Giverny

Blumen, Bilder und berühmte Bewohner: Malerisches Giverny

Wo man auch hinguckt, überall blüht und sprießt es. Die Gegend um das Dorf Giverny in der französischen Normandie ist Natur pur. Da ist es wenig überraschend, dass zahlreiche Impressionisten wie Claude Monet sich hier niederließen und hunderte Naturgemälde schufen.

Giverny steht ganz im Zeichen der Impressionisten. 1883 zog Claude Monet in ein Haus im Dorf an der Seine und erweiterte dessen Ziergarten mit dem heute berühmten Wassergarten. 43 Jahre lang hielt sich Monet in Giverny auf, hegte seine Blumen, verewigte sie in zahllosen Bildern und war Gastgeber für viele seiner Künstlerkollegen. Dank ihm können Besucher sich heute auf die Spuren der Impressionisten im Seinetal begeben.

Fondation Claude Monet

Monets Wohnsitz ist im Besitz der Fondation Claude Monet und kann von April bis November besichtigt werden. Die beste Besuchszeit ist im Frühling, wenn alles blüht und Monets Bilder vor Ihren Augen zum Leben erwachen. Der Pfad zum Haus wird eingerahmt von roten Dahlien, orangener Kapuzinerkresse und violetten Pfingstrosen. Von oben ranken sich dunkelrote Rosen entlang der Bögen, genau wie Monet es in seinem Werk „Weg im Garten des Künstlers“ festhielt. Am Ende des Pfades steht das efeuumrankte Haus mit seinen grünen Fensterläden, in dem der Maler bis zu seinem Tod im Dezember 1926 mit seiner Familie lebte. Auf der anderen Straßenseite liegt der berühmte Wassergarten. Alte Trauerweiden säumen den Teich, im Wasser spiegelt sich der blaue Himmel zwischen den weißen Seerosen und gleich nach der ersten Kurve öffnet sich der Blick auf die grüngestrichene, japanische Brücke, die Monet so oft gemalt hat – man möchte am liebsten selbst zum Pinsel greifen.

L‘Ancien Hôtel Baudy und Musée des impressionnismes Giverny

Monets Wahlheimat zog viele seiner Kollegen an. Um die Jahrhundertwende tummelten sich Künstler und Freunde des Malers in Giverny und ließen sich vom blumigen Dorf inspirieren. Viele von ihnen mieteten sich im Hôtel Baudy ein (unter anderem Renoir, Rodin und Cézanne) und malten dessen wildromantischen Rosengarten. Heute befindet sich ein Restaurant mit traditionell französischer Küche in dem Gebäude. Einigen der Künstler gefiel Giverny so gut, dass sie sich für einige Jahre im Dorf niederließen und eine Künstlerkolonie bildeten. Unter ihnen waren die US-Amerikaner Theodore Robinson, Mary Fairchild Low und Lilla Cabot Perry, Monets Nachbarin. Ihnen ist das Musée des impressionnismes Giverny gewidmet, das 1992 eröffnet wurde. Gezeigt werden impressionistische Wechselausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Musée d’Orsay in Paris. Der dazugehörige Park wurde im Stil der Gärten der Maler angelegt und beim Durchschlendern glaubt man beinahe, man habe eines der Gemälde betreten. Wer genug von Blumen und Künstlern hat, macht einen Abstecher in das benachbarte Vernon und besucht das Schloss Bizy oder bestaunt die alte Mühle aus dem 16. Jahrhundert, die auf einer 400 Jahre älteren Brücke ruht. Eine kleine Verbindung zu Monet gibt es hier allerdings doch: Er hat sowohl die Mühle als auch andere Gebäude in Vernon und Umgebung auf der Leinwand festgehalten. Verübeln kann man es ihm nicht, das Seinetal ist einfach zu schön, um es nicht zu malen – von seiner Blumenpracht bis zu den historischen Örtchen.

Adresse Fondation Claude Monet
84 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Fondation Claude Monet
April – November: täglich 9.30 – 18.00 Uhr

Adresse Restaurant Baudy
81 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Restaurant Baudy
29. März – 1. November: täglich 11.30 – 16. 30 Uhr und 18.30 – 21.30 Uhr

Adresse Musée des impressionnismes Giverny
99 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Musée des impressionnismes Giverny
27. März – 1. November: täglich 10.00 – 18.00 Uhr

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