Normandie
Normandie

Normandie-Urlaub: 10 Millionen Apfelbäume, Camembert & Alabaster

Der Norden Frankreichs hat einiges zu bieten: imposante Küsten, romantische Städtchen und malerische Dörfer. Auf zahlreichen Wanderwegen erleben Sie abseits der Touristenströme den Reichtum und das kulturelle Erbe der Gegend.

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Normandie

Urlaub in der Normandie: Der Garten am Meer

650 Kilometer Küste, über 3.000 Kilometer Wanderwege, 10 Millionen Apfelbäume und mildes, sonniges Klima dank des Golfstroms: Die Normandie ist eine der schönsten Gegenden Frankreichs. Von saftig grünen Wiesen über endlose Sandstrände mit zerklüfteten Klippen bis zu Monets Seerosengarten bietet die Region allen Urlaubern den passenden Erholungsort.

Weltweit bekannt wurde die Normandie durch den Mont-Saint-Michel, eine felsige Insel an der Grenze zur Bretagne, und das darauf erbaute Benediktinerkloster. Bei Ebbe liegt die Insel auf dem Trockenen und sieht von Weitem aus wie ein mystisches Märchenschloss. Diese Pracht zieht jährlich etwa drei Millionen Besucher in ihren Bann und macht die Insel damit zur meist besuchten französischen Sehenswürdigkeit außerhalb von Paris. Ihnen selbst ist die Region sicherlich ebenfalls viel vertrauter, als Sie denken. Denn Camembert, Cidre (Apfelwein), Calvados (Apfelschnaps) und auch die süßen Crêpes stammen allesamt aus der Normandie – ein kulinarisches Traumziel für alle Schleckermäulchen.

Ein Kunstwerk der Natur

Eine der sehenswertesten Ecken der Normandie ist die Alabasterküste bei Étretat, schön und bizarr zugleich. 100 Meter hohe Kalkfelsen treffen auf azurblaues Wasser und werden nur an wenigen Stellen durch Taleinschnitte und schmale, weiße Sandstrände unterbrochen. Diese faszinierende und abwechslungsreiche Landschaft inspirierte schon früh Schriftsteller und Künstler wie die Impressionisten Renoir und Monet. Letzterer ließ sich einige Kilometer landeinwärts in dem malerischen Dörfchen Giverny nieder und legte dort seinen berühmten Garten an, den er in hunderten Bildern festhielt. Kulturinteressierte können sich also in der Normandie auf historischen Pfaden bewegen.

Geschichtsträchtige Gegend

Neben Monets Garten erwarten Sie Schauplätze bedeutender Ereignisse: Falaise ist der Geburtsort von Wilhelm dem Eroberer, Rouen der Hinrichtungsort der Johanna von Orléans und am 6. Juni 1944 landeten die alliierten Truppen an der normannischen Küste. Dazu kommen gotische Baudenkmäler wie die Kathedrale von Rouen, Kunstwerke wie der Wandteppich von Bayeux, zahllose Burgen, Schlösser und Herrenhäuser und dazwischen immer wieder liebevoll gepflegte Gärten, haushohe Palmen, mächtige Zedern, stachelige Akazien und natürlich die 10 Millionen Apfelbäume – wahrhaftig, ein „Garten am Meer".

Mont Saint Michel(Frankreich)

Walt Disney's Inspiration und Bollwerk im Atlantik

Der Mont-Saint-Michel in der Normandie. Eigentlich sogar vor der Normandie, denn die Kloster-Gemeinde wurde vor 1.300 Jahren auf einem Felsen im Meer gegründet. Das Unesco Weltkulturerbe der Menschheit ist weltweit einzigartig, wunderschön und ein Schlüssel-Kind.

Die Abtei ist 1.000 Jahre alt und wurde bis vor wenigen Jahren von Benediktinern geführt. Millionen Besucher schlendern alljährlich durch die engen und verwinkelten Gassen des "Mont". Diese Gassen und irreführenden, sich ständig kreuzenden Wege wurden aber ganz bewusst so angelegt. So war es zu Zeiten der Raubzüge durch Normannen möglich, mit nur einer Handvoll Männern den Fels zu verteidigen. An den richtigen Stellen positioniert, konnten sie mit Ihren Armbrüsten ganze Armeen aufhalten.

