Schloss Moritzburg

Nordwestlich von Dresden liegt Schloss Moritzburg, das barocke Lust- und Jagdschloss August des Starken. Seine vier gemütlich-runden Ecktürme, seine heitere Fassade mit einer Komposition aus Ocker, Weiß und Rot leuchten dem Besucher schon aus der Ferne entgegen.

Zunächst war es nur ein bescheidenes Jagdhaus, das sich Herzog Moritz 1544 in die Sumpfniederung setzen ließ. Auch die nachfolgenden Sachsenfürsten waren leidenschaftliche Waidmänner und jeder von ihnen baute etwas an - der sächsiche Kurfürst und König von Polen natürlich am meisten. 1736, als sein Architekt Pöppelmann das Werk beendete, war aus dem Jagdhaus ein prachtvolles Schloss geworden, das auf einer Insel in einem künstlichen Teich steht.

Schloss Moritzburg ist heute ein Barockmuseum. Zu der prunkvollen Einrichtung von August dem Starken kamen herrliche Möbel, Gemälde, Porzellane und Waffen aus anderen Schlössern und Herrensitzen. Es gibt kostbar vergoldete und bemalte Ledertapeten sowie eine riesige Sammlung von Hirschgeweihen. Faszinierend ist auch die kunstvoll verzierte Prunkkarosse Augusts.

Die größte Sehenswürdigkeit aber sollte man sich bis zum Schluss aufsparen: das legendäre "Federzimmer", das aufwändig restauriert nach Moritzburg zurückkehrte. Dieses einzigartige, 1723 von August dem Starken erworbene Kunstwerk besteht aus insgesamt zwei Millionen Federn. Prunkbett, Baldachin, Gesimsteile und Wandteppiche aus leuchtendem Gefieder, "ein von allerhand bunten natürlichen und gemalten Federn kostbar gewirktes Bette", wie Monsieur Le Normand, sein Schöpfer, es anpries.

Käthe Kollwitz, der berühmten Graphikerin, begegnen Sie ebenfalls im Schloss. Sie verbrachte ihre letzten Jahre - bis 1945 - in Moritzburg. Die Kollwitz-Gedenkstätte zeigt vorwiegend Reproduktionen ihrer meist anklagenden Bilder und Grafiken.

Im Waldpark finden Sie das Fasanenschlößchen von 1782. In den feinstuckierten und mit Rokoko-Tapeten geschmückten Räumen können Sie Möbel aus der Rokoko-Zeit sehen. Unweit des Schlößchens liegt das einstige Wildgatter von August dem Starken. Noch heute wird es als Tiergehege genutzt.

Wenn Sie baden möchten: Außer dem Großteich, südlich vom Fasanenschlößchen, gibt es hier noch viele Waldteiche. Die meisten wurden angelegt, um Karpfen für die fürstliche Speisekarte zu züchten. Auch Boote können Sie mieten.

Lage, Anfahrt

Schloss Moritzburg ist von der A 4, Abfahrt "Dresden-Wilder Mann" oder die A 13 über Radeburg zu errichen. Es ist ausgeschildert.

Öffnungszeiten; Eintritt

Geöffnet: 17. 11. 2018 - 3. 3. 2019, Di. - So. 10.00 - 17.00, letzter Einlass eine Stunde vor Schließung
Eintritt:

Erwachsene 8,- Euro, Kinder 6 - 11 Jahre 4,60 Euro

Kombiticket Barockschloss und Fasanenschlösschen Erwachsene 11,- Euro, Kinder 7,- Euro

Fotos: Schlösserland Sachsen

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