Zwickau-Infos kompakt

Die Nobelmarke Audi, Komponist Robert Schumann, Maler Max Pechstein, "Goldfinger" Gert Fröbe - allesamt gebürtige Zwickauer. Zwickau, die alte Tuchmacher- und Bergbaustadt, bildet zusammen mit Chemnitz, Dresden, Leipzig und Halle die "Metropolregion Sachsendreieck". Nächst größere Städte sind Chemnitz (ca. 30 km östlich), Gera (ca. 33 km nordwestlich) und Leipzig (ca. 70 km nördlich). Zwickau hat aber noch viel mehr zu bieten, als Musik und Pferdestärken. So finden hier Liebhaber besonders gut erhaltener Bausubstanz das größte zusammenhängende Jugendstil- und Gründerzeitensemble Deutschlands und eine der ältesten Bibliotheken Deutschlands. Und auch diese schönen Plätze:

Hauptmarkt: Seine Wurzeln liegen bereits im 13. Jahrhundert, womit er fast so alt ist wie die Stadt selbst. Als quirliges Zentrum der Stadt versammelt er sämtliche Besuchermagnete in seiner Nähe - das Rathaus mit seiner Fassade im neogotischen Stil, das Gewandhaus (einem jahrhundertlangen Zentrum der Zwickauer Tuchmacherzunft) und natürlich die beiden meistfotografierten Zwickau-Motive, Robert-Schumann-Haus und Robert-Schumann-Denkmal. Auch der Dom liegt nur einen Steinwurf entfernt.

Dom St. Marien: Das wichtigste sakrale Baudenkmal der Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Um 1200 als Marienkirche im romanischen Baustil gegründet, wurde der Bau in den folgenden Jahrhunderten schrittweise durch gotische Bauteile ersetzt. Ein Rundgang um den prächtigen Kirchenbau zeigt ca. 70 Kalksteinfiguren. Zur kostbaren Innenausstattung gehört unter anderem der Hauptaltar von Michael Wohlgemut (Lehrmeister von Albrecht Dürer und Matthias Grünewald). Übrigens: Wer mag, kann sich für einen sportlichen Aufstieg auf den 88 Meter hohen Glockenturm rüsten. Belohnung - verbesserte Oberschenkelmuskulatur und natürlich ein herrlicher Ausblick.

Johannisbad: Sie ist eine Jugendstilschönheit und Backsteinlady sondersgleichen, die Badeanstalt am Rande der Nordvorstadt. Nach aufwändiger Sanierung und Wiedereröffnung im Jahr 2000 setzt der Schwimmbereich mit orientalischer Bade- und Saunalandschaft vor allem stilistische Maßstäbe. Erholungssuchende und Sportfreunde finden hier außerdem einen Therapie- und Wellnessbereich, ein Fitness-Center und zwei gastronomische Einrichtungen vor.

August Horch Museum: In der Audistraße 7 befindet sich das einzige kraftfahrzeugtechnische Museum Deutschlands, das seinen Sitz an einer früheren Fertigungsstätte hat. Es beherbergt äußerst seltene, mitunter einmalige Exponate des frühen Automobilbaus. Auf 3000 qm Ausstellungsfläche werden Geschichten aus über 100 Jahren Zwickauer Automobilbau erzählt. So bieten eine Tankstelle der 20er Jahre oder der Stand einer Autoausstellung der 30er Jahre den Rahmen für die repräsentativen Horchwagen, Audifahrzeuge und bekannten Wanderermodelle. Auch die beeindruckenden Erfolge der legendären Silberpfeile der Auto Union sorgen für großes Staunen. Besonders schön: Eine zeittypische Straßenszene mit den damals sensationellen DKW Kleinwagen.

Robert-Schumann-Haus: Erste Adresse für die Tuchfühlung mit dem großen Sohn der Stadt ist der Hauptmarkt 5. Das modernisierte Eckhaus ist die Geburtsstätte Robert Schumanns (1810 - 1856) und beherbergt die weltweit größte geschlossene Schumann-Sammlung. Hier werden mehr als 4000 Originalhandschriften des Komponisten und seiner Gattin, der Pianistin Clara geb. Wieck (1819-1896), verwahrt. Ergänzt wird dieser einzigartige Bestand durch tausende weitere zeitgenössische Dokumente, darunter wertvolle Handschriften und Drucke sowie Gemälde und Plastiken. Das Geburtszimmer Robert Schumanns ist als Gedenkzimmer komplett mit historischem Mobiliar aus dem Besitz Robert und Clara Schumanns ausgestattet. Als besonderes Prunkstück gilt der Wiener Stein-Flügel. Auf diesem gab Clara Schumann neunjährig ihr Konzertdebüt im Leipziger Gewandhaus. Sie machte gerade durch die besondere Virtuosität ihres Klavierspiels Schumanns Werke weltberühmt. Ihr Mann verstarb jung im Alter von erst 46 Jahren.

Priesterhäuser: Es sind die ältesten städtischen Wohnbauten Deutschlands (13. - 15. Jh.). Die detailgetreu und behutsam sanierten Bauten befinden sich links gegenüber dem Domportal, wurden als Museum ausgebaut und durch einen Anbau ergänzt. Sie zeigen eindrucksvoll spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Wohnkultur und Lebensweise. Beliebter Treffpunkt zum Verschnaufen ist gleich nebenan der Biergarten in der 1. Zwickauer Gasthausbrauerei.

Stadtparkanlage Schwanenteich: Ob Gondeln auf dem See, Open Air-Konzerte in der romantisch eingebetteten Freilichtbühne, Joggen, Angeln oder ein Besuch des Tiergeheges - der städtische Schwanenteich unweit des Stadtzentrums ist ein idealer Ort zum Ausspannen, für Familienausflüge und große Live-Musik-Erlebnisse.

Übrigens: Selbst Karl May saß wiederholt in Zwickau hinter Gittern und durfte bei guter Führung in der St. Nepomuk-Kirche (damalige Gefängniskirche) die Orgel spielen.

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