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Calw

Ihr Hotel in Calw: Schlafen in der Hermann Hesse-Stadt

Beim Erkunden der engen Gassen mit Fachwerkhäusern, Baudenkmälern und zahlreichen Museen tauchen Sie ein ins Schwarzwalderlebnis. Mit den für die Region typischen Wäldern und Flusstälern bietet die Region abwechslungsreiche Natur.

Calw im Schwarzwald

Calw: Die Fachwerk- und Hermann-Hesse-Stadt

Nach dem berühmtesten Sohn der Stadt nennt sich die beschauliche Kleinstadt Calw stolz "Die Hermann-Hesse-Stadt". Beim Erkunden der engen Gassen mit Fachwerkhäusern, Baudenkmälern und zahlreichen Museen tauchen Sie ein ins Schwarzwalderlebnis. Mit den für die Region typischen Wäldern, den Flusstälern von Nagold und Enz und der Heckengäu-Kulturlandschaft bietet die Region zwischen Stuttgart, Pforzheim und Karlsruhe abwechslungsreiche Natur.

Rundwege mit Tipps für Ausflüge ermöglichen Wanderern und Radfahrern spannende Tagestouren. Angebote wie Geocaching, Nordic Walking, geführte Wandertouren oder Ski- und Loipentouren im Winter runden das Angebot ab. Auch mit dem Segway oder auf einer E-Bike-Tour lässt sich die Region bestens erkunden. Mit den Thermenorten Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Teinach und Bad Wildbad stellen gleich vier Gemeinden Angebote zur Entspannung und zum Verwöhnen.

Calw bietet außerdem eine stark ausgeprägte Kulturlandschaft. Hermann Hesse wurde in Calw geboren und findet hier in einem Museum sein Andenken. Mit authentischen Klosteranlagen bietet die Region für jeden Kulturliebhaber ein passendes Motiv. Veranstaltungen wie der Calwer Klostersommer, das Rossini Festival in Bad Wildbad oder Klassik im Kloster in Bad Herrenalb sowie der Altensteiger Kultursommer haben überregionale Bekanntheit erreicht. Traditioneller geht es bei den Volksfesten und Brauchtümern zu. Hier erleben die Besucher z. B. beim Flößerfest in Altensteig oder beim Schäferlauf in Wildberg, der auf ein alljährliches Zunfttreffen der Schäfer in früheren Tagen zurückgeht, typische Zunftrituale und Brauchtümer aus dem Schwarzwald. Das Heidelbeerfest in Enzklösterle präsentiert alles rund um das "blaue Gold des Waldes" und lässt sogar Heidelbeerpfannkuchen tanzen.

Nicht nur mit den typischen Schwarzwaldspezialitäten kann man sich hier kulinarisch verwöhnen lassen. Kosten Sie zusätzlich Wildberger Lamm oder fangfrischen Forellen von den Naturparkwirten und Heckengäu-Köchen. Kurzum: Schmecken Sie den Schwarzwald, während Sie auf Wanderurlaub sind!

Erlebnisreich: Stadthistorischer Rundgang von Mai bis Oktober jeden Samstag um 14.30 ab Marktplatz, Klosterführung in Hirsau von Mai bis Oktober samstags um 14.30 und sonntags um 11.00 ab Haupteingang Kloster und diverse Sonderführungen wie Hermann Hesse, Fachwerk, Frauenwege, Wasser und mehr.

Sehenswert: Historische Fachwerkinnenstadt, Kloster Hirsau, Burgruine Waldeck, sieben Museen wie Hermann-Hesse-, Gerberei-, Kloster- und Bauernhausmuseum, Museum der Stadt - Palais Vischer, Der Lange (ehem. Gefängnis), Eisenbahn-Stellwerk.

Freizeit-Tipps: Der längste Radweg in Baden-Württemberg entlang der Deutschen Fachwerkstraße führt durch Calw, Nagoldtalradweg, Literarischer-Radweg, Klosterrouten-Radweg, Mountainbikewegenetz, E-Biking-Touren, über 240 km ausgeschilderte Wanderwege u. a. der bekannte Ost- und Gäurandweg, Klosterrouten-Wanderweg, Hugenotten- und Waldenserpfad, zwölf Nordic Walking-Routen, Geocaching- und Segway-Touren, Hallen- und Freibad, Schwarz- und Rotwildgehege und vieles mehr.

