitlich ist es Amonasro gelungen, mit seiner Tochter Aida zu entkommen.

Vierter Akt

Erstes Bühnenbild - Saal im Palast des Pharaos, von dem ein Gang in den Gerichtssaal, ein anderer in das Gefängnis, in dem Radames gefangen gehalten wird, führt: Amneris ist verzweifelt, zwischen Wut, Schmerz und Liebe hin- und hergerissen. Sie möchte Radames retten und lässt ihn vorführen. Sie beschwört ihn vergeblich, sich vor dem Gericht der Priester zu verteidigen, um sein Leben zu retten. Radames aber sieht keinen Sinn mehr in einem Leben ohne Aida, die er von Amneris getötet glaubt. Daraufhin berichtet Amneris, daß Amonasro gefallen sei, Aida jedoch habe fliehen können und am Leben sei. Sie verspricht Radames das Leben, den Thron und ihre Liebe, wenn er auf Aida verzichte. Radames ist aber zum Tode entschlossen und kehrt in sein unterirdisches Gefängnis zurück. Unsichtbar hört man die Anklage der Priester und vernimmt das dreimalige Schweigen Radames'. Er wird dazu verurteilt, in den Räumen unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden. Verzweifelt wütet Amneris gegen die Priester, diese "gottlose Sippschaft", die ihren Geliebten Verurteilt hat.

Zweites Bühnenbild - Die Bühne ist in zwei Ebenen unterteilt. Die obere zeigt den Tempel mit den Priestern und dem Volk. Darunter sieht man das Gefängnis, das zu Radames' Grab werden soll: Radames ist schon zum Tode bereit und fleht in einem Gebet nur für das Glück Aidas. Diese aber hat sich heimlich in den unterirdischen Kerker geschlichen, nähert sich Radames und umarmt ihn. Radames beklagt mit tiefem Schmerz das Schicksal, das nun auch seine Geliebte erwartet. Aida tröstet ihn jedoch mit ihrem festen Glauben an den "Engel des Todes", der sie beide "ewigen Freunden" entgegenführen wird. Während nun die beiden Liebenden ein Lied des Abschiedes vom Leben und von der Erde anstimmen, hebt Amneris, in Trauerkleidung gewandet, über dem Stein, der das Gefängnis der lebendig Begrabenen verschließt, ihre Totenklage an und bitten in dieser um Frieden für den Sterbenden.

Inhalt "Turandot"

Erster Akt

Vor den Mauern der alten Kaiserstadt hat sich die Volksmenge versammelt, um der Vollstreckung eines grausamen Urteilsspruchs beizuwohnen. Ein Mandarin verliest den Erlaß der Prinzessin Turandot, nach dem jeder Freier aus königlichem Geblüt sein Leben lassen muß, wenn er die drei von ihr vorgelegten Rätsel nicht lösen kann. Diesmal ist es der schöne Prinz von Persien, der - wie viele vor ihm - bei Mondaufgang mit dem Schwert hingerichtet werden soll. Die aufgepeitschte Masse ruft blutrünstig nach dem Henker, fleht dann aber, ganz unerwartet von Mitleid erfaßt, für den Prinzen, der beim Erklingen eines Trauermarsches zur Hinrichtung schreitet, um Gnade. Doch die in der Kaiserloggia erscheinende Prinzessin bleibt ungerührt und läßt das Urteil ausführen. Den Prinzen Kalaf, der nach langer Trennung in der Menge seinen alten Vater, den entthronten und vertriebenen Tatarenkönig Timur, in Begleitung der jungen Sklavin Liu wiedergefunden hat, empört die Grausamkeit der Prinzessin. Noch mehr aber fasziniert ihn ihre Schönheit. Weder die Bitten seines Vaters noch das inständige Flehen Lius, die den Prinzen insgeheim liebt, noch die Warnungen der drei maskierten chinesischen Würdenträger Ping, Pang, Pong können Kalaf von seiner gefahrvollen Werbung um Turandot abhalten. Er schlägt dreimal an den Gong: das offizielle Zeichen für die Anmeldung eines neuen Freiers.

