Ausflugsziele Nizza

Die Côte d'Azur - das bedeutet schier endlose bezaubernde Orte, Strände und Plätze, die es zu entdecken gilt, einer schöner als der andere. Nur wo anfangen? Hier mal eine kleine Auswahl, die Sie gerne erweitern dürfen:

Menton: Hier beginnt die blaue Küste und wirbt gleich hinter der Grenze mit allen Schönheiten, die dazugehören. Fahren Sie also nicht gleich weiter nach Nizza und Cannes, sondern verweilen Sie hier! Gerade die malerische Altstadt und die zwei Strand-Promenaden dürfen Sie sich nicht entgehen lassen, denn bei so malerischen Namen wie "Promenade du Soleil" und "Promenade de la Mer" ist der Urlaub schon zum Greifen nahe!

Monaco: Irgendwie scheint Monaco nicht aus den Klischees herauszukommen. Dabei hat diese Ausnahmestadt viel mehr zu bieten, als Sie ahnen! Das Fürstenschloss, bei dem Sie die Wachablösung erleben dürfen, beeindruckende Kirchen im byzantischen Stil und dann wieder beschauliche Spazierwege ins Grüne direkt um die Ecke. Monaco lebt den Kontrast: Auf der einen Seite die Hochhäuser von Monte Carlo, auf der anderen Seite die ruhigen, mittelalterlichen Gassen der Altstadt auf dem Fürstenfelsen, der übrigens einen fanatstischen Ausblick auf die Alpen und das Mittelmeer bietet. Welches Bild entsteht denn vor Ihrem Auge als erstes? Grace Kelley alias Gracia Patricia de Monaco, wie sie wunderschön in Filmen wie "Abenteuer in Nizza" durch diese Gegend fährt? Die Yachten der internationalen High Society, eine größer und teurer als die andere? Oder denken Sie an die heutige Steueroase, an die Formel 1 und die fünf Casinos? Am besten fahren Sie jetzt einmal hin und schauen, was sich hinter dem Mythos Monaco wirklich verbirgt!

Beaulieu-sur-Mer: Wenn das nicht schon nach Traumurlaub klingt! "Schöner Ort am Meer" - das ist dieses bezaubernde Fleckchen mit einem von exotischen Pflanzen gesäumten Strand und einem Park mit 100 Olivenbäumen wirklich. Neben einem Spaziergang an den zwei Häfen können Sie von der griechischen Villa Kérylos direkt am Meer (aus dem Jahr 1902) und dem Musikpavillon (1904) ein paar ungewöhnliche Urlaubsfotos schießen.

Èze: Dieser kleine Ort ist ein besonderes Schmuckstück und besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen. Èze-sur-Mer liegt direkt am Meer zwischen Nizza und Monaco. Èze Village hingegen erstreckt sich bis auf 700 Meter Höhe und zeichnet sich durch autofreie, wunderschöne, mittelalterliche Gassen aus. Wahrscheinlich hat Nietzsche hier an "Also sprach Zarathustra" gedichtet. Heute ist ihm ein Spazierweg gewidmet, den der Dichter in seinen Briefen wiederholt wegen seiner Schönheit gepriesen hat. Hübsch ist auch der exotische Garten.

Nizza: Hier fing der große Tourismus der Französischen Riviera an - auf der "Promenade des Anglais" lustwandelten damals die ersten, englischen Sommerfrischler, nachdem 1864 die Zugverbindung von Paris stand. Heute begeistert die Stadt Architekturliebhaber mit ihren pastellfarbenen, italienischen Häusern und verwinkelten Gassen, die Gourmets mit ihrem Wochenmarkt auf der "Cour Saleya" und die Natur- und Gartenfreunde mit ihren zahlreichen, bildschönen Gärten und Parks. Bereits die Namen wecken Sehnsüchte: Jardin Albert 1er, Parc du Château, Parc Phoenix. Letzterer übriegens ein botanischer Garten mit dem größten Gewächshaus der Welt!

Saint-Paul-de-Vence: Marc Chagall hat sich hier in einigen Mosaiken, etwa an der Gemeindeschule, verewigt. Der Kunstfreund unter Ihnen wird sicherlich auch die "Fondation Maeght" besuchen, ein modernes Kunstzentrum, entworfen von einem Schüler Le Corbusiers, in dem weitere Werke zu sehen sind. Um Kunst und Gaumenfreunden zu verbinden, empfiehlt sich ein Besuch im Gasthaus "La Colombe d'Or", das mit seinen Skizzen von Matisse oder Picasso selbst einem Museum gleicht. Versäumen Sie nicht den Blick auf die vollständig erhaltenen Befestigungsanlagen von Franz I. aus dem 16. Jahrhundert, die malerischen verwinkelten Gassen und den Boule-Platz, auf dem heute auch Amateure in dieses französischste aller Spiele eingeführt werden!

