Der Feldberg im Schwarzwald
Feldberg im Schwarzwald – Höchster Gipfel und Naturparadies in Baden-Württemberg
Bild: © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Wer im Schwarzwald Urlaub macht, kommt an ihm kaum vorbei: Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Gipfel des Schwarzwaldes und zugleich die höchste Erhebung Deutschlands außerhalb der Alpen. Er liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Freiburg im Breisgau – gut erreichbar, aber trotzdem weit weg vom Alltag.
Was den Feldberg auszeichnet, ist nicht allein die Höhe. Es ist das Zusammenspiel aus weitläufiger Natur, einem dichten Wegenetz und einem Angebot, das Wanderer, Skifahrer, Familien und Naturfreunde gleichermaßen anspricht. Sommer wie Winter gibt es hier etwas zu erleben – und das Naturschutzgebiet rund um den Gipfel sorgt dafür, dass die Landschaft so bleibt, wie sie ist.
Wer einmal hier war, versteht schnell, warum der Feldberg seit Generationen zu den beliebtesten Ausflugszielen im Südwesten Deutschlands gehört. Nicht wegen der Hotelpreise oder der Après-Ski-Angebote. Sondern wegen der Luft, der Aussicht und der Ruhe – die man, wenn man möchte, auch in der Hochsaison findet.
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Was macht den Feldberg so besonders?
Nicht jeder Berg schafft es, so viele Gründe für einen Besuch zu liefern. Am Feldberg ist das anders. Wanderlust, Skifahren, intakte Natur und unkomplizierte Gastlichkeit treffen hier auf engstem Raum zusammen. Ein Überblick über das, was die Region zu bieten hat:
| Jahreszeit | Aktivitäten | Highlights |
|---|---|---|
| Frühling | Wandern, Radfahren | Blühende Bergwiesen, erste Fernblicke |
| Sommer | Wandern, E-Bike, Baden am Feldsee | Feldbergsteig, Naturschutzgebiet |
| Herbst | Wandern, Nordic Walking | Farbenspiele in Wäldern und Wiesen |
| Winter | Ski, Langlauf, Schneeschuh, Rodeln | 14 Liftanlagen, 120 km Loipennetz |
Über allem thront der Feldbergturm – ein ehemaliger Wetterturm, heute beliebt als Aussichtsplattform. Bei klarem Wetter reicht der Blick über den Bodensee bis zu den Alpen. Selbst die Vogesen in Frankreich sind zu sehen – sofern man früh aufsteht und das Wetter mitspielt.
Bild: © Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Wandern am Feldberg: Premiumwege und alpine Pfade
Wandern am Feldberg bedeutet mehr als nur einen Gipfel zu besteigen. Das Wegenetz ist dicht und gut ausgeschildert: Einheitliche Schilder führen über saftige Wiesen, durch Tannenwälder und entlang kleiner Bäche und Schluchten. Kernstück ist der Feldbergsteig, ein Premiumwanderweg nach dem Gütesiegel des Deutschen Wanderinstituts. Auf rund 12 Kilometern umrundet er den Feldberg und bietet dabei je nach Wetter und Jahreszeit ein völlig anderes Erlebnis – mal klar und alpin, mal neblig und geheimnisvoll.
Wer lieber Nordic Walking macht, findet ebenfalls gut ausgewiesene Strecken. Familien mit Kindern starten am besten an der Bergstation der Feldbergbahn und laufen die letzten Meter zum Gipfel zu Fuß – der Weg ist übersichtlich und auch für kleinere Beine machbar.
- Feldbergsteig: ca. 12 km, mittel bis anspruchsvoll
- Feldseeweg: ca. 4 km, leicht, mit Blick auf den Bergsee
- Todtnauer Hüttenrunde: ca. 8 km, mittel
- Nordic-Walking-Park: mehrere Strecken ab 5 km
Radfahren und E-Bike-Touren am Feldberg
Den Feldberg mit dem Rad zu erkunden, ist beliebt – aber je nach Route auch anspruchsvoll. Wer gemütlich unterwegs sein möchte, wählt eine der flacheren Rundstrecken im Tal. Wer es rasanter mag, findet Downhill-Strecken, die das Adrenalinkonto deutlich füllen.
