Eltville 1 Reisepaket
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Eltville

Eltville am Rhein: Wein, Sekt und Rosen

Wein-, Sekt- und Rosenstadt - mit diesen drei Prädikaten geschmückt ist das schöne Eltville am Rhein. Das Städtchen ist eine absolute Weinhochburg und überhaupt bietet es einige historische Sehenswürdigkeiten.

Eltville

Wein-, Sekt- und Rosenstadt - mit diesen drei Prädikaten geschmückt ist das schöne Eltville am Rhein Deutschlands einzige Stadt. Eltville liegt auf der rechten Rheinseite und besteht aus den Ortsteilen Hattenheim und Erbach. Gegenüber von Eltville liegt die "Eltviller Aue", eine 2 Kilometer lange Insel mitten im Rhein.

Ursprünglich war das heute rund 17.500 Einwohner zählende Städtchen römisch und hieß "Alta villa", davon abgeleitet "Eltville". Sie ist die älteste und größte Stadt im Rheingau und wurde um das Jahr 1000 erstmals urkundlich erwähnt. 1330 begann Balduin von Trier mit der Errichtung einer Burg, die heute noch das Wahrzeichen der Stadt ist. Zwei Jahre später erhielt Eltville durch Kaiser Ludwig von Bayern die Stadtrechte.

Der berühmteste Einwohner, den Eltville je hatte, ist zweifelsohne Johannes Gutenberg, der Erfinder des Buchdruckes. Er machte die Stadt durch den Druck des lateinischen Wörterbuches "Vocabularis ex quo" (1467) zu einer der ältesten Druckstätten der Welt und wurde vom Erzbischof und Kurfürsten Adolf II. von Nassau zum Hofedelmann von Eltville ernannt. Noch heute wird er in vielen Ecken der Stadt gewürdigt; im Turm der Eltviller Burg erinnert ein Gutenbergmuseum an seine Verdienste.

Überhaupt bietet das Städtchen einige historische Sehenswürdigkeiten. Neben der Kurfürstlichen Burg erinnern noch das Martinstor und der Sebastiansturm an die ursprünglichen Wehranlagen. Die Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert wird als "Schatzkammer spätgotischer Kunst am Mittelrhein" bezeichnet und enthält Grabdenkmäler reicher Adeliger, Madonnenfiguren sowie kunstvolle Decken- und Wandmalereien. Um die Kirche herum gibt es pittoreske Altstadtgassen, Fachwerkhäuser und Barockgebäude.

Eltville ist eine absolute Weinhochburg. Es gibt mehrere Weingüter und Weinkellereien, aber auch Sektkellereien. Die bekannteste Sektkellerei, die hier ihren Sitz hat, ist sicherlich "MM Sekt", die inzwischen zu "Rotkäppchen" gehört. Wichtige Weinberge sind der Sonnenberg, Taubenberg, Langstück, Rheinberg und Hanach. Eine Wein- oder Sektprobe lohnt sich also auf jeden Fall und ist immer ein besonderes (Geschmacks-)Erlebnis.

Rund ums Thema Wein, Sekt, Rosen und Gutenberg steigen das ganze Jahr über Feste in und um Eltville: Mitte Januar geht's los mit dem Gutenberg-Winter, im Frühjahr gibt's dann die Rheingauer Schlemmerwoche und den Tag der offenen Weinkeller, am ersten Juni-Wochenende die Eltviller Rosentage, Mitte Juni das Erbacher Erdbeerfest, Anfang Juli das Sektfest in Eltville, im Sommer das Rheingauer Musikfestival und die Burghofspiele in der Burg, am letzten Oktoberwochenende die "Kappeskerb" (Weinlesefest) und von Mitte November bis Ende April jeden Donnerstag der "Musikalische Winter". In Eltville ist also immer etwas geboten...

Kurfürstliche Burg- Eltville

Der Bau dieser Burg begann 1330, heute beherbergt sie die Gutenberg-Gedenkstätte und eine historische Sammlung zum Thema der Druckkunst. Die Kurfürstliche Burg Eltville ist das Wahrzeichen der Stadt und während des ganzen Jahres Schauplatz zahlreicher kultureller Veranstaltungen, Feste und Märkte, die von vielen Gästen aus Nah und Fern immer wieder gerne besucht werden.

