Zeche Schlägel und Eisen - Herten

Noch bis vor 20 Jahren wurde auf der Zeche Schlägel und Eisen Steinkohle abgebaut - heute ist sie ein Industriedenkmal mit einer wechselvollen Geschichte. Im Jahre 1897 wurde mit dem Bau der Anlage begonnen. Das markante dreibeinige Fördergerüst förderte aus 400 Metern Tiefe Kohle und ist heute noch erhalten. Um die Jahrhundertwende wuchs die Zeche rasant: Zwei weitere Schächte wurden errichtet, eine Kokerei nahm ihren Betrieb auf, es wurden ein Bahnanschluss, eine Sieberei, ein Verwaltungs- und ein Kauengebäude gebaut. 1928 wurde die imposante und noch heute erhaltene Zwillingsdampffördermaschine eingeweiht.

Ab den 1930er Jahren ging es dann aber bergab: Weltwirtschaftskrise, Arbeitskräftemangel, zweiter Weltkrieg. Doch die Zeche überstand das alles. Als Ende der 1940er Jahre die Kriegsschäden beseitigt wurden und das deutsche "Wirtschaftswunder" einsetzte, konnte die Förderung wieder intensiviert werden. 1969 wurde die Zeche Teil der neugegründeten Ruhrkohle AG und war bereits zu einem industriellen Hochleistungsbetrieb ausgebaut worden. Im Jahr 1975 erreichte die Zeche mit einer Gesamtförderung von über zwei Millionen Tonnen Steinkohle die höchste Förderleistung ihrer Geschichte.

In den 1990er Jahren vollzog sich der langsame Niedergang der Zeche, bis der Betrieb im Jahr 2000 gänzlich eingestellt wurde. Seither wurde die ehemalige Grubenanlage von verschiedenen Firmen und Behörden zwischengenutzt. Heute ist die Zeche im ganzen Ruhrgebiet eine angesagte Adresse für Kunst und Kultur jeglicher Art. Neben dem vielfältigen kulturellen Programm bietet die Location auch ein gastronomisches und sportliches Angebot. Somit ist die stillgelegte Zeche mit neuem Leben erfüllt, ohne dabei das historische Gewand der Anlage zu zerstören und die Bedeutung des Ortes zu verlieren.

Kapazität: 167 Plätze (im Saal der Schwarzkaue)

Baujahr: 1897

Lage, Anfahrt

Die Zeche Schlägel und Eisen befindet sich im Nordwesten von Herten, direkt am Glückauf-Ring und in unmittelbarer Nähe zur Westerholter Straße.

Mit dem Auto: Fahren Sie auf der Autobahn A 43 (Münster-Wuppertal) bis zum Autobahnkreuz Recklinghausen/Herten und nehmen dort die Ausfahrt Richtung Herten. Weiter auf der L 511 Richtung Herten/Westerholt und dem Straßenverlauf für etwa 3,5 km folgen. Die Straße geht automatisch in die Westerholter Straße über, kurz darauf biegen Sie noch vor dem Kreisverkehr rechts ab in den Glückauf-Ring. Folgen Sie dem Ring bis zur Zeche.

Auf dem weitläufigen Zechengelände gibt es ausreichend Parkplätze.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Stadtbuslinie 243 fährt im Stundentakt vom Gelsenkirchener Stadtteil Buer zur Zeche Schlägel und Eisen, Haltestelle "Bergwerk Schlägel und Eisen". Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten.

Entfernung zum Spar mit!-Hotel

Courtyard by Marriott Gelsenkirchen: ca. 9 km

Foto: Klub Schlägel und Eisen

Reisepakete werden geladen