Zugspitze
Zugspitze, höchster aller Superlative
Höher geht es nicht in Deutschland: 2.962 Meter und 6 Zentimeter. Die Zugspitze, höchster Berg Deutschlands. Und damit hören die Superlative nicht auf. Allein die neue Seilbahn bricht mehrere Rekorde: größter Höhenunterschied weltweit, gehalten von einer einzigen Stütze, der mit 127 Metern weltweit höchsten Pendelbahnstütze in Stahlbauweise. 4.000 Besucher tummeln sich auf Deutschlands Dach jeden Tag und blicken auf vier Länder hinab. Einfach spitze, die Zugspitze!
Viele Weg führen auf die Zugspitze, vor allem zu Fuß. Wer sich die Kraxelei ersparen möchte, hat die Wahl zwischen der Bayerischen Zugspitzbahn und der Seilbahn. Alle halbe Stunde können Sie am Eibsee in die großen Gondeln der Seilbahn steigen und sich über fast 4,5 Kilometer Länge 2.000 Meter in die Höhe tragen lassen. Nur einen einzigen Stützträger gibt es, der die Fahrt mit einem kleinen „Hüpfer“ würzt. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und seit 2017 in Betrieb. In nur 10 Minuten erreicht man den Gipfel der Zugspitze, kaum genug Zeit, um das Panorama zu bewundern, das sich hier um einen herum auftut. Doch oben gibt es erstaunlich viel zu sehen und tun: Die Zugspitze ist wohl der am besten ausgebaute Gipfel überhaupt.
Zwei Meter Verlust
Das „Panorama 2962“, höchstes Restaurant Deutschlands, fasst 450 Gäste, die Terrasse davor noch mal beinahe doppelt so viele. Die Aussicht ist natürlich der ultimative Appetizer. 400 Berge in Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland kann man dank 250 Kilometer Fernsicht erspähen. Direkt im Blickfeld ist natürlich auch das goldene Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel. Es ist nicht mehr das originale Kreuz, das ursprünglich auf dem Westgipfel errichtet wurde, sondern eine Kopie. Die wurde mit dem Hubschrauber platziert, nicht durch 28 kräftige Träger aus dem Tal, wie es 1851 geschah. Den Westgipfel gibt es auch nicht mehr. Er wurde 1938 von den Nazis gesprengt, die hier eine Flugleitstation bauen wollen, was allerdings nie geschah. Ohne die Sprengung wäre die Zugspitze 2.964 hoch – doch zwei Meter mehr Fels hätten das Gipfelglück nicht größer werden lassen, denn Superlative gibt es hier trotzdem genug. Auch spirituell. Im höchsten Gotteshaus Deutschland, der Kapelle Mariä Heimsuchung, kann man heiraten oder einfach nur einem Gottesdienst lauschen.
Nachtruhe auf der Zugspitze
Alle Skifans müssen wieder runter vom Gipfel: Das Wintersportgebiet Zugspitze befindet sich ein paar hundert Meter unterhalb bei der Station Sonnalpin. Dank Höhe und Gletschern (die beiden einzigen in Deutschland) gelten die 20 Pistenkilometer von Dezember bis Mai als besonders schneesicher und versprechen Skispaß und Schneegenuss. Das einzige Hotel auf dem Berg ist das Schneefernerhaus, das heute allerdings nur von Forschern bewohnt wird. Eigentlich könnten Sie auch im Iglu-Dorf übernachten, einem Hotel ganz aus Schnee gebaut. Nur 13 Räume stehen zur Verfügung, plus Restaurant, Pool und Sauna (die allerdings außerhalb, aus verständlichen Gründen). Das Iglu-Hotel gibt es nur von Ende Dezember bis April und ist schon im Vorfeld bis auf das letzte Schneebett ausgebucht. Also wieder runter vom Berg: Diesmal mit der Zahnradbahn, die ab Sonnalpin bis zum Bahnhof Garmisch fährt. Die Fahrt dauert 45 Minuten, deutlich länger als mit der Seilbahn, aber bei der Naturkulisse wird es beim Blick aus dem Fenster garantiert nicht langweilig. Ohs und Ahs sind der Soundtrack dieses Tages. Schließlich ist ein Besuch auf der Zugspitze vor allem eines: ein Tag voller Superlative!
Seilbahn Zugspitze
Juli - August 8.00 - 17.45 Uhr
September - Juni 8.30 - 16.45 Uhr
Gletscherbahn Zugspitze
Juli - August 8.15 - 17.25 Uhr
September - Juni 8.45 - 16.25 Uhr
Linie RB 64 Grainau bis Zugspitzplatt
Fahrpläne hier