Mit ihrem unregelmäßigen, viereckigen Grundriss bildet die Burg den südöstlichen Eckpfeiler der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Außenmauer mit den großen zugemauerten Fenstern gehörte zum Palas, der sich nach Westen an den Turm anschloss. Vier Meter unter der Kernburg ist nach Süden der Zwinger vorgelagert. Auch nach Westen und Norden wird die Burg von einem gewinkelten Zwinger mit breiten Gräben und hohen Mauern umschlossen.

Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg bis auf den Turm völlig zerstört; 1682 wurde der Ostflügel in geänderter Form wieder aufgebaut. Im 14. und 15. Jahrhundert residierten in der Kurfürstlichen Burg Eltville die Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten. Sie war 150 Jahre lang ihr bevorzugter Verwaltungssitz. Heute ist das Bauwerk mit seinem romantischem Burghof, seinen Rosenanlagen, Adamsgarten und Burggraben ein Besuchermagnet. Im Frühjahr und Sommer kann die prächtige, verschwenderische Blütenpracht unzähliger Rosenstöcke verschiedenster Sorten bewundert werden.

In der Grafenkammer im Burgturm erhielt Henne Gensfleisch zur Laden, besser bekannt als Johannes Gutenberg, am 17. Januar 1465 von Kurfürst Adolph II. von Nassau die einzige Ehrung seines Lebens: Er wurde zum Hofmann ernannt. Die Grafenkammer wurde Anfang 2006 neu renoviert und kann seit April 2006 bei einer Führung besichtigt werden. Die ebenfalls im Burgturm eingerichtete Gutenberg-Gedenkstätte erinnert eindrucksvoll an den genialen Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, der im 15. Jahrhundert in Eltville lebte und wirkte. Mehrmals im Jahr finden hier öffentliche Drucktage statt, an denen auf der historischen Florentiner Druckpresse Originalgrafiken wie zu Gutenbergs Zeiten gedruckt werden. Die Historische Sammlung in der so genannten Domherrenkammer enthält wertvolle Dokumente zur Eltviller Stadtgeschichte.

Es lohnt sich, die Burg vom Rheinufer her durch den ehemaligen Wassergraben und über das Bollwerk des alten Wehrganges oder über die holprige Grabenbrücke zu besuchen. Hier lebt in alten Gemäuern und im weithin sichtbaren Wehrturm die Erinnerung an ein Stück deutscher Geschichte des Mittelalters. In dem gewölbten Zugang zum Palas führen einige Stufen in den ehemaligen Aufenthaltsraum für das Burggesinde, der jetzt als "Galerie im Turm" für wechselnde Kunstausstellungen genutzt wird.

Vom Burghof aus, dessen romantische Verträumtheit durch einen nostalgischen Ziehbrunnen unterstrichen wird, beginnt der Aufstieg zum 24 Meter hohen Wehrturm. Oben angekommen, schaut man aus luftiger Höhe auf die alten Reste der Burg und den schattigen Burghof. Vom Burghof führt eine Wendeltreppe 42 Stufen hinunter in das Verlies der Burg.

Adresse Kurfürstliche Burg Eltville
Burgstraße 1, 65343 Eltville am Rhein

Öffnungszeiten Kurfürstliche Burg Eltville
Außenanlage:

Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

KD-SchifffahrtEltville

Romantische Kreuzfahrt durchs UNESCO-Welterbe

Es ist eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Deutschlands: der Rheingau. Die Städtchen sind eines idyllischer als das andere. Die sagenhafte Region können Urlauber am besten vom Wasser aus erkunden. Vom hübschen Eltville aus geht jeden Morgen ein Schiff auf laaange Fahrt.

Auf dem großen schwarz-weißen Schild am Ufer steht nur eine Zahl: "511". Willkommen in Eltville, an Rheinkilometer 511. Morgens legt hier, zu Füßen der kleinen Cafés an der Landebrücke, ein Schiff an. In der Hochsaison kommt eine Stunde später noch ein Zweites. Die Schiffe der KD (Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG) nehmen Urlauber mit auf große Fahrt: vorbei an malerischen Burgen und Weinlagen bis zur berühmten Loreley oder sogar bis nach Boppard.

