Bad Doberan

Prächtiges Bad Doberan: Badeort des Adels

Eine Gemeinde zwischen Rostock und Wismar in Mecklenburg-Vorpommern, 12.000 Einwohner, einen Kilometer Ostseestrand in sechs Kilometern Entfernung. So weit, so unbeeindruckend. Aber dieser Ort, der auf dem Papier so langweilig aussieht, hat es in der Realität in sich: erstes Seebad der Welt, Heimat des ersten Galopprennens, ein prächtiges Münster, eine schnuckelige Schmalspurbahn namens Molli und jede Menge frische Seeluft.

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Prächtiges Bad Doberan: Badeort des Adels

Eine Gemeinde zwischen Rostock und Wismar in Mecklenburg-Vorpommern, 12.000 Einwohner, einen Kilometer Ostseestrand in sechs Kilometern Entfernung. So weit, so unbeeindruckend. Aber dieser Ort, der auf dem Papier so langweilig aussieht, hat es in der Realität in sich: erstes Seebad der Welt, Heimat des ersten Galopprennens, ein prächtiges Münster, eine schnuckelige Schmalspurbahn namens Molli und jede Menge frische Seeluft.

Der Sage nach ließ der Fürst zu Mecklenburg anlässlich seines ersten erlegten Hirsches ein Kloster errichten. Weil die aufgeschreckten Schwäne „dobre, dobre“ kreischten, heißt die Stadt Bad Doberan. Das Doberaner Kloster mit seinem Münster im Backsteinstil ist heute noch Anziehungspunkt für Besucher und gilt als bedeutendstes mittelalterliches Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur außen, sondern auch innen: ältester Flügelaltar Norddeutschlands, ein Leuchter mit der Marienfigur und der kunstvolle Lettner-Kreuzaltar. Von der Klosteranlage sind allerdings nur noch romantische verfallene Ruinen übrig. Trotz allen Ruhmes hat es für das Münster nicht für das UNESCO-Weltkulturerbe-Status gereicht … Macht aber nichts, es ist trotzdem schön hier.

Zocken, Wetten und Tanzen

Der Durchbruch der Stadt kam, als man im 18. Jahrhundert entdeckte, dass das Baden im Meer gesundheitsfördernd ist. Herzog Friedrich Franz I. rief Bad Doberan (damals noch ohne den Zusatz „Bad“) als Erholungsort aus. Im Ortsteil Heiligendamm stiegen Herzog, Adel und später auch das Bürgertum ihren Wohlbefinden zuliebe in Meer. In der Stadt dagegen frönte man den Lastern: Zocken in Spielbanken, Tanzen und Pferderennen. Das erste Galopprennen Deutschlands fand hier 1822 statt. Der mondäne Küstenort lockte namenhafte Baumeister an, die die Stadt in das klassizistische Schmuckstück verwandelten, das sie heute noch ist. Es entstanden stattliche Bauten wie das Logierhaus, das Salongebäude, das Palais des Fürsten und das Stahlbad. Außerdem zwei der damals so beliebten Pavillons im chinesischen Stil im Kamps, einer Gartenanlage im Herzen der Stadt.

Molli fährt und fährt

Und wie pendelten die hohen Damen und Herren zur Ostsee? Dafür gab es Molli, die älteste Schmalspurbahn der Welt. Die Fahrt mit dem roten Zug ist heute noch ein Erlebnis. Wer mehr über die Geschichte des Seebades erfahren will, lernt im Stadt- und Bädermuseum im neogotischen Möckelhaus Amüsantes und Interessantes über Bad Doberan. Für eine Pause ist der Alexandrinenhof ideal, ein alter Gebäudekomplex mit Künstlerateliers, kleinen Ladengeschäften und einem Café. Hier hätte es auch dem Herzog und seinem Hofstaat gefallen.

Foto: VMO, Alexander Rudolph

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