Ein praktischer Tipp: Die Touristinfo in Altglashütten verleiht E-Bikes gegen eine geringe Gebühr. Der Elektromotor nimmt einem das Treten nicht ab, erleichtert die Aufstiege aber spürbar – und macht damit auch weniger geübte Radler fit für die hügelige Landschaft rund um den Feldberg.
- Verschiedene Routen für Anfänger, Familien und Sportler
- E-Bike-Verleih in Altglashütten (Touristinfo)
- Downhill-Strecken für erfahrene Fahrer
- Beschilderte Radwege mit Steigungsangaben
Bild: © Feldberg Touristik
Was erwartet mich am Feldberg im Winter?
Kurz gesagt: sehr viel. Der Feldberg ist das mit Abstand größte Wintersportzentrum im Südwesten Deutschlands. Wenn der erste Schnee kommt, verwandelt sich die Region in ein Gebiet, das sich mit kleineren Alpenorten durchaus messen lässt – ohne die dortigen Preise und die Massen.
Das Wintersportzentrum Feldberg bietet 14 Liftanlagen und 16 Abfahrten in allen Schwierigkeitsstufen. Dazu kommen 4 weitere Skigebiete in unmittelbarer Nähe, die das Angebot auf rund 60 Pistenkilometer erweitern. Für Langläufer steht eines der größten Loipennetze in Südwestdeutschland bereit – 120 Kilometer, die durch eine Winterlandschaft führen, wie man sie sonst nur weiter südlich findet.
Skifahren und Langlauf
Auf dem Feldberg gibt es Abfahrten für alle Könnerstufen: blaue Pisten für Einsteiger und Familien, rote Strecken für Sportliche und schwarze für diejenigen, die wirklich etwas suchen. Die Bergstation der Feldbergbahn liegt auf 1.277 Metern und ist ganzjährig in Betrieb – im Sommer für Wanderer, im Winter für Skifahrer.
Besonders beliebt ist die Seebuck-Abfahrt mit direktem Blick auf den Feldsee. Wer warme Beine und einen heißen Tee braucht, findet auf dem Gipfelplateau mehrere Hütten, die auch unter der Woche geöffnet haben. Die Gastlichkeit der Schwarzwälder ist, um es kurz zu sagen, jahreszeitenunabhängig.
- 16 Abfahrten in allen Schwierigkeitsstufen
- 14 Liftanlagen, darunter die Feldbergbahn
- 120 km Langlaufloipen
- Skischulen für Anfänger und Kinder
Schneeschuhwandern und Rodeln
Schneeschuhwandern ist am Feldberg längst mehr als ein Geheimtipp. Mehrere ausgewiesene Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden führen durch eine winterliche Landschaft, die man in dieser Form kaum woanders findet. Die Strecken sind markiert und in der Regel auch ohne Ortskenntnis gut zu begehen.
In Altglashütten gibt es außerdem eine 150 Meter lange Rodelbahn mit Förderband – kein Schlepplift, sondern ein einfaches Band, das einem den Aufstieg erspart. Klingt unspektakulär, macht aber vor allem mit Kindern richtig Spaß und ist eine der unkompliziertesten Winteraktivitäten der Region.
Feldberg und Feldsee: Das Naturschutzgebiet erkunden
Das Naturschutzgebiet Feldberg ist eines der ältesten und größten in Deutschland. Über 4.000 Hektar stehen unter Schutz – eine Fläche, die Bergwiesen, Hochmoore, Schluchtwälder und subalpine Vegetation umfasst. Pflanzen, die sonst nur in den Alpen vorkommen, haben hier am nördlichsten Punkt ihres Verbreitungsgebiets eine Heimat gefunden, darunter Arnika, Trollblume und verschiedene Enzianarten.