Die gesamte Strecke ist wahrscheinlich nur was für echte "Seebären". Die Hinfahrt dauert immerhin 3,5 Stunden, die Rückfahrt stromaufwärts 5,5. An Bord gibt's Speisen und Getränke. Zwölfmal legen die Schiffe auf ihrer 60-Kilometer-Fahrt an: in Rüdesheim, Bingen, Assmannshausen, Lorch, Bacharach, Kaub, Oberwesel, St. Goar, St. Goarshausen, Bad Salzig (nur auf der Rückfahrt), Kamp-Bornhofen und in Boppard. Aussteigen ist erlaubt, aber nur zu empfehlen, wenn später das zweite Schiff kommt …

Zu Besuch bei der Loreley

Bei Bingen beginnt die UNESCO-Welterbe-Landschaft "Oberes Mittelrheintal", die bis Koblenz reicht. Besonders berühmt: die Loreley, der sagenumwobene Felsen in St. Goarshausen. Der Legende nach soll die wunderschöne Loreley mit ihrem Gesang die Rheinschiffer so betört haben, dass sie in den gefährlichen Strömungen ums Leben kamen. Merkwürdig: Vor 15 Jahren lief genau an dieser Stelle ein KD-Ausflugsschiff mit 349 Passagieren an Bord auf Grund. Es hieß auch noch "Loreley". (Schuld an dem Unglück war aber keine Felsennixe, sondern das extreme Niedrigwasser …)

Hohes Dorf mit vielen Beinamen

Wer nur mal ein bisschen Rheinluft schnuppern möchte, der kann einfach ein Stündchen bis nach Bingen oder Rüdesheim schippern und sich am frühen Abend wieder vom Ausflugsschiff einsammeln lassen. Um 18.25 Uhr (bzw. 19.25 Uhr) sind alle Urlauber zurück in Eltville. Der Name des Städtchens geht übrigens auf das lateinische "Alta Villa" zurück, was so viel wie "hoher Hof" oder "hochgelegene Siedlung" heißt. Der romantische Weinort ist heute die Stadt mit den meisten Titeln in Deutschland: Eltville ist offiziell Wein- und Sektstadt, Rosenstadt und Gutenbergstadt. Das klingt doch schon von vornherein nach einem richtig guten Ort, oder?

Adresse KD-Schifffahrt Eltville
Platz von Montrichard, 65343 Eltville am Rhein

Abfahrtszeiten KD-Schifffahrt Eltville
Burgentour und Loreleytour:

Ende April - Anfang Oktober: täglich 9.15 Uhr
Juli und August: täglich 9.15, 10.15 Uhr
Oktober: Freitag - Montag 10.15 Uhr

Kloster Eberbach- Eltville

1136 gründeten Mönche des Zisterzienserordens eine neue Klostergemeinschaft im Rheingau, das Kloster Eberbach. Sie hatten es sich zum Ziel gesetzt, nach der Regel "ora et labora" (deutsch: "bete und arbeite") "von ihrer Hände Arbeit, Ackerbau und Viehzucht" zu leben. Das strenge monastische Leben und die disziplinierte Bewirtschaftung der Güter, vor allem aber auch Erfolge in Weinanbau und Kellerwirtschaft, machten die Abtei bald zu einem florierenden Wirtschaftsbetrieb.

Obwohl es nach der Säkularisation im Jahr 1803 als Korrektionshaus und Landesirrenanstalt gedient hatte, ist das heutige Erscheinungsbild des Klosters noch immer durch die Jahrhunderte alte Weinbautraditon geprägt und den Hessischen Staatsweingütern angeschlossen. Seit 1998 finden dort unter der Obhut der Stiftung Kloster Eberbach Weinproben, Führungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Besonderer Höhepunkt sind die Weinversteigerungen, die zweimal im Jahr im ehemaligen Laiendormitorium abgehalten werden, dem mit 83 qm längsten, im Mittelalter erbauten nichtsakralen Raum in Deutschland.

Sehenswert ist auch die im Jahre 1186 geweihte Klosterkirche, eine mächtige romanische Basilika, die kunstvoll gestalteten Grabmäler sowie das Mönchsdormitorium, ein zweischiffiger, frühgotischer Raum in einem 72 m langen Kreuzrippengewölbe.

Im Kloster Eberbach wurden 1985 weite Teile des erfolgreichen Hollywood-Films "Der Name der Rose" gedreht, nach Umberto Ecos Roman, mit Sean Connery in der Hauptrolle.

Adresse Kloster Eberbach Eltville
Kloster-Eberbach-Straße 1, 65346 Eltville am Rhein

Öffnungszeiten Kloster Eberbach Eltville
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

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