Zweiter Akt

Der Kanzler Ping, der Marschall Pang und der Küchenmeister Pong beraten in einem Pavillon sorgenvoll die Lage des Landes, nachdem in diesem Jahr bereits 13 Kandidaten ihr Leben lassen mußten. Vor dem Schloßplatz aber hat sich wiederum eine Volksmenge eingefunden, um an dem Staatsakt, währenddessen die drei Rätsel gelöst werden müssen, teilzunehmen. Turandot will auf diese Weise an allen Freiern den Selbstmord ihrer Ahnin Lo-u-ling rächen, die gegen ihren Willen verheiratet werden sollte. Der greise Kaiser Altoum und Turandot erscheinen mit den Würdenträgern und den Weisen, die die Rollen mit den Lösungsworten tragen. Kalaf errät die Lösungsworte: "Hoffnung", "Blut" und "Turandot". Vergebens versucht die erzürnte Prinzessin nun ihren kaiserlichen Vater zur Nichteinlösung des Versprechens zu bewegen. Da Kalaf die Liebe Turandots nicht erzwingen will, gibt er ihr selbst ein Rätsel auf. Falls sie bis zum Morgengrauen seinen Namen erraten kann, werde er sich als besiegt erklären und sterben. Turandot nimmt das Angebot an.

Dritter Akt

Prinzessin Turandot hat das ganze Volk aufgefordert, in dieser Nacht nicht zu ruhen, sondern nach dem Namen des Unbekannten zu forschen. Folter und Tod stehen auf der Nichtbeachtung des Erlasses. Im Garten des kaiserlichen Palastes erwartet Prinz Kalaf den Morgen und verleiht dort seiner tiefen Liebe zu Turandot Ausdruck: "Keiner schlafe". Die drei Minister versuchen ihm unter Versprechungen und Drohungen sein Geheimnis zu entlocken. Da bringt man Timur und Liu, die tags zuvor in der Nähe des Fremden gesehen wurden. Als Turandot den Befehl zu Timurs Folterung gibt, sagt Liu aus, daß sie allein den Namen kenne. Um den geliebten Kalaf nicht zu verraten, ersticht sie sich mit dem Dolch. Turandot ist zutiefst erschüttert und gesteht dem Prinzen unter Tränen endlich ihre Liebe, die Stolz und Trotz so lange Zeit verschüttet haben. Prinz Kalaf verrät ihr nun freiwillig seinen Namen und wagt damit die letzte Liebesprobe. Vor dem gesammten Hofstaat und dem versammelten Volk verkündet Turandot unter atemloser Spannung den Namen des fremden Prinzen: "Sein Name ist ... Gemahl!"

Inhalt "La Traviata"

Erster Akt

Viele Gäste haben sich im Haus von Violetta Valéry, der wunderschönen Freundin des Barons Douphol, versammelt. Der liebreizende Stern am Himmel der Pariser Halbwelt versucht vergebens die Leiden ihrer schwachen Gesundheit mit Trunkenheit zu vertuschen. So ist sie nach kürzester Zeit gezwungen, den Tanz mit Alfred Germont, einem heimlichen Verehrer, den sie soeben erst kennen gelernt hat, wegen eines akuten Anfalls zu unterbrechen. Der Gast ist sehr betroffen von ihrem Leid und gesteht ihr zutiefst bewegt und ehrlich seine Liebe. Violetta schenkt ihm eine Kamelie, mit dem Versprechen, ihn wieder zu sehen, wenn sie verwelkt sei. Das Fest ist zu Ende, und als sie allein ist, fühlt die junge Frau zum ersten Mal eine starke Sehnsucht, den jungen Alfred wieder zu treffen.

