Westfalenpark - Dortmund

Warum lohnt sich ein Besuch im Westfalenpark?

Grün mitten in der Stadt, mit Geschichte im Boden und Panorama oben drauf – der Westfalenpark in Dortmund ist weit mehr als ein gewöhnlicher Stadtpark. Auf 75 Hektar vereint er ein botanisches Highlight, einen Aussichtsturm mit Stadtblick, lebendige Veranstaltungskultur und ein echtes Naturschutzgebiet. Kurzum: Wer die grüne Seele des Ruhrgebiets kennenlernen möchte, kommt am Westfalenpark nicht vorbei.

Ob Sonntagsspaziergang, Familienausflug oder kultureller Kurztrip – der Park bietet das ganze Jahr über Erlebnisse für jede Altersgruppe. Sesselliege am Teich, Kleinbahn für die Kleinen, Freiluftkonzerte unter dem Sonnensegel und mehr als 3.000 Rosenarten: Der Westfalenpark überrascht immer wieder neu. Auch die Geschichte des Industriezeitalters ist hier spürbar – unter dem Parkgelände arbeitete einst eine der ersten Dortmunder Dampfmaschinen.

Geschichte des Westfalenparks

Der Westfalenpark entstand auf dem Gelände des alten Kaiser-Wilhelm-Hains. Im Jahr 1959 öffnete er anlässlich der ersten Bundesgartenschau (BUGA) in Dortmund seine Tore – ein Meilenstein, der die Verwandlung eines ehemaligen Industriegeländes in eine grüne Oase einläutete. Zwei weitere BUGAs folgten: 1969 und 1991 wurde der Park erneut Schauplatz der nationalen Gartenschau und dabei immer wieder erweitert und verschönert.

Der Boden erzählt Industriegeschichte: Bereits seit 1816 war auf dem Gelände in der Zeche „Am Busch" die erste Dortmunder Dampfmaschine in Betrieb. Sie pumpte Grubenwasser aus etwa 25 Metern Tiefe und ermöglichte so den Tiefbau auf Steinkohle. Besucher können diese Technikgeschichte noch heute am rekonstruierten Göpelschacht Christine nachvollziehen – ein stiller, aber eindrucksvoller Zeuge des Ruhrpott-Erbes mitten im Park.

Aus diesem Fundament heraus wurde eine Parkanlage geschaffen, die heute zu den bedeutendsten innerstädtischen Parks Europas zählt. Der Westfalenpark zeigt, wie eine Region ihre industrielle Vergangenheit in einen lebendigen, grünen Lebensraum verwandeln kann.

Der Florianturm – Wahrzeichen und Aussichtsplattform

Das unübersehbare Herzstück des Westfalenparks ist der Fernsehturm Florian. Mit 220 Metern Höhe war er bei seiner Eröffnung 1959 das höchste Gebäude Deutschlands – und er prägt bis heute die Silhouette Dortmunds. Benannt ist der Turm nach dem Schutzpatron der Feuerwehr, dem heiligen Florian, da er ursprünglich auch als Feuerwachturm diente.

In 138 Metern Höhe wartet eine Aussichtsplattform, die bei klarem Wetter Blicke bis ins Sauerland und ins Münsterland erlaubt. Das rotierende Restaurant, das sich in etwa 30 Minuten einmal um die eigene Achse dreht, bietet kulinarischen Genuss mit Panoramablick. Wer besonders früh aufsteht, erlebt im Florianturm einen der schönsten Sonnenaufgänge im Revier.

Attraktionen im Überblick

Der Westfalenpark bietet eine beeindruckende Vielfalt an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Von botanischen Highlights über Spielplätze bis zu Museen – hier kommt niemand zu kurz:

AttraktionBeschreibung
Deutsches RosariumÜber 3.000 Rosensorten auf 4,5 Hektar, Schaugarten des Deutschen Rosen-Instituts
Florianturm220 m hoher Fernsehturm, Aussichtsplattform auf 138 m, rotierendes Restaurant
Göpelschacht ChristineRekonstruierter Bergbauschacht, lebendiges Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert
NaturschutzhausÖkologische Bildungseinrichtung auf 2,5 % der Parkfläche
KleinbahnGemütliche Rundfahrten durch den Park für Groß und Klein (Saisonbetrieb)
SesselliftSeilbahn über Teile des Parks mit Blick von oben
SeebühneOpen-Air-Bühne für Konzerte, Festivals und Feste
Bouleplatz & FreiluftschachEntspannte Outdoor-Spiele im Grünen
Deutsches KochbuchmuseumEinzigartiges Spezialmuseum rund ums Kochen und die Kulinarik
Soccer-FeldKunstrasen mit 100 Tribünensitzen, seit 2006

Hinzu kommen Kneippanlagen, Boots- und Bollerwagenverleih sowie der große Spielbogen für Kinder. Der Park eignet sich sowohl für einen entspannten Nachmittag als auch für einen ausgedehnten Familientag.

Das Deutsche Rosarium

Das Deutsche Rosarium im Westfalenpark ist eine der bedeutendsten Rosensammlungen weltweit. Auf rund 4,5 Hektar zeigen mehr als 3.000 verschiedene Rosensorten ihre Blütenpracht – von historischen Rosen bis hin zu modernen Züchtungen. Das Rosarium ist Schaugarten des Deutschen Rosen-Instituts und dient gleichzeitig als Testzentrum für neue Sorten.

