Ausseerland
Seen, Berge und Salz: Das Ausseerland auf einen Blick
Eingebettet zwischen dem mächtigen Dachstein und den sanft geschwungenen Hügeln der Steiermark liegt das Ausseerland – eine der unberührtesten Urlaubsregionen Österreichs. Die Region vereint klare Bergseen, uralte Salztraditionen und eine lebendige Volkskultur zu einem Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Wer einmal am Ufer des Altausseer Sees gesessen und den Blick auf die Spiegelung des Dachsteins genossen hat, versteht sofort, warum Schriftsteller, Maler und Sommerfrischler schon seit dem 19. Jahrhundert hierher pilgern. Urlaubsangebote im Salzkammergut finden Sie in unserem Reiseportal.
© Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut / Tom Lamm
Was macht das Ausseerland so besonders?
Das Ausseerland ist eine Region im steirischen Salzkammergut, die sich im Dreieck der Bezirksstädte Bad Aussee, Altaussee und Bad Mitterndorf (mit dem Ortsteil Tauplitz) entfaltet. Was die Region von anderen Alpengebieten abhebt, ist die Kombination aus außergewöhnlicher Naturkulisse, jahrtausendealter Salzgeschichte und einer bis heute lebendigen Volkskultur.
Besonders auffällig: Das Ausseerland liegt auf rund 650 bis 1.900 Metern Höhe, was das Bergklima besonders mild und gesund macht. Allergiker schätzen die fast pollenfreie Luft in der Hochsaison, und durch das spezifische Mikroklima sind weder Zecken noch Schimmelpilze ein Problem.
Das Ausseerland auf einen Blick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Lage | Steirisches Salzkammergut, Steiermark (Österreich) |
| Hauptorte | Bad Aussee, Altaussee, Bad Mitterndorf, Tauplitz |
| Höhenlage | ca. 660 – 2.000 m ü.d.M. |
| Bekannte Seen | Altausseer See, Grundlsee, Toplitzsee |
| Besonderheit | Salzbergwerk, Narzissenfest, 6-Seen-Wanderung |
| Skigebiet | Tauplitz / Loser |
Die Region ist ganzjährig ein lohnenswertes Reiseziel: Im Sommer locken kristallklare Seen und ausgedehnte Wanderwege, im Winter laden Skigebiete und gemütliche Hütten zur Einkehr ein. Das Ausseerland ist kein Massentouristenziel – und genau das ist sein größter Vorteil.
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Seen im Ausseerland: Kristallklare Bergseen
Das Ausseerland ist ein Paradies für Wassersportler, Naturfreunde und alle, die einfach gerne am Wasser sitzen. Die drei großen Seen – Altausseer See, Grundlsee und Toplitzsee – liegen wie hineingelegt in die Landschaft und haben alle Trinkwasserqualität.
Altausseer See
Der Altausseer See ist vielleicht der bekannteste der drei Seen. Mit seinen 210 Hektar Fläche und bis zu 67 Metern Tiefe liegt er auf 712 Metern Höhe direkt unterhalb des Losers. Das Wasser hat im Sommer angenehme Badetemperaturen und ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Rund um den See führt ein flacher, familienfreundlicher Wanderweg.
Grundlsee
Mit rund 4 km Länge ist der Grundlsee der größte See im Ausseerland. Er ist besonders bei Seglern, Ruderern und Kanuten beliebt. Im Frühling spiegeln sich die schneebedeckten Berge im ruhigen Wasser – ein Motiv, das schon zahllose Maler und Fotografen begeistert hat. Im Sommer kann man an verschiedenen Stellen des Sees auch gut schwimmen.
Toplitzsee und der geheimnisvolle Kammersee
Der Toplitzsee gilt als einer der geheimnisvollsten Seen Österreichs. Er ist nur zu Fuß erreichbar und bekannt für seine sagenumwobene Geschichte: Im Zweiten Weltkrieg sollen hier von der SS gestohlene Güter versenkt worden sein. Die Expedition zum See führt durch dichten Mischwald und ist für Abenteuerlustige ein unvergessliches Erlebnis.
Die 6-Seen-Wanderung auf der Tauplitzalm
Ein besonderes Highlight ist die 6-Seen-Wanderung auf der Tauplitzalm. Auf rund 1.600 Metern Höhe führt der Weg an sechs kleinen Bergseen vorbei, die alle Trinkwasserqualität haben. Das Besondere: Die Wanderung ist nahezu flach und damit für Familien, Senioren und alle geeignet, die stundenlang durch eine alpine Hochkarstlandschaft spazieren möchten, ohne große Höhenunterschiede zu bewältigen.
