Offenburg

Badisches Savoir-vivre in der Freiheitsstadt

Auf der einen Seite Weinberge, auf der anderen Seite der Rhein - Offenburg ist mit einer traumhaften Lage mitten im sonnenverwöhnten Baden gesegnet. Aber es ist nicht einfach nur eine weitere adrette Stadt in Schwarzwald, sondern ein Ort mit Geschichte und Zukunft. Die fleißigen Offenburger bauten ihre Stadt nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg komplett neu auf, mischten bei der Revolution 1848/49 kräftig mit und eine von ihnen stoppte eigenhändig die Hexenverfolgung.

Offenburg

Badisches Savoir-vivre in der Freiheitsstadt

Auf der einen Seite Weinberge, auf der anderen Seite der Rhein - Offenburg ist mit einer traumhaften Lage mitten im sonnenverwöhnten Baden gesegnet. Aber es ist nicht einfach nur eine weitere adrette Stadt in Schwarzwald, sondern ein Ort mit Geschichte und Zukunft. Die fleißigen Offenburger bauten ihre Stadt nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg komplett neu auf, mischten bei der Revolution 1848/49 kräftig mit und eine von ihnen stoppte eigenhändig die Hexenverfolgung.

Heute hat Offenburg eine Skyline, die mit Frankfurt mithalten kann. Na ja, zumindest haben sie den Burda Medien Tower - Sitz des Burda Verlags. Hier werden Bunte, Focus und TV Spielfilm gedruckt. Und der Playboy. Was soll man sagen? Die Offenburger genießen eben das Leben und den Wein. Das merkt man auch in der Innenstadt: markante Barockbauten, Kirchen mit bunten Fassaden, Cafés unter Bäumen und viele kleine Geschäfte. Und natürlich Weinstuben mit badischem Wein auf der Karte. Wenn Sie schlemmen wollen, sind Sie hier richtig: Die Badener haben den Genuss und das Savoir-vivre wenn nicht selbst erfunden, dann zumindest bei ihren französischen Nachbarn abgeguckt.

Unterirdisches Bad

In der Altstadt wurde Geschichte geschrieben. Im Gasthaus "Zum Salmen" traf sich am 12. September 1847 die Offenburger Versammlung und forderte Grund- und Menschenrechte sowie Pressefreiheit und eine gerechte Einkommenssteuer. Erste Schritte zur Demokratie. Der "Salmen" ist heute ein Ort der Erinnerung, Offenburg darf sich "Freiheitsstadt" nennen und ist eine wichtige Station auf der "Straße der Demokratie", die sich von Frankfurt bis nach Lörrach zieht. Unter die Straßen der Stadt dagegen müssen Sie sich begeben, wenn Sie ein ganz besonderes Kulturdenkmal sehen wollen. Das Mikwe, ein jüdisches Ritualbad, liegt in 14 Meter Tiefe. Weil die Juden "lebendiges Wasser" für ihrer rituellen Waschungen brauchen, musste man sich in Offenburg durch die Erde graben. Heute kann das unterirdische Bad mit einer Führung besichtigt werden.

Eine Offenburgerin gegen die Hexenverfolgung

Aber man muss nicht unter die Erde, um Historisches in Offenburg zu sehen. In der Innenstadt reihen sich die Perlen der Stadt aneinander. Hier finden Sie auch das älteste Hotel der Stadt, die "Sonne": 1376 erbaut, nach dem Stadtbrand wieder aufgebaut, strahlt es heute in butterblumengelb um die Wette mit dem Rathaus (rot/ocker) zur Rechten und dem ehemaligen Königshof (rosa) auf der linken Seite. Bei einem Bummel durch die Stadt werden Sie vielleicht auf Straßenschild "Gotter-Nes-Weg" stoßen. Wer oder was ist eine Gotter Nes? Agnes Gotter wurde 1629 als Hexe beschuldigt und gefoltert. Doch keine Tortur konnte sie zu einem Geständnis zwingen, so dass sie wieder freigelassen wurde. Ihre Widerstandsfähigkeit beeindruckte die Obrigkeit so sehr, dass man die Hexenprozesse aussetzte und schließlich ganz abschaffte. Gotter Nes wurde 80 Jahre alt. Vielleicht wegen des guten badischen Weins?

Foto: Stadt Offenburg

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