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Schweiz

Schweiz Urlaub: Panoramablick immer inklusive

Ein Drittel der Schweiz ist mit Wäldern bedeckt. Fast zwei Drittel nehmen die Alpen ein. Der überwältigenden Natur kann man also kaum entkommen - will man auch nicht. Die Schweiz ist für ihre großartigen Landschaften bekannt!

Reiseziel Schweiz

Schweiz Urlaub - Wo die Eile Weile hat

Was ist die Hauptstadt der Schweiz? Bern? Zürich? Fangfrage, denn offiziell hat die Schweiz keine Hauptstadt (de facto ist es aber Bern als Sitz der Regierung). Fast möchte man sagen, die Eidgenossen ticken anders, aber schließlich sind die Schweizer Uhren für ihre Präzision bekannt. Apropos Uhr, in dem kleinen Land geht alles etwas gemächlicher zu. Beim Streichen der Turmuhr schlägt der Stundenzeiger dem Schweizer bekanntermaßen den Pinsel aus der Hand. Genug gespottet, denn die Schweizer lachen sowieso zuletzt. Wirtschaftlich stabil, innovativ, modern - mit diesen Adjektiven kann sich die Schweiz brüsten … Und mit der wunderschönen Landschaft aus kleinen Seen und hohen Bergen. Ob Schokolade oder Amtssprache: Die Schweizer legen immer noch einen drauf. Das sieht man am dicken Plus auf der Flagge. Sie wollen wissen, wie man bei unseren Nachbarn im Süden am schönsten Urlaub macht? Dann „los emol!" („Hör mal zu!“)

Willkommen im Land der Kantönli und winzigen Weinberge

Mit dem Rütlischwur 1291 fing es an, der Mythos um Nationalheld Wilhelm Tell bestärkt es: Die Schweizer sind „ein einig Volk von Brüdern“. Auf die Entstehung ihrer Willensnation sind die Schweizer stolz. Nicht die gemeinsame Kultur oder Sprache hält sie zusammen, sondern die gemeinsamen Werte. Freiheit, Unabhängigkeit, Ausgewogenheit und Stabilität. Das klappt seit Jahrhunderten trotz großer Unterschiede von Kanton zu Kanton gut. Deutsch, Italienisch, Französisch und Rätoromanisch wird in dem 220 mal 350 Kilometer großen Land gesprochen. Für die direkte Demokratie ist die Nation bekannt, jederzeit kann das Volk ein Referendum einreichen. In manchen Orten versammeln sich die Bürger immer noch unter freiem Himmel, um per Handheben politisch abzustimmen. Und dann der Kantönligeist. Jeder der 26 Kantone ist anders. Anhand der Mundarten wissen die Schweizer genau, wo jemand herkommt. Scherzhaft wird vom „Röstigraben“ gesprochen, jene gedachte Linie, die die französischsprachige Schweiz von der deutschspracheigen Schweiz trennt und den gefühlten kulturellen Unterschied markiert. Und trotzdem: Die Schweiz ist wirtschaftlich erfolgreich, politisch stabil und die Schweizer gelten als eines der glücklichsten Völker der Welt (Platz 4 laut Weltglücksbericht 2017).

Sie sehen, die Schweizer ticken wirklich etwas anders. So weiß auch bis heute niemand, warum es in Bern den „Kindlifresserbrunnen“ gibt, die Statue eines Kinderfressers, der einen kleinen Nackedei verschlingt. Apropos verschlingen, rekordverdächtige zehn Kilo Schokolade isst der Schweizer jährlich - was niemanden verwundert, der schon mal Schweizer Schokolade gegessen hat. Auch der Wein ist erlesen - davon werden aber nur zwei Prozent exportiert. Der kleinste Weinberg der Welt (mit ganzen drei Rebstöcken) im Kanton Wallis gehört einem strikten Anti-Alkoholiker, dem Dalai Lama. Der promintente Rebensaft wird, mit Schweizer Grand Cru (franz., wörtlich „großes Gewächs“) gemischt, für einen guten Zweck verkauft.

So geht’s hin

Die Schweiz ist nicht Teil der EU, aber des Schengener Abkommens. Das heißt, es gibt keine Personen-, aber Zollkontrollen. Es gelten also andere Zollbestimmungen und Freimengen als innerhalb der EU (Waren im Wert von 300 CHF sind zollfrei einführbar). Auch tagsüber müssen Autos das Abblendlicht an haben. Die Autobahnen in der Schweiz sind mautpflichtig. Der erste Stopp nach der Grenze ist also eine Post, Tankstelle, Werkstatt oder ein Straßenverkehrsamt. Die Vignette gilt bis zum 31. Januar des Folgejahres. Auf der Schweizer Autobahn gelten 120 km/h als Obergrenze, auf Schnellstraßen 100 km/h, innerhalb von Ortschaften, 50 km/h, außerhalb 80 km/h soweit nicht anders angegeben. Die Verkehrskontrollen in der Schweiz sind sehr streng, die Strafen höher als in Deutschland. Geschwindigkeitsübertretungen werden schon ab 1 km/h geahndet. Wer innerorts 21 km/h zu schnell fährt, ist in der Schweiz für mindestens einen Monat das „Billet“ los - sprich den Führerschein. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Winterreifen sind in der Schweiz nicht vorgeschrieben, aber in den Wintermonaten erforderlich. Zudem sind im Winter viele Pässe gesperrt. Noch eine Besonderheit in den Bergen: Besteht keine Ausweichmöglichkeit, muss das bergabwärtsfahrende Auto zurücksetzen, es sei denn, der andere Wagen ist deutlich näher an einer Ausweichstelle.

Internationale Flughäfen gibt es in der Schweiz drei: Zürich, Genf und Basel-Mulhouse Freiburg. Die Deutsche Bahn hat jeden Tag 35 Direktverbindungen in die Schweiz. Innerhalb der Schweiz ist Bahnfahren ein Traum: Die Bahn ist pünktlich. Immer.

So ticken die Schweizer

Deutschland und die Schweiz sind durch die gemeinsame Sprache verbrüdert - sollte man meinen. Aber Hochdeutsch ist für die Schweizer eine Fremdsprache, eine ungeliebte dazu. Geschliffenes Deutsch hört man in der Schweiz selten. Und ihre charmanten Schwytzerdütschen Ausdrücken behalten sie immer bei: Matten haben nichts mit Turnen zu tun, sondern sind Wiesen, Velo bezeichnet das Fahrrad und Glace Speiseeis. Wer in der Schweiz gegen eine Tür stößt, der hat sich nicht wehgetan, sondern sie nur geöffnet und wenn Ihnen jemand ein Telefon geben will, bekommen Sie nur einen Anruf. Das sorgt schon mal für Verwirrung bei deutschen Muttersprachlern. Sie werden des Öfteren nachfragen müssen. Höflichkeit wissen die Schweizer sehr zu schätzen: man bedankt sich bei jeder Gelegenheit, selbst für’s Bezahlen im Supermarkt. Die Eidgenossen sind großzügig mit dem Konjunktiv und Höflichkeitsfloskeln. Eine typisch deutsche Formulierung wie: „Ich krieg zwei Brötchen“ klingt für die Schweizer wie ein Befehl. Der Schweizer an sich ist gemütlich, zurückhaltend, bescheiden. Man zelebriert das Understatement. Die typisch deutschen Tugenden haben eigentlich die Schweizer erfunden: akribische Pünktlichkeit, Sinn für Ordnung und Sauberkeit. Es wurden sogar schon Schweizer beim Saugen ihres Garagenvorplatzes beobachtet.

