Mülheim an der Ruhr

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Mülheim an der Ruhr: Grünes Ruhrgebiet

Mülheim an der Ruhr liegt im Ruhrpott? Sehen tut man das zumindest nicht. Hier die Ruhr, dort das Bergische Land - die Stadtfläche der Stadt besteht zu über 50 Prozent aus Grün- und Waldflächen.

Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr: Herrlich grüne Stadt am Fluss

Der Name ist Programm: Mülheim an der Ruhr ist die einzige Stadt im Revier, in der der sauberste deutsche Industriefluss mittendurch fließt. Und das 14 Kilometer lang, vorbei an vielen Kulturstätten, prächtigen Villen und noch mehr Grün. Links dockt Duisburg an, rechts Essen, zur Landeshauptstadt Düsseldorf sind es nur 30 Kilometer südwärts. Nach Mülheim wehte der Wind den Ruß des Reviers nicht lange: Es war die erste Großstadt des Potts, aus der sich der Bergbau zurückzog. Unbedingt sehenswert sind zwei umfunktionierte Wassertürme: Das Filmmuseum beeindruckt mit der größten Camera Obscura der Welt, im Aquarius Wassermuseum dreht sich auf 14 Turm-Ebenen alles ums wichtige Nass. Bei einer Radtour auf dem RuhrtalRadweg entdecken Sie noch mehr. Ruhrbühne frei!

Es ist die vielleicht am häufigsten falsch geschriebene Stadt in Deutschland. Gern schmuggelt man noch ein „h“ rein. Doch Mülheim wäre nicht Mülheim, ohne die schöne Ruhr vor der Tür. Sie prägt die Stadtkulisse und bietet an den Ruhrauen unendlich viel Platz für alle Arten der Ausspannung. „Stadt am Fluss“ nennt sie sich stolz und kann locker ein „grün“ davorhängen. Mehr als 50 Prozent sind Naturflächen. Vor allem die „MüGa“, Mülheims Garten an der Ruhr, ist ein herrliches Erholungsterrain. Seit der Landesgartenschau 1992 darf man hier auf einem ehemaligen Bahngelände durch sieben Kilometer Parkanlage streifen (ohne Eintritt).

Stadt – Land – Fluss: Mülheim an der Ruhr entdecken

Schicht im Schacht ist hier schon lange: Mülheim an der Ruhr wurde 1964 die erste bergbaufreie Stadt des Ruhrgebiets. Heute lassen sich in Mülheim an der Ruhr viel Kunst, Kultur und historische Gebäude entdecken:

Die Freilichtbühne im Zentrum von Mülheim zählt zu den schönsten Naturbühnen in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Mai und Oktober ist der Veranstaltungskalender prall gefüllt – mit Konzerten, Tanzevents, Wissenschaftsshows und Kunstfestivals. In der „MittwochsReihe“ treten wöchentlich verschiedene Bands auf und verhelfen den Mülheimern zu einem gemütlichen Feierabend.

Ruhrtalbrücke: Wenn man sich von Essen Richtung Mülheim aufmacht, sticht die Mintarder Brücke sofort ins Auge. Für die A 52 schwingt sie sich auf 1.830 Metern über das Ruhrtal, verbindet Essen und Düsseldorf. Als längste Stahlbrücke Deutschlands zählt sie zu den größten Brückenbauprojekten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg.

In einem stillgelegten Wasserturm im Stadtteil Styrum entstand mit dem Wassermuseum Aquarius ein mehrfach preisgekröntes, multimediales Museum zum Thema Wasser. Industriekultur wurde zur Erlebniswelt: Auf 14 Etagen und an 30 multimedialen Stationen geht es rund um das lebenswichtige Nass. Bereits seit 1999 ist das Aquarius Wassermuseum ein Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur.

Mülheim besitzt die weltweit größte begehbare Camera Obscura. Anlässlich der Mülheimer Landesgartenschau 1992 wurde sie in der Kuppel des alten Broicher Wasserturms eingebaut. Auch das Turminnere wurde wiederbelebt: Heute befindet sich auf den drei weiteren Ebenen das Museum zur Vorgeschichte des Films, eine lückenlose Dokumentation mit über 1.100 Exponaten aus der Sammlung des Wuppertaler Industriellen KH. W. Steckelings. „Wie die Bilder laufen lernten“ zeigen u. a. Kaleidoskope, Laternae Magicae sowie Guck- und andere „Zauberkästen“.

Auf der Schleuseninsel, direkt am Wasserbahnhof, präsentiert das Haus Ruhrnatur in einem denkmalgeschützten Bootshaus alle ökologischen, hydrologischen und geologischen Besonderheiten des Ruhrtals spannend gebündelt. Anschließend noch ein Spaziergang auf dem Fossilienweg, und Sie sind Stadt-Land-Fluss-Experte.

Außerdem gibt es in Mülheim das Kunstmuseum „Alte Post" sowie ein Leder- und Gerbermuseum in einer alten Fabrikhalle. Denn neben der Stahlindustrie hat auch die Lederverarbeitung eine lange Tradition in Mülheim an der Ruhr. Um 1920 erreichte sie ihren Peak, mit über 50 Lederfabriken war Mülheim Lederstadt Nummer 1 in ganz Deutschland.