Zweiter Akt

Erste Szene: Seit einigen Monaten leben die Verliebten diskret in einer Villa außerhalb von Paris zusammen, weit entfernt von dem mondänen Leben, dass beide nicht mehr interessiert. Violetta beachtet nicht einmal die Einladungen ihrer Freundin Flora Bervoix. Eines Tages erfährt Alfred von der Kammerzofe, dass Violetta heimlich ihren Schmuck verkauft, um ihren Aufenthalt zu bezahlen. Er begibt sich auf der Stelle nach Paris, um Geld aufzutreiben und ihr Opfer wieder auszugleichen. Während seiner Abwesenheit empfängt sie unerwartet Besuch von seinem Vater George Germont, der die sofortige Lösung der nicht standesgemäßen Liaison fordert, weil seinem Sohn der finanzielle Ruin drohe. Zwischen dem hartherzigen Mann und der jungen verliebten Frau entspinnt sich ein heftiger Wortwechsel, bei dem die Frau ihre Liebe vehement verteidigt, Germont dagegen einwirft, dass seine Tochter wegen dieser Beziehung auf ihre Hochzeit verzichten müsse. So willigt Violetta ein, zum Wohle Alfreds und seiner Familie sich zurückzuziehen. Bei seiner Rückkehr trifft der junge Mann auf die abreisende Violetta, glaubt aber zunächst an eine vorübergehende Abwesenheit. Erst als er ihren Brief erhält, erfährt er, dass es ein endgültiger Abschied war. Er reagiert äußerst eifersüchtig, als er die Einladung zum Ball bei Flora Bervoix sieht und fährt sofort ab.

Zweite Szene: Verstört, aber entschlossen, eine unüberwindbare Distanz zwischen sich und dem Geliebten zu schaffen, kehrt Violetta zu ihrem Leben in der schillernden Pariser Gesellschaft zurück. Sie betritt Floras Haus an der Seite des Barons Douphol, wo sie auf Alfred treffen. Er fordert seinen Rivalen beim Spiel heraus und gewinnt. Besorgt über die Konsequenzen, bittet Violetta Alfred, das Fest zu verlassen, und als er erwidert, er würde nur in ihrer Begleitung gehen, sieht sie sich gezwungen, ihn zu belügen: Sie habe dem Baron versprochen, ihn niemals wieder zu sehen. Voller Wut und Verachtung wirft Alfred ihr das gewonnene Geld vor die Füße. Der alte Germont wird Zeuge dieser häßlichen Geste und tadelt seinen Sohn, hat aber nicht den Mut, ihm die Wahrheit zu enthüllen.

Dritter Akt

Die traurige Szene ist tödlich für Violettas schwache Gesundheit, die nunmehr ohne jede Hoffnung ans Bett gefesselt ist. Ein Brief des alten Germont hält sie noch aufrecht, in dem er ihr erklärt, dass er seinem Sohn die Wahrheit gesagt habe und dieser kommen und sie um Verzeihung bitten wolle. Violetta erwartet ungeduldig den Moment, in dem sie ihren Geliebten in die Arme schließen kann und hofft noch auf eine glückliche Zukunft zusammen mit ihm. Doch die Begegnung endet mit ihrem Tod: Sie hat nur noch die Kraft, ihm eine Miniatur von sich zu schenken und zu flüstern, dass sie vom Himmel aus für ihn beten würde, dann haucht sie ihr Leben aus.

Inhalt "Nabucco"

Erster Akt

Versammelt im Tempel des Salomon beweinen Hebräer und Leviten das Schicksal des Volkes von Israel. Es wurde von Nabucco, dem König von Babylon, geschlagen, der gerade an der Spitze seines Heeres in die Stadt einzieht. Der große Pontifex Zacharias, macht den Gläubigen Mut, denn Fenena, die Tochter Nabuccos, ist in ihrer Hand und erweist sich nun als wertvolle Geisel. Als Fenenas Wächter wird Ismail, der Neffe des Königs von Jerusalem, Sedecia, eingesetzt; aber Ismail ist verliebt in die junge Frau, die ihm, als er selbst in babylonischer Gefangenschaft war, unter Einsatz ihres eigenen Lebens zur Freiheit verholfen hat, und ist nun bereit, das gleiche für sie zu tun. Als sie durch einen geheimen Ausgang fliehen wollen, betritt Abigail den Tempel an der Spitze einer Gruppe babylonischer Krieger, die als Hebräer verkleidet sind. Alle glauben, dass Abigail die erstgeborene Tochter Nabuccos sei, in Wirklichkeit ist sie jedoch nur eine Sklavin. Sie gesteht Ismail ihre Liebe und bietet ihm und dem ganzen hebräischen Volk die Rettung an, wenn er ihre Liebe erwidert. Ismail lehnt ab. Einige Hebräer, verfolgt von Nabuccos Soldaten, suchen vergeblich Zuflucht im Tempel, aber an der Schwelle des Tempels erscheint der König selbst. Zacharias bedroht Fenena mit dem Messer, aber Ismail kann sie vor dem Tod bewahren. Nabucco ordnet ein Massaker an den Besiegten und die Plünderung der Stadt an.

