Polnische Ostseeküste

Saharadünen, Fischerdörfer und Strand to go

Sanft branden die Wellen ans Ufer, es riecht nach Meer und Kiefern. Weiße Sandstrände säumen die Küste, elegante Seebäder wechseln sich ab mit urigen Fischerdörfern. Raue Kliffe steigen aus dem Wasser, es gibt Sanddünen wie in der Sahara. Wer an die polnische Ostseeküste kommt, vergisst schlagartig alle Autoklauwitze - wetten?

Traumhaft war die Natur hier oben schon immer, ganz im Norden Polens, mehr als 500 Kilometer von Usedom bis zur russischen Exklave Kaliningrad. Inzwischen haben sich auch die Orte herausgeputzt. Die Seebäder schüttelten ihren postsozialistischen Chic (beinahe) ab und entwickelten sich zu modernen Urlaubsdomizilen.

Bitte den Strand mitnehmen!

Besonderer Anziehungspunkt sind die breiten Sandstrände. Nach Swinemünde kann man vom deutschen Ahlbeck aus gleich zu Fuß wandern. Weiter westlich, in Leba, liegt die "polnische Sahara". Gewaltige Wanderdünen ragen hier auf, bis zu 42 Meter hoch. Und weil's hier Sand wie Sand am Meer gibt, dürfen Urlauber gern welchen mitnehmen. Wer die Straßenlage seines KFZs verbessern möchte, kann sich den ganzen Kofferraum oder einen Anhänger voll Sand schippen. Das ist bei Leba offiziell erlaubt.

Am besten schaut man sich gleich mehrere Orte an, wenn man schon hier oben im Norden ist. Die Highlights: Danzig, die bezaubernde mittelalterliche Hansestadt, die im Krieg fast vollständig zerstört und originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Swinemünde, die Nachbarin von Ahlbeck, die mit den Kaiserbädern von Usedom über die längste Strandpromenade Europas verbunden ist. Schwolow, das lebendige Museumsdorf mit seinen restaurierten Fachwerkhöfen. Misdroy, der quirlige Familienferienort mit zwei Kilometern Strandpromenade und Fischerbooten im Hafen. Kolberg, der große Kurort an der Mündung der Parseta. Die lange schmale Halbinsel Hela, eines der besten Surfreviere Europas. Oder der slowinzische Nationalpark mit den Kiefernwäldern und Superdünen. Und natürlich Zoppot, der Partyort mit 500-Meter-Seebrücke, in dem halb Polen Urlaub macht …

Überall gibt's frischen Fisch - zu verführerischen Preisen. Ein Gericht kostet im Restaurant etwa 35 Zloty (8,- Euro), einen Kaffee gibt's für 6 Zloty (1,40 Euro). Aufpassen: Oft ist in der Speisekarte der 100-g-Preis bei Fischgerichten angegeben. Und während man so dasitzt und übers Meer schaut, könnte man gleich ein paar polnische Vokabeln üben. Oder den Wodka probieren. Der wurde nämlich in Polen erfunden und nicht in Russland. Sagen die Polen. Na egal: Na zdrowie!

P.S.: Rund um die Uhr bewachte Parkplätze erkennt man an der Bezeichnung "strzezony - 24 h".

Auch tagsüber mit Abblendlicht fahren (Pflicht!), deutschsprachige Infos beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, Tel. 030/21 00 920

Fotos: Pixabay

Halbinseln Rügens

Jasmund ist eine Halbinsel im Nordosten der Insel Rügen. Im Ostteil der Halbinsel wurde 1990 der etwa 30 Quadratkilometer große Nationalpark Jasmund angelegt. Bekannt ist die Halbinsel vor allem wegen ihrer Kreidefelsen. Darüber hinaus prägen eiszeitliche Ablagerungen das Landschaftsbild. Senken werden häufig von kleineren Seen eingenommen. Der markanteste Kreidefelsen ist der 119 Meter hohe Königsstuhl. Die Wissower Klinken, eine weitere bekannte Kreideformation, rutschten am 24. Februar 2005 fast vollständig ins Meer ab, so dass von dieser Attraktion nur noch wenig übrig blieb.