So schmeckt das Essen in der Schweiz

Das Wichtigste zuerst: Ja, die Schweizer Schokolade ist wirklich so lecker und jeden Rappen wert. Die Schweizer lieben Geschnetzeltes, als Beilage Rösti (zumindest östlich vom Rösti-Graben), Knöpfli (Spätzle) und Esskastanien. Sonntags gibt es zum Frühstück einen frischen Hefezopf. Süßspeisen sind regional vielfältig: Baseler Läckerli, Schaffhausener Zungen, Engadiner Nuss- und Aargauer Rüblitorte. Die Nationalgerichte Raclette und Käsefondue sind eher etwas für den Winter - zum und ins Fondue gibt es reichlich Kirschschnaps. Die leicht angebrannte Kruste am Boden ist dabei eine besondere Delikatesse. Wer seinen Durst nicht mit den ausgezeichneten Schnäpsen, Alpen- oder Kräuterbitter löschen mag, greift entweder zum Bier (eine „Stange“ sind 0,3 Liter), Schweizer Weinen (gern aus dem Tessin oder Wallis) oder der beliebten Limonade Rivella.

Sehenswürdigkeiten in der Schweiz

Ein Drittel der Schweiz ist mit Wäldern bedeckt. Fast zwei Drittel nehmen die Alpen ein. Der überwältigenden Natur kann man also kaum entkommen - will man auch nicht. Die Schweiz ist für ihre großartigen Landschaften bekannt: Wintersportler zieht es in die Skiregionen Berner Oberland, Zermatt, Engadin und Saas Fee. 7.500 Kilometer Pisten, 5.500 Kilometer Loipen, 200 Skischulen - kein anderes Alpenland hat so viele Viertausender und damit Skigebiete. Südlich des Genfer Sees kann man sogar über die Landesgrenzen hinaus den Berg hinunter wandern: Das riesige Skigebiet Les Portes du Soleil besteht aus zwölf Schweizer und französischen Orten.

Sie wollen im Urlaub dem Langsamverkehr (= Schweizer Begriff für Wandern und Radeln) nachgehen? Die Schweiz ist ein Veloland mit 3.300 Kilometern Radwegen. Auch für Inlineskater gibt es viele ausgewiesene Routen. Wer die Berge nicht nur ansehen möchte, kann Klettertouren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden buchen. Und Wandern? Wenn Sie in Interlaken aus dem ICE steigen, sind Sie direkt in der Jungfrau-Region mit dem Drei-Gestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Der Eiger Trail führt ganz nah an die berühmte Eiger-Nordwand und im Gotthardmassiv kann man in wenigen Stunden die Quellen von Rhein, Reuss, Rhone und Ticino erlaufen. Wandern Sie durch die Engelberger Bergwelt oder das raue Jura-Gebirge, machen Sie einen Treck ab Zermatt am Matterhorn oder erkunden Sie die Viamala in Graubünden mit ihren tiefen Schluchten, alten Brücken und Burgen - es ist fast schon egal, wohin Sie in der Schweiz wandern. Die Aussichten auf den 60.000 Kilometern Wanderwegen sind überall spektakulär und einzigartig.

Dank der Neutralität der Schweiz wurde das Land von beiden Weltkriegen verschont, so dass viele historische Innenstädte und Baudenkmäler heute noch erhalten sind, zum Beispiel die ältesten Holzhäuser Europas im Kanton Schwyz. Die eigentlich-nicht-aber-irgendwie-doch-Hauptstadt Bern hat eine entzückende Altstadt, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die Haupteinkaufsstraßen werden von den sogenannten Lauben (Arkaden) gesäumt, so dass man beim Shoppen trocken bleibt. Hier gibt es auch eine Besonderheit: die Kellergeschäfte. Die alten Vorratskeller unter den Häusern dienen heute als Läden. Ihr Wappentier, den Bären, hält sich Bern im Bärenpark. Zürich gilt als „Downtown Switzerland“ und beeindruckt mit einem einzigartigen Panorama auf den Zürichsee und einer der exklusivsten Einkaufsmeilen in Europa, der Bahnhofsstraße. Von Luzern am Vierwaldstättersee heißt es, sie sei die schönste Stadt des Landes - und das bei der Konkurrenz! Die Kapellbrücke mit Wasserturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Hier steht auch das größte und meist besuchte Museum in der Schweiz: das Verkehrshaus, in dem Flugzeuge, Lokomotiven und Autos zu sehen sind.

So ist das Wetter in der Schweiz

Aufgrund der großen Höhenunterschiede ist das Klima in der Schweiz sehr unterschiedlich. Während es nördlich der Alpen eher gemäßigt ist, herrscht südlich der Alpen mediterranes Wetter. Im Osten ist es etwas wärmer als im Westen, der Süden ist niederschlagsreicher als der Norden. Dezember bis März sind für den Winterurlaub bestens geeignet, Mai bis Oktober für den Sommerurlaub. Ein besonderes Wetterphänomen ist der Fön, der von Frühjahr bis Herbst immer wieder für mildes Wetter sorgt - ein Temperatursprung von 15 Grad Celsius ist nicht ungewöhnlich.

Weitere Schweiz Infos

Schon seit 1974 ist das Trinkgeld in Schweizer Gaststätten im Preis mit inbegriffen - wird also nicht mehr erwartet. Doch ein kleines „pourboire“ wird gern gesehen. Kofferträger erhalten üblicherweise ein bis zwei Franken pro Gepäckstück, Zimmermädchen denselben Betrag pro Tag. Sparen kann man dagegen, wenn man seinen Museumsbesuch am ersten Sonntag im Monat plant: In vielen Städten ist der Eintritt dann kostenlos.

Achtgeben sollte man beim Telefonieren: Die EU-Roaming-Begrenzungen gelten in der Schweiz nicht. Sie können aber eine Schweizer Pre-Paid SIM-Karte in den Supermärkten kaufen.

Das schönste Schweiz Souvenir

Schweizer Taschenmesser und Uhren können Sie überall auf der Welt kaufen. Bringen Sie lieber etwas mit nach Hause, was Sie nur hier bekommen. Zum Beispiel Schokolade. Ja, Toblerone und Lindt gibt es auch in Deutschland, aber Teuscher, Cailler, Ragusa und Branche werden in Deutschland eher selten verkauft. Da der Schweizer Wein so gut wie nicht exportiert wird, ist ein Urlaub eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Flasche mitzunehmen (vier Liter dürfen Sie über die Grenze in die EU bringen). Wer es nicht weit bis nach Hause oder Kühlmöglichkeiten hat: Der Schweizer Käse, z. B. für Raclette, ist ein gutes Mitbringsel. Ein ungewöhnliches Schweizer Produkt ist der Wickelfisch, eine wasserdichte, fischförmige Tasche, die beim Flussschwimmen benutzt wird.

Landesinfos - Schweiz

Die Schweizer haben das Beste von (fast) allem: Berge, Seen und Schokolade. Was es ihnen an Sandstränden mangelt, machen sie mit liebreizenden Bergdörfern, perfekten Pisten und Wohlfühlstädten wett. Hier sieht es überall aus, wie auf einer Postkarte. Mehr Viertausender als jedes andere Alpenland bietet die Schweiz(insgesamt 48), Käsefondue ist Nationalgericht. Also genau die richtige Mischung aus Sporteln und Schlemmen.