Wasserhochzeit und Wattwanderung

Gerade wegen der überfüllten Gässlein lohnt es auf den äußeren Wällen entlang zu spazieren. Von dort lässt sich der Gezeitenstrom (stärkster Tidenhub Europas) wunderbar beobachten und damit verbunden die sogenannte "Hochzeit der Gewässer": die Vereinigung von anpreschender Flut und dem Fluss Couesnon, der hier in den Atlantik mündet. Achtung: Auf eigene Faust Wattwanderungen unternehmen ist gefährlich. Die Flut kommt mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes - davor weglaufen unmöglich. Besser die geführte Tour buchen.

Die Geheimnisse des Mont

Aus der Ferne betrachtet sieht der Abtei-Felsen dem berühmten Walt-Disney-Schloss ähnlich. Man munkelt, der gute Walt hätte sich bei den einstigen Entwürfen dazu von Schloss Neuschwanstein und dem Mont inspirieren lassen. Und: wegen der nachts bunt illuminierten Mauern und der Touristenhorden nennen Anwohner den Mont ohnehin schon "ihr Disneyland". Interessant: achten Sie gut auf die hölzernen Fensterläden der Häuser. In den meisten findet sich - mal groß in der Mitte, mal klein im Eck - eine Aussparung in Schlüsselform. Das ist eines der gut gehüteten Geheimnisse des Mont-Saint-Michel. Unbedingt den Tourist-Guide danach fragen! Und wem hier viele Fallschirmspringer auffallen, der möge sich nicht wundern: St. Michel ist der Schutzpatron der (französischen) Luftlandeeinheiten. Jeder Fallschirmjäger sollte in seinem Leben mindestens einmal hier gesprungen sein. Glück ab!

Öffnungszeiten Abtei 9.00 - 18.00, Sommermonate bis 19.00. Eintritt Abtei: Erwachsene 9,- Euro; Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre frei.

Giverny

Blumen, Bilder und berühmte Bewohner: Malerisches Giverny

Wo man auch hinguckt, überall blüht und sprießt es. Die Gegend um das Dorf Giverny in der französischen Normandie ist Natur pur. Da ist es wenig überraschend, dass zahlreiche Impressionisten wie Claude Monet sich hier niederließen und hunderte Naturgemälde schufen.

Giverny steht ganz im Zeichen der Impressionisten. 1883 zog Claude Monet in ein Haus im Dorf an der Seine und erweiterte dessen Ziergarten mit dem heute berühmten Wassergarten. 43 Jahre lang hielt sich Monet in Giverny auf, hegte seine Blumen, verewigte sie in zahllosen Bildern und war Gastgeber für viele seiner Künstlerkollegen. Dank ihm können Besucher sich heute auf die Spuren der Impressionisten im Seinetal begeben.

Fondation Claude Monet

Monets Wohnsitz ist im Besitz der Fondation Claude Monet und kann von April bis November besichtigt werden. Die beste Besuchszeit ist im Frühling, wenn alles blüht und Monets Bilder vor Ihren Augen zum Leben erwachen. Der Pfad zum Haus wird eingerahmt von roten Dahlien, orangener Kapuzinerkresse und violetten Pfingstrosen. Von oben ranken sich dunkelrote Rosen entlang der Bögen, genau wie Monet es in seinem Werk „Weg im Garten des Künstlers“ festhielt. Am Ende des Pfades steht das efeuumrankte Haus mit seinen grünen Fensterläden, in dem der Maler bis zu seinem Tod im Dezember 1926 mit seiner Familie lebte. Auf der anderen Straßenseite liegt der berühmte Wassergarten. Alte Trauerweiden säumen den Teich, im Wasser spiegelt sich der blaue Himmel zwischen den weißen Seerosen und gleich nach der ersten Kurve öffnet sich der Blick auf die grüngestrichene, japanische Brücke, die Monet so oft gemalt hat – man möchte am liebsten selbst zum Pinsel greifen.

