Stade

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Dank Großindustrie: eine Bilderbuchstadt im Norden

Das hätte auch schief gehen können. In den 1960ern sollte die Innenstadt von Stade ein neues Gesicht bekommen, die alten Gebäude angerissen und neue gebaut werden. Mangels Geld klappte das dann doch nicht. Gott sei Dank. So blieben die schönen historischen Backstein- und Fachwerkhäuser erhalten und das hat Stade vor allem einer blühenden Industrie zu verdanken.

Stade-Infos kompakt

Dank Großindustrie: eine Bilderbuchstadt im Norden

Das hätte auch schief gehen können. In den 1960ern sollte die Innenstadt von Stade ein neues Gesicht bekommen, die alten Gebäude angerissen und neue gebaut werden. Mangels Geld klappte das dann doch nicht. Gott sei Dank. So blieben die schönen historischen Backstein- und Fachwerkhäuser erhalten und das hat Stade vor allem einer blühenden Industrie zu verdanken.

45 Kilometer westlich von Hamburg, am Rand des Alten Landes liegt „Stood“, wie man auf Plattdeutsch sagt. Hafen, 47.000 Einwohner, 3.700 Betriebe darunter Branchengrößen wie E.ON und Dow Chemical. Klingt nicht nach Hanseromantik und Urlaubsziel. Aber Stade blühte auf. Die Unternehmen brachten der kleinen Stadt in den 70ern und 80ern Millionen Steuereinnahmen. Glücklicherweise erwachte gleichzeitig ein historisches Bewusstsein für die Schönheit der Altstadt aus dem 17. Jahrhundert. 100 Millionen DM wurden in die Restaurierung der Altstadt investiert. Bestes Beispiel: der Schwedenspeicher. Dieses rote Backsteingebäude aus dem Jahr 1705 sollte abgerissen und mit den Überresten den alten Hafen aufgefüllt werden, um einen Parkplatz zu bauen. Heute beherbergt das historische Lagerhaus ein Museum und gilt als einer der wichtigsten barocken Profanbauten Nordeuropas.

Hanseatische Bilderbuchstadt

Dank des Geldsegens durch die angesiedelte Industrie ist die Stader Innenstadt heute ein Schatzkästchen mit einem der ältesten Ratskeller Deutschlands (aus dem Jahr 1305), dem Holztretkran, der Löwenapotheke samt originalen Einrichtung und zahlreichen anderen historischen Gebäuden. Eine richtige Bilderbuchstadt, wie aus der Zeit gefallen. Trotzdem ist Stade kein Freilichtmuseum, sondern eine lebendige Stadt: Wochenmärkte, Schiffsrundfahrten, Weinfest und Shantychorfest. Und wenn mal nichts los ist: ein Bummel am alten Hafen, durch die malerischen Gassen und ein Absacker in einer der gemütlichen, kleinen Kneipe. Stade wird heute zwar von Hamburg überschattet, zu früheren Zeiten waren die heute ungleichen Städte aber Konkurrenten und Stade hatte die Nase vorn: Bevor die Schiffe Hamburg erreichten, mussten sie zuerst in Stade ihre Waren anbieten.

Ausflug ins Alte Land

Heute nennt sich Stade wieder Hansestadt, hat ihre norddeutsche Gemütlichkeit bewahrt, trotz internationaler Wirtschaftsriesen im Umfeld. Schnell ist man in Hamburg zu einer Hafenrundfahrt oder entschleunigt total bei einem Ausflug ins Alte Land. Dort wird seit Jahrhunderten Obst angebaut, hauptsächlich Äpfel und Kirschen. Der Anblick des grünen Landes mit Millionen Blüten ist magisch. Dazu reich verzierte Häuser und Deiche um die Elbe. Beinahe wäre das Alte Land auf der Liste der Weltkulturerbe gelandet - der Schönheit tut diese verpasste Gelegenheit keinen Abbruch. Schließlich ist jede davon eine Chance auf etwas Besseres, wie man in Stade aus eigener Erfahrung weiß.

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