Währung: Schweizer Franken (CHF)

Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch

Autobahnbeschilderung: grün

Tempolimits mit dem Auto: innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Schnellstraße 100 km/h, Autobahn 120 km/h

Maut: Jahresvignette, CHF 40,-, für Autobahnen und Schnellstraßen, Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe

Promillegrenze: 0,5 ‰

Abblendlicht tagsüber: ja, auf allen Straßen

Steckdosenadapter: ja, Dreier-Steckdosensystem SEV 1011

Telefonvorwahl: +41

Notfalltelefonnummer: 112

Trinkgeld: im Preis inbegriffen, Aufrunden oder ca. 10 % sind in Ordnung

Öffnungszeiten: Läden sonntags grundsätzlich geschlossen

Nationalfeiertag: 1. August

Schweiz

Das Binnenland Schweiz vereinigt auf kleiner Fläche eine unvergleichliche Fülle von Diskrepanzen und von Besonderheiten. Ausgeprägte Unterschiede sind ein wesentliches Merkmal der Schweiz.

Hauptstadt: Bern
Kantone: 26; Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf, Jura
Schweizer Städte: Baden, Basel, Bellinzona, Bern, Biel, Brig, Chur, Fribourg, Genève, La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Locarno, Lugano, Luzern, Martigny, Montreux-Vevey, Neuchâtel, Schaffhausen, Sierre, Sion, Solothurn, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zug, Zürich
Einwohner: 8.57 Mio. (2019)
Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Klima: Aufgrund der Lage in Mitteleuropa ist die Schweiz von den vier europäischen Hauptklimagebieten beeinflusst: ozeanische, nordeuropäische, mediterrane und kontinentale Klimaeinflüsse. Das Mittelland weist ein gemäßigtes Klima auf, ansonsten ist der Wetterablauf regional recht verschieden.
Landschaften: Alpen und Voralpen 60 %, Mittelland 30 % und Jura 10 % des Landes
Gesamtfläche: 41.285 qkm
Währung: Schweizer Franken
Strom: 230 Volt Wechselstrom; Sie werden also mit Rasierapparaten und anderen Elektrogeräten keine Schwierigkeiten haben. Dennoch ist es ratsam, einen Netzadapter mitzuführen, da Schutzkontakt-Stecker nicht auf Schweizer Steckdosen passen. Viele Hotels stellen Adapter zur Verfügung.

Tessin (Italien)

Bello! Italienisches Flair im Süden der Schweiz

Das Tessin ist das Tor zum Süden und besticht durch seinen Charme, fasziniert mit seinem Lifestyle und seiner italienischen Sprache. Jenseits der Alpen empfängt Sie der Süden: italienisches Flair, mildes Klima, Palmen an sauberen Stränden, liebliche Täler, romanische Kirchen und pittoreske Gassen, die sich auf belebte Piazze öffnen. Aber nie ist die alpine Welt weit entfernt.

Gerade im Frühling zeigt das Tessin sein wahres Ich, einzigartig und zugleich voller Kontraste: Während in den Alpentälern und auf den Gipfeln noch der Schnee liegt, herrscht rund um die Seen bereits mildes, mediterranes Klima. Im Herzen der Alpen und Europas ist das Tessin nicht nur der Vorbote des Südens, sondern auch der typischen Berglandschaften ...

Bergtouren, die in Schnee und Fels beginnen, enden in Kastanienwäldern und von den Ufern streben bewaldete Hänge zu hohen Gipfeln. Auf Alpweiden blüht der Enzian, an der Seepromenade die Kamelie. Wer die Dolce Vita sucht, findet Ruhe in subtropischen Gärten. Wer lieber die Nerven kitzelt, lässt sich durch Schluchten treiben. Und wem der Sinn nach Kultur steht, der wird ihr überall begegnen: Dichter und Künstler fühlten sich angezogen von romantischen Landschaften, Architekten ließen sich zu ihren kühnen Bauten von alter Tradition inspirieren. Vergangenheit und Zukunft, Nord und Süd, Berg und Ebene, Natur und Kultur, Stadt und Land bilden eine faszinierende Einheit voller Gegensätze. Das Abenteuer heißt Ticino.

Rhätische Bahn - Graubünden (Schweiz)

Mit der Schmalspurbahn zu den Alpengletschern

Wie ein roter Wurm schlängelt sich der Zug durchs Hochgebirge, verschwindet in Tunneln und überquert gigantische Schluchten. Die Rhätische Bahn in der Schweiz ist der Wirklichkeit gewordene Traum vieler Eisenbahnfreunde. Einsteigen bitte, die Türen schließen (meist) selbsttätig!

Früher brachten die Züge der Rhätischen Bahn (RhB) Besucher zu ihren Ferienorten in den Bergen. Heute sind sie selbst eine Touristenattraktion. Sie fahren zwischen den Alpengipfeln herum, dort, wo normalerweise eher Seilbahnen zu Hause sind. Der höchste Punkt ist die Station „Ospizio Bernina“ - das Gasthaus am Berninapass, 2.253 Meter hoch.

Das Streckennetz der Schmalspurbahn (Spurweite ein Meter) ist 384 Kilometer lang. Es gibt zehn Linien und 103 Haltestellen. Die Züge fahren vorwiegend im Kanton Graubünden, manchmal bis nach Italien. Und weil die Region vor laaanger Zeit mal zur römischen Provinz Raetia gehörte, hat die Bahn diesen Namen.

Bahnlinie gehört zum UNESCO-Welterbe

Besonders imposant: die Fahrt über den Landwasserviadukt bei Filisur. Die 65 Meter hohe Brücke wurde 1902 nur mit Kränen gebaut und ist das Wahrzeichen der Rhätischen Bahn. Höhenangsthasen können ihren Puls aber gleich wieder runterregeln: 22.000 Züge kommen jedes Jahr heil über die Schlucht.

Die spektakulärste Strecke befährt der Bernina-Express - von Chur über St. Moritz nach Tirano. Die Bergbahnlinie gehört (ab Thusis) zum UNESCO-Welterbe. Das schafften vor ihr nur die Semmeringbahn in Österreich und Eisenbahnen in Indien. Wer unterwegs mitzählen möchte: Es geht durch 55 Tunnel und über 196 Brücken und das mit einer Steigung von bis zu sieben Prozent. Noch mehr Bahn bekommen Fans bei einer Fahrt im Glacier-Express. „Der langsamste Schnellzug der Welt“ verbindet St. Moritz mit Zermatt, das Berninamassiv mit dem Matterhorn - 300 Kilometer in acht Stunden.

„Die kleine Rote“, wie die Bahn liebevoll genannt wird, ist übrigens nicht immer rot. Allgemeine Wagenfarbe war am Anfang dunkelgrün, später gab’s auch gelb, braun, blau, creme … Die Züge der Arosabahn sind himmelblau - mit Seesternen. Manchmal zischen heute noch alte Dampfloks mit Nostalgiezügen über die Pässe, wie damals, 1888, als alles begann. Die Idee hatte übrigens ein Seefahrer aus Holland. So gesehen hätte die Sache mit dem Personennahverkehr hier auch ganz anders ausgehen können …

Glacier Express (Schweiz)

Der Glacier-Express ist ein Schnellzug in der Schweiz, der St. Moritz über Chur, Disentis, Andermatt und Brig mit Zermatt verbindet. Am 25. Juni 1930 um 7.30 Uhr startete der erste Glacier-Express in Zermatt, führte 70 Gäste mit und erreichte St. Moritz nach knapp 11 Stunden.