Grasse: Vielleicht haben Sie "Das Parfüm" von Patrick Süskind gelesen oder Sie sind seit langem Parfümliebhaber und kennen diesen Ort bereits, denn Grasse ist die Welthauptstadt des Parfums. Aber auch Neulinge können bei einer Führung in den altehrwürdigen Produktionsstätten einen Riecher entwickeln und gleich eine Flasche mit nach Hause nehmen. Daneben bezaubert der Ort durch seine zahlreichen Gärten. Besonders empfehlenswert ist der "Jardin des Plantes" mit schöner Aussicht über die Altstadt und das Meer. Kulturell ist das Marine-, das Parfümmuseum und das Museum für provenzalische Geschichte und Kunst interessant.

Antibes: Dieser malerische Ort liegt an einem der schönsten Küstenabschnitte der Côte d‘Azur. Kunstliebhaber kommen gleich ins Schwärmen: Denn im Grimaldi-Schloss ist die wohl bedeutendste Picasso-Sammlung der Welt untergebracht. Dass der große Meister diese Region liebte, versteht sich leicht, bedankt man, dass er der Stadt alle Werke, die er hier geschaffen hat, schenkte - allerdings unter der Auflage, dass sie ihren Entstehungsort niemals verlassen dürfen. Vielleicht gehört beides einfach zusammen, die Kunst und die Côte d'Azur, die sie inspiriert. Versäumen Sie aber auch nicht den Hafen, kreiert von Vauban, mit seiner beeindruckenden Befestigungsanlage und das "Cap d'Antibes" mit seiner Kapelle und einem Leuchtturm für ein schickes Fotomotiv zwischendurch!

Cannes: Das sind nicht nur die Filmfestspiele, ein Hauch von einstiger, britischer Eleganz und berühmte Hotels wie das Carlton am Strand. Sie werden sehen, bei einem Spaziergang auf dem "Boulevard de la Croisette", entlang des Hafens, rund um das ehemalige Schloss oder in den Gassen der Altstadt findet man es noch, das französische Savoir Vivre, wie es nur an der blauen Küste gelebt wird. Und wenn es Ihnen zu mondän und zu belebt wird, nehmen Sie einfach die Fähre und fahren nach Sainte-Marguerite oder Saint-Honorat, zwei Inseln vor der Stadt.

Saint-Tropez: Spätestens in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dieser Ort von Künstlern und der High Society entdeckt. Zu recht: Der Yachthafen ist einen Blick wert und dann gibt es da auch noch den größten Sandtstrand der blauen Küste, die "Baie de Pampelonne", der zahlreiche berühmte Europäer im Urlaub herlockt. Aber die kommen vielleicht auch noch aus anderen Gründen... Schauen Sie doch selbst mal vorbei!

Hyères: Ursprünglich, d. h. zu Römerzeiten, hieß sie Olbia, die Glückliche. Und dieser Name scheint Programm geworden zu sein, denn von Hyères aus entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert der Tourismus der Côte d'Azur. Hierher kamen sie als erstes und erfreuten sich am Klima, am Savoir Vivre und dem guten Essen: Königin Viktoria, der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson und die englische Oberschicht. Heute dürfen Sie die antiken Ruinen unter archäologischer Führung besichtigen, durch die befestigte, historische Altstadt bummeln und den Templerturm aus dem 12. Jahrhundert bestaunen.

Toulon: Seiner Zeit brach Napoléon von hier auf nach Ägypten, später lebten deutsche Dichter wie Heinrich und Thomas Mann oder Bertold Brecht hier im Exil. Heute bietet sich ein Besuch im Marinemuseum an oder Sie pilgern zum Heinrich Heine-Denkmal, das interessanterweise erst seinen Weg hierher finden musste. Ursprünglich von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn für den Park ihres Schlosses auf Korfu errichtet, später in Hamburg-Altona aufgestellt, steht es seit 1939 im bonatischen Garten von Toulon.

Cassis: Hier haben Sie die Wahl zwischen drei abfallenden Sand- oder Kieselstränden und können herrliche Spaziergänge am Hafen mit seinen kleinen, bunten Häusern und dem grün-weißen Leuchtturm machen. Über allem thront das Schloss aus dem 14. Jahrhundert, das heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut ist. Auch kulinarisch ist Cassis nicht zu verachten: Oder haben Sie schon mal Seeigel probiert.

Fotos: P. Giraud, F. North, Starus, M. Putz, R. Simon, A. Büttner, James561

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