Haguenau

Wohl bekomm's! - Hopfen-Hochburg Haguenau

Haguenau, viertgrößte Stadt im Elsass, bietet nicht das, was man erwartet. Nicht falsch verstehen: Die Atmosphäre ist lässig-französisch, die Restaurants servieren leckeren Flammkuchen und in der Halle aux Houblons findet ein Wochenmarkt mit regionalem Obst und Gemüse statt. Doch rund um die Stadt wird eine Pflanze angebaut, aus der ein besonderer Saft entsteht. Und das ist nicht Wein.

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Wohl bekomm's! - Hopfen-Hochburg Haguenau

Haguenau, viertgrößte Stadt im Elsass, bietet nicht das, was man erwartet. Nicht falsch verstehen: Die Atmosphäre ist lässig-französisch, die Restaurants servieren leckeren Flammkuchen und in der Halle aux Houblons findet ein Wochenmarkt mit regionalem Obst und Gemüse statt. Doch rund um die Stadt wird eine Pflanze angebaut, aus der ein besonderer Saft entsteht. Und das ist nicht Wein.

Die Rede ist von Bier. Hopfen ist es, der um Haguenau gezüchtet und zu süffigen Bier verarbeitet wird. Schon von weitem sieht man die typischen Stützgerüste für die Kletterpflanze. Anbau und Genuss haben hier Tradition. Eine Brauereibesichtigung mit Verkostung im Elsass ist sehr zu empfehlen. Das Haguenauer Bier ist besonders würzig und passt hervorragend zu der deftigen Küche aus der Region, zu Sauerkraut und "Bäckeoffe" (Auflauf).

Stehaufmännchen mit Geschichte

Bevor Sie sich dem kulinarischen Genuss hingeben, sollten Sie jedoch zuerst den Anblick der Stadt und der grünen Umgebung genießen. Haguenau liegt am Fluss Moder mitten im Haguenauer Forst, dem größten geschlossenen Waldgebiet im Elsass. Der Ort war Kaisers Liebling: Barbarossa erbaute die Kaiserpfalz, residierte hier bevorzugt und verlieh dem Ort das Stadtrecht. Haguenau erwies sich im Lauf der Jahrhunderte als wahres Stehaufmännchen. So wurde jene Kaiserpfalz nach dem Dreißigjährigen Krieg dem Erdboden gleichgemacht. Ebenso wie Haguenau selbst. 300 Jahre später, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde es erneut fast völlig zerstört. Und so ist die Innenstadt typisch elsässisch verträumt - nur eben modern.

Blick in die Vergangenheit

Trotzdem stößt man auch heute noch auf Teile des alten Haguenaus. Einblicke in die Vergangenheit vermitteln barocke Bürgerhäuser und die Georgskirche aus dem 12. Jahrhundert mit den ältesten Glocken Frankreichs. Von den einst 40 Türmen der Stadtbefestigung sind noch drei erhalten: Fischerturm, Ritterturm und das Weißenburger Tor. Nur eine Stauferstele markiert dagegen den Platz der zerstörten Kaiserpfalz. Für alle Reisenden ist das einzigartige Gepäckstückemuseum interessant. Vielleicht lernt man dort auch, wie man am geschicktesten möglichst viel von dem guten Haguenauer Bier im Koffer unterbringt …

Foto: OTP Haguenau

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