Kurfürstliche Burg Eltville

Der Bau dieser Burg begann 1330, heute beherbergt sie die Gutenberg-Gedenkstätte und eine historische Sammlung zum Thema der Druckkunst. Die Kurfürstliche Burg Eltville ist das Wahrzeichen der Stadt und während des ganzen Jahres Schauplatz zahlreicher kultureller Veranstaltungen, Feste und Märkte, die von vielen Gästen aus Nah und Fern immer wieder gerne besucht werden.

Mit ihrem unregelmäßigen, viereckigen Grundriss bildet die Burg den südöstlichen Eckpfeiler der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Außenmauer mit den großen zugemauerten Fenstern gehörte zum Palas, der sich nach Westen an den Turm anschloss. Vier Meter unter der Kernburg ist nach Süden der Zwinger vorgelagert. Auch nach Westen und Norden wird die Burg von einem gewinkelten Zwinger mit breiten Gräben und hohen Mauern umschlossen.

Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg bis auf den Turm völlig zerstört; 1682 wurde der Ostflügel in geänderter Form wieder aufgebaut. Im 14. und 15. Jahrhundert residierten in der Kurfürstlichen Burg Eltville die Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten. Sie war 150 Jahre lang ihr bevorzugter Verwaltungssitz. Heute ist das Bauwerk mit seinem romantischem Burghof, seinen Rosenanlagen, Adamsgarten und Burggraben ein Besuchermagnet. Im Frühjahr und Sommer kann die prächtige, verschwenderische Blütenpracht unzähliger Rosenstöcke verschiedenster Sorten bewundert werden.

In der Grafenkammer im Burgturm erhielt Henne Gensfleisch zur Laden, besser bekannt als Johannes Gutenberg, am 17. Januar 1465 von Kurfürst Adolph II. von Nassau die einzige Ehrung seines Lebens: Er wurde zum Hofmann ernannt. Die Grafenkammer wurde Anfang 2006 neu renoviert und kann seit April 2006 bei einer Führung besichtigt werden. Die ebenfalls im Burgturm eingerichtete Gutenberg-Gedenkstätte erinnert eindrucksvoll an den genialen Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, der im 15. Jahrhundert in Eltville lebte und wirkte. Mehrmals im Jahr finden hier öffentliche Drucktage statt, an denen auf der historischen Florentiner Druckpresse Originalgrafiken wie zu Gutenbergs Zeiten gedruckt werden. Die Historische Sammlung in der so genannten Domherrenkammer enthält wertvolle Dokumente zur Eltviller Stadtgeschichte.

Es lohnt sich, die Burg vom Rheinufer her durch den ehemaligen Wassergraben und über das Bollwerk des alten Wehrganges oder über die holprige Grabenbrücke zu besuchen. Hier lebt in alten Gemäuern und im weithin sichtbaren Wehrturm die Erinnerung an ein Stück deutscher Geschichte des Mittelalters. In dem gewölbten Zugang zum Palas führen einige Stufen in den ehemaligen Aufenthaltsraum für das Burggesinde, der jetzt als "Galerie im Turm" für wechselnde Kunstausstellungen genutzt wird.

Vom Burghof aus, dessen romantische Verträumtheit durch einen nostalgischen Ziehbrunnen unterstrichen wird, beginnt der Aufstieg zum 24 Meter hohen Wehrturm. Oben angekommen, schaut man aus luftiger Höhe auf die alten Reste der Burg und den schattigen Burghof. Vom Burghof führt eine Wendeltreppe 42 Stufen hinunter in das Verlies der Burg.

Lage, Anfahrt

Die Kurfürstliche Burg Eltville steht direkt am Rhein, in der malerischen Altstadt von Eltville; Sie können die Burg quasi nicht übersehen.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Außenanlagen:

April - September täglich 9.30 - 19.00;
Oktober - März täglich 10.00 - 17.00 

Burgturm: April - Oktober täglich 10.30 - 17.00, 
November - März täglich 11- 15.30 (letzter Einlass 15.00)
Eintritt: Außenanlagen und Galerie im Turm frei;
Burgturm Erwachsene 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder bis 11 Jahre frei

Reisepakete werden geladen