Der Schmalspurzug, der die Schienen der Rhätischen Bahn und der Matterhorn-Gotthard-Bahn nutzt, wird oft als der "langsamste Schnellzug der Welt" bezeichnet. Heute schafft er es in 7,5 Stunden über 291 Brücken, durch 91 Tunnel und über den 2.033 Meter hohen Oberalppass. Der Albulapass und der Furkapass werden in Tunneln unterquert.

Seinen Namen erhielt der Zug vom Rhône-Gletscher (französisch: Glacier), den er bis 1981 auf der Bergstrecke über den Furkapass passierte. Seit 1982 wird anstelle der Bergstrecke der Furka-Basistunnel befahren, der eine wintersichere Verbindung ermöglicht. Die alte Bergstrecke wird heute nur noch von einer Dampflok als Museumseisenbahn befahren.

Der Zug hat eine primär touristische Bedeutung und ist eines der Aushängeschilder der Schweiz. Zu den bahntechnischen Höhepunkten zählt der Streckenabschnitt der Albulabahn zwischen Thusis und St. Moritz. Landschaftliches Highlight ist definitiv die Fahrt durch die Vorderrheinschlucht.

Sehr empfehlenswert ist eine "Schnupperfahrt" auf der Strecke des Glacier-Express mit der Albulabahn von Tiefencastel nach St. Moritz. Dies ist einer der schönsten Teilabschnitte des Glacier Express. Berühmt ist das Landwasserviadukt, eine der beeindruckendsten Brücken im ganzen Alpenraum.

Der Bahnhof in Tiefencastel ist ca. 8 Kilometer von Savognin entfernt. Dort können Sie im Sommer täglich um 14.45 Uhr, 15.45 Uhr und um 16.45 Uhr in den Glacier-Express einsteigen. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen Sie den bekannten Ferienort St. Moritz. Zurück geht es dann mit dem RegioExpress. Ein Ausflug, der sich wirklich lohnt!

Naturpark Ela (Schweizer Alpen)

Naturpark Ela: Naturschönheit aus den Schweizer Alpen

Der "Parc Ela" ist der größte regionale Naturpark der Schweiz. Seinen Namen verdankt er dem gleichnamigen Berg Piz Ela, der zwischen den beiden Talschaften Albula und Surses liegt. Im Herzen Graubündens, vereint er die drei Sprachkulturen Romanisch, Deutsch und Italienisch. Insgesamt 13 Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um das natürliche und kulturelle Erbe der Region zu schützen. Mehr als ein Drittel der rund 550 Quadratkilometer großen Fläche ist unberührte Landschaft - ohne Stadtlärm, Autos und Müllberge. Dafür aber mit jeder Menge seltener Schätze, die man sonst nur schwer zu Gesicht bekommt.

Gleich drei Moorlandschaften beherbergt der Naturpark, darunter die Alp Flix, die als Schatzinsel der Artenvielfalt gilt. Fett- und Trockenwiesen, verbunden mit Bergwald und Seen, machen dieses Gebiet zum Lebensraum für tausende Tier- und Pflanzenarten. Steinböcke, Gämse, seltene Vogel- und Schmetterlingsarten, Reptilien und Amphibien, hier ist alles vertreten. Sogar Bären und Wölfe wurden schon vereinzelt gesichtet.

Fossile Skelette im ewigen Eis

Natürlich nicht annähernd so dicht besiedelt, aber mindestens genauso sehenswert, sind die Gletscher in der Region. Das ewige Eis prägt das karge Kesch-Ducan-Gebiet, das zur Hälfte im Parc Ela liegt. Schutthalden, Blockströme und Moränen zeugen von Erosion und früheren Gletscherständen. Das Gestein birgt dort Fossilien, welche von Paläontologen ausgegraben werden. Millionen Jahre alte Fische, Saurier, Muscheln, Krebse und Algen kommen so wieder ans Tageslicht. Aber: Man sollte sich beeilen. Wie überall in den Alpen befinden sich auch die Gletscher im Parc Ela auf dem Rückzug.

Auf dem Piz Lunghin an der Grenze von Surses und Bergell steht einem Regentropfen der Weg in drei Weltmeere offen. Fließt er nach Norden, endet seine Reise nach einer Passage durch den Rhein schließlich in der Nordsee. Treibt der Zufall den Tropfen nach Osten, gelangt er in die Donau und mit ihr ins Schwarze Meer. Es kann aber auch sein, dass der Regentropfen nach Westen abfließt und mit dem Po in die Adria mündet. Ein Tropfen, drei Wege - die Wasserscheide vom Lunghin ist europaweit ein Kuriosum.

Echtes Wildnisgefühl

Kurios sind auch einige Gebilde, an denen Sie im Parc Ela vorbeikommen. Da wäre zum Beispiel das Felsentor im Val d'Agnel, das über viele Jahrtausende entstanden ist. Oder aber Crap Furò, ein 100 Meter hoher Felsturm aus weichem Kalkstein. Der "löchrige Fels" markiert den geographischen Mittelpunkt des Kantons Graubünden.

Im Naturpark gibt es zahlreiche, gut ausgeschilderte Wege zum Staunen und Entdecken. Der Pfad der Pioniere, die Exploratour, der Bergüner Holzweg und viele weitere Strecken führen Sie durch die beeindruckende Landschaft. Lernen Sie die Schönheit von Ela kennen und erleben Sie Natur in ihrer ursprünglichsten Form.

Vaduz (Liechtenstein)

Vaduz: Kleine, große Hauptstadt mit Welt-Renommee

Willkommen in Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums Liechtensteins. Nicht ganz 5.500 Bewohner leben in der zweitgrößten Stadt des Mini-Staates. Richtige Großstadtatmosphäre kommt also nicht auf, aber wer braucht die schon mit dem Rhein zu Füßen und den Alpen im Rücken?

Urlaub in einer europäischen Hauptstadt, aber ohne Rush Hour und Menschenmassen. Vaduz ist gegen Metropolen wie Berlin ein Dorf, aber eines, das man mal gesehen haben sollte. Sechstkleinster Staat der Welt - und das fast vor der Haustür, eingebettet zwischen Schweiz und Österreich. Man spricht hier deutsch, zahlt mit Schweizer Franken und ist Mitglied des Schengenraums. Ein Wochenendtrip ins charmante Vaduz gefällig?

Das "Städtle" ist das Zentrum von Vaduz, hier befindet sich der Marktplatz mit Rathaus, Regierungsgebäude und dem modernen Landtagsgebäude. Der Neubau wurde nach dem Vorbild der regionalen Ur-Hütten gebaut, sieht ein wenig wie ein Monopolyhaus aus. Darüber thront das Schloss Vaduz, Wahrzeichen der Stadt und Sitz des Fürsten Hans-Adam II. Weil das Schloss dem Staatsoberhaupt gehört, ist es nur von außen zu bewundern. Ist er zuhause, weht die gold-rote Flagge auf dem Dach.

