Ahlbeck 1 Reisepaket
Karte
Karte anzeigen
Ahlbeck

Urlaub in Ahlbeck mit prächtiger Badeeleganz

Das Grandeur und die Eleganz der Badeorte an der Ostseeküste hat einen Namen: Ahlbeck. Seebrücke, Sandstrand, Villen der Jahrhundertwende – das Kaiserbad glänzt mit klassizistischen Bäderarchitektur und einer Strandpromenade bis nach Polen.

Reisen nach Ahlbeck

Urlaub in Ahlbeck mit prächtiger Badeeleganz

Die große Badesaison eröffneten im 19. Jahrhundert Kaiser, Könige und Adlige. Gut situierte Berliner folgten, privilegierte DDR-Bürger durften sich hier an der Grenze zu Polen ihre Urlaubsträume erfüllen. Kein Wunder, der feine Sandstrand zieht sich 42 Kilometer lang. Heute ist alles so nostalgisch schön wie eh und je, ein schmuckes Antlitz aus Jahrhundertwende-Hotels, Villen und Schlösschen. Ahlbeck ist neben Heringsdorf und Bansin das größte der drei „Kaiserbäder“ und sein architektonischer Glanzpunkt, die alte Seebrücke, strahlt seit Loriots Eingreifen schöner denn je.

Seit jeher übten die „Kaiserlichen 3“ an der Westküste Usedoms eine magische Anziehungskraft aus. Herrscher, Adlige und Künstler wie Fontane, Mann, Gorki, Tolstoi genossen das Gründerzeit-Flair, das Meerklima, die Ruhe. Mit jährlich 1.900 Sonnenstunden wird Usedom aber auch so reichlich bedacht, wie kaum ein anderer Flecken in Deutschland.

Seeadler und Seebrücke

Die berühmten Seebäder an der Westseite liegen direkt nebeneinander. Ahlbeck ist das östlichste und größte, Bansin das jüngste und kleinste, Grande Dame Heringsdorf das älteste und berühmteste Seebad. Die schönste Seebrücke hat ohne jeden Zweifel Ahlbeck. Das denkmalgeschützte Wahrzeichen aus dem Jahr 1882 ragt 280 Meter lang ins Wasser. Der Farbtausch nach der Wende brachte noch mehr Aufwertung: Zu DDR-Zeiten noch braun gestrichen, erhielt sie für Loriots Film „Papa ante portas“ ihren strahlend weißen Anstrich. Viel Seeluft macht bekanntlich hungrig. Im schicken Seebrücken-Restaurant können Sie frisch gebratene Ostseeheringe genießen und dabei den ablegenden Ausflugsschiffen nachschauen. Oder dem Seeadler, der sich hier dank unberührter Natur im Hinterland wieder angesiedelt hat.

Flaniermeile bis nach Polen

Doch nicht nur zur heißen Feriensaison ist am Strand was los. Seit 1995 stürzen sich alljährlich am Valentinstag hunderte Eisbader aus ganz Polen und Deutschland in die Fluten. Für die vielen Schaulustigen wird ein buntes Programm geboten. Nach solchem Spektakel hätte den deutschen Kaisern und Adligen wohl weniger der Sinn gestanden, die Superlative der Insel haben sie aber beflügelt. Erst dank ihrer zahlreichen Besuche im 19. Jahrhundert wurden aus kleinen Fischerdörfern mondäne Inselbäder mit Bilderbuch-Stränden. Einiges hat sich jedoch geändert: Nachbar Polen ist mittlerweile entspannt zu Fuß erreichbar. Die längste Seepromenade Europas (12 Kilometer) führt von Bansin über Heringsdorf nach Ahlbeck bis ins polnische Swinoujscie (Swinemünde). Eine wunderschöne Flaniermeile zum Möwen beobachten und Meerluft einatmen, Rad fahren, Skaten oder Shoppen. Sollte die Sonne mal vom Gas gehen - die „OstseeTherme“ ist die perfekte Schietwetter-Alternative, ebenso wie der Musikpavillon und das alte Ahlbeck mit seinen urigen alten Fischerkaten. Trotzdem immer das Strandoutfit dabei haben - die Sonne ist schließlich verlässlichster Stammgast hier.

Foto: René Legrand, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Kaiserbäder(Ostsee)

Die Entwicklung der Seebäder auf Usedom ging vom damaligen Swinemünde aus. In diesem mit Abstand größten Ort der ehemals ungeteilten Insel wurde 1824 die erste Badesaison eröffnet. Zum Leidwesen der Heringsdorfer Akteure folgte ihr Ort erst ein Jahr später. Unter königlich preußischer Einflussnahme dominierte Swinemünde als mondänes Ostseebad die Entwicklung, erhielt finanzielle Zuwendungen des preußischen Königs und konnte bereits 1827 die Zahl von 2.200 Badegästen verzeichnen.

1851 erhielt Zinnowitz, ein Jahr später Ahlbeck die Genehmigung zur Aufnahme von Badegästen. Im Unterschied zu Swinemünde, welches für einen Kurbetrieb längst umfänglich ausgestattet war und, Heringsdorf das über eine Badeanstalt und drei Logierhäuser verfügen konnte, erfolgte der Besuch und die Unterbringung der Zinnowitzer und Ahlbecker Badegäste damals zu einfachsten Bedingungen. Die von der Gemeinde zu errichtenden Badeanstalten waren zunächst sehr provisorisch, die Gäste waren - aus heutiger Sicht wildromantisch - in den Häusern der Fischer untergebracht. Bansin nahm seinen Badebetrieb erst deutlich später im Jahr 1897 auf.