Kloster Hirsau - Calw

Im Calwer Stadtteil Hirsau erhebt sich stolz das Kloster St. Peter und Paul - ein Kulturdenkmal von europäischer Bedeutung. Die mittelalterliche Kunstgeschichte wird im Klostermuseum greifbar und zeigt den Klosterort Hirsau als einstiges Zentrum der benediktinischen Reformen in Deutschland.

Das Kloster spielte eine wesentliche Rolle für die Geschichte des Ortes Hirsau. Das damals größte deutsche Kloster und der größte romanische Kirchenbau Deutschlands entstand 1082 bis 1091 oberhalb der Nagold. Das Ergebnis ist eine dreischiffige, fast 100 Meter lange Basilika mit zwei Westtürmen, die um 1120 fertiggestellt wurden. Das ehemalige Benediktinerkloster war in der Klosterbewegung von Cluny im 11.und 12. Jahrhundert das bedeutendste deutsche Reformkloster nördlich der Alpen, bis es 1692 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört wurde.

Doch selbst die Ruine ist baugeschichtlich noch hochbedeutend und beinhaltet Relikte aus unterschiedlichen Baustilen: Die Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war, den gotischen Kreuzgang, die spätgotische Marienkapelle und die Ruine eines Renaissanceschlosses. In ihren Mauern stand bis 1989 die von Ludwig Uhland besungene Ulme zu Hirsau.

Zur 900. Jahresfeier Hirsaus im Jahr 1959 wurde erstmals eine Bühne im Kreuzgang aufgestellt. Seither haben sich die Klosterspiele Hirsau fest etabliert. Inzwischen hat die Stadt Calw die Verantwortung für die traditionsreichen Freilichtspiele im Kreuzgang der Hirsauer Klosterruine in private Hände gelegt: Aus den "Klosterspielen Hirsau" wurde 2007 der "Calwer Klostersommer in Hirsau" - mit zugkräftigen Künstlern und erstklassigen Produktionen.

Auch jenseits der Mauern lohnt ein Spaziergang: In 37 Beeten wurde ein mittelalterlicher Kräutergarten angelegt, mit 50 verschiedenen Pflanzenarten, darunter zahlreiche Heilpflanzen, wie sie schon Hildegard von Bingen verwendete. Im ehemaligen Kreuzgang, hinter der Aureliuskirche, dürfen Sie Ihre Nase in die grüne Apotheke stecken.

Hermann Hesse in Calw

Hermann Hesse in Calw

Dass Hermann Hesse seine Heimatstadt Calw von ganzem Herzen liebte, merkt man beim Lesen seiner Werke. Er schwärmt von Kastanienschatten und Tannenduft, Wald und Tal, von plätschernden Flüssen und engen Gassen und meinte dabei immer Calw, die Stadt, in der er groß geworden war. Und Calw liebt seinen berühmten Sohn genauso intensiv zurück. Plätze, Straßen und Schulen sind nach dem Nobelpreisträger benannt, ein Museum ist dem Dichter gewidmet und Statuen seiner beliebten Charaktere beleben die Straßen der kleinen Stadt im nördlichen Schwarzwald. Überall stößt man auf die Spuren Hermann Hesses und sogar ein Selfie mit dem Autor ist drin.

Zwischen Verweilen und Aufbruch

Beim Bummel durch die Altstadt Calws ist das Geburtshaus Hesses nicht zu übersehen. Das hübsche Fachwerkgebäude mit den grünen Fensterläden steht direkt gegenüber der Tourist-Info, ein Modehaus im Erdgeschoss, Wohnungen darüber. Von 1874 – 1881 lebte die Familie hier, wo auch Hermann am 2. Juli 1877 geboren wurde. Der Junge wuchs behütet in der christlichen Familie mit fünf Geschwistern auf. Als Hesse vier war, zog die Familie nach Basel, Grundlage für Hesses Weltbürgertum. Der Vater unterrichtet dort in der Basler Mission. Nach fünf Jahren dann die Rückkehr nach Calw. Der kluge, aber eigenwillige junge Hesse geht nun in Göppingen zur Schule, hasst die Zeit dort, aber liebt sein Calw. Das Ufer der Nagold, die Brücke darüber, die versteckten Winkel der Altstadt und die Wälder waren seine Spielplätze. Am liebsten verbrachte er die Zeit auf der Nikolausbrücke, dort, wo heute eine lebensgroße Statue von ihm steht. Von hier blickt man auf bunte Fachwerkfassaden, die bewaldeten Hänge und den Fluss, der munter durch die Stadt fließt. „Zwischen Verweilen und Aufbruch“ – so der Titel der Skulptur. Sie zeigt Hermann Hesse im fortgeschrittenen Alter, nach vorn blickend, verwurzelt in seiner Heimat, doch mit dem Blick in die Ferne. Nur wenige Schritte weiter, auf dem Hermann-Hesse-Platz: der Hermann-Hesse-Brunnen, der schon zu Lebzeiten des Dichters enthüllt wurde. 1947 war das, ein Jahr nachdem er den Nobelpreis für Literatur bekommen hatte.