Das Städtle im Ländle

Wer nun das Städtle vom Marktplatz herunterspaziert, stößt auf das Liechtensteinische Landesmuseum, das sich der Geschichte des Fürstentums widmet. Hier erfährt man: Die Zwergstaatbewohner kommen schon seit 1868 ohne Armee aus und sparen sich das Geld für sinnvollere Projekte auf. Zum Beispiel das Liechtenstein Center, nicht zu übersehen in seinem schicken Holzbau. Hier bekommen Sie die begehrten Briefmarken des Fürstentums und den Souvenirstempel für Ihren Pass. Kosten 3 Franken. Ein kleines Stück weiter: das Kunstmuseum, auffällig durch seine moderne Architektur auffällt. In dem schwarzen Steinwürfel werden Kunstwerke von Beuys über Picasso bis Warhol ausgestellt. Das Zwergstaatsmuseum erlangte durch seine exklusiven Ausstellungen internationales Renommee.

Dreiländer-Eck

Ein Schmuckstück ist auch die Alte Rheinbrücke: Überdacht und ganz aus Holz gebaut, verbindet sie seit 1901 Vaduz mit dem Schweizer Ort Sevelen. Autos dürfen hier nicht fahren, aber Fahrradfahrer nutzen die Brücke gerne. Etwas außerhalb der Stadt, malerisch vor den Bergen, liegt die Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. An der Bar verkosten Sie die Liechtensteiner Weine oder genießen Ihr Essen auf der Terrasse mit Blick auf den Weinberg. Wer sich an der Natur erfreuen will, wandert in den Bergen oder radelt am Rhein entlang. So kann man innerhalb eines Wochenendes einen ganzen Staat entdecken.

Adresse Kunstmuseum Liechtenstein
Städtle 32, 9490 Vaduz, Liechtenstein

Öffnungszeiten Kunstmuseum Liechtenstein
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr

Engadin (Schweiz)

Das Bergtal mit dem fröhlichsten Gruß der Welt

Meistens läuft das ja so in der Natur: Unten ist der Fluss, daneben ragen die Berge auf - fertig ist das Tal. Beim Engadin in der Schweiz ist das bisschen anders: Es ist ein Hochtal - und eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas.

Mit dem Inn fing alles an. Er entspringt in 2.484 Metern Höhe - und wurde von den Einheimischen "En" (= rätoromanisch) genannt. Daraus entstand der Name Engadin. Die Dörfer des Oberengadins liegen 1.600 bis 1.800 Meter hoch, das Unterengadin ist steiler, fällt bis auf 1.000 Höhenmeter ab. Gigantische Bergspitzen säumen das 80 Kilometer lange Hochtal. Die Natur hier ein einfach einmalig schön: Im Herbst werden die Lärchen goldgelb, leuchten zwischen den immergrünen Arven unter (oft) blauem Himmel - eine einmalige Farbenpracht. Die Engadiner Seenplatte (vier Seen) ist ideal für allerlei Funsport. Wer's ruhiger mag, setzt sich einfach ans Ufer und entspannt mit Wasserblick. Und auch die Dörfer können mithalten - Guarda ist eines der Superschmuckstücke: bemalte Engadinerhäuser aus dem 17. Jahrhundert, mit Erkern und Reliefwappenschildern. Angesagt ist auch das Kultudorf St. Moritz, Ziel der Reichen und Schönen. Zum Skifahren oder besser zum Après-Ski kommen sie, so weit oben ist es noch schneesicher und das bei 322 Sonnentagen.

Und: Es ist das einzige Fleckchen Erde, in dem sich die Menschen mit "Allegra!" grüßen. "Freu dich!" heißt das. Und Grund zur Freude hat man hier wahrlich genug.

St. Moritz (Schweiz)

St. Moritz: Jetset-Zentrale mit Bergseezauber

Zuerst kamen die Leute zum Trinken nach St. Moritz. Dann zum Skifahren. Heute reisen viele wegen des trockenen "Champagnerklimas" an. Das Bergdörfchen hoch oben im Engadin verwandelte sich im Laufe der Jahrzehnte in den Luxusort der Schweiz. Aber auch Normalsterbliche verlieben sich in dieses Naturparadies.

Am Anfang gab's tatsächlich nur Wasser in St. Moritz, ausgerechnet… Naturheilarzt Paracelsus lobte die Heilkraft der "St. Mauritiusquelle" - und löste damit quasi den späteren Touristenansturm aus. Der Ort wurde sogar nach der Quelle benannt.

300 Schweizer Jährchen vergingen noch, bis 1856 das erste Kurhotel gebaut wurde. Dann ging alles ganz schnell: Der Hotelchef wettete mit vier englischen Urlaubern, dass es in den Alpen auch von Weihnachten bis Ostern erholsam ist - und gewann. Sie erfanden den Winterurlaub, der das süße Nest zum Kultdorf machte.

Heute reisen jedes Jahr 250.000 Gäste an - 110.000 im Sommer und 140.000 im Winter. Dabei hat das Dorf nur 5.500 echte Einwohner. Während der Saison kommen 2.500 Angestellte und 12.800 Gästebetten dazu.

322 Tage Sonne in 1.800 Metern Höhe

Es gibt mehr als 350 Bars und Restaurants und 350 Pistenkilometer rund um St. Moritz. Sportliche Aktivitäten sind rauf und runter im Angebot: Golf, Windsurfen, Tennis, Kiten oder Mountainbiken… Wie wär's mal mit einer Taxifahrt im Viererbob? Oder Snow-Polo auf dem zugefrorenen See?

Die Bebauung von St. Moritz löst nicht bei jedem Reisenden Begeisterung aus. Aber die Kulisse! Der Ort liegt 1.800 Meter hoch, ist umringt von schneebedeckten Alpspitzen. Zu Füßen des Dorfes glitzert die Sonne im St. Moritzersee. Meistens jedenfalls. Die Einheimischen können nämlich mit 322 Sonnentagen pro Jahr angeben. Ja, es prickelt hier oben, mit oder ohne Champagner.

Hohe Promidichte im "King's Club"

Die legendären Partynächte steigen im "King's Club". Claudia Schiffer, Kate Moss und Robert De Niro gehören zu den Stammgästen. Der Club liegt im Keller des "Badrutt's Palace", hat Platz für 200 Gäste. Wer rein kommt, ist wichtig, irgendwie. Tipp: Das Luxushotel (teuerste Suite 16.000 Euro pro Nacht) hat auch eine "normale" Pizzeria. Natürlich auch nicht billig, aber Neugierige können hier dem Jetset ganz nah sein…

Saastal (Schweiz)

Saastal: Berg- und Gletscherwelt mit 18 Viertausendern

Stolze Viertausender, Gletscher zum Anfassen, stahlblauer Himmel: Das ist das Saastal. Entdecken Sie die einzigartige Bergwelt, die sowohl im Sommer als auch im Winter fasziniert. Die vier Saaser Gemeinden Saas-Grund, Saas-Fee, Saas-Balen und Saas-Almagell bieten das ganze Jahr über eine Vielfalt an touristischen Aktivitäten.

Inmitten der höchsten Berge der Schweizer Alpen liegt Saas-Fee in einem verträumten Talkessel. Stolze 18 Viertausender umsäumen das Gletscherdorf wie eine Muschel und geben ihm den Namen "Perle der Alpen". Lassen Sie sich einfangen vom Feenzauber und genießen Sie Ihre Ferien dank der Autofreiheit im Dorf in frischer reiner Alpenluft.