L‘Ancien Hôtel Baudy und Musée des impressionnismes Giverny

Monets Wahlheimat zog viele seiner Kollegen an. Um die Jahrhundertwende tummelten sich Künstler und Freunde des Malers in Giverny und ließen sich vom blumigen Dorf inspirieren. Viele von ihnen mieteten sich im Hôtel Baudy ein (unter anderem Renoir, Rodin und Cézanne) und malten dessen wildromantischen Rosengarten. Heute befindet sich ein Restaurant mit traditionell französischer Küche in dem Gebäude. Einigen der Künstler gefiel Giverny so gut, dass sie sich für einige Jahre im Dorf niederließen und eine Künstlerkolonie bildeten. Unter ihnen waren die US-Amerikaner Theodore Robinson, Mary Fairchild Low und Lilla Cabot Perry, Monets Nachbarin. Ihnen ist das Musée des impressionnismes Giverny gewidmet, das 1992 eröffnet wurde. Gezeigt werden impressionistische Wechselausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Musée d’Orsay in Paris. Der dazugehörige Park wurde im Stil der Gärten der Maler angelegt und beim Durchschlendern glaubt man beinahe, man habe eines der Gemälde betreten. Wer genug von Blumen und Künstlern hat, macht einen Abstecher in das benachbarte Vernon und besucht das Schloss Bizy oder bestaunt die alte Mühle aus dem 16. Jahrhundert, die auf einer 400 Jahre älteren Brücke ruht. Eine kleine Verbindung zu Monet gibt es hier allerdings doch: Er hat sowohl die Mühle als auch andere Gebäude in Vernon und Umgebung auf der Leinwand festgehalten. Verübeln kann man es ihm nicht, das Seinetal ist einfach zu schön, um es nicht zu malen – von seiner Blumenpracht bis zu den historischen Örtchen.

Adresse Fondation Claude Monet
84 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Fondation Claude Monet
April – November: täglich 9.30 – 18.00 Uhr

Adresse Restaurant Baudy
81 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Restaurant Baudy
29. März – 1. November: täglich 11.30 – 16. 30 Uhr und 18.30 – 21.30 Uhr

Adresse Musée des impressionnismes Giverny
99 Rue Claude Monet, 27620 Giverny, Frankreich
Öffnungszeiten Musée des impressionnismes Giverny
27. März – 1. November: täglich 10.00 – 18.00 Uhr

Historial Jeanne d'Arc- Rouen (Frankreich)

In diesem Museum wird Jeanne d'Arc lebendig

Sie ist die Nationalheilige Frankreichs, viele Mythen ranken sich um das Leben von Jeanne d'Arc. Die Bauerntochter wurde nur 19 Jahre alt, starb 1431 einen qualvollen Feuertod auf dem Marktplatz von Rouen. Fast 600 Jahre später widmete ihr die nordfranzösische Stadt ein ganz besonderes Museum.

Der gigantische Palast grenzt direkt an die berühmte Kathedrale von Rouen. Hier wurde düstere Geschichte geschrieben: In dem ehemaligen Bischofssitz wurde die 19-jährige Jeanne d‘Arc zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. 25 Jahre später fand am selben Ort der Rehabilitierungsprozess für sie statt. 2015, fast 600 Jahre nach dem dramatischen Tod der "Jungfrau von Orléans", eröffnete das größte und modernste Museum über Frankreichs Nationalheilige, das "Historial Jeanne d'Arc".

Von der Ketzerin zur Nationalheiligen

Zwei Jahre lang wurde der Palast umgebaut. Das neue Multimediamuseum kostete 10 Millionen Euro. Besucher werden über fünf Etagen durch 1.000 Quadratmeter geführt - ein bewegender Gang der Erinnerung an Frankreichs legendäre Nationalheldin, deren Schicksal bis heute unvergessen blieb. Historiker und Multimediaspezialisten schufen eine Art Kinomuseum, das die Geschichte lebendig werden lässt. Der Weg führt zuerst durch sieben fast leere Räume des Bischofspalastes. Über Kurzfilme, die zum Teil direkt auf die Mauern projiziert werden, tauchen die Besucher ins Mittelalter ein. Schauspieler in historischen Kostümen haben das Leben von Jeanne d‘Arc nachempfunden. Das fühlt sich an, als wäre man live dabei. Auch züngelnde Flammen fehlen nicht.

Schutzpatronin für Rundfunk

Wenn man danach durch die engen Gässchen mit den Fachwerkhäusern schlendert, vermischen sich Mittelalter und Neuzeit. Auf dem "Place du Vieux-Marché" entdecken Besucher ein buntes, eingezäuntes Blumenbeet. Auf einem Schild steht in drei Sprachen: "Die Stelle, an der die Jungfrau von Orléans am 30. Mai 1431 verbrannt wurde". Ein paar Schritte weiter steht die Kirche "Sainte-Jeanne-d'Arc", ein ultramoderner Bau irgendwo zwischen Fisch und Wikingerschiff. Der Papst hatte die junge Frau 1920 heiliggesprochen. Sie ist heute die Schutzpatronin Frankreichs und als Heilige für Telegrafie und Rundfunk "zuständig". Dabei kann etwas himmlischer Beistand ja nie schaden …

Adresse Historial Jeanne D'Arc
7 rue Saint-Romain, 76000 Rouen, Frankreich

Öffnungsgzeiten Historial Jeanne D'Arc
Dienstag - Sonntag 10.00 - 19.00 Uhr
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

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