Odilienberg - Elsass (Frankreich)

Odilienberg: Der heilige Berg des Elsass

Der 747 Meter hohe Odilienberg - oder Mont Sainte Odile, wie er französisch heißt - gehört zu den meistbesuchten Orten des Elsass. Majestätisch über der Rheinebene thront das ehemalige Kloster und zieht bis heute Gläubige, Wanderer und Urlauber an. Eine „Pilgerhochburg“ im wörtlichen Sinne. Gewidmet ist sie der Schutzpatronin des Elsass, der Heiligen Odilia. Besichtigen Sie ihr Grab, die Tränenkapelle, Engelskapelle und Panoramaterrasse. Es gibt auch eine Quelle, der heilende Kräfte nachgesagt werden.

Er ist eine Station auf dem Jakobsweg in Frankreich - der Odilienberg nahe dem Städtchen Obernai und nur 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Viele Jahrhunderte lang war er Sitz eines wichtigen Klosters. Die heilige Odilia, Schutzpatronin des Elsass, soll es im 7. Jahrhundert gegründet haben. Der Legende nach wurde die Tochter des fränkischen Herzogs Eticho blind geboren und erst durch die Taufe sehend. Seit dem 16. Jahrhundert bis heute ist ihre Grabstätte, die Chapelle-Ste-Odile auf dem Odilienberg die wichtigste Wallfahrtsstätte der Region. Zwischen ein und zwei Millionen Menschen kommen jedes Jahr hierher.

Die Heidenmauer

Für alle Wanderfreunde gibt es markierte Wege, z. B. entlang der um 1000 v. Chr. erbauten Heidenmauer. Um ihre Herkunft ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Sie umschließt den Gipfel als elf Kilometer langer Ringwall mit beeindruckenden Maßen. Etwa 300.000 ungleichmäßig geformte Steinblöcke zwischen 1,60 m und 1,80 m dick und bis zu drei Meter hoch lassen haben so lange Zeit ausgeharrt. Von der Klosterterrasse aus bietet sich bei schönem Wetter ein wundervoller Blick auf die Umgebung, bis zu den Vogesen. Wer länger an diesem magischen Ort mit atemberaubender Aussicht über die Rheineben bleiben mag - es gibt ein Hotel auf dem Klosterareal. Pilger mit gültigem Pilgerausweis erhalten Ermäßigung. Mehrere Restaurants, ein Café und ein kleiner Buchladen stehen den Gästen zur Verfügung. Zum Schutz des Klosters wurden im Mittelalter übrigens zahlreiche Burgen rund um den Berg angelegt. Es gibt definitiv viel zu entdecken. Selbst ein Skigebiet ist nicht weit entfernt.

Die heilende Quelle

Noch eine wichtige Station: die augenheilende Quelle. Zu diesem Bach zu Füßen des Berges ranken sich eine Vielzahl von Geschichten. So soll Odilia, als sie vom Kloster Niedermünster zur Hohenburg hinaufstieg, ein blinder Bettler begegnet sein. Mitleidig klopfte sie mit einem Stock an einen Felsen, woraufhin Wasser herausfloss und den Bettler von seiner Krankheit heilte. Ein Besuch gehört traditionell zu jeder Wallfahrt zum Odilienberg.

Adresse Odilienberg
Mont Sainte Odile, 67530 Ottrott

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