Im Sommer wie im Winter ist Saas-Fee Ziel internationaler, sportbegeisterter Kundschaft. Am Fuß der Mischabelkette auf 1.800 Metern Höhe gelegen, verzaubert das Gletscherdorf jeden Besucher. Durch die südliche Lage erlebt man hier mediterranes Flair und Sonne pur. Die belebte Hauptstraße lädt zum gemütlichen Shopping-Bummel und Flanieren ein.

Das höchstgelegene Drehrestaurant der Welt auf 3.500 m

Genießen Sie im Drehrestaurant Mittelallalin (3.500 m) den weiten Blick auf die faszinierende Berg- und Gletscherwelt! Ein Besuch des weltgrößten Eispavillons darf bei Ihrem Besuch auf dem Allalin natürlich nicht fehlen. Mit dem "Feeblitz" können Sie auf der längsten Sommerrodelbahn Europas ins Tal sausen.

Saas-Grund ist das Dorf im Herzen des Saastales, mit einem großen abwechslungsreichen Angebot. Damit bildet es den idealen Ausgangspunkt für die legendären Saaser Höhenwege. Auf Hohsaas (3.100 m) genießen Sie einen atemberaubenden Ausblick auf alle 18 umliegenden Viertausender - ein Highlight der Sonderklasse.

Saastal im Winter

Die Nähe zum Gletscherdorf Saas Fee eröffnet Ihnen Momente der Lebenslust. Im Winter können Sie mit dem Skipass SAAS über 140 km Ski- und Snowboardpisten in den verschiedenen Skigebieten von Saas Almagell, Saas Grund und Saas Fee nutzen. Genießen Sie eine Winterwanderung entlang der 26 km langen Saastal Loipe durch den Lärchenwald oder erleben Sie eine Schlittelparty by night auf dem 11 km langen Schlittelweg von Kreuzboden nach Saas Grund.

Skigebiet Saas Grund

Im Winter stehen über 100 Hektar präparierte, abwechslungsreiche Pisten und über 35 Kilometer lange Abfahrten bereit. Das Skigebiet reicht von 1.560 Meter in Saas Grund bis 3.200 Meter auf Hohsaas. Die Talabfahrt führt direkt zur Talstation der Bergbahnen und zum Parkplatz.

Skigebiet Saas Almagell

Schneesicheres Skivergnügen auf den Heimpisten der Skistars Heidi und Pirmin Zurbriggen. Ein interessantes und abwechslungsreiches Familien-Skigebiet zwischen 1.672 und 2.400 m. Zwei Sesselbahnen und vier Skilifte stehen dem Skifahrer und Snowboarder zur Verfügung. Zudem ein Kinderparadies in Furggstalden.

Skipass-Kombi mit Saas-Fee

Durch den Anschluss an das Skigebiet von Saas-Fee können trotzdem alle Vorzüge der "großen" Pisten mit in Anspruch genommen werden. Preiswert Ski: Für denjenigen, der sich allerdings lieber in einem kleineren Skigebiet vergnügt, kann es auch eine ganze Portion preiswerter ablaufen, denn die Skipässe der einzelnen Orte sind mehr als 30 % günstiger als die vergleichbaren Pässe inklusive Saas-Fee. Preiswerte Kombi-Tickets gibt's auch für Familien, denn ab dem 2. Kind fährt jedes weitere gratis.

Savognin, Schweiz

Willkommen am Ziel: Das moderne Alpendorf

Der ehemalige Tourismusdirektor Vendelin Coray hat schon vor Jahren richtig erkannt: "Nur Wandern und Blick auf die Berge - das reicht heute nicht mehr. Gerade im Sommer müssen wir heutzutage neue Wege gehen."

Das tut man im Hochtal Surses am Julia-Fluss. Beispiel "Lai Barnagn", der Bade- und Erlebnissee im Dorf. Künstlich angelegt, nicht riesengroß, aber mit einem üppigen Freizeit-Spaßprogramm. Schwimmen, Sonnen, Floßfahren, Bogenschießen, Wassertrampolin, Beachvolleyball und Minigolf: Hier können gerade Familien herrliche Urlaubstage verbringen. Kinder fühlen sich überhaupt wohl in Savognin. Große Attraktion ist der Pinocchio-Kinderzug. Den ganzen Sommer und Herbst über gibt es spezielle Angebote für alle Altersgruppen - den "Pinocchio-Club" für die ganz Kleinen, Ausflüge, wie zum Beispiel zum Geissenpeter, für die Größeren.

Wer sportive Ferien liebt und seine regelmäßigen Adrenalinschübe braucht, ist mit Savognin bestens bedient. Gleich neben den Bergbahnen gibt es das "NTC" ("New Technology Center"). Hat nichts mit Computern zu tun, sondern mit allen möglichen und unmöglichen Fahrzeugen, die man für eine rasante Talfahrt nutzen kann - diverse Trottinettes, Mountainbikes, Mountainboards und Downhill-Gocarts. Das Ganze funktioniert so: Man sucht sich im NTC sein Spaßfahrzeug aus, bekommt Helm und eine kleine Einweisung und fährt dann mit der Sesselbahn hoch in die Berge. Und dann geht's ab: Die Strecken sind zwischen 11 und 25 Kilometern lang, von ganz leicht bis sehr anspruchsvoll. Neben den Downhill-Abfahrten gibt es aber auch viele attraktive Strecken für Mountainbiker, rund 180 Kilometer können Sie im Surses-Tal mit dem Rad entdecken.

Am intensivsten kann man die herrliche Bergwelt natürlich bei ausgedehnten Wanderungen genießen. Im Naturpark Ela, dem größten der Schweiz, gibt es über 200 Kilometer markierte Wanderwege. Savognin Tourismus organisiert während der Sommer- und Herbstsaison jede Woche geführte Wanderungen. Außerdem werden Themenwanderungen mit Schwerpunkten wie Geologie, alte Römer oder Alpenflora angeboten.

Im Ortszentrum selbst finden Sie so ziemlich alles, was Sie brauchen: Supermarkt, Bäckereien und Cafés, Post, Bank, Apotheke, diverse Geschäfte und mehrere schöne Restaurants.

Eine absolute Besonderheit der Region ist die Sprache, das Rätoromanische, eine Mischung aus Latein, Italienisch und Spanisch. Insgesamt nur 66.000 Menschen sind Muttersprachler, Rätoromanisch ist aber vierte offizielle Landessprache der Schweiz. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen die Gespräche der Einheimischen manchmal etwas spanisch vorkommen ...

Saas-Fee (Schweiz)

Saas-Fee: Vorhang auf für das Bergspektakel

Schweiz ist Käsefondue, Schokolade und vor allem Berge, Berge, Berge. Am spektakulärsten sind sie im Kanton Wallis. Im von 18 Viertausendern gesäumten Gletscherdorf Saas-Fee sollte man sie nicht nur Angucken. Die Skisaison dauert bis Mai (mit hammermäßiger Schneequalität), danach ist es ein Wanderparadies für alle Arten von Bergtouren – wer einmal hier war, kommt wieder.

Das urige Gletscherdorf Saas-Fee liegt auf 1.800 Metern Höhe im Wallis, genauer gesagt im Saastal. Im südlichsten aller Alpenländer herrschen das ganze Jahr hindurch optimale klimatische Bedingungen: viel Sonne, kein Nebel, angenehme Temperaturen und garantierte Schneesicherheit. Kein Wunder, dass Sportler aus aller Welt jährlich die 20 Gletscherpisten um Saas-Fee herum für Ihr Training nutzen.