Mittendrin liegt der Feldsee – ein kleiner Bergsee auf 1.109 Metern Höhe, entstanden in einem eiszeitlichen Kar. Er ist das Herzstück des Naturschutzgebiets und eines der stimmungsvollsten Motive der Region. Ein kurzer Wanderweg führt in etwa 45 Minuten von der Bergstation der Feldbergbahn hinunter zum See – der Weg ist auch für Kinder gut geeignet.
Das Naturschutzzentrum Feldberg am Haus der Natur informiert Besucher über Flora, Fauna und Geschichte des Schutzgebiets. Der Eintritt ist kostenlos, die Ausstellung richtet sich ausdrücklich auch an jüngere Besucher.
Bild: © Klaus Hansen
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Geheimtipp: Der Feldberg abseits der Touristenpfade
Wer die Massen hinter sich lassen möchte, steigt vom Seebuck nicht nach oben, sondern seitwärts ab: In Richtung Rinken und Baldenweger Buck führt ein wenig begangener Pfad durch eine nahezu unberührte Hochlandschaft. Im Frühsommer blühen hier Arnika und Trollblume, die man in der freien Wildbahn sonst kaum noch sieht. Der Weg ist in der offiziellen Feldberg-Karte eingezeichnet, die die Hochschwarzwald Tourismus GmbH kostenlos herausgibt.
Ein weiterer Insidertipp: die Todtnauer Hütte am Feldberghang. Sie öffnet nicht täglich, aber wer das Glück hat, zur richtigen Zeit dort zu sein, bekommt eine Vesper mit einem Ausblick, den kaum ein anderes Bergrestaurant in Deutschland bieten kann. Kein Tourismusmarketing, keine Buchungsplattform – einfach hingehen und schauen.
Anreise und praktische Infos für Ihren Feldberg-Besuch
Hier die wichtigsten Informationen für Ihren Besuch am Feldberg auf einen Blick:
| Information | Details |
|---|---|
| Mit dem Auto | A5 bis Ausfahrt Freiburg-Mitte, dann B31 Richtung Titisee, ab Hinterzarten B317 zum Feldberg |
| Mit dem ÖPNV | Dreiseenbahn bis Titisee oder Hinterzarten, weiter mit Bus 7300 direkt zum Feldberg |
| Parken | Mehrere Parkplätze rund um den Feldberg, kostenpflichtig |
| Bergbahn | Feldbergbahn (Seebuckbahn) ganzjährig in Betrieb |
| Höhe | 1.493 m ü. NHN (Zipfelkopf), Seebuck mit Feldbergturm: 1.492 m |
| Beste Reisezeit | Sommer (Juni–September) und Winter (Dezember–März) |
| Touristinfo | Feldberg-Tourismus GmbH, Kirchgasse 1, 79868 Feldberg (Schwarzwald) |
Häufige Fragen zum Feldberg (FAQ)
Wie hoch ist der Feldberg im Schwarzwald?
Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Gipfel des Schwarzwaldes – und die höchste Erhebung Deutschlands außerhalb der Alpen.
Was kann man am Feldberg im Sommer unternehmen?
Wanderwege wie der Feldbergsteig, Radrouten und E-Bike-Verleih, Ausflüge zum Feldsee im Naturschutzgebiet – der Sommer am Feldberg ist vielseitig.
Wie komme ich ohne Auto zum Feldberg?
Mit der Dreiseenbahn bis Titisee oder Hinterzarten, dann Bus 7300 direkt zum Feldberg. Im Winter gibt es zusätzliche Skibusverbindungen.
Was ist der Feldsee?
Ein Bergsee auf 1.109 Metern Höhe, entstanden in einem eiszeitlichen Kar. Erreichbar in rund 45 Minuten zu Fuß von der Bergstation.
Ist der Feldberg für Familien geeignet?
Ja: Rodelbahn in Altglashütten, einfache Wanderwege, Feldbergbahn und kostenfreies Naturschutzzentrum bieten Programm für alle Altersgruppen.