Berliner Mauer

Wo sie noch steht: die Berliner Mauer

Einst erstreckte sie sich über 160 Kilometer, heute sind nur noch vereinzelte Reste zu sehen: die Berliner Mauer. 28 Jahre lang trennte sie den westdeutschen Teil der Hauptstadt vom DDR-Gebiet, nun erinnern nur noch Bruchstücke an Deutschlands gespaltene Geschichte.

9. November 1989: Menschenmassen vor und auf der Berliner Mauer, Freunde und Familien, die sich nach 28 Jahren endlich wieder in die Arme schließen. Der Tag ging als Mauerfall in die Geschichtsbücher ein, doch bis das ungeliebte Symbol der Trennung endlich abgetragen war, vergingen noch zwei Jahre. Stücke wurden geklaut, abgerissen, auf Auktionen versteigert und in die ganze Welt verschifft: Von den Gärten des Vatikans über das Imperial War Museum in London bis zum Englischen Garten in München, alle wollten ein Stück Geschichte zum Anfassen. Auch in vielen deutschen Wohnzimmern liegt heute noch ein kleiner Klumpen der Betonwand. Zurück blieben in Berlin nur wenige Trümmer. Von 302 Wachtürmen stehen noch fünf, von über 160 Kilometern Mauer ist fast nichts mehr übrig. Wo Sie die Überbleibsel der Grenzanlagen besichtigen können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

East Side Gallery: Der mit 1,3 Kilometern längste noch stehende Abschnitt der Hinterlandmauer erstreckt sich entlang der Spree vom Ostbahnhof bis zur Oberbaumbrücke. 1990 verzierten Künstler ihn mit Malereien zu den politischen Tumulten der Wendejahre. Besonders bekannt ist Dmitri Wrubels Darstellung des Bruderkusses.

Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie: Das Museum besitzt ein Sammlung von Berichten über geglückte Fluchten sowie eine Ausstellung spektakulärer Fluchtmittel wie Heißluftballons und ein Mini-U-Boot. Auf dem Platz steht die Nachbildung der Kontrollstelle, die einst die sowjetische von der amerikanischen Besatzungszone trennte.

Bösebrücke: Am östlichen Ende der Brücke befand sich einst der Grenzübergang Bornholmer Straße, der am 9. November 1989 als erster die Sperrung aufhob. Entlang der Bornholmer Straße stehen noch Teile der Hinterlandmauer.

Asisi Panorama Berlin: Das 15 Meter hohe und 60 Meter lange 360-Grad-Panoramabild von Yadegar Asisi zeigt das Leben im geteilten Berlin der 1980er Jahre. Betrachten Sie das Rundgemälde der Mauer von einem Aussichtsturm aus und halten Sie Ausschau nach den vielen versteckten Details.

Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße: Einer von nur drei Orten in Berlin, an dem Teile der Grenzmauer noch am Originalplatz stehen. Die anderen zwei befinden sich in der Liesenstraße und der Niederkirchnerstraße. Auf dem Gelände stehen außerdem die Kapelle der Versöhnung und das Dokumentationszentrum Berliner Mauer.

Mauerpark: In unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte liegt der Mauerpark. Die verbliebenen Reste der Hinterlandmauer werden von Graffiti-Künstlern immer wieder neu gestaltet.

Geschichtsmeile Berliner Mauer: Hierbei handelt es sich um eine Doppelreihe Pflastersteine entlang des alten Mauerverlaufs mit Infotafeln und Überresten der Mauer.

Berliner Mauerweg: Ein Rad- und Fußweg, der dem gesamten Mauerverlauf in und um Berlin folgt. Er führt vorbei an Mauertrümmern und Gedenktafeln.

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