Noch ein Gedicht

Nicht nur so ehrt die Stadt den Schriftsteller. Bei einem Bummel durch den Stadtpark können Sie die schönsten Hesse-Gedichte auf Tafeln am Wegesrand lesen. Eine Pflichtstation für Hesse-Liebhaber ist auch das Museum in Calw. Hier wird das Leben Hesses erzählt, mit wertvollen Erstausgaben und von ihm erstellte Zeichnungen und Aquarellen. Hesse selbst verließ Calw für seine Ausbildung, verbrachte Zeit in Tübingen, Basel, am Bodensee, in Indien und Bern und fand schließlich bis zu seinem Lebensende eine neue Heimat im Tessin. Calw, die kleine Fachwerkstadt im Nordschwarzwald, ist in seinen Werken verewigt, so wie sich Calw dem Andenken des Dichters verschrieben hat. Seit 2021 darf sich Calw nun auch offizielle Hermann-Hesse-Stadt nennen – dabei war sie das natürlich schon immer.

Hermann-Hesse-Museum - Calw

Streifzug durch ein stürmisches Dichterleben

Ein Herr steht auf der mittelalterlichen Nikolausbrücke. In einer Hand hält er seinen Hut, die andere steckt lässig in der Hosentasche. Es ist Hermann Hesse, der weltberühmte Dichtersohn von Calw - lebensgroß als Bronzestatue. Vor 140 Jahren wurde er hier geboren. Sein Name zieht sich heute durch den gesamten Ort.

Das Leben des weltweit meistgelesenen deutschsprachigen Autors des 20. Jahrhunderts begann in dem Fachwerkhaus am Marktplatz Nr. 6. Im zweiten Stock wurde Hermann Hesse 1877 geboren. Direkt gegenüber seinem Geburtshaus liegt das "Hermann-Hesse-Museum" mit der umfangreichsten öffentlichen Sammlung über den Literaturnobelpreisträger. Neun Räume erzählen über die Lebensstationen des Dichters und Malers. Gezeigt werden Erstausgaben seiner Werke, Manuskripte, Zeichnungen und Aquarelle. Im dritten Raum liegt sein erstes Werk: Schon mit zehn Jahren schrieb Hesse "Die beiden Brüder", ein Märchen für seine kleine Schwester.

Calw war Schauplatz seiner Geschichten

Hesse liebte seine Heimatstadt, widmete ihr mehr als 30 Erzählungen und machte sie in seinen Romanen "Demian" und "Unterm Rad" zum Schauplatz. Meist nannte er sie "Gerbersau" - Aue der Gerber. In seinen Geschichten hielt er die Atmosphäre in der kleinen schwäbischen Stadt und die Eigenarten ihrer Bewohner für immer fest. Er hinterließ Calw die schönste Liebeserklärung: "Zwischen Bremen und Neapel, zwischen Wien und Singapore habe ich manche hübsche Stadt gesehen ... Die schönste Stadt von allen aber, die ich kenne, ist Calw an der Nagold, ein kleines, altes, schwäbisches Schwarzwaldstädtchen."

Ein unstetes, erfülltes Leben

Immer wieder brach Hermann Hesse aus der bürgerlichen Enge aus. Er schmiss drei Ausbildungen, ging nach Bern und Basel, Indien und Indonesien, heiratete drei Mal und wurde Vater von drei Söhnen. Er engagierte sich für Kriegsgefangene, fand seine zweite Heimat fünf Autostunden südlich von Calw, im Tessin. Der Museumsrundgang schließt mit einer Zeichnung, die den Dichter auf dem Totenbett zeigt. Der Autor weltberühmter Werke wie "Siddhartha" und "Der Steppenwolf" starb 1961, mit 85 Jahren, friedlich im Schlaf. Beigesetzt wurde er in Gentilino, Tessin.

Adresse Hermann-Hesse-Museum Calw
Marktplatz 30, 75365 Calw

Öffnungszeiten Hermann-Hesse-Museum Calw
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