Hafenrundfahrt MS Nostalgie - Duisburg

Hafenrundfahrt auf der MS Nostalgie durchs Revier

Stromlinienförmig liegen sie an der Mole, weiß mit roten Akzenten. Die Schiffe der "Weissen Flotte", unter ihnen die historisch anmutende MS Nostalgie. Viel Platz auf dem Deck, innen gemütliche Sitze und ein Imbiss mit leckerer Gulaschsuppe. Und dann heißt es: Leinen los zur Rundfahrt durch den Duisburger Hafen auf Ruhr und Rhein. Auf dieser Tour lässt sich Interessantes und Kurioses lernen.

Los geht es am Schwanentor im Innenhafen, mit seinen vier charakteristischen, roten Backsteintürmen an der Brücke. Noch ist der Hafen schmal, von beiden Seiten bebaut und wird überragt von mächtigen Kränen, doch bald mündet das Hafenbecken in den Rhein. Der Binnenhafen Duisburg ist der größte Europas, sogar der ganzen Welt. Zehn Quadratkilometer Molen, Umschlagufer, Gleisanschlüsse, Lagerfläche. Insgesamt werden hier 133 Millionen Tonnen umgeschlagen. Angefangen hat alles 1716, als die Schiffer den Bau eines Hafens verlangten. Mittlerweile werden hier Güter aus der Region und aller Welt von Seeschiffen auf Binnenschiffe verladen. Ein Dreh- und Angelpunkt der Region also.

Denkmal und schwimmende Schule

Weiter geht die Rundfahrt rheinabwärts, vorbei an grünen Auen, unter der Neuenkamper Brücke hindurch, und dann erscheint auch schon die Mündung der Ruhr in Sichtweite. Hier ragt ein orangenes Monument aus dem Boden. 25 Meter hoch, sieben Meter breit. Der Kölner Bildhauer Lutz Fritsch hat die Skulptur "Rheinorange" 1992 geschaffen, die einen zu Stein erstarrten Sonnenstrahl darstellen soll. Die Ruhr tuckert die MS Nostalgie allerdings nicht hoch, sondern es geht ein Stück weiter rheinabwärts, vorbei am Pegel Ruhrort, wo der Hafenmeister sitzt. Hier kann man auch den Pegelstand des Rheins ablesen. Dahinter sieht man den historischen Hebeturm Homberg-Ruhrort. Er überblickt das Hafenbecken, in dem das Schulschiff "Rhein" vor Anker liegt. Auf ihm lassen sich Binnenschiffer, Hafenlogistiker und Wasserbauer aus- und weiterbilden.

Insel fürs Bruttosozialprodukt

Ein kurzer Abstecher zur Ruhrorter Schiffswerft, die bereits seit 1921 besteht und in ihrer Blütezeit zu den bedeutendsten Binnenwerften in Westeuropa gehört. Dort liegt mit Sicherheit eines der mächtigen Containerschiffe auf den Trockendock. Zugegeben, die Inselnamen klingen hier nicht nach Strandurlaub und Surferparadies: Stahl-, Öl- und Kohleinsel. Aber hier wurde das Wirtschaftswunder mitgeschaffen, der Ruf des Ruhrgebiets als industrielles Schlaraffenland gefestigt. Die MS Nostalgie macht zum Abschluss noch einen Schlenker durch den Hafenmund in den Bunkerhafen und gleitet dann rheinaufwärts zurück zur Anlegestelle Schwanentor. Die Duisburger-Ruhrorter Häfen sind wie vieles im Revier nicht schön, aber richtig interessant.

Weisse Flotte Duisburg/ Düsseldorf

Anlegestelle: Schwanentor, Calaisplatz 3, 47051 Duisburg

2. 3. - 24. 3. 2019 Sa./So. 12.00, 14.15

30. 3. - 3. 11. 2019 täglich 11.00, 13.15, 15.30

9. 11. - 1. 12. 2019 Sa./So. 12.00, 14.15

Anlegestelle: Schifferbörse, Gustav-Sander-Platz 1, 47119 Duisburg

2. 3. - 24. 3. 2019 Sa./So. 13.15

30. 3. - 3. 11. 2019 täglich 12.15, 14.30

9. 11. - 1. 12. 2018 Sa./So. 13.15

Zweistündige Hafenrundfahrt Erwachsene 15,- Euro, Kinder 4 - 13 Jahre 8,- Euro

Einstündigen Hafenrundfahrt (Schwanentor - Schiffferbörse) Erwachsene 12,- Euro, Kinder 4 - 13 Jahre 7,- Euro

Reisepakete werden geladen