Spitzengenuss: Das höchste Drehrestaurant der Schweiz

Saas-Fee wird auch liebevoll "Perle der Alpen" genannt. Umringt ist das Dörfchen von unzähligen Viertausendern, darunter der höchste Berg, der mit seiner kompletten Basis innerhalb der Schweiz (4.545 m). Zum Greifen nah erscheinen die Riesen der Alpen beim Blick aus dem "höchsten Drehrestaurant der Welt" auf dem Mittelallalin. Zu erreichen ist es mit der unterirdischen Standseilbahn, der Metro Alpin. Gleich nebenan: der Eispavillon, die größte Eisgrotte der Welt und das ganze Jahr hindurch für Besucher geöffnet. Der Einblick in das geheimnisvolle Innere des jahrtausendealten Feegletschers ist ein atemberaubendes Erlebnis und unbedingt empfehlenswert.

Auf 350 km Wegen eröffnen sich immer neue Perspektiven

Im Winter ist Saas-Fee ein Paradies für Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer, Langläufer und Schneeschuhwanderer aller Altersstufen. Zerklüftete Gletscher und imposante Gipfel machen es zu einem äußerst anspruchsvollen Skitourengebiet. Im Sommer ist es ein beliebtes Feriendomizil für Familien, Bergsteiger und Wanderer. Über 350 Kilometer Wanderwege mit sagenhaftem Blick auf die Mischabelkette - frische Alpenluft garantiert. Dazu Schluchten, Gletscher, Klettersteige, Abenteuerwald - wer Abenteuerkitzel mag, wird die Freie Ferienrepublik Saas-Fee lieben.

Jumps, 360-Grad-Kreisel und Schanzenkurven

Mal eine kleine Auszeit vom zu-Fuß-Fortbewegen? Die Rodelbobbahn "Feeblitz" ist ein besonderes Erlebnis. Schon beim Aufstieg beginnt der Spaß, bei einer Steigung von 55 Grad. Jumps, 360-Grad-Kreisel und Steilkurven. Die höchste Alpen-Achterbahn ist ein klasse Freizeitvergnügen, für die Kleinen und die Großen.

Von jeher autofrei

Übrigens: Urlauber, die mit ihrem Auto anreisen, dürfen dieses ebenfalls "in Urlaub schicken", und zwar am Dorfeingang, auf einem von 2.800 Parkplätzen. Eine Straße gab es hier nie und 1951 entschieden die Bewohner, für immer verkehrsfrei zu bleiben. So können Sie also nicht nur auf der Piste und bei Wanderungen, sondern auch bei einem Bummel durchs romantische Dörfchen frische, reine Alpenluft einsaugen. Wenn das kein Grund ist, nach Saas-Fee zu pilgern...

Liechtenstein

Liechtenstein, oben am jungen Rhein

„ DACH“ wird gern genutzt um den deutschen Sprachraum abzudecken, aber halt! Da war doch noch was? Ja, fast könnte man es übersehen. Wer kurz einnickt, ist schon durch. Die Rede ist vom Fürstentum Liechtenstein. Sechstkleinster Staat der Welt, 25 mal 12 Kilometer, 160 Quadratkilometer, 37.000 Einwohner. Zum Vergleich: Berlin umfasst knapp 900 Quadratkilometer. Selbst wenn alle Liechtensteiner in einer Stadt wohnten, würden die sich nicht als Großstadt qualifizieren - dazu braucht es 100.000 Einwohner. Liechtenstein kann man schon mal übersehen - diesen Fehler haben schon ganz andere gemacht. 170 Schweizer Soldaten fielen 2007 unbeabsichtigt ins Fürstentum ein, als sie die unmarkierte Grenze zwischen beiden Ländern überschritten. Die Liechtensteiner bemerkten die Invasion gar nicht, bis ihre Nachbarn sie informierten. Glücklicherweise blieb dieser militärische Zwischenfall ohne Folgen.

Liechtenstein ist also klein und trotzdem ziemlich international. Man spricht deutsch (Korrektur: alemannisch), bezahlt mit Schweizer Franken und gehört zum Schengenraum, aber nicht zur EU. Ausländeranteil: 34 Prozent. Außerdem pendeln 19.000 Arbeitnehmer täglich aus der Schweiz und Österreich nach Liechtenstein, um dort zu arbeiten. Die Hymne dürfte Ihnen bekannt vorkommen, allerdings haben die Liechtensteiner sie schon vor den Engländern auf Deutsch vertextet: „Oben am deutschen Rhein“ statt „God save the Queen“.

Eigentlich müsste es also DACHL heißen, aber wer sind sie eigentlich, die Liechtensteiner?

Staatssouveränität per Zufall

Graf Ferdinand Karl von Hohenems-Vaduz verdankte sein Vermögen einer fiesen Masche: Er ließ im 17. Jahrhundert seine Untertanen als Hexen hinrichten und eignete sich ihr Vermögen an. Das ging nicht lange gut. Doch als er das Geld zurückzahlen sollte, waren die Kassen leer. Was tun? Er verkaufte Herrschaft Schellenberg und die Grafschaft Vaduz an Fürst Johann Adam von Liechtenstein. Mehr durch Zufall wurde Liechtenstein 1806 ein unabhängiger Staat: Napoleon nahm es - ohne den damaligen Fürsten zu fragen - in den Rheinbund auf. Beim Wiener Kongress 1815 wurde die Unabhängigkeit bestätigt. Der Zwergstaat hielt sich bis nach dem Ersten Weltkrieg an Österreich - schließlich hatte man die Liechtensteiner Armee schon 1868 aus Kostengründen aufgelöst. Nach dem Ersten Weltkrieg war das neutrale Land arg gebeutelt, sagte sich vom Kriegsverlierer Österreich los und verbrüderte sich mit der Schweiz. Das tat dem kleinen Land gut, das sich als Wirtschafts- und Finanzstandort etablierte - und als Steuerparadies. Schlecht für die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland, gut für den Tourismus. Viele staubten ihre Atlanten ab, um nachzusehen, wo sich denn dieses kleine Land mit den hohen Bergen, grünen Wäldern und der charmanten Architektur befand, das man 2008 ständig in der Tagesschau sah. Liechtenstein wird gern mal vergessen im internationalen Tourismusgeschäft. Dabei liegt es landschaftlich schön im Herzen Europas und dem Alpenbogen. Und das Beste: Ein Wochenende reicht, um sich ein Bild vom Land zu machen.

Alltag im Ministaat

Man kennt sich im „Ländle“, wie die Liechtensteiner ihren Staat nennen. Mit „Hoi“ (alemannisch für Hallo) werden Sie in Liechtenstein begrüßt und vielleicht gefragt, zu welcher Familie Sie gehören. „Hoi. Wem gehörscht?“ tönt das dann. Auch Hans Adam II. wird so salopp angeredet: „Hoi, Fürscht!“ Diese Vertrautheit führt dazu, dass Liechtenstein ein sehr sicheres Land ist: Viele Bewohner schließen ihre Türen nicht ab und lassen ihre Fahrräder ohne Schloss in der Stadt stehen. Nicht mal ein richtiges Gefängnis hat der kleine Staat: Wer zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt wurde, wird nach Österreich geschickt, um seine Strafe abzusitzen. Die Einwohner sind sehr stolz auf ihr Land und auf den Fürsten, auch wenn dieser gern mal polternd auf internationalem Parkett auftritt und in seinem Fürstentum mehr Macht genießt als andere europäische Adelige. Er hat ein umfassendes Vetorecht, doch, wie gesagt, die Liechtensteiner wollen es so - es wurde per Volksentschied beschlossen.