© STMG / Parzer
Wandern, Radfahren und Wassersport im Ausseerland
Das Ausseerland bietet für aktive Urlauber eine Fülle an Möglichkeiten – zu jeder Jahreszeit. Ob entspannte Spaziergänge am Seeufer oder anspruchsvolle Bergtouren: Die Region hält für jedes Fitness-Level die passende Route bereit.
Wanderungen für alle Levels
Das Wegenetz im Ausseerland umfasst hunderte Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Besonders beliebt sind:
- 6-Seen-Wanderung (Tauplitzalm): Eine nahezu flache Rundtour auf rund 1.600 m Höhe vorbei an sechs malerischen Bergseen – ideal für Familien.
- Salzkammergut-Rundweg: Ein mehrtägiger Fernwanderweg, der durch die schönsten Teile des steirischen Salzkammerguts führt.
- Loser-Panoramastraße und Gipfelwanderung: Vom Parkplatz auf 1.600 m geht es auf den 1.838 m hohen Loser mit seinem grandiosen Rundblick auf die Seen und den Dachstein.
- Koppental-Wanderweg: Ein romantisches Tal mit rauschenden Bächen und dichtem Wald – ein echter Geheimtipp für ruhesuchende Wanderer.
Mountainbike und Radsport
Radfahrer finden im Ausseerland sowohl entspannte Touren entlang der Seen als auch anspruchsvolle Mountainbike-Strecken am Grimming. Ein beliebtes Beispiel: Mit der Sesselbahn auf die Tauplitzalm fahren, dann die rund 10 km lange Abfahrt über die Tauplitzalmstraße nach Bad Mitterndorf genießen und zurück entlang des Salzkammergut-Radwegs zur Talstation rollen. Ein perfekter Halbtagsausflug.
Wassersport und Schwimmen
Die Seen des Ausseerlands laden nicht nur zum Schwimmen ein, sondern auch zu Rudern, Segeln, Stand-up-Paddling und Kanufahren. Wer es etwas wilder mag, kann sich beim Canyoning in den Schluchten der Region oder beim Wildwasser-Rafting austoben. Besondere Attraktion für Taucher: Der Grundlsee, der Augstsee und der Altausseer See gelten als drei der schönsten Tauchgebiete der Steiermark – mit außergewöhnlicher Sichtweite und faszinierender Unterwasserwelt.
© Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut / Tom Lamm
Wann ist die beste Reisezeit für das Ausseerland?
Das Ausseerland ist ganzjährig einen Besuch wert – aber je nach Interesse gibt es klar bevorzugte Reisezeiten:
| Jahreszeit | Highlights | Tipp |
|---|---|---|
| Frühling (Apr–Mai) | Narzissenfest Ende Mai, frisches Berggrün, wenig Touristen | Ideal für Fotografen und Naturliebhaber |
| Sommer (Jun–Sep) | Baden in den Seen, Wandern, Rad fahren, Klettern | August am Altausseer See kann voll werden |
| Herbst (Okt–Nov) | Herbstfarben, Pilze sammeln, ruhige Wanderwege | Günstigste Preise, märchenhafte Stimmung |
| Winter (Dez–Mär) | Skifahren in Tauplitz und Loser, Langlauf, Eislaufen | Ruhiger als Tirol, aber top Pistenzustand |
Der absolute Geheimtipp für die Reisezeit ist Ende Mai: Dann blühen im Ausseerland Millionen von Narzissen, und das weltberühmte Narzissenfest in Bad Aussee verwandelt die Region in ein Blütenmeer. Wer zu dieser Zeit kommt, erlebt das Ausseerland von seiner wohl schönsten Seite – ohne die Hochsaison-Gedränge.
Kultur, Geschichte und Feste im Ausseerland
Das Ausseerland ist nicht nur eine Naturregion – es ist auch ein Kulturraum mit einer faszinierenden Geschichte, die sich um das weiße Gold dreht: das Salz.
Salzbergwerk Altaussee – Unter der Erde
Das Salzbergwerk Altaussee ist eine der ältesten Bergbauanlagen der Welt und seit über 7.000 Jahren in Betrieb. Während einer Führung fahren Besucher mit der traditionellen Grubenbahn tief in den Berg und erleben, wie Steinsalz noch heute abgebaut wird. Besonders bekannt wurde das Bergwerk durch seine Rolle im Zweiten Weltkrieg, als hier tausende gestohlene Kunstwerke – darunter Gemälde von Rembrandt und Jan van Eyck – vor der Zerstörung bewahrt wurden. Ein historisches Abenteuer für die ganze Familie.
