Ausflugsziele II Nizza

Grasse: Vielleicht haben Sie "Das Parfüm" von Patrick Süskind gelesen oder Sie sind seit langem Parfümliebhaber und kennen diesen Ort bereits, denn Grasse ist die Welthauptstadt des Parfums. Aber auch Neulinge können bei einer Führung in den altehrwürdigen Produktionsstätten einen Riecher entwickeln und gleich eine Flasche mit nach Hause nehmen. Daneben bezaubert der Ort durch seine zahlreichen Gärten. Besonders empfehlenswert ist der "Jardin des Plantes" mit schöner Aussicht über die Altstadt und das Meer. Kulturell ist das Marine-, das Parfümmuseum und das Museum für provenzalische Geschichte und Kunst interessant.

Antibes: Dieser malerische Ort liegt an einem der schönsten Küstenabschnitte der Côte d‘Azur. Kunstliebhaber kommen gleich ins Schwärmen: Denn im Grimaldi-Schloss ist die wohl bedeutendste Picasso-Sammlung der Welt untergebracht. Dass der große Meister diese Region liebte, versteht sich leicht, bedankt man, dass er der Stadt alle Werke, die er hier geschaffen hat, schenkte - allerdings unter der Auflage, dass sie ihren Entstehungsort niemals verlassen dürfen. Vielleicht gehört beides einfach zusammen, die Kunst und die Côte d'Azur, die sie inspiriert. Versäumen Sie aber auch nicht den Hafen, kreiert von Vauban, mit seiner beeindruckenden Befestigungsanlage und das "Cap d'Antibes" mit seiner Kapelle und einem Leuchtturm für ein schickes Fotomotiv zwischendurch!

Cannes: Das sind nicht nur die Filmfestspiele, ein Hauch von einstiger, britischer Eleganz und berühmte Hotels wie das Carlton am Strand. Sie werden sehen, bei einem Spaziergang auf dem "Boulevard de la Croisette", entlang des Hafens, rund um das ehemalige Schloss oder in den Gassen der Altstadt findet man es noch, das französische Savoir Vivre, wie es nur an der blauen Küste gelebt wird. Und wenn es Ihnen zu mondän und zu belebt wird, nehmen Sie einfach die Fähre und fahren nach Sainte-Marguerite oder Saint-Honorat, zwei Inseln vor der Stadt.

Saint-Tropez: Spätestens in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dieser Ort von Künstlern und der High Society entdeckt. Zu recht: Der Yachthafen ist einen Blick wert und dann gibt es da auch noch den größten Sandtstrand der blauen Küste, die "Baie de Pampelonne", der zahlreiche berühmte Europäer im Urlaub herlockt. Aber die kommen vielleicht auch noch aus anderen Gründen... Schauen Sie doch selbst mal vorbei!

Hyères: Ursprünglich, d. h. zu Römerzeiten, hieß sie Olbia, die Glückliche. Und dieser Name scheint Programm geworden zu sein, denn von Hyères aus entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert der Tourismus der Côte d'Azur. Hierher kamen sie als erstes und erfreuten sich am Klima, am Savoir Vivre und dem guten Essen: Königin Viktoria, der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson und die englische Oberschicht. Heute dürfen Sie die antiken Ruinen unter archäologischer Führung besichtigen, durch die befestigte, historische Altstadt bummeln und den Templerturm aus dem 12. Jahrhundert bestaunen.

Toulon: Seiner Zeit brach Napoléon von hier auf nach Ägypten, später lebten deutsche Dichter wie Heinrich und Thomas Mann oder Bertold Brecht hier im Exil. Heute bietet sich ein Besuch im Marinemuseum an oder Sie pilgern zum Heinrich Heine-Denkmal, das interessanterweise erst seinen Weg hierher finden musste. Ursprünglich von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn für den Park ihres Schlosses auf Korfu errichtet, später in Hamburg-Altona aufgestellt, steht es seit 1939 im bonatischen Garten von Toulon.

Cassis: Hier haben Sie die Wahl zwischen drei abfallenden Sand- oder Kieselstränden und können herrliche Spaziergänge am Hafen mit seinen kleinen, bunten Häusern und dem grün-weißen Leuchtturm machen. Über allem thront das Schloss aus dem 14. Jahrhundert, das heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut ist. Auch kulinarisch ist Cassis nicht zu verachten: Oder haben Sie schon mal Seeigel probiert.

Fotos: Starus, M. Putz, R. Simon, A. Büttner, James561

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