K.-Kruse-Puppenausstellung

Es ist das Weihnachtsfest 1905, als Käthe Kruses Tochter Maria, liebevoll Mimerle genannt, sich sehnlichst eine Puppe wünscht. Doch alle Puppen hatten zu dieser Zeit zerbrechliche Porzellanköpfe, waren steif und kalt. Überhaupt kein schönes Spielzeug für Kinder zum Kuscheln, Herumtragen und Umsorgen. Ihr Mann Max riet ihr deshalb, selbst eine Puppe zu gestalten. Und Käthe Kruse, die aus einfachen Verhältnissen stammte, hatte bereits genaue Vorstellungen und nahm, was sie zur Hand hatte: ein Handtuch, etwas Sand als Füllung, die sich bei längerem anschmiegen der Puppe erwärmte, und eine Kartoffel als Kopf - schon war das erste Puppenkind geboren und Mimerle liebte es inniglich.

Angespornt durch die Liebe ihrer Tochter fasste Käthe Kruse den Entschluss, ihre Künste zu verbessern und machte immer neue Puppen für ihre Kinder. Der Rest ist Geschichte.

Von 1912 bis 1950 lebte die weltbekannte Puppengestalterin in der Kurstadt Bad Kösen und betrieb hier ihre erste Puppenmanufaktur. Heute können Sie sich die "Puppenwelt der Käthe Kruse" in der Kunsthalle im Romanischen Haus von Bad Kösen anschauen. Es ist die weltweit größte Sammlung von Käthe-Kruse-Puppen mit circa 230 Exemplaren. Hier finden Sie neben den bekannten Puppentypen auch einige Raritäten und Unikate wie "Schlenkerchen", "Sternschnuppchen", "Sandbaby" oder "Bambino". Von den kleinen Puppenstubenfiguren bis zur großen beweglichen Schaufensterpuppe ist alles vertreten, was in den Kösener Werkstätten hergestellt wurde. Hier werden (nicht nur) Kinderträume wahr.

Lage, Anfahrt

Die Käthe-Kruse-Puppenausstellung befindet sich im Romanischen Haus in Bad Kösen, mitten im Zentrum der Kurstadt. Direkt vor dem Haus gibt es ausreichend gebührenpflichtge Parkplätze.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet: April - Okt. Di. - So. 10.00 - 17.00,
Nov. - März Mi., Sa. und So.10.00 - 16.00
Eintritt: Erwachsene 3,- Euro; Ermäßigte 2,- Euro;
Personen unter 18 Jahre und Schüler gratis

Fotos: Stadtmuseum Naumburg

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