Das Narzissenfest in Bad Aussee
Jedes Jahr Ende Mai verwandelt sich Bad Aussee in ein Blütenmeer: Beim Narzissenfest werden Boote, Festwagen und Trachtengruppen mit Millionen frischer Narzissenblüten geschmückt. Das Fest gilt als eines der schönsten Volksfeste Österreichs und lockt jährlich Tausende Besucher aus aller Welt an. Die Kombination aus Blütenpracht, Trachtenmusik und der traumhaften Seenlandschaft ist schlicht unvergesslich.
Wintersport im Ausseerland
Im Winter zeigt das Ausseerland eine ganz andere Seite. Die Skigebiete Tauplitz und Loser bieten solide Pistenverhältnisse auf bis zu 1.900 Metern und sind deutlich ruhiger als die bekannten Tiroler Wintersportorte. Für Langläufer gibt es ausgedehnte Loipen durch stille Winterwälder. In direkter Nachbarschaft liegt außerdem die Kulm-Skiflugschanze in Bad Mitterndorf – eine der größten Naturskiflugschanzen der Welt, auf der regelmäßig Weltrekorde aufgestellt werden.
Das Ausseerland als Künstlerkolonie
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war das Ausseerland ein beliebter Treffpunkt für Schriftsteller, Maler und Intellektuelle der Wiener Gesellschaft. Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und viele andere verbrachten hier ihre Sommermonate. Diese Tradition spiegelt sich bis heute in zahlreichen Kulturveranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen wider – besonders in den Sommermonaten.
© Salzwelten Altaussee
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Häufige Fragen zum Ausseerland
Was ist das Ausseerland?
Das Ausseerland ist eine Ferienregion im steirischen Salzkammergut in Österreich. Sie umfasst Bad Aussee, Altaussee, Bad Mitterndorf und Tauplitz – bekannt für Bergseen, Salztradition und das Narzissenfest.
Wann findet das Narzissenfest statt?
Ende Mai, wenn die Narzissen in voller Blüte stehen. Boote und Festwagen werden mit Millionen frischer Blüten geschmückt – eines der schönsten Volksfeste Österreichs.
Was kann man im Salzbergwerk Altaussee sehen?
Einen aktiven Salzabbau, der seit über 7.000 Jahren betrieben wird, und die Geschichte der im Zweiten Weltkrieg hier geretteten Kunstwerke. Highlight: Fahrt mit der Grubenbahn tief in den Berg.
Wie viele Seen gibt es auf der 6-Seen-Wanderung?
Sechs Bergseen auf rund 1.600 m Höhe, alle mit Trinkwasserqualität. Die Wanderung ist nahezu flach – ideal für Familien.
Ist das Ausseerland familienfreundlich?
Ja – die flache Tauplitzalm-Wanderung, Badebuchten an den Seen, das Salzbergwerk und ruhige Skigebiete im Winter machen das Ausseerland zu einem perfekten Familienziel.
Geheimtipp: Der mysteriöse Toplitzsee
Wer das Ausseerland wirklich entdecken möchte, sollte dem Toplitzsee einen Besuch abstatten. Der See ist nur zu Fuß erreichbar – vom Parkplatz am Grundlseeweg sind es etwa 30 Minuten durch dichten Bergwald. Was den Toplitzsee so besonders macht: Er ist einer der mysteriösesten Seen Österreichs. Das Wasser reicht bis in anaerobe Schichten, die kein Licht kennen – und gerade deshalb ist die Unterwasserwelt einzigartig. Bizarre Holzformationen aus abgestorbenen Bäumen ragen aus dem dunklen Wasser und schaffen eine fast unwirkliche Atmosphäre.
Dazu kommt die Geschichte: Im April 1945 versenkten SS-Einheiten im Toplitzsee Kisten mit gefälschten britischen Pfundnoten (sogenanntes Blütenpapiergeld aus dem Unternehmen Bernhard) – und möglicherweise noch mehr. Trotz mehrerer Tauchexpeditionen wurden bis heute nicht alle Geheimnisse des Sees gelüftet. Der Spaziergang zum Toplitzsee ist ein Erlebnis für alle, die abseits der ausgetretenen Pfade wandern – ruhig, einsam und unvergesslich.
Tipp: Am frühen Morgen ist der Toplitzsee von Nebel eingehüllt und bietet die schönsten Fotomotive. Festes Schuhwerk empfohlen, der Weg kann rutschig sein.