Gleich drei renommierte Theaterinstitutionen sind hier beheimatet: die Mülheimer Theatertage „Stücke“, das Theater an der Ruhr und der Ringlokschuppen Ruhr.

Auch im Kloster Saarn wird ein vielfältiges und breites Kulturprogramm angeboten. Als eines der wenigen mittelalterlichen Frauenkonvente des Rheinlands überlebte es die napoleonische Säkularisation und zählt heute zu den einzigartigen Kulturmonumenten der Region – mit Museum, Klosterbienen, Kräutergarten, Café und Begegnungsstätte. Ein Rundgang durch den charmanten Ortsteil Saarn lohnt sich immer. Boutiquen und individuelle Geschäfte, Traditionsbäcker wie Metzgerläden, Fachwerkhäuser und Cafés reihen sich aneinander, hier wird gebummelt, geschwatzt und eingekauft. Den Dorfmittelpunkt bildet der Pastor-Luhr-Platz, auf dem Einheimische traditionell beim Saarner Outdoor-Event „Feierabend“ oder mittwochs und samstags beim Wochenmarkt zusammenkommen.

Die Siedlung Mausegatt ist ein gelebtes Stück Ruhrgebietsgeschichte. Hier wohnten einst die Kumpel mit ihren Familien. Erbaut wurde die Anlage in der Zeit von 1899 bis 1911 von Hugo Stinnes und August Thyssen, um ihrer "Zeche Wiesche" eine feste Stammbelegschaft zu sichern. Heute stehen die originalen 106 Häuser als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Auch wenn in den 60er-Jahren sämtliche Steinkohlezechen geschlossen wurden, erhielten die Familien dank einer großen Bürgerinitiative die Möglichkeit, ihr Haus lebenslang zu mieten oder selbst zu kaufen. Bei einem Spaziergang durch die Straßen der ehemaligen Arbeitersiedlung entdecken Sie eine typische Backsteinanlage aus Giebel- und Traufsteinbauten.

Die Altstadt mit ihrem Heimatmuseum Tersteegenhaus ist beschaulich. Urige Fachwerk- und Backsteinhäuser, schmale Gassen und enge Bebauung. Hören Sie aber mal genauer hin. Mülheim an der Ruhr hat einen eigenen Dialekt: Mölmsch Platt. Der Wahlspruch der Mülheimer „Mölm boven aan!“ bedeutet so viel „Mülheim nach vorn!“

Am besten lässt sich der herrliche Blick auf Fluss und Ruhr-Auen vom Wasser aus genießen. Im neuen Hafen können Tretboote und Kanus ausgeliehen werden, an Bord der Weißen Flotte erleben Sie das Ruhrgebiet von seiner schönsten Seite. Ob nach Essen-Kettwig, durch den Hafen, zur Ruhrschleuse Duisburg oder über den Baldeneysee, hier geht alles beschaulich und entspannt zu. Bei einer Bergischen Kaffeetafel an Deck (auch als „vierte Mahlzeit“ bekannt) lassen sich Waffeln und Schwarzbrot, Milchreis und Schinken und das grüne Panorama entspannt auskosten.

Oberliga der Revierwohnanlagen

Und weil es in Mülheim so schön ist, gehörte die Stadt schon immer zu den begehrten Adressen im Revier. Hier residierten in großen Villen die Stinnes, Thyssens und die Spitze des „rheinisch-westfälischen Industriebezirks“. Heute gibt es noch immer viele Millionäre, in der Wirtschaftswelt ist es vor allem als Unternehmenssitz von Aldi-Süd und Tengelmann bekannt. Auch im Sektor Forschung und Bildung spielt Mülheim oben mit: mit zwei Max-Planck-Instituten und einer eigenen Hochschule mit ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung.

Ist Mülheim an der Ruhr schön?

Mit 170.000 Einwohnern ist Mülheim an der Ruhr eine der kleinsten Städte im Ruhrgebiet, aber auch eine der grünsten und idyllischsten. Hier geht es ruhiger zu als in anderen Großstädten, die Lage direkt am Wasser macht den großen Zauber aus. Die Ruhraue mit ihrem Ruhrstrand ist ein Paradies für Angler und Spaziergänger. Das Naturbad zählt mit dem Beachside Club zu den Sommer-Highlights. Kultur, Natur, Einkaufen – hier geht alles wunderbar. Im kleineren Maßstab, aber qualitativ vom Feinsten.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Mülheim an der Ruhr?

Es gibt viele schöne Ausflugszielen in und rund um Mülheim an der Ruhr: Schloss Broich, das Aquarius Wassermuseum, Camera Obscura, die Freilichtbühne, Kloster Saarn, Bismarckturm, MüGa-Park, Ruhraue und Ruhrtalbrücke. Von der Altstadt bis zum Wasserbahnhof auf der Schleuseninsel (Hauptanlegestelle der Weißen Flotte) lassen sich erholsame Stunden verbringen.

Welche Berühmtheiten kommen aus Mülheim an der Ruhr?

Ausnahmekünstler Helge Schneider wurde 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren und lebt bis heute hier. Show- und Quizmaster Wim Thoelke, SPD-Politikerin Hannelore Kraft sowie der mächtige Industrielle Hugo Stinnes stammen aus der Stadt.

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