Seit jeher übten die drei Kaiserbäder eine magische Anziehungskraft auf berühmte Künstler aus: Die Brüder Mann, Maxim Gorki, Leo Tolstoi oder Johann Strauß flanierten vorbei an beeindruckenden Villen der Gründerzeit, atmeten würzige Seeluft und fühlten den Geist eines goldenen Zeitalters, den sie auch in ihren Werken festhielten.

In einem Brief an seine Frau Emilie schrieb Theodor Fontane 1863: "... man hat Ruhe und frische Luft und diese beiden Dinge wirken wie Wunder und erfüllen Nerven, Blut, Lungen mit einer stillen Wonne."

Seebad Bansin

Das Ende des 19. Jahrhunderts als reines Seebad gegründete Bansin gehört mit Heringsdorf und Ahlbeck zu den drei Kaiserbädern. Der Ort ist von adretten Villen und Hotels geprägt, die zumeist in unmittelbarer Strandnähe liegen. Im jüngsten und kleinsten der drei benachbarten Bäder überwindet zwar nur eine vergleichsweise "einfache" Seebrücke die Trennungslinie zwischen Land und Meer, der Blick von ihr ist jedoch kaum weniger reizvoll als der, den man ihren bekannteren Schwestern zuschreibt.

In Bansin beginnt die bis nach Ahlbeck durchgehende, über sieben Kilometer lange Strandpromenade. Eine Wanderung entlang der drei Bäder erschließt dem Betrachter die feinen Unterschiede, die zwischen ihnen bestehen. In Bansin erkennt man den modernsten Abschnitt der historischen Promenade an einer wichtigen Neuerung aus damaliger Zeit - dem freien Meerblick. Natürlich kann man sich auch einfach zum Strand begeben, dessen Beschaffenheit ist in Bansin von gleicher hervorragender Qualität wie an der gesamten Usedomer Ostseeküste.

Die heute 2.500 Seelen umfassende Gemeinde ist für Usedomer Verhältnisse ein relativ junges Seebad: 1897 durfte man erstmalig mit offiziellem Segen baden. Aus 10 Häusern bestand das Seebad Bansin damals: Eigentlich war das Seebad nichts anderes als ein gerade fertiggestelltes Neubaugebiet mit 10 Häusern im Dünengebiet.

1923 erhielt Bansin als erstes Seebad die Freibadeerlaubnis. Das, was wir heute als selbstverständlich ansehen, sprich: sich offen in Badeklamotten am Strand aufzuhalten, war also vor 100 Jahren noch nicht gestattet. Ab 1923 musste man sich in Bansin nun nicht mehr in den engen Strandbadeanstalten drängen. Nun tummelten sich Hochadel, Großindustrielle und alle anderen betuchten und namhaften Gäste Bansins am breiten, langen und feinsandigen Strand im schicken, teilweise knielangen Badeanzug und genossen ohne Umweg das gesundheitsfördernde Bad im offenen Meer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Adelsbad Bansin ein Bad der Werktätigen, oder besser gesagt: ein Bad der Werktätigen und der werktätigen Spitzel. Das Ministerium für Staatssicherheit ließ nämlich Ferienwohnheime bauen und viele offizielle sowie inoffizielle Mitarbeiter des Überwachungsstaats durften sich hier vom real existierenden Alltagsstress erholen. Die historische Bäderarchitektur hingegen verfiel und verfiel ...

Ab 1990 wurden die kaiserzeitlichen Villen, Hotels und Pensionen restauriert. Besonders in der Bergstraße, aber auch in der Seestraße kann man sich eine Unzahl dieser historischen Gebäude anschauen, die pompöser Architekturschmuck auszeichnet: Die Fassaden zieren häufig Säulen, Halbsäulen und vielfältige Formen von Putzornamentik. Risalite und Ecktürmchen verleihen den Gebäuden ein schlossartiges Aussehen, die Fenster sind oft rundbogig, Balkone und Erker gehören ebenfalls zum Standard. Zweifelsfrei bildet die historische Bausubstanz neben Strand und Ostseewasser die Hauptattraktion von Bansin.

Inselbahn UBB- Usedom

Die Usedomer Bäderbahn, kurz UBB, wurde 1995 als 100%-ige Tochter der Deutschen Bahn AG gegründet. In den darauf folgenden Jahren wurden das völlig marode Schienennetz sowie die überalterte Sicherungstechnik grundlegend saniert. Damit die Fahrgäste nur kurze Wege zu den Zügen der UBB zurücklegen müssen, wurden mehrere neue Haltepunkte errichtet.

Heute fahren die Züge der UBB über die neue große Peenebrücke in Wolgast bis nach Züssow und sogar Stralsund oder mit einem Umstieg nach Barth. So ist die UBB präsent auf 151 Kilometern von Ahlbeck Grenze über Zinnowitz, Züssow und Stralsund bis nach Barth sowie von Zinnowitz nach Peenemünde.

Und sollten Sie nach einem anstrengenden Tag einen hungrigen Magen haben, kein Problem - hinter einigen Türen der wunderbar restaurierten, denkmalgeschützten Bahnhöfe warten heute Gaststätten im Flair der Eisenbahn von gestern. Und im Bahnhof Kölpinsee kann man etwas über die Geschichte Usedoms und die Eisenbahnen der Insel erfahren.

Zu den Angeboten

Reisepakete werden geladen