Unterreichenbach

Unterreichenbach

In einem wildromantischen Seitental der Nagold, eingebettet in die sanften Hügel des Nordschwarzwaldes, liegt Unterreichenbach. Das malerische Örtchen befindet sich ziemlich genau in der Mitte zwischen Pforzheim und Calw und bietet als Erholungsort mit Prädikat seinen Einwohnern wie auch Gästen in erster Linie Entspannung, viel Natur und gesunde Luft. Wanderer finden hier auf 292 bis 663 Meter Höhe zahlreiche Wanderwege durch herrliche Landschaften vor. Aber auch Mountainbiker und Nordic Walker fühlen sich in Unterreichenbach wohl. Von den 630 Hektar Gemeinde-Fläche bestehen alleine schon 410 Hektar aus Wald. Daher wundert es nicht, dass die Forstwirtschaft in dem Ort seit jeher eine große Rolle spielte. Auch heute noch sind zwei Sägewerke in Betrieb, dazu gibt es eine Maschinenfabrik, eine Honigfabrik und ein paar Schmuckwarenbetriebe.

Bekannt wurde die 2.300-Einwohner-Gemeinde jedoch durch die Flößerei. Unterreichenbach war einst eine Hochburg dieser alten Zunft, die dem Ort vom 14. bis 17. Jahrhundert zu großer Bedeutung verhalf. Ein Flößermuseum in der Tannbergschule zeigt verschiedene Floßmodelle, historische Geräte und Handwerkszeuge der Flößerei. Seit 1978 werden alle drei Jahre beim "Talhubenfest" Schau-Floßfahrten auf der Nagold veranstaltet. Ein Flößerdenkmal im Ortskern erinnert noch an die traditionsreiche Geschichte der hiesigen Flößerei. Mit Nagold, Enz, Würm und Reichenbach durchfließen vier Gewässer auf relativ engem Raum das Gebiet. Der Reichenbach gab dem Ort übrigens seinen Namen und mündet hier in die Nagold. Zuvor speist der Bach eine über 700 Jahre alte Getreidemühle: die Kapfenhardter Mühle. Sie ist noch in Betrieb und ihr riesiges Mühlenrad aus Holz ein echter Hingucker.

Das Element Wasser prägt auch in anderer Hinsicht die Region. Denn Unterreichenbach war wegen seiner Heilquelle Gutbrunnen früher ein beliebter Badeort, bis die Quelle Mitte des 19. Jahrhunderts durch einen Erdrutsch verschüttet wurde. Heute befindet sich das Dorf quasi mitten im Thermenquartett des Nordschwarzwaldes. Gleich vier renommierte Kur- und Badeorte mit Thermalbädern kann man im Umkreis von 30 Kilometern besuchen: die Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell, die Mineral-Therme in Bad Teinach, die Siebentäler Therme in Bad Herrenalb sowie die Vital Therme und das Palais Thermal in Bad Wildbad. Ein Ausflug in einen dieser Badetempel lohnt sich also allemal.

Fotos: Martin Dürrschnabel, the Todd, wikipedia

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