Mönchgut ist eine 29,44 Quadratkilometer große Halbinsel im Südosten von Rügen. Sie trennt den Greifswalder Bodden von der Ostsee. Auf Mönchgut liegen die Badeorte Göhren, Baabe, Lobbe, Middelhagen, und Thiessow; die Halbinsel ist Teil des Amts Mönchgut-Granitz. Das Mönchgut gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Der Name stammt von den ersten überlieferten Siedlern, die Mönche des Klosters Eldena bei Greifswald waren. Sie schotteten die Halbinsel ab 1252 durch den Mönchsgraben vom Rest Rügens ab und errichteten so etwas wie eine Mönchsrepublik. Die Halbinsel besteht aus mehreren Landzungen wie dem Reddevitzer Höft, dem Kleinen und Großen Zicker. Bei Göhren kann man den "Buskam", einen der größten Findlinge besichtigen. Die Halbinsel ist reich an Hünengräbern. In Göhren liegt auch die Endstation der dampfbetriebenen Schmalspurbahn "Rasender Roland".

Wittow, die nördlichste Halbinsel Rügens, wird durch die Ostsee im Norden und Osten, dem Wieker Bodden im Westen und dem Großen Jasmunder Bodden im Süden und Osten begrenzt. Eine schmale Landverbindung gibt es nur über die schmale Nehrung der Schaabe zur Halbinsel Jasmund. Sie ist aber auch über die Autofähre beim Wieker Ortsteil Wittower Fähre zu erreichen. Im Westen der Halbinsel befindet sich die Halbinsel Bug. Die Hauptorte der Insel sind Dranske, Wiek und Altenkirchen. Ein Teil der Halbinsel liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der nördlichste Punkt der Halbinsel, das Kap Arkona, ist auch der nördlichste Punkt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Halbinsel wird geprägt durch die Steilküste im Norden und der flachen Boddenlandschaft im Süden.

Zudar ist eine zur Insel Rügen gehörende, stark gegliederte Halbinsel. Sie ist etwa 18 Quadratkilometer groß und befindet sich zwischen dem Rügischen Bodden (dem Nordteil des Greifswalder Bodden) und dem südwestlichen Eingang des Strelasundes. Die Verbindung der Halbinsel zu Rügen ist an der schmalsten Stelle 900 Meter breit. Im Osten der Halbinsel wird mit 25 Meter ü. NN der höchste Punkt erreicht. Ortsteile der Insel Zudar sind Foßberg, Glewitz, Grabow, Losentitz, Maltzien, Poppelvitz und Zicker. Die Glewitzer Fähre- zweitwichtigste Verbindung zwischen Rügen und dem Festland nach der festen Strelasundquerung verkehrt zwischen Stahlprode und dem Zudar. Auf der Halbinsel befindet sich der südlichste Punkt Rügens, Palmer Ort.

Nord-Ostsee-Kanal

Die ersten Pläne für einen Kanal quer durch das heutige Schleswig-Holstein reichen bis in das 7. Jahrhundert zurück. Von der damals blühenden Handels- und Wikingerstadt Haithabu wären zwischen der Schlei an der Ostsee und der in die Nordsee mündenden Treene nur 16 Kilometer Landweg zu überbrücken gewesen. Die leichten Schiffe der Wikinger wurden teilweise über diese Landbrücke getragen oder gerollt. Später verlagerte sich der Handel in Schleswig-Holstein jedoch nach Lübeck, sodass dieser Plan aufgegeben wurde. Stattdessen entstanden der Stecknitz- und der Alster-Beste-Kanal, die jedoch nicht für Seeschiffe bestimmt waren.

Von 1777 bis 1784 ließ der dänische König den Eiderkanal errichten. Er war der direkte Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals, begann in Kiel und mündete bei Rendsburg in die Eider, von wo aus er bis zur Eidermündung in Tönning floss. Die Fahrt durch Kanal und Eider dauerte aber immer noch drei bis vier Tage.