Nationalgericht im Zwergstaat: Riebel, eine Speise aus Maismehl oder Weizengries mit Milchwasser, gekocht und in der Pfanne geröstet. Dazu gibt’s Sauerkäse oder Apfelmus. Auch Spätzlipfannen, Raclette und Fondues finden Sie auf Liechtensteiner Speisekarten. Sehr beliebt sind Käsknöpfle und natürlich wird im Fürstentum auch erstklassiger Wein produziert, sogar von der fürstlichen Hofkellerei selbst, aber auch von anderen Weingütern im Ländle. Ein prämierter Whisky, der Telsington, wird hier gebrannt. Fruchtig-mild soll er schmecken, aber das müssen Sie jetzt einfach glauben, denn er ist jedes Jahr schnell ausverkauft.

Nahe Wege

Hauptanziehungspunkt für Liechtenstein-Besucher ist die Hauptstadt Vaduz mit knapp 5.500 Einwohnern. 120 Meter über Vaduz thront das Schloss Hohenliechtenstein, auch Schloss Vaduz genannt. Hier wohnt Fürst Hans-Adam II. Weht die blau-rote Flagge, ist der Fürst zuhause. Besuchen kann man seine Residenz allerdings nicht, es sei denn, Sie kommen am 15. August, dem Nationalfeiertag. Dann lädt das Staatoberhaupt zum Aperitif in den Schlossgarten ein. An anderen Tagen lohnt sich der Aufstieg trotzdem: Die Aussicht ins Rheintal ist phänomenal. Das meiste von dem Land zu Ihren Füßen ist allerdings Schweizer Boden. Sie wissen schon, wegen der überschaubaren Größe.

In Vaduz selbst gibt es zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Gehen Sie einfach die Fußgängerzone vom Regierungsviertel bis zum Vaduzer Rathaus entlang. Wobei: Kann man von einem „Regierungsviertel“ sprechen, wenn das aus nur vier Häusern besteht? Nämlich: dem Regierungsgebäude im Stil der Spätrenaissance und dem modernen Landtagsgebäude, das aus drei Teilen besteht. Der markanteste davon: das Haus im Stil der Berghütten mit spitzem Dach, wie ein Monopolyhaus. Internationales Renommee genießt das Kunstmuseum, das Werke vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart zeigt. Außerdem interessant: Postmuseum, Landesmuseum und Schatzkammer. Im sogenannten Engländerhaus zeigt die Schatzkammer Kostbarkeiten aus der fürstlichen Sammlung, zum Beispiel den Fürstenhut, Mondgestein und ein Fabergé-Ei. Vaduz ist übrigens nicht die größte Gemeinde des Ländles. Schaan im Norden von Vaduz hat 500 Einwohner mehr und ein römisches Kastell aus dem 4. Jahrhundert. Es lohnt sich also, die Stadt zu verlassen, um den Rest des Fürstentums zu erforschen.

Ein wenig südlich von Vaduz liegt das Walserdorf Triesenberg. Die Bewohner sind Nachkommen der Viehzüchter und Bergbauern aus dem Wallis, die im 12. und 13. Jahrhundert ihre Heimat verließen. Ihre Schweizer Mundart haben sich die Triesenberger über die Jahrhunderte erhalten - eine nicht unerhebliche Leistung, auch wenn sich dadurch einige Verständigungsprobleme mit dem Rest der Bevölkerung ergeben. Die Walser sind stolz drauf und halten das Andenken an ihre Herkunft hoch - zu erkennen an den urigen Holzhäusern und dem lebendigen Brauchtum. Ganz im Süden (also nicht viel weiter, denn wie bereits gesagt, Liechtenstein ist klein) in Balzers gibt es dann noch eine trutzige Burg zu besichtigen, Burg Gutenberg. Von hier aus blicken Sie ins sogenannte Heidiland, eine Ferienregion in der Ostschweiz.

Flach im Westen, bergig im Osten. Wer in Liechtenstein wandern will, dem erscheint das Land doch nicht mehr so klein. Outdoor-Fans können zwischen vielen verschiedenen Wanderrouten wählen: Liechtensteiner Panoramaweg, Historischer Höhenweg, Fürstin-Gina-Weg, Grüschaweg, Kulturweg Schaan, Philosophenweg Triesenberg … Klassisch ist die Bergtour über den Drei-Schwestern-Stieg. Die drei Gipfel liegen direkt an der Grenze zu Österreich und bieten einen ungehinderten Blick ins Rheintal. Im Bergdorf Malbun können Sie eine Wanderung mit ungewöhnlicher Begleitung unternehmen: mit einem Steinadler. Der Falkner ist natürlich auch dabei und erzählt Spannendes über die Jagd mit Raubvögeln. Malbun ist auch ein beliebter Ort für den Skiurlaub - schneesicher auf 1.600 Metern gelegen. Langlauf, Snowboarding, Winterwanderungen, Eisklettern und Fahrten mit dem Hundeschlitten - alles ist möglich.

Der Binnenstaat zwischen zwei Binnenstaaten

Wie hinkommen? Liechtenstein hat keine Autobahn und keinen Flugplatz. Wer per Auto anreisen will, nimmt die Schweizer A13, die drei Ausfahrten ins Fürstentum hat. Aus Österreich gibt es keine eigene Autobahnausfahrt, sondern Liechtenstein muss über Feldkirch angefahren werden. Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut und versorgt selbst den kleinsten Ort. Die Promillegrenze liegt bei 0,8, wobei zu beachten ist, dass in der Schweiz und Österreich jeweils 0.5 Promille gelten. In beiden Ländern ist die Autobahn mautpflichtig.

Und wie war das jetzt mit den Steuern, die das Fürstentum zum Steuerparadies für Reiche macht? Der Spitzensteuersatz in Liechtenstein ist immer noch niedrig: 18,1 Prozent (Deutschland: 47,48 Prozent). „Wir brauchen gar nicht mehr Steuern“, sagt Christian Hausmann, Leiter des Amtes für Volkswirtschaft. Ja, dann …

Landesinfos - Liechtenstein

Der sechstkleinste Staat der Welt hat keine Autobahn und keinen Flughafen, aber moderne Architektur, spannende Museen und eine Naturlandschaft, die sich sehen lassen kann. Das Fürstentum vergibt sogar auf Wunsch Visastempel. Was gibt es sonst noch zu erleben? Weinverkostungen, Wanderwege und das Walserdorf Triesenberg, ganz aus rustikalen Holzhütten bestehend.

Währung: Schweizer Franken (CHF)

Sprache: Deutsch

PKW-Tempolimits: innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h

Promillegrenze: 0,8 ‰

Abblendlicht tagsüber: ja, ganzjährig auf allen Straßen

Steckdosenadapter: ja, Dreier-Steckdosensystem SEV 1011

Telefonvorwahl: +423

Notruf: 112

Trinkgeld: im Preis inbegriffen, Aufrunden ist in Ordnung

Öffnungszeiten: Läden sonntags grundsätzlich geschlossen

Nationalfeiertag: 15. August

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