Neuenburg am Rhein

Neuenburg am Rhein: R(h)einspaziert im Dreiländereck

Sonne, Berge, Rhein und Reben: Neuenburg kann als südwestlichste Stadt Deutschlands geografisch wie klimatisch aus dem Vollen schöpfen. Und so erliegt man schnell, gern unter Genusseinfluss badischer und französischer Spitzenweine, der besonderen Faszination des Dreiländerecks D/F/CH. Genießen Sie den Weitblick auf Schwarzwald und Vogesen, spazieren in wenigen Minuten rüber zu Nachbar Elsass und besuchen die nur 30 Kilometer weiter südlich beginnende Schweiz.

Reizvolle Rheinebene: Auf halbem Weg zwischen Freiburg und Basel, am Fuße des südlichen Schwarzwaldes, scheint die Sonne heilsam häufig – über 1.000 Stunden im Jahr. Das schöne Wetter im Markgräfler Weinanbaugebiet ist das Eine. Die Einwohner der alten Zähringerstadt Neuenburg am Rhein leben auch in enger Verbundenheit zu den Nachbarn Frankreich und Schweiz. Deutschlands längsten Fluss kann man hier gleich zweimal überqueren: einmal den ursprünglichen Rhein, den Altrhein, und weiter über den parallel dazu verlaufenden Seitenkanal, den Grand Canal d'Alsace. Et voilà, schon ist man im französischen Chalampé. Ja, die Landesgrenzen verschwimmen hier ganz natürlich. Ob Südbadener, Elsässer oder Schweizer, hier genießen alle die Kultur, das Einkaufsangebot, die Arbeitsmöglichkeiten und die Natur der drei Länder. Auch sprachlich mixt sich Vieles. Ein Gewinn in jeder Hinsicht.

Stadt der Feste

Die rund 12.700 Einwohner Neuenburgs verstehen sich bestens aufs Feiern. Ob Feste, Märkte oder alemannische Fastnacht, der Veranstaltungskalender ist außerordentlich gut gefüllt. Seit über 50 Jahren lädt das deutsche Rheinstädtchen im Juli zu einem der größten Straßenfeste des Markgräflerlandes: dem Nepomukfest. Der Heilige Nepomuk steht sogleich Pate für das grenzüberschreitende Ambiente – er gilt als Schutzpatron der Brücken und Gewässer. Das zweite große Sommerhighlight ist der Neuenburger Sommergarten auf dem Rathausplatz im Juli und August, mit regionalen bekannten Bands, internationalen Rhythmen und viel Kulinarik. 2022 freut man sich über den bislang größten Gewinn an Gastgeberehre: Neuenburg am Rhein lädt zur Landesgartenschau und profitiert von zahlreichen städtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Verschönerungen. Vor allem die besondere Verbindung zum Rhein feiert ein liebevolles Comeback.

Ausflugsziele

Bei derart viel Klimagunst im sonnigen und warmen Rheintal sind Outdoor-Aktivitäten natürlich erste Wahl. Der Altrhein mit seinen seltenen Tierarten ist beliebter Ausgangspunkt für Kanufahrten und Wanderungen. Die Parkanlage „Rheingärten“ bietet zudem etliche Entspannungsmöglichkeiten, idyllische Liegewiesen, eine Aussichtsplattform und Sitzstufen direkt am Wasser. Wer ein bisschen Goldrausch-Kitzel erleben möchte, bucht einen Goldwäscher-Kurs – inklusive Diplom. An verborgenen Stellen bei Neuenburg zeigen Experten, wie und wo im Rhein Gold zu finden ist. Fitte Wanderer können sich „Auf die Spuren der Zähringer“ begeben. Dabei geht die Route vom Ausgangspunkt Neuenburg am Rhein zu den historischen Städten Staufen und Freiburg im Breisgau bis zum malerischen Luftkurort St. Peter im Schwarzwald. Überhaupt gibt es unendlich viele tolle Wander-, Radel- und Ausflugsziele im Dreiländereck. Besuchen Sie edle Thermen und grandiose Museen, Burgen und Schlösser, Wasserfälle und Weingüter, moderne Architektur und idyllische Altstadtkerne, römische Ruinen und urige Wirtschaften, wilde Schluchten und verwunschene Wälder. Der Europa-Park ist ebenfalls nicht weit entfernt und durch die direkte Anbindung an die A 5 sind alle Ziele schnell erreicht.

Zähringerstadt

Heute bezeichnen sich ein Dutzend Städte als Zähringer-Städte: Bern, Bräunlingen, Burgdorf, Freiburg im Breisgau, Fribourg, Murten, Rheinfelden, St. Peter, Thun und Villingen und auch Neuenburg am Rhein. Die Zähringer gelten als Pioniere der Stadtgründungen, waren Schutzherren über Klöster und besaßen große Ländereien. Das Einflussgebiet des mit den Staufern verwandten schwäbischen Fürstengeschlechts umfasste Besitztümer in Kärnten, Verona, Süddeutschland, dem Burgund, dem Thurgau und Aargau. Und alle hießen sie Berchtold. Herzog Berchtold V., der letzte der Zähringer, starb 1218. Heute verbindet die Städte ein lebendiger Austausch auf vielen Ebenen.

Noch mehr über die Vergangenheit Neuenburgs erfahren Sie im Museum für Stadtgeschichte im alten Rathaus am Franziskanerplatz: von der frühesten urkundlichen Erwähnung, dem Übergang an das Großherzogtum Baden 1806, den Kriegszerstörungen bis zum Hier und Heute. Darüber hinaus zeigt die Sammlung die Bedeutung des Rheines für die Stadt, die Folgen der Rheinbegradigung und Rheinregulierung.

Weinanbau

Eine Spezialität fehlt natürlich noch. Neuenburg am Rhein zählt zwar nicht zu den bekanntesten badischen Wein-Spots, lebt die Winzertradition aber seit Jahrhunderten. Fast siebzig Winzer gibt es noch in Neuenburg, ihre Rebhänge befinden sich hauptsächlich im Gebiet des Auggener Ortsteils Hach, in den Lagen Letten und Auggener Schäf. Schauen und Verkosten erwünscht. Eine Wanderung durch die Reben gehört zu den romantischen Höhepunkten eines jeden Südbaden-Urlaubs und eine Flasche Markgräfler Gutedel unbedingt mit ins Nachhausefahr-Gepäck.

Ja, dieses südländische, europäische Flair am Oberrhein ist schon etwas Besonderes. Sonne, Wein und Savoir-vivre. Genießen Sie den Süden – grenzenlos.

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