Der Kanal, wie man ihn heute kennt, entstand ab 1878, als der Hamburger Reeder Dahlström und der Wasserbauinspektor Boden eine Wasserstraße vorschlugen, die weitgehend entlang der heutigen Streckenführung von Kiel-Holtenau nach Brunsbüttel führen sollte. Der Kanalbau profitierte stark von den Expansionsplänen der deutschen Flotte der damaligen Zeit und der Verlagerung des Haupthafens nach Kiel. Am 3. Juni 1887 legte Kaiser Wilhelm I. in Kiel-Holtenau den Grundstein. Nach acht Jahren Bauzeit konnte Kaiser Wilhelm II. den damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten Wasserweg am 21. Juni 1895 eröffnen. Der Bau kostete 156 Millionen Goldmark und war zu diesem Zeitpunkt 67 Meter breit und 9 Meter tief.

Doch schon bald reichte der Kanal nicht mehr aus, um den Großkampfschiffen der deutschen Marine die Passage zu ermöglichen. Daher wurde er von 1907 bis 1914 das erste Mal ausgebaut und die Breite auf 102 Meter erweitert. 1965 wurde der Kanal zum zweiten Mal erweitert, diesmal auf 162 Meter. Rund 41.000 Schiffe mit einer Gesamtladung von 80 Millionen Tonnen passieren heute den Kanal pro Jahr. Die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel befindet sich im Bau.

Neben seiner Bedeutung für Schiffe ist der Nord-Ostsee-Kanal auch für Fußgänger und Radfahrer interessant. Sie dürfen den befestigten Betriebsweg am Kanal nutzen und können beidseitig nahezu auf voller Länge steigungsfreie Radtouren in nächster Nähe zu den Schiffen unternehmen. Das Übersetzen auf die jeweils andere Kanalseite mit einer der zahlreichen Fähren ist kostenlos. Die Idee dazu geht übrigens auf Kaiser Wilhelm zurück, um so eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen, da ältere Verkehrswege durch die künstliche Wasserstraße durchschnitten wurden.

Die Radwege sind Teil der im Mai 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße, einer rund 250 Kilometer langen Ferienstraße, die von Bremervörde an der Ostsee bis Kiel führt. Wer lieber den Kanal sehen, statt erfahren will, kann dies ebenfalls: Jeweils ein Rastplatz bei der Autobahnbrücke der A 23 (nordwärts, vor dem Kanal) sowie zwischen den Anschlussstellen 8 und 9 der A 7 ermöglicht einen Ausblick.

Fotos: Landeshauptstadt Kiel, Bodo Quante; Kiel-Marketing, O. Franke

Angelwunder

Bei Angelwunder dreht sich alles um das Angeln in den Gewässern um Rügen - Deutschlands größter Insel. Angelwunder bietet ganzjährig geführtes Angelguiding in den Boddengewässern und auf der Ostsee an. Guide Gary organisiert Ihren Angelurlaub auf der Insel Rügen und stellt im Hafen Wiek komfortable Mietboote bereit.

Es hat sich längst herumgesprochen, dass die Fanggründe um Rügen internationale Vergleiche nicht scheuen müssen. Die oft wie Anglerlatein klingenden Fänge von Meterhechten sind tatsächlich möglich, denn hier ist der Hecht zu Hause! Nicht nur von Fachzeitschriften wie "Raubfisch" oder "Fisch Fang" werden die Angelgründe an Rügens Nordküste mittlerweile zu den europäischen Top-Revieren hochgeschrieben.

Von kleinen Tobiasfischen bis zu Heringen, von Makrelen bis zu Hornhechten, von Meerforellen bis zu Lachsen und von Dorschen bis zu fetten Ostseehechten ist wirklich alles drin. Leider ist es aber auch so, dass auch die gierigsten Fische nicht von allein in die Boote springen. Nur wer die Reviere kennt, ein Gespür für die Fische hat, wird auf der riesigen Wasserfläche erfolgreich fischen können. Damit Anglerträume in Erfüllung gehen, hat das Team von "Angelwunder" spezielle Zielfisch-Touren zusammengestellt. Doch es muss nicht immer Angelguiding sein. In Mietboote können Sie sich selbst auf die Suche nach den Fischen machen. Dafür verrät Gary Ihnen sogar die Hot-Spots und erklärt das Revier. Wenn Sie der über 20-jährigen Erfahrung in den Gewässern um Rügen und dem Know-how vertrauen, werden Sie mit unvergesslichen Angelerlebnissen der Extraklasse belohnt. Petri Heil!

Weitere Informationen und Preise: www.angelwunder.de

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