Zweiter Akt

Aus einem Papier, das der König versteckt hielt, erfährt Abigail von ihrer wahren Herkunft und ihrem Stand. Sie ist erschüttert, aber das hält sie nicht von ihren Racheplänen gegenüber Fenena ab, der Nabucco die Regentschaft anvertraut hat, während er mit seiner Armee den Krieg gegen die Judäer weiterführt. Abigail ersinnt den Plan, ihre Rivalin umbringen zu lassen und, nachdem sie die falsche Nachricht vom Tod Nabuccos verbreitet hat, selbst den Thron zu besteigen. Der Hohepriester von Belo unterstützt sie in ihrem Vorhaben, weil Fenena Hebräern zur Freiheit verholfen hat. Zacharias betet zu Gott, der Chor der Leviten erhebt sich, um Ismail zu verfluchen, der sich schuldig gemacht hat, weil er Fenena vor Zacharias Dolch bewahrte. Fenena selbst ist inzwischen zum hebräischen Glauben konvertiert. Als Abigail gerade versucht, ihren grausamen Plan in die Tat umzusetzen, kehrt unerwartet Nabucco zurück. Da der Schlachtzug erfolgreich war, erklärt sich Nabucco zum einzigen König und Gott des Volkes, das ihn in alle Ewigkeit verehren müsse. Bei diesen blasphemischen Worten fährt ein Blitz auf seinen Kopf nieder und fassungslos wird er Zeuge wie eine übernatürliche Kraft ihm die Krone vom Kopf reißt. Nach dem geradezu mystischen Ereignis entsteht eine große Stille; Abigail benutzt die Verwirrung und hebt die Krone vom Boden auf.

Dritter Akt

Abigail, die sich zur Königin ausgerufen hat, sitzt nun auf dem Thron und empfängt im Beisein des Hohepriesters die Mächtigen des Königreiches. Als der verrückt gewordene Nabucco eintritt, entringt sie ihm das königliche Siegel mit einer List. Denn nur mit dem Siegel kann sie den Erlass beglaubigen, der für alle gefangenen Hebräer, einschließlich der konvertierten Fenena, das Todesurteil bedeutet. Zu spät erkennt Nabucco, dass er Opfer eines Betruges ist. Er protestiert und befiehlt Abigail, sich ihm als seine Sklavin zu unterwerfen. Abigail aber zerreißt das Dokument, das ihre Herkunft beweist und übergibt Nabucco den Wachen. Von den Ufern des Eufrat erhebt sich der bewegender Gesang der Hebräer, die dort zur Arbeit gezwungen werden. Sie beweinen die "schöne und verlorene Heimat" und erbitten Gottes Hilfe. Zacharias ermutigt sie mit seiner Prophezeiung, dass der Zorn und die Rache Jehovas bald auf das gottlose Babylon niedergehen wird.