Die Hauptblüte erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei der Juni als bester Monat für einen Besuch gilt. Botanisch Interessierte finden hier Rosen aus allen Epochen der Rosengeschichte: mittelalterliche Kletterrosen, zarte Teerosen und robuste Parkrosen wachsen Seite an Seite. Besonders schön: Die Wege sind so angelegt, dass man stets neue Ausblicke auf verschiedene Beete und Arrangements genießt – ein Sinneserlebnis zu jeder Tageszeit.

Naturschutzhaus und ökologische Bildung

Eine Besonderheit des Westfalenparks ist die Naturschutzinsel, die während der Bundesgartenschau 1991 eingerichtet wurde. 2,5 Prozent der Gesamtparkfläche wurden dem Naturschutz gewidmet – eine ungewöhnliche Entscheidung für einen städtischen Park dieser Größe. Das Naturschutzhaus auf dieser Fläche hat sich zu einem anerkannten Ort der Umweltbildung entwickelt.

Schulklassen, Kindergärten und Interessierte aller Altersgruppen können hier an geführten Programmen teilnehmen und die heimische Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Die Naturschutzinsel ist bewusst sich selbst überlassen – ohne gärtnerische Eingriffe von außen. Das macht sie zu einem authentischen Beispiel dafür, wie Natur sich in einem städtischen Kontext entfalten kann.

Events und Feste im Westfalenpark

Der Westfalenpark ist nicht nur Natur- und Kulturdenkmal, sondern auch eine der beliebtesten Veranstaltungslocations in Nordrhein-Westfalen. Das ganze Jahr über finden hier Konzerte, Festivals und Märkte statt, die Tausende von Besuchern anziehen.

  • Juicy Beats Festival: Eines der ältesten und bekanntesten Indie-Musikfestivals Deutschlands, seit 1995 im Westfalenpark
  • Lichterfest: Magisches Abendspektakel mit Feuerwerk und Illuminationen
  • Konzerte auf der Seebühne: Open-Air-Auftritte von Frühjahr bis Herbst
  • Puppentheaterfestival: Familienveranstaltung für Groß und Klein
  • 80er-Jahre-Parties & Ibiza-Parties: Kultige Themenpartys unter dem Sonnensegel mit regelmäßig über 1.000 Besuchern
  • Trödelmärkte: Regelmäßige Flohmärkte mit Schnäppchen und lokalen Händlern

Das Sonnensegel, ein architektonisches Highlight des Architekten Günter Behnisch, bietet dabei die eindrucksvolle Kulisse für viele dieser Events. Der Westfalenpark lebt von seiner Gemeinschaft – kein Wunder, dass er seit Jahrzehnten als das kulturelle Wohnzimmer Dortmunds gilt.

Öffnungszeiten, Eintritt & Anfahrt

Der Westfalenpark ist das ganze Jahr über geöffnet und lädt bei jedem Wetter zum Besuch ein. Hier die wichtigsten Infos auf einen Blick:

InfoDetails
EintrittKostenlos (Ausnahme: Sonderveranstaltungen)
ÖffnungszeitenTäglich 7–22 Uhr (Nov.–Feb. bis 20 Uhr)
AdresseAm Westfalenpark 1, 44137 Dortmund
ÖPNVU-Bahn U45/U46, Haltestelle Westfalenpark
PKWA45, Parkplätze am Westfalenstadion (gebührenpflichtig)
Florianturm EintrittErwachsene ca. 4,50 €, Kinder ca. 2,50 €
KleinbahnSaisonbetrieb, ca. 3,50 € pro Fahrt
BarrierefreiheitWeitgehend barrierefrei, befestigte Wege

Der Park liegt direkt neben dem Signal Iduna Park und ist über die A45 gut erreichbar. Mit dem Fahrrad empfiehlt sich der Radweg entlang der Märkischen Straße.

Häufige Fragen zum Westfalenpark

Ist der Eintritt in den Westfalenpark kostenlos?
Ja, der Eintritt ist kostenlos. Nur für Florianturm, Kleinbahn oder Sonderveranstaltungen fallen Gebühren an.
Wann hat der Westfalenpark geöffnet?
Täglich 7–22 Uhr, in den Wintermonaten (November–Februar) bis 20 Uhr.
Wie komme ich zum Westfalenpark?
Mit der U-Bahn (U45/U46, Haltestelle Westfalenpark) oder per Auto über die A45 mit Parken am Westfalenstadion.
Was ist das Besondere am Deutschen Rosarium?
Mit über 3.000 Rosensorten auf 4,5 Hektar ist das Rosarium eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen. Beste Besuchszeit: Juni.
Gibt es Parkmöglichkeiten am Westfalenpark?
Ja, gebührenpflichtige Parkplätze am Westfalenpark und am Westfalenstadion.

Geheimtipp: Der Göpelschacht Christine

Wer die touristischen Hauptwege hinter sich lässt, stößt auf einen der verstecktesten Schätze des Westfalenparks: den rekonstruierten Göpelschacht Christine. Benannt nach einer historischen Grube auf dem Parkgelände, erinnert er an die Zeit, als auf diesem Gelände noch Kohle gefördert wurde.

Kaum ein Besucher weiß, dass bereits 1816 an diesem Ort die erste Dortmunder Dampfmaschine arbeitete – eine technische Pionierleistung, die den industriellen Aufstieg des Ruhrgebiets mitbegründet hat. Der rekonstruierte Schacht macht diese Geschichte greifbar und ist besonders für geschichtsinteressierte Besucher eine echte Entdeckung abseits des Touristenstroms.

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