Museen in Paris

Meistbesuchte Kunst der Welt - Louvre und Co.

"Museum" klingt für Sie nach Staub und Langeweile? Dann waren Sie vermutlich noch nicht in einem der unzählbaren Museen von Paris! Einige meinen sogar, ganz Paris sei - im besten Sinne des Wortes - ein einziges Museum, so viel gibt es hier an jeder Ecke, hinter jeder Kurve und in fast jedem Hinterhof zu entdecken. Aber Tatsache ist, dass es unglaublich viele, sehr unterscheidliche Kunststätten gibt, die von prähistorischen Funden über mittelalterliche Kleinodien bis hin zu ultramodernen Skulpturen alles bieten, was den Kunstbeflissenen erfreut. Selbst wahre Kulturbanausen werden hier zwischen Jugendstil-Vasen, fragwürdigen Klecksbildern und weltbekannten Portraits verweilen udn staunen müssen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Für die Großen und auch die Kleinen!

Das Palais de la Découverte zum Beispiel bietet kleinen Erfindern und Liebhabern der Wissenschaften Führungen mit interaktiven Experimenten, damit sie sich auf ganz lebendige Weise mit den elementaren und aktuellen Wissenschaften vertraut machen können. Lüften Sie das Geheimnis der Mondfinsternis, entdecken Sie die Grundstoffe eines Parfüms oder beobachten Sie die Bewegungen im Sonnensystem. Verpassen Sie auch nicht das Planetarium das Sie mit seinem authentischen Sternenhimmel verzaubern wird.

Futuristen gehen lieber ins Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou, kurz: Centre Pompidou. 1977 fertig gestellt, ist es der radikalste moderne Bau der Stadt und wirkt mit seinen außen liegenden Rolltreppen, Aufzügen und Belüftungsschächten wie eine utopische Fabrik. In den beiden oberen Etagen befindet sich das Museum der Modernen Kunst, das eine der interessantesten Sammlungen Europas beherbergt.

Das Rodin-Museum ist im herrschaftlichen Hotel Biron untergebracht und birgt etwa 500 der bekanntesten Werke Rodins und seiner Lebensgefährtin Camille Claudel. Der angrenzende Park darf ebenfalls besichtigt werden. Von Skulpturen über Zeichnungen und Gemälden dreht es sich auch im Picasso-Museum, das etwa 250 Zeichnungen, Stiche, Gemälde, Skulpturen und Keramiken aus allen Schaffensperioden des berühmten spanischen Künstlers Pablo Picasso besitzt. Daneben zeigt es rund 50 Gemälde anderer Künstler aus seiner Privatsammlung, unter anderem Arbeiten von Cézanne, Renoir, Matisse und Miró.

Und dann ist da noch der Louvre. Das Museum schlechthin. Vom Mittelalter bis zur Revolution war der Louvre die Residenz der französischen Könige und eine stets größer werdende Baustelle. Nach dem Auszug des Sonnenkönigs zogen Maler und Bildhauer ein. Erst 1793 wurde der Louvre zum Museum. Mit nahezu 60.000 Quadratmetern ist er das drittgrößte Museum der Welt, odt aber das meistbesuchte. Von islamischer und ägyptischer Kunst, französischer, deutscher und niederländischer Malerei, bis hin zu orientalischen, griechischen, etruskischen und römischen Kunstgegenständen - dem Kunstliebhaber wird nichts vorenthalten! Nicht einmal das vielleicht bekannteste Gemälde der Welt, die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci.

Kleiner Tipp: Falls Sie noch weitere Museen in Paris besuchen möchten, lohnt sich der Museumspass. Zu erhalten in Museen, bei der Touristinformation und an Metrostationen.

Fotos: Paris Tourist Office, Marc Bertrand, Amélie Dupont

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