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Der schiefe Turm von Pisa im Abendlicht

Pisa-Urlaub: So schön kann schief sein

Ein Abstecher nach Pisa ist ein echter Bildungsurlaub. Oder wussten Sie, dass sich der Schiefe Turm schon beim Bau neigte und man ihn trotzdem weiterbaute? Oder dass Galilei darin die Fallgesetze entdeckte? Und hübsch anzusehen ist er auch noch.

Pisa

Stadt der Wunder: Kurzurlaub in Pisa

Mittelalterliche Gässchen, einladende Cafés und das Meer ganz nah: Es gibt viele Gründe, Pisa zu besuchen. Die Stadt am Arno hat eine beeindruckende Geschichte, die bis ins Römische Reich zurückreicht. Eingebettet in die malerische Landschaft der Toskana bietet der Ort neben historischen Gebäuden auch viele Gelegenheiten, die italienische Küche zu genießen. Aber da war doch noch was…? Ach ja, der Schiefe Turm.

Wenn Touristen in seltsamen Gesten verharren, die Arme in der Luft, dann befinden Sie sich gerade auf der „Piazza dei Miracoli“, dem Platz der Wunder. Ein Foto, auf dem man den Schiefen Turm von Pisa stützt, ist ein Must-Have bei Touristen. Der „Torre pendente“ ist wohl der berühmteste Baufehler der Geschichte. Er gehört zum Dom und begann sich – nur 12 Jahre nach dem Baubeginn 1173 – abzusenken. Die Pisaner ließen sich davon nicht beirren und bauten weiter, schließlich liegt die Schönheit im Unperfekten. Der Turm ist schiefer, als man auf Bildern erahnt. Um vier Grad neigt er sich mittlerweile. Ein Pendel, das an der Decke befestigt ist, berührt unten die Wand. Außergewöhnlich ist auch seine Architektur, rund statt eckig (wie sonst üblich in Italien) und ohne Spitze. Innen ist er übrigens hohl, wovon Sie sich bei einer Besteigung überzeugen können. Vorsicht bei den Treppen, denn auch die sind schief und machen den Weg auf 56 Meter Höhe nicht leichter.

Wundervoll: Monumentale Bauten auf der grünen Wiese

Doch der Schiefe Turm ist nicht das Beeindruckendste auf dem „Platz der Wunder“, sondern nur Teil des Ensembles, bestehend aus dem Dom Santa Maria Assunta, dem Baptisterium und dem Friedhof Camposanto Monumentale. Alle Bauten sind aus weißem Carrara-Marmor, überwältigend riesig und wunderschön. Das Innere des Domes sollten Sie sich nicht entgehen lassen: Mosaikböden, goldene Kassettendecke, Kuppelfresko und viele Säulen. Dass der ganze „Piazza dei Miracoli“ samt Dom und Schiefem Turm 1987 UNESCO Weltkulturerbe wurde, ist kein Wunder. Also, Arme hoch und ein Foto fürs Erinnerungsalbum geknipst. Viel leerer und doppelt so romantisch ist der „Platz der Wunder“ übrigens abends.

Flussufer, Garten, Strand

Wer den Touristen-Hotspot hinter sich lässt, entdeckt in Pisa aber auch noch andere Schätzchen. Bei einem Bummel am Ufer des Arnos blicken Sie auf das Flusspanorama mit den alten Patrizierhäusern und romantischen Brücken. Hier stoßen Sie auf eine seltsame kleine Kirche, die Santa Maria della Spina. Sie wirkt etwas fehl am Platz, eingequetscht zwischen Ufermauer und Straße. Das liegt daran, dass Sie eigentlich an das Kiesufer gebaut wurde – Hochwasser setzten ihr mehrmals zu, bevor man Sie schließlich Stein für Stein versetzte. Grün und ruhig dagegen ist es im Botanischen Garten, dem weltweit ältesten Garten einer Universität, mit Bäumen aus dem 18. Jahrhundert. Ein perfekter Ort für eine kleine Ruhepause. Entspannung finden Sie auch etwas außerhalb der Stadt – mit dem Bus sind es nur ein paar Minuten bis zu einem der vielen Strände in der Nähe von Pisa. Hier treffen sich Einheimische abends, um zu schwimmen, zu grillen und den Sonnenuntergang zu beobachten. Nach ein paar Tagen Dolce Vita in Pisa werden Sie nur eines planen: wiederzukommen. Kein Wunder.

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