Grasse

Hauptstadt der Düfte: Sinnliches Grasse

Im Hinterland der Côte d’Azur, nördlich von Cannes, liegt Grasse, ein kleines Städtchen mit engen, verwinkelten Gassen, Treppen und Cafés an den Seealpen. Doch etwas ist anders: Viele der kleinen Lädchen sind Parfümerien, die edel verpackte Lotionen, Duftwässer und Seifen anbieten. Jasmin, Rose, Orangenblüte: Es duftet überall. Kaum zu glauben, dass Grasse einmal zum Himmel gestunken hat.

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Hauptstadt der Düfte: Sinnliches Grasse

Im Hinterland der Côte d’Azur, nördlich von Cannes, liegt Grasse, ein kleines Städtchen mit engen, verwinkelten Gassen, Treppen und Cafés an den Seealpen. Doch etwas ist anders: Viele der kleinen Lädchen sind Parfümerien, die edel verpackte Lotionen, Duftwässer und Seifen anbieten. Jasmin, Rose, Orangenblüte: Es duftet überall. Kaum zu glauben, dass Grasse einmal zum Himmel gestunken hat.

Reich und bekannt wurde Grasse im Mittelalter durch die Gerberei. Hier wurden hochwertiges Leder und teure Pelze hergestellt und ins nahe Italien exportiert. Doch Gerberei war ein schmutziges, im wahrsten Sinne anrüchiges Handwerk. Es stank und das nicht zu knapp. In der Renaissance begann man, Handschuhe zu parfümieren und Grasse wahre Bestimmung zeigte sich. Das Handwerk verlegte sich vom Gerben auf das Extrahieren von Blütensaft für Parfüms. Um die Stadt entstanden üppige, wohlriechende Blumenfelder.

Duftarchiv rund um die Stadt

Heute werden die Blüten meist billig importiert, statt vor Ort angebaut, doch Grasse ist immer noch die „Welthauptstadt des Parfüms“. Patrick Süßkinds Roman „Das Parfüm“ spielte hauptsächlich in Grasse. Die Blumenfelder und Gärten in und um die Stadt bewahren immer noch die Geruchsnoten, die für die Provence so typisch sind: Veilchen, Lavendel, Rosen, Jasmin und Mimosen. Besonders der „Jardin des Plantes“ ist bekannt, hier erholte sich die Schwester Napoleons. Vom Garten aus blickt man auf die Stadt und das wenige Kilometer entfernte Meer. Doch das ist nur eine von vielen Grünanlagen in der Region.

Auch in die Herstellung der edlen Parfüms darf man „reinschnuppern“: Die drei größten Parfümerien Fragonard, Galimard und Molinard bieten kostenlose Führungen an, zeigen die Geheimnisse ihres Handwerks vom Destillierkolben bis zum Verkaufsraum. Wer selbst mal ein Wässerchen mischen möchte, hat bei Workshops bei den Herstellern die Gelegenheit dazu tun. Interessantes und Wissenswertes rund um Flakons und ihren Inhalt gibt es im Musée International de la Parfumerie zu erfahren.

Grasse mit allen Sinnen

Doch auch abseits der Parfümerien ist Grasse eine sinnliche Stadt. Aus den Boulangerien durftet es nach Fougassette, einem köstlichen Hefegebäck mit Orangenblütenwasser. Auch Schokolade, Wein, Olivenöl und Bier wird in und um den 50.000-Einwohner-Ort hergestellt und verkauft. Herrlich, sich einfach durch die engen Gassen zwischen den steilen, puderfarbenen Fassaden der Altstadt treiben zu lassen, ein frisches Croissant in der Hand, die provenzalisch-italienischen Architektur mit ihren Klappläden und nostalgischen Laternen bewundern. Grasse ist ein bisschen verlebt, aber immer französisch-charmant und vor allem: richtig dufte!

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