Vierter Akt

Nabucco erwacht von einem unruhigen Schlaf voller Albträume, als er den Namen seiner Tochter Fenena auf der Straße rufen hört. Er eilt zum Balkon und weicht entsetzt zurück, als er seine geliebte Tochter an den Handgelenken gefesselt zwischen den Soldaten vorbeilaufen sieht, während Rufe um sie herum ihren Tod fordern. Vergeblich versucht er hinauszugelangen: Er ist ein Gefangener im Palast. Da fällt er, als hätte er eine göttliche Eingebung, auf die Knie und beschwört den Gott der Hebräer um Gnade. Die Türen öffnen sich und eine Gruppe Krieger, die ihm treu geblieben ist, tritt ein: Plötzlich ist er nicht mehr der arme Verrückte, in ihm erkennen die Soldaten ihren König wieder und folgen ihm jubelnd, die erhobenen Schwerter in den Händen, um die Krone zurückzuerobern und Fenena zu befreien. Fenena ist inzwischen zu den anderen Hebräern in der Nähe der Hinrichtungsstätte der hängenden Gärten geführt worden, als Nabucco mit seinen Getreuen eintrifft. Das Idol von Belo zerbricht. Abigail, die Gift genommen hat, wird sterbend herbeigeführt. Nabucco preist zusammen mit dem Volk Israels Jehova und die wieder gewonnene Freiheit.

Inhalt "Cavalleria Rusticana"

Handlung

Es ist der Ostermorgen in einem sizilianischen Dorf. Die Bauern begrüßen einander fröhlich vor der Kirche. Nur das Mädchen Santuzza ist traurig und unruhig - sie sucht ihren Geliebten Turiddu. Er hat sich wieder in seine ehemalige Verlobte, Lola, verliebt, die mittlerweile die Frau des Fuhrmanns Alfio ist. Santuzza fragt Turiddus Mutter Lucia, wo er ist. Vorgeblich war er zum Weinkaufen fort, doch Santuzza will Turiddu abends im Dorf gesehen haben. Alfio kommt hinzu. Er kehrt gerade von einer Reise zurück und freut sich auf das Wiedersehen mit seinem "treuen Weibchen". Er bestätigt, Turiddo in der Nähe seines Hauses gesehen zu haben.

Als er gegangen ist, klagt Santuzza der alten Lucia ihr Leid. Während er sich mit ihr über den Verlust Lolas hinwegtröstete, liebt sie ihn wirklich. Während Lusica in die Kirche geht, um für die unglückliche Santuzza zu beten, wartet diese noch auf Turiddu. Er aber beachtet ihre Bitten und eifersüchtigen Vorwürfe gar nicht, sondern ist ganz gebannt von Lola, die derweil mit einem koketten Liedchen zur Kirche tänzelt. Turiddu will ihr folgen, doch Santuzza stellt sich ihm in den Weg, bittet, droht, fleht um seine Liebe. Ein Streit unter den Liebenden entbrennt. Wütend wirft Turiddo Santuzza zu Boden und eilt in die Kirche, Lola nach. Santuzzas leidenschaftliche Liebe schlägt in leidenschaftlichen Hass um. Außer sich, schleudert sie ihm einen Fluch nach, und als Alfio vorbeikommt, öffnet sie ihm die Augen über die Untreue seiner Frau. Der Fuhrmann schwört Rache.

Nach der Messe trifft man sich bei Lucia. Turiddu lädt zu einem Umtrunk ein. Als Alfio eintrifft, will er ihm ebenfalls eim Glas anbieten, doch der gehörnte Ehemann weist ihn schroff zurück. Turiddo weiß nun, dass Alfio die Wahrheit kennt und umarmt ihn. Dabei beißt er ihm ins Ohr. Alle Bauern wissen sofort, was das nach altem Brauch bedeutet: Kampf auf Leben und Tod, ein Duell. Diese Herausforderung ist ganz in Alfios Sinne, der einem unerbittlichen bäuerlichen Ehrenkodex anhängt. Turiddu nimmt Abschied von seiner Mutter, erbittet ihren Segen und befiehlt Santuzza ihrem Schutz. Dann eilt er hinaus. Santuzza ist von Gewissensbissen geplagt und stürzt sich verzweifelt in die Arme Lucias. Es folgen Augenblicke aufwühlender Spannung, bis ein entsetzter Frauenschrei verkündet: "Turiddu ist tot!"

Momentan arbeitet die Opera di Verona noch an den genauen Informationen Ihrer Inszinierung. Eine detaillierte Beschreibung folgt in Kürze.

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