Epernay

Historisch prickelndes Zentrum der Champagne

Was war zuerst, die Henne oder das Ei? Oder, umgemünzt: Was war zuerst, Epernay oder der Champagner? Zugegeben, der Vergleich hinkt dann doch etwas, denn die ersten Siedlungen von Epernay gehen sage und schreibe auf das 5. Jahrhundert vor Christus zurück. Den ersten, damals noch sprudelnden Champagner soll es auch schon 1.000 Jahre später gegeben haben.

Epernay-Angebote

Epernay-Infos kompakt

Historisch prickelndes Zentrum der Champagne

Was war zuerst, die Henne oder das Ei? Oder, umgemünzt: Was war zuerst, Epernay oder der Champagner? Zugegeben, der Vergleich hinkt dann doch etwas, denn die ersten Siedlungen von Epernay gehen sage und schreibe auf das 5. Jahrhundert vor Christus zurück. Den ersten, damals noch sprudelnden Champagner soll es auch schon 1.000 Jahre später gegeben haben.

Der Legende nach kam es im Jahre 499 n. Chr. zu einem regelrechten Wein-Wunder. Bischof Remigius von Reims hatte damals für die Taufe des Merowingerkönigs Chlodwig I. samt seinem ca. 3.000 Mann zählenden Gefolge Wein aus Epernay in ein leeres Fass füllen lassen. Während der Zeremonie sollen die frisch Getauften auf den Geschmack gekommen sein, der Wein von Remigius hatte es den Adligen und Königen angetan, und von diesem Zeitpunkt an soll die europäische Aristokratie ihren Wein aus Epernay bezogen haben. Soweit die Geschichte.

Heute ist Epernay mit insgesamt 30.000 Hektar Produktionsfläche der weltweit bedeutendste Herstellungsort für Champagner. Wie beim Bier und bei vielen anderen Köstlichkeiten, so waren es auch in Epernay Geistliche, die die Produktion der Champagnerweine vorangetrieben haben. Im 17. Jahrhundert entwickelten die Benediktiner-Mönche Dom Perignon, Dom Ruinart und Bruder Jean Ouart ein Verfahren zur kontrollierten Gärung und Schaumbildung der lokalen Weine. Und ab 1820 wurde Champagner im großen Stil in alle Welt exportiert, Epernay wurde zur unangefochtenen Hauptstadt der Weine der Könige und Mächtigen.

In dieser Zeit ließ sich alles, was Rang und Namen hatten in der "Avenue de Champagne" nieder. Die Namen klingen wie das "Who is Who" der Champagner-Hersteller: Moët Chandon hat den mit Abstand größten Weinkeller, 110 Kilometer Stollen zur Weinlagerung soll das Spitzenhaus besitzen. Das Champagnerhaus "De Castellane" beherbergt neben einem großartigen Champagnerkeller sogar ein eigenes Champagner-Museum. Wenn man die "Avenue de Champagne" entlang flaniert, hat man den Eindruck, dass sich die Erbauer in Sachen Opulenz und Ausgefallenheit gegenseitig übertrumpfen wollten. Ein absolutes Muss für jeden Besucher.

Dank seiner herausragenden Stellung in der Champagnerherstellung hat es Epernay zu großem Wohlstand gebracht, ein indirekter Beleg hierfür ist das große kulturelle Angebot der Stadt. Zum Beispiel findet jedes Jahr ein bestens besetztes Sommermusikfestival statt, dazu kommen zahlreiche Theatervorstellungen und Ausstellungen, die sich in dieser Form nur wenige Kleinstädte leisten.

Fotos: C. Manquillet, M. Jolyot, CRT Champagne-Ardenne, CDT Marne, Studio E-Media, J. Guillard, A. S. Flament, A.-L. Schlickling

Zu den Angeboten

Reisepakete werden geladen

Reisepakete werden geladen